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Die große Klima-Diskussion

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Fragt mal Leute, die täglich damit zu tun haben und auch Kompetenz darin.
Meine Erfahrung ist, dass vor allem Leute, die das schlichtweg nicht gebacken bekommen, davon abraten.

Diese ganzen Probleme sind seit langem bekannt und es gibt Lösungen dafür.


Wir haben hier übrigens Gebäude am BJ 15. Jh. im Bestand. Das älteste ist tatsächlich noch unsaniert. Hat aber mit dem Denkmalschutz zu tun und nicht mit den technischen Möglichkeiten.


Mein Nachbar hat heute Heizöl für sein EFH bekommen. Mal eben 4.000 Euro weg. Muss man auch mögen.
 
beim Dämmen muss man meiner Meinung nach bei jedem Objekt entscheiden, was und wie viel sinnvoll ist. Dabei kann man auswählen, ob man Außen- oder Innendämmung macht. Und auch die Dicke ist meiner Meinung nach etwas, worüber man sich gut informieren solle (und wo es nun auch immer mehr Erfahrungswerte gibt).
Die dicke Außendämmung muss nicht immer zwingend sein, eine dünne Innendämmung kann, wenn man den Wohnraum nicht ganz so dringend braucht und man die Verluste verringern will, sicherlich auch eine Möglichkeit sein.
 
kaldini schrieb:
beim Dämmen muss man meiner Meinung nach bei jedem Objekt entscheiden, was und wie viel sinnvoll ist. Dabei kann man auswählen, ob man Außen- oder Innendämmung macht. Und auch die Dicke ist meiner Meinung nach etwas, worüber man sich gut informieren solle (und wo es nun auch immer mehr Erfahrungswerte gibt).
Die dicke Außendämmung muss nicht immer zwingend sein, eine dünne Innendämmung kann, wenn man den Wohnraum nicht ganz so dringend braucht und man die Verluste verringern will, sicherlich auch eine Möglichkeit sein.

Ja eben. Da gilt es genau hinzuschauen. Die Dämmmaterialien werden immer besser und bringen nicht mit sich, dass man Gebäude verschandelt. Manchmal hilft auch ein guter Mittelweg schon viel.
 
biofleisch schrieb:
Was muss man eigentlich rauchen um zu verstehen (und zu lesen!), dass der GROSSTEIL der Gebäude in Deutschland KEIN Neubau ist.
Ich schrieb, dass siech Wärmepumpen praktisch in KEINEM Gebäude mit BJ < 1980 rechnen wird!
Das ist wahrscheinlich noch zu optimistisch, denn wahrscheinlich gehören auch Gebäude bis BJ 2000 oder gar 2010 mit dazu!

Praktisch keines dieser Gebäude ist voll gedämmt, bei vielen ist das auch gar nicht möglich.
Praktisch keines dieser Gebäude wird mit Flächenheizungen beheizt, welche die Bude bei einer Vorlauftemperatur von max. 35 Grad (Luftwärmepumpe) warm bekommen.

Komisch, das dann so viele Wärmepumpen aktuell auch in diese alten Gebäude eingebaut werden. Komisch, das ich kaum noch jemanden kenne, der sein Haus nicht gedämmt hat, egal wie alt, weil lohnen tut sich das immer. Geht mal perfekt und mal nur in Teilen, aber es geht. Ich habe es gerade für mein Haus rechnen lassen, Baujahr 1952, 2005 Dach und Aussenfassade gedämmt, auf 400hm in Nordschwarzwald, keine Problem das mit Wärmepumpe zu betreiben. Und auch so das es sich rechnet, mit Photovoltaik auf dem Dach noch um einiges mehr. Meine Gasheizung ist nicht nicht so alt, aber wenn ich die irgendwann ersetzen muss, kein Problem umzurüsten.
 
NeusserGletscher schrieb:
Das Hochwasser an der Ahr war aber weder vom zeitlichen Intervall noch von der Wassermenge herausragend. Auf Arte gab es eine Sendung zum Thema, die leider in der Mediathek nicht mehr verfügbar ist. Geografen der Uni Bonn hatten das Hochwasser von 2021 mit dem letzten großen Hochwasser von 1804 verglichen und festgestellt, dass die Wassermenge mit 1.200 Kubikmeter / s ungefähr die gleiche war. Der Unterschied war nicht Wassermenge oder Klimawandel, sondern die in den letzten 200 Jahren dichtere Bebauung, Besiedelung von Überflutungsräumen, Brücken und all der Camping-Unrat, der die gleiche Wassermenge zu neuen Höchstständen aufstaute.

