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Die große Klima-Diskussion

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Das ist ein OT deshalb diese unglaubliche Varianz....Wer das lesen kann braucht, keine Brille
 
skifam schrieb:
Das ist ein OT deshalb diese unglaubliche Varianz....Wer das lesen kann braucht, keine Brille

Juchu, hatte 90% Zoomstufe im Firefox eingestellt und konnte es trotzdem lesen. Dann brauch ich wohl keine Brille. :D
 
Mir kommt aktuell leicht die Befürchtung, wenn ein paar Leute nicht schnell mal zur Vernunft kommen, brauchen wir uns ums Klima in naher Zukunft keine Gedanken mehr zu machen :naja: ...Ich hoffe sehr stark, dass ich falsch liege.
 
Florian86 schrieb:
skifam schrieb:
Das ist ein OT deshalb diese unglaubliche Varianz....Wer das lesen kann braucht, keine Brille

Juchu, hatte 90% Zoomstufe im Firefox eingestellt und konnte es trotzdem lesen. Dann brauch ich wohl keine Brille. :D

Ja nee, iss klar. Bei einem 40" 4k Monitor mit 120 ppi keine Kunst. Der alte weiße Mann guckt auf seinen 17" natürlich in die Röhre :lol: :wink:

MarcB96 schrieb:
Mir kommt aktuell leicht die Befürchtung, wenn ein paar Leute nicht schnell mal zur Vernunft kommen, brauchen wir uns ums Klima in naher Zukunft keine Gedanken mehr zu machen

Da die Klimapartei selbst grad umschwenkt, auf Fracking-Gas und Kohle setzt, was ja zusätzlich zum russischen Erdgas auf die Klimabilanz noch oben drauf kommt, kann das mit dem CO2 ja gar nicht so wichtig sein, oder? Würden die Grünen an Kippunkte glauben, dann müssten sie doch alles unternehmen, damit Fracking-Gas und Kohle im Boden bleiben.
 
NeusserGletscher schrieb:
Da die Klimapartei selbst grad umschwenkt, auf Fracking-Gas und Kohle setzt, was ja zusätzlich zum russischen Erdgas auf die Klimabilanz noch oben drauf kommt, kann das mit dem CO2 ja gar nicht so wichtig sein, oder? Würden die Grünen an Kippunkte glauben, dann müssten sie doch alles unternehmen, damit Fracking-Gas und Kohle im Boden bleiben.

Das mit dem Krieg hast du mitbekommen, oder?
 
Firn77 schrieb:
NeusserGletscher schrieb:
Da die Klimapartei selbst grad umschwenkt, auf Fracking-Gas und Kohle setzt, was ja zusätzlich zum russischen Erdgas auf die Klimabilanz noch oben drauf kommt, kann das mit dem CO2 ja gar nicht so wichtig sein, oder? Würden die Grünen an Kippunkte glauben, dann müssten sie doch alles unternehmen, damit Fracking-Gas und Kohle im Boden bleiben.

Das mit dem Krieg hast du mitbekommen, oder?

Und das die Grünen nicht alleine regieren :wink:
 
NeusserGletscher schrieb:
Florian86 schrieb:
skifam schrieb:
Das ist ein OT deshalb diese unglaubliche Varianz....Wer das lesen kann braucht, keine Brille

Juchu, hatte 90% Zoomstufe im Firefox eingestellt und konnte es trotzdem lesen. Dann brauch ich wohl keine Brille. :D

Ja nee, iss klar. Bei einem 40" 4k Monitor mit 120 ppi keine Kunst. Der alte weiße Mann guckt auf seinen 17" natürlich in die Röhre :lol: :wink:

MarcB96 schrieb:
Mir kommt aktuell leicht die Befürchtung, wenn ein paar Leute nicht schnell mal zur Vernunft kommen, brauchen wir uns ums Klima in naher Zukunft keine Gedanken mehr zu machen

Da die Klimapartei selbst grad umschwenkt, auf Fracking-Gas und Kohle setzt, was ja zusätzlich zum russischen Erdgas auf die Klimabilanz noch oben drauf kommt, kann das mit dem CO2 ja gar nicht so wichtig sein, oder? Würden die Grünen an Kippunkte glauben, dann müssten sie doch alles unternehmen, damit Fracking-Gas und Kohle im Boden bleiben.
Was genau meinst du mit "Zusätzlich zum russischen Erdgas"? So viel wie ich weiß, ersetzt LNG Gas und Kohle nur das weggefallene russische Gas.

