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Die große Klima-Diskussion

Status
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Spezialwidde schrieb:
Mt. Cervino schrieb:
Manchmal verstehe ich die Welt nicht mehr...
Der Klimawandel (nicht dass ich ihn aktiv leugnen will) ist doch vor Allem eines: Ein riesiger Wirtschaftsfaktor. Wenn nicht sogar der Größte den es seit Beginn der Industrialisierung gegeben hat.

Ich wäre froh, wenn er doch endlich als Wirtschaftsfaktor gesehen wird und nicht ständig das Getöse: "wir ruinieren unseren Wohlstand". Der wird sich sowieso ruinieren, wenn wir noch länger zuschauen.
 
Wer schaut hier zu?
Wir geben in D Milliarden nein Billionen aus.


Das ewige Geheule des Untergangs der Menschheit ist unglaubwürdig und nur ein Mittel die alte totalitäre Sosse in neuen Gefässen als neu zu verkaufen.
 
skifam schrieb:
Wer schaut hier zu?
Die Politik, die Gesellschft. Wir wissen seit Jahrzehnten, was da auf uns zukommt, aber - wie man ja hier in der Diskussion gut sieht - die Bequemlichkeit vieler scheint wichtiger als die Wissenschaft zu sein.

skifam schrieb:
Das ewige Geheule des Untergangs der Menschheit ist unglaubwürdig und nur ein Mittel die alte totalitäre Sosse in neuen Gefässen als neu zu verkaufen.

Ja dann. Du wirst es nicht mehr erleben, nein. Dann eben deine Kinder. Und damit mein ich nicht die "totalitäre Soße".
 
Firn77 schrieb:
skifam schrieb:
Wer schaut hier zu?
Die Politik, die Gesellschft. Wir wissen seit Jahrzehnten, was da auf uns zukommt, aber - wie man ja hier in der Diskussion gut sieht - die Bequemlichkeit vieler scheint wichtiger als die Wissenschaft zu sein.

skifam schrieb:
Das ewige Geheule des Untergangs der Menschheit ist unglaubwürdig und nur ein Mittel die alte totalitäre Sosse in neuen Gefässen als neu zu verkaufen.

Ja dann. Du wirst es nicht mehr erleben, nein. Dann eben deine Kinder. Und damit mein ich nicht die "totalitäre Soße".
So ein Unfug.

Genau denn die Sosse ist jetzt schon da.....


Sage und schreibe 33 Jahre nach dem Ende des letzten und 78 Jahre der vorletzten totalitären Sytems in D
 
Firn77 schrieb:
Ich wäre froh, wenn er doch endlich als Wirtschaftsfaktor gesehen wird und nicht ständig das Getöse: "wir ruinieren unseren Wohlstand". Der wird sich sowieso ruinieren, wenn wir noch länger zuschauen.

Wenn alle davon profitieren bzw an einem Strang ziehen keinerlei Einwände meinerseits. Aber wenn einige wenige sich auf Kosten des Wohlstandes der Allgemeinheit sich die Taschen zum Platzen füllen hab ich was dagegen. Vor Allem wenn Politiker Wasser predigen und selber Edelwein saufen krieg ich schon etwas die Wut. Und da gehts mal wieder hin. Ich weiß nicht wie es euch geht aber gerade das was unsere Regierung gerade abzieht demotiviert mich eher als dass es mich von der Sache überzeugt.
Hat man nicht vor dem Ukrainekrieg Erdgas als Nachhaltig erklärt? Scheinen viele wieder vergessen zu haben aber ich hab mir das gemerkt.
 
Spezialwidde schrieb:
Firn77 schrieb:
Ich wäre froh, wenn er doch endlich als Wirtschaftsfaktor gesehen wird und nicht ständig das Getöse: "wir ruinieren unseren Wohlstand". Der wird sich sowieso ruinieren, wenn wir noch länger zuschauen.

Wenn alle davon profitieren bzw an einem Strang ziehen keinerlei Einwände meinerseits. Aber wenn einige wenige sich auf Kosten des Wohlstandes der Allgemeinheit sich die Taschen zum Platzen füllen hab ich was dagegen. Vor Allem wenn Politiker Wasser predigen und selber Edelwein saufen krieg ich schon etwas die Wut. Und da gehts mal wieder hin. Ich weiß nicht wie es euch geht aber gerade das was unsere Regierung gerade abzieht demotiviert mich eher als dass es mich von der Sache überzeugt.
Hat man nicht vor dem Ukrainekrieg Erdgas als Nachhaltig erklärt? Scheinen viele wieder vergessen zu haben aber ich hab mir das gemerkt.