Kurzum, wir haben durchaus das Potenzial, hier mit überschaubarem Aufwand mehr zu erreichen als mit übertriebenem Aktionismus.

Hier die SWR-Dokumentation aus 2023 - Update - und der dazu passende Artikel der FAZ mit den beiden Geowissenschaftlern der Universität Bonn:
https://www.youtube.com/watch?v=Qt7wzfMcrzM
https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/ungluecke/flutkatastrophe-im-ahrtal-neue-erkenntnisse-zum-hochwasser-17470847.html
Ein Hauptgrund war unter anderem ein großes politisches Versagen, weshalb so viele Menschen durch das Hochwasser sterben mussten.
https://www.geographie.uni-bonn.de/de/forschung/arbeitsgruppen/ag-herget/thomas-roggenkamp
Und hier noch einige Details: https://www.bund-rlp.de/fileadmin/rlp/X_Sonstiges/Roggenkamp_Ahr_Symposium.pdf
 
Firn77 schrieb:
- Beispiel Lebensraum: Du schreibst von Turnhallen die wir bauen müssen und ich sage TURNHALLEN. :juggle: Glaub mir, Turnhallen werden unser letztes Problem sein. Fakt ist, dass Forscher damit rechnen, dass weite Regionen nicht mehr bewohnt werden könnten. Was glaubst du, passiert mit deren Wirtschaftskraft? Wo glaubst du, würden die hingehen, wenn Ihnen der Lebensraum genommen wird? DANN geht erst eine Migration los, ungesehen Ausmaßes. Davon hört man bei den Rechten nichts - kein Wunder - sie leben ja vom Problem. https://www.handelsblatt.com/politik/international/klimawandel-konflikte-studie-lebensraum-von-einer-milliarde-menschen-im-jahr-2050-bedroht/26170494.html

Interessanterweise werden da keine Gegenden in Europa genannt, sondern vor allem solche, wo ein massives Bevölkerungswachstum bis 2050 prognostiziert wird - bspw. Afrika von 1,4 Mrd. heute auf 2,5 Mrd. Daran sind wohl auch wir im Westen schuld? Oder der Klimawandel?

Alleine deshalb werden wir gar keine andere Wahl haben, als Migration effektiv zu verhindern, indem man die Leute nicht rein lässt (und nein, "Fluchtursachen bekämpfen" funktioniert nicht, oder wie willst du dieses Bevölkerungswachstum verhindern und bspw. die Diktatoren in Eritrea, Afghanistan, Syrien, Afghanistan usw. überzeugen, ihre Bevölkerung nicht mehr zu unterdrücken?).

- Beispiel Landwirtschaft: Wenige Bereiche sind so betroffen von den Folgen des Klimawandels, wie die Landwirtschaft. Schwere Niederschlagsereignisse, Überschwemmungen, Stürme, Dürren, Hitzewellen, Waldbrände, Hagelereignisse, Lawinen, Muren und die Bodenerosion werden massiv zunehmen, die Ernten mehr und mehr bedroht werden. Gleichzeitig wird die Weltbevölkerung immer mehr werden und wir brauchen eher mehr als weniger Lebensmittel. Bei einem unbegrenzten Klimawandel könnten viele wichtige Anbaugebiete in den noch überwiegend unberührten Norden verlegt werden müssen. Dort wird aber momentan noch massiv CO2 gespeichert. Würde der weiter frei gesetzt, nähme die Geschwindigkeit des Klimawandels also noch weiter zu.
https://www.mdr.de/wissen/landwirtschaft-weitet-sich-durch-klimawandel-in-wildnis-aus-100.html

Dieser Artikel ist ein typischer Zirkelschluss: Weil Co2 so schlimm ist, darf man nicht "Wildnis" zu Anbaufläche umwidmen (und gleichzeitig suggeriert man, überall in der "Wildnis" sei viel Co2, welches unweigerlich freigesetzt wird, wenn man dort Anbau betreibt).

Ich lese aus diesem Artikel vielmehr, dass kein Grund zur Sorge besteht: Man kann recht gut Anbauflächen verlagern. Wobei selbst das ja nicht so umfangreich notwendig sein dürfte, denn wie nahezu alle "Klima"-Artikel werden Gegenmaßnahmen technischer Art vollkommen ignoriert: Gewächshäuser, Art des Anbaus (bspw. Weizen statt Reis), Bewässerung usw.