Die Regierung (da sind 3 Parteien dabei, nicht nur eine) sieht es halt aktuell als ihre Pflicht, die bisherige Energieversorgung kurzfristig aufrecht zu erhalten. Und dafür muss man nehmen, was es gibt.
Ich bin eh in letzter Zeit der Meinung (nachdem ich einige Berichte dazu gelesen habe), dass Fracking, wenn man es ordentlich macht, auch bei uns (D/AT) eine Lösung wäre, um das Gas zu fördern, welches als Brückentechnologie verwendet werden muss (und dann im Zuge des Aufbaus der Strom- und Wasserstoffwirtschaft immer weniger benötigt zu werden). Vorteil des selber produzierens ist, dass man die Rahmenbedingungen dafür auch festlegen kann.
 
Man kann das schon sehen wenn man will, die Grünen wollten zum Klimaschutz nicht ihre heilige Kuh Atomkraft opfern, bzw. nur ein Teil der Kuhherde...
 
kaldini schrieb:
Ich bin eh in letzter Zeit der Meinung (nachdem ich einige Berichte dazu gelesen habe), dass Fracking, wenn man es ordentlich macht, auch bei uns (D/AT) eine Lösung wäre, um das Gas zu fördern, welches als Brückentechnologie verwendet werden muss (und dann im Zuge des Aufbaus der Strom- und Wasserstoffwirtschaft immer weniger benötigt zu werden). Vorteil des selber produzierens ist, dass man die Rahmenbedingungen dafür auch festlegen kann.

Mir wär neu, dass Fracking ordentlich möglich ist...zumindest da, wo man nicht 1000e km von der nächsten Zivilisation entfernt ist. Solange Leute im Einzugsgebiet von sowas leben (was in Deutschland nicht verhindert werden kann), werden diese auch deutliche negative Auswirkungen haben (wie man an unzähligen Videos aus den USA, wo die Leute ihren Wasserhahn als Gasfackel nutzen können..., erkennen kann), da beim Fracking fast ausschließlich Massen an Chemie in den Boden gepumpt werden (soll wohl auch "umweltfreundliches" Fracking geben...aber ich bezweifle, dass das aus Kostengründen großartig eingesetzt wird). :nein:

Beim Wasserstoff betreibt man (weils in Deutschland bzw der EU so beliebt ist) ja auch "outsourcing"...indem man beispielsweise plant, hektarweise Flächen inmitten eines Nationalparks in Namibia zu betonieren für die Produktion (quasi moderner Kolonialismus ) :rolleyes: .

Der große Vorteil am russischen Gas war, dass dafür keine Schiffe oder andere Transportmittel nötig waren, die massenhaft CO² raushauen (mal abgesehen davon, dass es deutlich günstiger war).
Selbst das Weiterbetreiben von Kohlekraftwerken (man müsste halt die Filtertechnik soweit verbessern, dass nur noch CO² oben rauskommt) seh ich kurzfristig als vernünftigeren Weg als Fracking jetzt zu erlauben....

An Methoden zum CO² rausfiltern muss in naher Zukunft sowieso massiv gearbeitet werden (auch wenn die liebe Politik das nicht wahrhaben will)...weils ganz einfach illusorisch ist, zu glauben, dass es ohne jeglichen CO² Ausstoß funktionieren wird :rolleyes: .
 