Nie galt Erdgas als Nachhaltig, es wurde einfach zur (billigen) Brückenenergie erklärt, ohne je einen Plan zu haben, wohin die Brücke eigentlich führen sollte.

Ich bin mit vielem nicht einverstanden, was die Regierung macht, aber das war ich noch nie. Dann muss man halt was tun. Kampagnern starten, auf Politiker einwirken, selber aktiv werden. Sich ständig nur zu beschweren und zu sagen, ich könnte es besser, langweilt mich zutiefst.

Und was ist denn mit dem angeblichen Erfinderland Deutschland? Es wir nur gejammert, während gefühlt jede Woche eine neue asiatische Automarke auf den Markt kommt. Es scheint allen immer noch zu gut zu gehen.
 
Firn77 schrieb:
Nie galt Erdgas als Nachhaltig, es wurde einfach zur (billigen) Brückenenergie erklärt, ohne je einen Plan zu haben, wohin die Brücke eigentlich führen sollte.

Ist das so? Ja klar, jetzt wo es nicht mehr in den Kram passt verkauft man es in den Nachrichten selbstverständlich wieder anders. So nach dem Motto was interessiert mich mein Gelaber von gestern. Aber man muss ja nur mal etwas blättern...
https://www.zdf.de/nachrichten/politik/taxonomie-klimaschutz-greenwashing-faq-100.html

Unsere Regierung hat in ihrer Pressepropaganda dabei den EU Passus "unter gewissen Bedingungen" geflissentlich unter den Teppich gekehrt. Es war von vornherein geplant die Energieinfrastruktur weitgehend auf Erdgas basieren zu lassen und dabei medienwirksam in der kurzen Legislaturperiode aus der dreckigen Kohle, dem bösen Atom und den abhängig machenden Öl aussteigen zu können. So schnell kommt man halt nicht von den fossilen Energieträgern weg zu den Erneuerbaren, das dauert. Aber Gas zu beschaffen war damals augenscheinlich einfach und weitgehend unsichtbar für den Bürger, es kommt ja durch die unterirdische Pipeline und keiner scherte sich drum. Dass das 2 Monate später in die Hose ging hat hoffentlich keiner vergessen.
 
Was wäre denn vor der Ukrainekrise der bessere Weg gewesen?
Nur auf Kohle zu setzen???
Ergas ist zwar ein Fossiler Energieträger, aber immer noch deutlich besser als Kohle oder Öl.

Und alle die jetzt schreien man hätte sich abhängig gemacht hätten sicherlich genauso geschrien, wenn man Importgrenzwerte für Erdgas gemacht hätte und somit die Energiepreise schon VOR der Ukrainekriese in Höhe getrieben hätte.
Zu der Zeit war Erdgas billig (und wir haben ALLE entweder direkt oder indirekt davon profitiert) UND es war umweltfreundlicher als Kohle und Öl.

Mir geht es echt auf den Sack wie alle HINTERHER schlauer sind. Ach nee...
 
ralleycorse schrieb:
Was wäre denn vor der Ukrainekrise der bessere Weg gewesen?
Nur auf Kohle zu setzen???
Ergas ist zwar ein Fossiler Energieträger, aber immer noch deutlich besser als Kohle oder Öl.

Ich fand und finde überhaupt nichts Schlechtes daran, anstatt der Kernenergie nach Fukushima auf Erdgas gesetzt zu haben. NUR: Man hat in den zehn Jahren danach völlig verpennt, die Alternativen zu entwickeln, zu fördern... Wo könnten wir heute schon sein!? Das ist das größte Versäumnis, das uns erst in so eine Lage gebracht hat.

Das geht mir "auf den Sack", um in deiner Sprache zu bleiben. Und das hab ich schon vor Jahren gesagt, und nicht erst "Hinterher".
 
Spezialwidde schrieb:
Firn77 schrieb:
Nie galt Erdgas als Nachhaltig, es wurde einfach zur (billigen) Brückenenergie erklärt, ohne je einen Plan zu haben, wohin die Brücke eigentlich führen sollte.