So könnt ich jetzt ewig weitermachen. Informier dich bitte. Mach dich z.B. schlau über die Auswirkungen des Klimawandels auf den Golfstrom und den Jet Stream, und dessen Auswirkungen auf uns. Mach dich schlau über die Folgen des auftauenden Permafrostes, der 25 % Prozent (!) der Erdoberfläche einnimmt.

Selbst wenn das alles so dramatisch wäre: Ich lebe lieber jetzt in Freiheit und Komfort als mich einzuschränken für irgendwelche Theorien was in vielen Jahrzehnten passieren könnte.

Denn unterm Strich muss man festhalten, dass Wetterprognosen bereits für 2 Wochen meist nicht stimmen - wie sollen da erst welche für 50 Jahre stimmen?

Vor allem weil man wie gesagt, wenn tatsächliche, gegenwärtige Probleme auftreten, man durch technische Gegenmaßnahmen viel effektiver und zu weit geringeren Kosten, und vor allem mit viel weniger Einschränkungen von Freiheit und Komfort, sich an diese Problemstellungen anpassen kann.

Ganz ehrlich - schaut euch an, was grad passiert. Und macht dann das, was ihr vor Ort könnt und wollt. Aber negiert das Problem nicht weiter. Selbst China, weil mit ein Hauptbetroffener, hat erkannt, wie wichtig Klimaschutz ist. Noch bauen sie Kohlekraftwerke wie blöd, gleichzeitig aber sind sie uns jetzt schon in vielen Umwelttechnologien voraus. Aber uns geht es offenbar noch zu gut...
https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/wissen/china-klimawandel-erneuerbare-energie-wasserkraft-solar-kohle-e561751/?reduced=true

Ich hab jedenfalls nichts bemerkt, was bisher an "schlimmen Folgen des Klimawandels" passiert sein soll, was man nicht mit relativ geringem Aufwand beherrschen kann.

Den kommunistischen Einparteienstaat China sehe ich keinerlei Hinsicht als Vorbild (auch wenn es Bände spricht, dass manche Umweltschützer das offenbar tun).

Bei den meisten Studien ist nämlich ein Kernproblem, dass man von vornherein nur Bestätigung des bisherigen Duktus sucht: Co2-Reduktion ist der einzige Weg und technische Gegenmaßnahmen existieren nicht. Sprich, man ignoriert völlig die Möglichkeit des Menschen, sich an verändertes Klima anzupassen und propagiert als einzige Möglichkeit, das Klima an sich verändern zu wollen (bzw. eben festzulegen, inwiefern es verändert werden darf). Ist genauso wie bei den Studien bzgl. "Skifahren und Klimawandel" - da hab ich bisher nur 2 gesehen die auch Beschneiung berücksichtigt haben (und die kamen zu dem Ergebnis, dass auch 4 Grad kein Problem sind) - alle anderen haben rein auf Naturschnee geschaut. Dass das offensichtlich realitätsfern ist und nur der Bestätigung des bisherigen Duktus dient, ist klar, weil bereits heute die allermeisten Skigebiete auf umfangreiche Beschneiung setzen und diese immer weiter ausbauen und damit Naturschnee eben gerade NICHT das Kriterium ist.
 
j-d-s schrieb:
Selbst wenn das alles so dramatisch wäre: Ich lebe lieber jetzt in Freiheit und Komfort als mich einzuschränken...
Mit diesem Satz weiß man eigentlich alles über dich, was man wissen muss.

j-d-s schrieb:
...für irgendwelche Theorien was in vielen Jahrzehnten passieren könnte.
Du brauchst keine Theorien, keine "vielen Jahrzehnte". Wir sind schon mittendrin.

Ich mag meine Philanthropie, die mir immer wieder vorgaukelt, Argumente könnten Typen wie dich noch erreichen.
 
Eiferndes Gegeifer ist unnötig. Nimmt die Lust sich zu beteiligen.

Werde mal privat.
Stand: Rentner, wohne in 3-Familienhaus (360m2 Wohnfläche), zwei Wohnungen mein Eigentum, die andere mein Neffe. Baujahr Mitte der 70er, Ziegel 36cm Wandstärke - sanierungsbedürftig. Ölheizung.
Dachgeschoss vor 25 Jahren ausgebaut, nach oben gedämmt. Fenster zur Hälfte modern ausgetauscht.