MarcB96 schrieb:
...................................................
An Methoden zum CO² rausfiltern muss in naher Zukunft sowieso massiv gearbeitet werden (auch wenn die liebe Politik das nicht wahrhaben will)...weils ganz einfach illusorisch ist, zu glauben, dass es ohne jeglichen CO² Ausstoß funktionieren wird :rolleyes: .
Gehe auch nicht von einem Null-CO2-Ausstoß aus. Was das Rausfiltern betrifft - gerne, wenns bezahlbar wird.
Aber ich frage mich, ob es eigentlich nicht ausreicht den CO2-Ausstoß Pi x Daumen zu halbieren.

Wenn ich es recht in Erinnerung habe, ist die Formel ja ungefähr so: Vom CO2-Ausstoß wird 1/4 von der Biosphäre absorbiert.
Ein weiters Viertel von den Ozeanen. Viertel Nr. 3 von den Verwitterungsprozessen der weltweiten Gesteinsoberflächen.
Das letzte Viertel ist, was in der unteren Atmosphäre verbleibt und für den Anstieg auf 400+ ppm verantwortlich ist.

Nagelt mich bitte nicht an den 1/4eln fest. Kann gut sein, daß durch den gestiegenen Austoß der letzten Jahre der Anteil der sogenannten Kohlenstoffsenken niedriger ist. Mir kommts aufs Prinzip an.
Eine Reduktion deutlich unter die Absorbierungsgrenze sollte den CO2-Anteil wieder sinken lassen.

Höre zwar ständig von Klimaneutralität. Der Begriff wird m. E. unscharf verwendet.
Per Definition wäre KN wenn der Austoß unter die Absorbierungsfähigkeit fällt.

Höre aber auch ständig als Ziel Null-Emission. Null-E ist für mich nicht klimaneutral.
 
Fab schrieb:
MarcB96 schrieb:
...................................................
An Methoden zum CO² rausfiltern muss in naher Zukunft sowieso massiv gearbeitet werden (auch wenn die liebe Politik das nicht wahrhaben will)...weils ganz einfach illusorisch ist, zu glauben, dass es ohne jeglichen CO² Ausstoß funktionieren wird :rolleyes: .
Gehe auch nicht von einem Null-CO2-Ausstoß aus. Was das Rausfiltern betrifft - gerne, wenns bezahlbar wird.
Aber ich frage mich, ob es eigentlich nicht ausreicht den CO2-Ausstoß Pi x Daumen zu halbieren.

Wenn ich es recht in Erinnerung habe, ist die Formel ja ungefähr so: Vom CO2-Ausstoß wird 1/4 von der Biosphäre absorbiert.
Ein weiters Viertel von den Ozeanen. Viertel Nr. 3 von den Verwitterungsprozessen der weltweiten Gesteinsoberflächen.
Das letzte Viertel ist, was in der unteren Atmosphäre verbleibt und für den Anstieg auf 400+ ppm verantwortlich ist.

Nagelt mich bitte nicht an den 1/4eln fest. Kann gut sein, daß durch den gestiegenen Austoß der letzten Jahre der Anteil der sogenannten Kohlenstoffsenken niedriger ist. Mir kommts aufs Prinzip an.
Eine Reduktion deutlich unter die Absorbierungsgrenze sollte den CO2-Anteil wieder sinken lassen.

Höre zwar ständig von Klimaneutralität. Der Begriff wird m. E. unscharf verwendet.
Per Definition wäre KN wenn der Austoß unter die Absorbierungsfähigkeit fällt.

Höre aber auch ständig als Ziel Null-Emission. Null-E ist für mich nicht klimaneutral.

Ich könnte mir recht gut vorstellen, dass man mit bestimmten Pflanzen eine Menge CO² aus der Luft rausbekommen könnte (ich kenne leider nur keinen Experten, der sowas mal durchrechnen könnte, ob so eine Idee plausibel wär oder nicht :naja:).
Weil der großflächigere Anbau von bestimmten Pflanzen wahrscheinlich kostengünstiger und einfacher sein sollte, als sich irgendwelche Chemikalien suchen zu müssen, die dann aufgrund verschiedener Dinge nicht serienreif sind (gab ja schon mehrere technische bzw chemische Versuche, von denen man nur nix mehr hört)
 
MarcB96 schrieb:
Ich könnte mir recht gut vorstellen, dass man mit bestimmten Pflanzen eine Menge CO² aus der Luft rausbekommen könnte (

Da wäre es schonmal ein Anfang wenn man nicht die Regenwälder abholzen würde...
 