Ist das so? Ja klar, jetzt wo es nicht mehr in den Kram passt verkauft man es in den Nachrichten selbstverständlich wieder anders. So nach dem Motto was interessiert mich mein Gelaber von gestern. Aber man muss ja nur mal etwas blättern...
https://www.zdf.de/nachrichten/politik/taxonomie-klimaschutz-greenwashing-faq-100.html

Unsere Regierung hat in ihrer Pressepropaganda dabei den EU Passus "unter gewissen Bedingungen" geflissentlich unter den Teppich gekehrt. Es war von vornherein geplant die Energieinfrastruktur weitgehend auf Erdgas basieren zu lassen und dabei medienwirksam in der kurzen Legislaturperiode aus der dreckigen Kohle, dem bösen Atom und den abhängig machenden Öl aussteigen zu können. So schnell kommt man halt nicht von den fossilen Energieträgern weg zu den Erneuerbaren, das dauert. Aber Gas zu beschaffen war damals augenscheinlich einfach und weitgehend unsichtbar für den Bürger, es kommt ja durch die unterirdische Pipeline und keiner scherte sich drum. Dass das 2 Monate später in die Hose ging hat hoffentlich keiner vergessen.

Das ist doch politisches Alltagsgewäsch, das kommt ja auch aus dem Artikel klar heraus. Und hier gibt es in der EU ja auch sehr unterschiedliche Ansichten, mit dem Thema umzugehen. Aber am Ende ist Gas ein fossiler Brennstoff, der als Hauptenergieträger keine Zukunft hat.
 
Der Juli 2023 wird vsl. der heißeste Monat seit Jahrhunderten werden.

Über Südeuropa ist eine Hitzewelle, die vielerorts die Temperaturen auf über 40 Grad steigen lässt. Auch im Süden der USA ist es vielerorts über 40 Grad warm.

In Florida wurden 32 Grad gemessen. Dummerweise war das die Wassertemperatur.

https://www.youtube.com/watch?v=AdnXIrZxg2c

Ich bin mal gespannt, wann hier die ersten fordern bei +40 Grad die Schneekanonen anzuwerfen, weil sie Skifahren wollen. :lach:
 
ThomasK schrieb:
Ich bin mal gespannt, wann hier die ersten fordern bei +40 Grad die Schneekanonen anzuwerfen, weil sie Skifahren wollen. :lach:


Sobald die (unterirdische) Standseilbahn auf den Pilatus gebaut wurde. :)
 
Nach den Ölpreisschocks in den 1970ern hat die Politik versucht, mit Erdgas aus Sibiren und Atomkraft die Abhängigkeit von Öl zu verringern. In der Folge hatten wir mit Steinkohle, Braunkohle, Erdgas und Atom eine breit aufgestellte Energieversorgung, die nicht mehr so krisenanfällig war. Die Förderung heimischer Steinkohle wurde dann zu teuer. Atomkraft geriet immer mehr in Verruf, weil man erstens unbedingt auf die Variante setzte, deren Spaltprodukte sich für eine militärische Nutzung eignen, leider aber auch besonders lange strahlen. Und weil Pfusch bei Bau und Betrieb der Welt zwei GAUs (Tschernobyl + Fukushima) und einen beinhahe GAU (Harrisburg) bescherten und auch Schlamperei bei der Wiederaufbereitung (Sellafield / Windscale) den Ruf der "sauberen" Technologie nachhaltig beschädigten.

Mit der aufkeimenden Diskussion über CO2 wollte man dann neben dem Atomausstieg auch so schnell wie möglich aus Kohle und Öl aussteigen. Ohne dabei zu bedenken, dass man sich damit wieder wie in den 1970ern einseitig von einem einzigen Energieträger (Erdgas) abhängig macht.

Jetzt haben wir die Situation, dass Energie aus Wind und Sonne nach wie vor nicht ansatzweise ausreichend gespeichert werden kann. Daher setzt die Politik vermehrt auf LNG als Energieträger. Das nicht nur umweltpolitisch eine Rolle rückwärts ist (eine typische 360° Wende, + Pi :wink: ), weil bereits die Verflüssigung und der Transport von Erdgas aus konventionellen Lagerstätten dem an sich noch saubersten Energieträgern unter den Fossilen eine ähnlich miese Umweltbilanz bescheren wie Kohle. Sondern auch, weil bei der Förderung von Fracking-Gas aus unkonventionellen Lagerstätten besonders viel Methan ungenutzt in die Atmosphäre entweicht und Boden wie Grundwasser verseucht werden.

Eigentlich ist die Situation jetzt sogar noch schlechter als in den 1970ern. Denn weil man Kohle, Öl und Atom nicht will, bleibt am Ende nur noch eine einzige Säule in der Energieversorgung, die garantiert Energie auf Abruf liefern kann. Nur wegen LNG und Fracking mit der schlechtesten Umweltbilanz ever. Mit maximalem Aufwand hat man den Nutzen minimiert. Tolle Leistung.

Denn als ob es nicht reichen würde, dass die Umweltbilanz dieser Politik als katastrophal bezeichnet werden muss, sorgt sie auch noch für die höchsten Energiepreise.