Lt.Heizungsbauer: Wärmepumpe empfohlen in Kombi mit der bestehenden Ölheizung. Eine österr. Firma bietet Steuerungsgerät an, die beiden Systeme zu koppeln. Laufzeit Ölheizung geschätzte 50 Tage im Jahr bei starkem Frost.
Da ist die Wärmepumpe ineffektiv.
Keine Dämmung empfohlen wg. div. Nachteile.
Empfehlung: Hochwertig isolierende Haustüre u. Außentüren einbauen.

Nachdem im kalten Skandinavien Wärmepumpen selbst bei denn vielen Holzbauten Standard sind, kann mir auch niemand verklickern, warum die bei uns im Altbau nicht funktioieren sollen.
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Ich weiß, liberales Denken ist grad nicht in Mode. Aber man sollte den Leuten selbst überlassen wie sie sichs einrichten.
Der Staat soll unterstützen, soviel Ereuerbare zur Verfügung zu stellen wie möglich. Dann muss man auch keie Denkmäler verunstalten.
Es wurde ja schon viel CO2 eingespart.

Ich will mal was persöliches zu Niedrig/bzw. Null-E.-Gebäuden sagen. Ich fühle mich drin überhaupt nicht wohl.
Ich empfinde die Luft als stickig. Wärmerückgewinnung in Ehren - ich weiß, es ist effektiv wenn man die Abwärme der Fürze im Klo zur Erwärmung der Küche nutzt :D SCNR, aber dies macht aus einem Gebäude eine technische Apperatur - und das hört man. Immer! Vor allem nachts, wennn es eigentlich still ist, summt und brummt immer irgendwo irgendwas.

Für mich komplett unangenehm. Drum nicht zu viel vorschreiben, die Leute machen lassen, denn die sind kompetenter als Politiker die weder Ausbildung noch Beruf haben.
 
Fab schrieb:
Ich will mal was persöliches zu Niedrig/bzw. Null-E.-Gebäuden sagen. Ich fühle mich drin überhaupt nicht wohl.
Ich empfinde die Luft als stickig. Wärmerückgewinnung in Ehren - ich weiß, es ist effektiv wenn man die Abwärme der Fürze im Klo zur Erwärmung der Küche nutzt :D SCNR, aber dies macht aus einem Gebäude eine technische Apperatur - und das hört man. Immer! Vor allem nachts, wennn es eigentlich still ist, summt unnd brummt immer irgendwo irgendwas.
Niedrigenergiehaus heißt nicht zwingend eine Lüftung haben zu müssen. Ich z.B. hab keine und vermiss sie auch nicht.
Fab schrieb:
Drum nicht zu viel vorschreiben, die Leute machen lassen, denn die sind kompetenter als Politiker die weder Ausbildung noch Beruf haben.
Zu liberalem Denken gehört übrigens auch, dass man Politiker nicht pauschal diffamiert. Und liberales Denken hin oder her - Das Ozonloch wurde nicht geschlossen, weil man gesagt hat: "Wäre so schön liebe Leute, wenn ihr auf FCKW verzichten könntet." Nein, es wurde verboten, durch Alternativen ersetzt. Weil man leider nicht darauf vertrauen kann, dass jeder das Mögliche tut, um die Welt für die Nachwelt zu erhalten. So funktioniert die Demokratie nun mal.
 
Fab schrieb:
Lt.Heizungsbauer: Wärmepumpe empfohlen in Kombi mit der bestehenden Ölheizung. Eine österr. Firma bietet Steuerungsgerät an, die beiden Systeme zu koppeln. Laufzeit Ölheizung geschätzte 50 Tage im Jahr bei starkem Frost.
Da ist die Wärmepumpe ineffektiv.
Keine Dämmung empfohlen wg. div. Nachteile.
Empfehlung: Hochwertig isolierende Haustüre u. Außentüren einbauen.
Mein Heizungsbauer hat das bei sich selbst auch gemacht und beisst sich jetzt selbst in den A... weil seine Heiz- / Stromkosten explodiert sind.

Rechne mal selbst: Was kostet es dich auf die Wärmepumpe zu verzichten und wie viel Jahrzehnte könntest mit den gesparten Kosten an Öl verheizen (restliche Tage des Jahren)? Wobei angemerkt sei: dass die angesprochenen 50 Tage, wo deine Wärmepumpe inneffizient ist, ja genau die Zeit sind, wo du eine Heizung brauchst (sic!). In der restlichen Zeit brauchst du (auch) deine Ölheizung nicht. Unterm Strich hast du also eine Zusatzheizung eingebaut, welche du nicht brauchst, die aber Strom verbraucht!
Man kann sich auch selbst betrügen.