MarcB96 schrieb:
Fab schrieb:
MarcB96 schrieb:
...................................................
An Methoden zum CO² rausfiltern muss in naher Zukunft sowieso massiv gearbeitet werden (auch wenn die liebe Politik das nicht wahrhaben will)...weils ganz einfach illusorisch ist, zu glauben, dass es ohne jeglichen CO² Ausstoß funktionieren wird :rolleyes: .
Gehe auch nicht von einem Null-CO2-Ausstoß aus. Was das Rausfiltern betrifft - gerne, wenns bezahlbar wird.
Aber ich frage mich, ob es eigentlich nicht ausreicht den CO2-Ausstoß Pi x Daumen zu halbieren.

Wenn ich es recht in Erinnerung habe, ist die Formel ja ungefähr so: Vom CO2-Ausstoß wird 1/4 von der Biosphäre absorbiert.
Ein weiters Viertel von den Ozeanen. Viertel Nr. 3 von den Verwitterungsprozessen der weltweiten Gesteinsoberflächen.
Das letzte Viertel ist, was in der unteren Atmosphäre verbleibt und für den Anstieg auf 400+ ppm verantwortlich ist.

Nagelt mich bitte nicht an den 1/4eln fest. Kann gut sein, daß durch den gestiegenen Austoß der letzten Jahre der Anteil der sogenannten Kohlenstoffsenken niedriger ist. Mir kommts aufs Prinzip an.
Eine Reduktion deutlich unter die Absorbierungsgrenze sollte den CO2-Anteil wieder sinken lassen.

Höre zwar ständig von Klimaneutralität. Der Begriff wird m. E. unscharf verwendet.
Per Definition wäre KN wenn der Austoß unter die Absorbierungsfähigkeit fällt.

Höre aber auch ständig als Ziel Null-Emission. Null-E ist für mich nicht klimaneutral.

Ich könnte mir recht gut vorstellen, dass man mit bestimmten Pflanzen eine Menge CO² aus der Luft rausbekommen könnte (ich kenne leider nur keinen Experten, der sowas mal durchrechnen könnte, ob so eine Idee plausibel wär oder nicht :naja:).
Weil der großflächigere Anbau von bestimmten Pflanzen wahrscheinlich kostengünstiger und einfacher sein sollte, als sich irgendwelche Chemikalien suchen zu müssen, die dann aufgrund verschiedener Dinge nicht serienreif sind (gab ja schon mehrere technische bzw chemische Versuche, von denen man nur nix mehr hört)
ideen gibt's schon lang mit Algen bspw.
 
Null-CO2-Emission ist nicht gleich Netto Null-CO2-Emission :!:

Null-CO2-Emission = Nullemission bedeutet, dass bei der Produktion und anderen Prozessen keine klimaschädlichen Emissionen entstehen.
Netto Null-CO2-Emission (Net-Zero-Emission) = ist eine nur rechnerisch gemeinte „Nullemission“, bei der auf der einen Seite Emissionen entstehen und gleichzeitig woanders Emissionen in gleichem Masse verhindert werden.

Die Klimaskeptiker wollen ein möglichen hohe Netto Null ausgangs Wert (Römerzeit) haben. Dass sie selber weiter machen können, wie bis jetzt, ohne die Klima Anpassungskosten zu berücksichtigen.

Die andre Gruppe vertritt einen tiefen Wert, um nicht zu grosse Ausgaben für die Klima-Anpassungskosten zu haben. Dafür haben sie eine höre nachhaltigen Ernährungssicherheit für die kommende Generationen gesichert.

Klar ist, es werden immer Kosten ausgelöst. Entweder zahlen die aktuellen Generationen, für die kommenden Generationen. Oder die kommenden Generationen werden dafür heftig zu Kasse gebetet.
 
kaldini schrieb:
Was genau meinst du mit "Zusätzlich zum russischen Erdgas"? So viel wie ich weiß, ersetzt LNG Gas und Kohle nur das weggefallene russische Gas.