Gleichgültig, ob Strom aus Sonne und Wind in der Herstellung günstig sind, so lange der Strompreis für den Bürger nach dem Merrit-Order Prinzip ausgewürfelt wird, richtet sich dieser nach dem teuersten Energieträger. Und das ist in diesem Fall Strom aus LNG. Daher ist z.B. der Strompreis in Finnland in wenigen Monaten von weniger als 4 Cent pro kWh auf 25 Cent pro kWh gestiegen. Wobei Finnland halt seinen Strom zu ca. 85% aus Kernenergie, Wasserkraft, Wind und Biomasse produziert. Aber der kaum nennenswerte Anteil von Erdgas und anderen fossilen Energieträgern am finnischen Strommix treibt nach dem Merrit-Order Prinzip den Preis für die Energie aus allen anderen Quellen nach oben. Das nur als Hinweis für jene, die immer vor steigenden Preisen von Ergdas warnen und dabei vergessen, dass sich der Preis für Strom nach den jetzigen Regularien genau so nach dem Preis für den teuersten Energieträger richtet.
 
Tja wenn das mal nicht ne Ansage ist:

https://www.tagesschau.de/ausland/skea-weltklima-100.html

." Die Welt werde dann nicht untergehen. "

"Wenn man ständig nur die Botschaft aussendet, dass wir alle dem Untergang geweiht sind, dann lähmt das die Menschen und hält sie davon ab, die nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um mit dem Klimawandel fertig zu werden",
 
Ja, das ist eine Aussage, die sehr schnell und vor allem sehr gerne falsch verstanden wird.

Als Wintersportler kann man die Veränderungen im Klima doch ganz gut einordnen. Ja, man wird auch in 50 Jahren noch Skifahren können. Aber vielleicht nur mehr auf über 2.500 m Seehöhe oder nur mehr an 60 Tagen oder so.
Aber die Welt wird deswegen nicht unter gehen.
Irgendwo muss man sich aber auch damit abfinden, dass die Weltbevölkerung das alles mehr oder weniger billigend in Kauf nimmt oder sich damit abgefunden hat, dass es so kommen wird, mit der Klimaerwärmung.
 
Was die Monothematiker gerne aus den Augen verlieren, ist der Umstand, daß die verschiedensten Menschen an verschiedensten Orten verschiedenste Probleme zu bewältigen haben.

Hab neulich den Artikel eines Umweltökonomen gelesen. Der behauptet, bis zu einer Erwärmung von 3°C wäre Geld in Umweltanpassung besser investiert als in CO2-Vermeidung. Erst ab ungefähr diesem Wert würde sich das drehen.
 
skifam schrieb:
Tja wenn das mal nicht ne Ansage ist:

https://www.tagesschau.de/ausland/skea-weltklima-100.html

." Die Welt werde dann nicht untergehen. "

"Wenn man ständig nur die Botschaft aussendet, dass wir alle dem Untergang geweiht sind, dann lähmt das die Menschen und hält sie davon ab, die nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um mit dem Klimawandel fertig zu werden",

M.E. ist das eIn gutes Beispiel, wie man zwar richtig zitieren aber durch weglassen eines Teils des Zitats den Kern der Aussage verdrehen kann. Der entscheidende Satz ist nämlich eher jener, der danach kommt:
"Es wird jedoch eine gefährlichere Welt sein. Die Länder werden mit vielen Problemen kämpfen, es wird soziale Spannungen geben."
Europa, insbesondere Mitteleuropa wird weiterhin ein halbwegs erträgliches Klima haben. Natürlich werden Hitzeperioden, Trockenheit und auch Unwetter wohl zunehmen aber insgesamt werden wir in unseren Breiten noch ganz gut klar kommen. Andere Gegenden wird es deutlich härter treffen. Das fängt schon im Mittelmeerraum an, wo Temperaturen von nahezu 50 Grad Celsius (wie in den letzten Wochen gesehen) das Leben schon sehr deutlich erschwert. Und wenn in Afrika, einem Kontinent mit einem enormen Bevölkerungswachstum, mehr Wüsten entstehen, Anbaufläche verloren geht und die Armut weiter zunimmt, dann ist das was dann passieren könnte mit "sozialen Spannungen" sehr nett beschrieben. Ich möchte mich gerne irren aber ich habe die Befürchtung, wenn die Klimakatastrophe weiter zunimmt und das in Kombination mit instabilen Regierungen (siehe z.B. Putsch in Niger diese Woche), dann stehen irgendwann nicht Hundertausende sondern viele Millionen Afrikaner vor Europas Türen und wollen rein. Und ob das dann beherrschbar ist zweifle ich zumindest mal an.
 
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