Das stimmt nur für Deutschland. Global betrachtet verkauft Russland weiter sein Erdgas, nur nicht an uns. Oder fackelt es möglicherweise ab, weil man angeblich nicht einfach mal so ein Bohrloch schließen kann. Durch die exorbitant gestiegenen Preise ist aber nun wieder die Förderung von Fracking-Gas profitabel geworden. Und bei der heimischen Kohle hätten wir es in der Hand, die Kohle im Boden zu lassen. Heisst, heimische Kohle und Fracking Gas kommen auf die CO2 Bilanz des Planeten noch oben drauf.

Von dem CO2, was für den Transport von LNG erzeugt wird, man ganz zu schweigen.
 
Da ja hier da und dort doch diverse Recherche Experten dabei sind:
Mich würde mal ganz neutral interessieren ob es wirklich valide Daten in Studien gibt die modellieren können welcher Anstieg der globalen Mediantemperatur auf welche CO2 Emissionen zumindest auf das Jahrzehnt genau zurückzuführen sind.
Wir sollten ja sinngemäß lt., dem Leiter unseres Potsdam Institus, in der FAZaS vorletztes WoE "Vorreiter des Umbaus sein UND das ohne die Wirtschaft abzuwürgen".
Dazu müstte man aber eben auch Ursache und Wirkung zeitlich abbilden können.
Vielen Dank im voraus.
 
Chlosterdörfler schrieb:
Null-CO2-Emission ist nicht gleich Netto Null-CO2-Emission :!:

Null-CO2-Emission = Nullemission bedeutet, dass bei der Produktion und anderen Prozessen keine klimaschädlichen Emissionen entstehen.
Netto Null-CO2-Emission (Net-Zero-Emission) = ist eine nur rechnerisch gemeinte „Nullemission“, bei der auf der einen Seite Emissionen entstehen und gleichzeitig woanders Emissionen in gleichem Masse verhindert werden.

Die Klimaskeptiker wollen ein möglichen hohe Netto Null ausgangs Wert (Römerzeit) haben. Dass sie selber weiter machen können, wie bis jetzt, ohne die Klima Anpassungskosten zu berücksichtigen.

Die andre Gruppe vertritt einen tiefen Wert, um nicht zu grosse Ausgaben für die Klima-Anpassungskosten zu haben. Dafür haben sie eine höre nachhaltigen Ernährungssicherheit für die kommende Generationen gesichert.

Klar ist, es werden immer Kosten ausgelöst. Entweder zahlen die aktuellen Generationen, für die kommenden Generationen. Oder die kommenden Generationen werden dafür heftig zu Kasse gebetet.

Mir wärs eigentlich am liebsten, wenn ein Mittelweg gefunden wird....
Bei dem so viel CO² neutralisiert/aus der Luft gefiltert wird, wie ausgestoßen wird. Dass gewisse Dinge, wie Fliegerei (Langstrecke oder historische Fliegerei), der gesamte Oldtimersektor (was ja quasi das Bewahren von Geschichte ist) und Verbrennungsmotoren mit nachhaltigeren Kraftstoffen bspw für die Landbevölkerung (egal in welchem Land), da es nicht klappen wird, jegliche Verbrenner zu verbieten bzw durch E-Fahrzeuge zu ersetzen (zumindest nicht ohne einen riesigen Nachteil für große Teile der Bevölkerung)...und wahrscheinlich auch noch andere Dinge, die mir grad nicht einfallen, weiterlaufen können ohne einen negativen Einfluss zu haben.

Dass was getan werden muss, ist klar....aber es gibt gewisse Dinge (oben aufgezählte) die einfach nicht verboten werden dürfen, da es entweder ein wichtiger Teil der kulturellen Identität ist (das Erhalten und Betreiben jeglicher historischer Fahrzeuge, seien es Schienen-, Luft-, Straßenfahrzeuge, etc) oder unter Anderem für einen kulturellen Austausch unumgänglich ist (Langstreckenfliegerei).
 
Relevant für die persönliche nachhaltige Verhaltensweise bezüglich des Klimas sind eigentlich nur drei Hauptparameter.

1. Ökologisches Mobilitätsverhalten, d.h. wenig mit dem Auto fahren, aber dafür den Umweltverbund, also die Vereinigungsmenge aus ÖPNV, Radverkehr und Fußverkehr nutzen.
2. Wenig Fleisch essen, denn bei pflanzlicher Ernährung ist der Gesamtwirkungsgrad etwa um Faktor 5 - 8 (viel geringerer Futtermittelanbau usw.) höher.
3. Wenig bzw. ökologisch heizen (Wärmepumpe usw.).

Der dickste Brocken ist die Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene.

Da muss sich die Politik in Deutschland den Vorwurf gefallen lassen, einerseits viel zu wenig zu tun und zudem andererseits mit völligen Fehlanreizen wie dem Dienstwagenprivileg, der Pendlerpauschale und der Dieselsubventionierung völlig kontraproduktiv zu handeln.

Alleine die jährlichen klimaschädlichen Subventionen des Straßenverkehrs belaufen sich auf etwa 25 G€ jährlich.

Zum Vergleich: Würde man den gesamten ÖPNV in Deutschland aus Steuergeldern finanzieren, dann würde das etwa 14 G€ jährlich kosten.
__________________

Ich hoffe ja sehr, dass das Deutschlandticket (49 € -Ticket) einen Durchbruch bringen wird.

Wenn 14 Milliarden € jährlich an ÖPNV-Betriebskosten zu finanzieren sind, dann müssten also 14 G€ / (49 € * 12) = 23,8... * 10^6 = 23,8 Millionen Stammkunden in ganz Deutschland gewonnen werden, damit sich das ausgeht.

Vom 9 € -Ticket wurden innerhalb von drei Monaten (Gültigkeit 01.06.2022 - 31.08.2022) 52 Millionen Fahrscheine verkauft; hinzu kamen 10 Millionen Zeitkartenstammkunden, sodass durchschnittlich 52 Millionen / 3 + 10 Millionen = 27,3... Millionen das Angebot nutzen konnten.

Wenn beim Preis von 9 € also 27,3 Millionen das Angebot nutzen, dann wird es keinesfalls ein Selbstläufer bei einem Preis von 49 € dann 23,8 Millionen Einwohner dazu zu bewegen, das Deutschlandticket zu kaufen. Ich hoffe sehr, dass das trotzdem klappen wird, denn dann kann man die nun beschlossenen Zuschüsse von 4 Milliarden € jährlich konsequent in den Ausbau des Schienennetzes (zweigleisiger Ausbau, Elektrifizierung, Reaktivierung von stillgelegen Strecken, Taktverdichtung auf einen 30-Minuten-Takt täglich von 5 Uhr bis 1 Uhr auch auf Nebenstrecken, moderne spurtschnelle und attraktive E-Fahrzeuge mit Steckdosen, WLAN, Klimaanlage, geschlossenen Toiletten usw.) stecken.

Sobald das Deutschlandticket erhältlich ist, werde ich gleich 588 € überweisen und dann gleich für das ganze Jahr bezahlen, damit der Druck auf die Politik massiv erhöht wird, jetzt den Weg zu einer ökologischen Verkehrswende zu gehen. Die Menschen werden mit den Füßen abstimmen.

Entweder wir schaffen es jetzt ENDLICH mit der Verkehrswende den notwendigen ökologischen Beitrag zu leisten oder aber die Klimaerwärmung wird mit gnadenlosem Tempo weitergehen.

Ich freue mich schon, wenn ich mein Deutschlandticket habe.

Dann brauche ich kein Fahrgastabitur mehr. Ringe, Zonen, Waben, Zahlgrenzen - all der bürokratischen Quatsch interessiert mich nicht mehr.
Kein Fahrgastabitur mehr - sondern überall rund um die Uhr einfach einsteigen und gut ist! :ja:
 
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