Ansonsten: Dämmung an einzelnen Bauteilen wird dir jeder und immer empfehlen. Es schadet dir nicht, aber bringt einen guten Auftrag. Leider bringt es dir auch (fast) nichts.

Grundsätzlich kann imho jeder machen was er will, aber bitte nicht anderen vorschreiben was sie machens sollen. Heizen mit Strom ist einfach ineffizient. Eine Wärmepumpe macht im prinzip nichts anderes - sie tut es nur ein wenig effizienter als ein Tauchsieder. Einschränkung: nur unter bestimmten Randbedingungen, die meist nicht gegeben sind:
a) Vorlauftemperatur <= 35°C --> geht nur mit Flächenheizungen, welche kaum in Altbauten vorhanden sind + möglichst komplette Dämmung.

Fab schrieb:
Nachdem im kalten Skandinavien Wärmepumpen selbst bei denn vielen Holzbauten Standard sind, kann mir auch niemand verklickern, warum die bei uns im Altbau nicht funktioieren sollen.
Ohweh - was für ein Vergleich! Dir ist schon bekannt, dass dort wohl kaum jemand mit Luftwärmepumpen heizt?
Es gibt ja auch Erdwärmepumpen - und je wärmer es im Untergrund ist, umso besser! Am besten man sitzt auf einer Thermalquelle mit mehr als 60°C - da funktioniert das dann perfekt!

die effizienteste CO2 Vermeidung wäre es statt Ressourcen in Technik zu stecken, Bäume zu pflanzen und zu erhalten.

Aber ganz abgesehen davon glaube ich nicht (mehr) das CO2 tatsächlich die Ursache des Klimawandels ist und selbst wenn: 90% des CO2 wird aus den Meeren freigesetzt, WEIL sie sich erwärmen. Unser Planet ist zu wieviel Prozent von Meeren bedeckt?
Einfach mal 1 und 1 zusammenzählen.
 
Werter Biofleisch, das mit denn Erdwärmepumpen im Norden hab ich nicht gewusst.

Was die Erwärmung betrifft, bedarf es keinen Glauben.
Sicher gibt es auch einen natürlichen Anstieg nach der kl. Eiszeit.
Aber der Anstieg des CO2-Anteils von 280 ppm (Jahrzehntausende stabil) binnnen eines Jahrhunderts auf aktuell über 400 ppm ist schon aussagekräftig.
 
NAJA das mit dem Tauchsieder stimmt schon, aber z.B unsere Erdwärmepumpe hat eine Effizienzzahl irgendwo zwischen 4 und 5.
D.h. Sie macht aus einer Kw Strom 4 bis 5 Kw Heizenergie.

Nicht schlecht, aber auch keine Zauberei.....

Die Investitionskosten darf man m.E. besser nicht gegenrechnen.

Wer neu baut sollte das schon machen bei allen anderen , insbesondere bei denen, die über 50 sind, ist das betriebswirtschaftlicher Unsinn.
Und da fängt es dann mit der Arbeit derer an, die mit Gefühlen, z.B. Angst etc. populistisch arbeiten.

Wenn man denen folgt, beisst man sich dann am Ende, wenn man mal eine langfristige EA Rechnung macht, in den A....
 
Fab schrieb:
Werter Biofleisch, das mit denn Erdwärmepumpen im Norden hab ich nicht gewusst.

Was die Erwärmung betrifft, bedarf es keinen Glauben.
Sicher gibt es auch einen natürlichen Anstieg nach der kl. Eiszeit.
Aber der Anstieg des CO2-Anteils von 280 ppm (Jahrzehntausende stabil) binnnen eines Jahrhunderts auf aktuell über 400 ppm ist schon aussagekräftig.
Zumal die Erdwärmepumpen in Schweden mit einem interessanten Strommix betrieben werden:
Kernkraft: 30%, Wasserkraft 42%, Windkraft 18% usw.. https://www.handelskammer.se/de/nyheter/klimawunder-schweden-decken-die-erneuerbaren-den-strombedarf
Und die Kernkraft soll dort ausgebaut werden ... um die Energiesicherheit zu erhöhen ... :wink:
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/schweden-atomkraftwerke-101.html
 
Tja ... unsere inneralpine Trockenzone schüttet es heute Nacht wieder mal zu, aber leider wieder viel zu warm.
Das ist halt unsere Realität. SFG aktuell so ca. auf 3.000 m.
 
Fab schrieb:
Werter Biofleisch, das mit denn Erdwärmepumpen im Norden hab ich nicht gewusst.
Danke für das Eingeständnis, das ist oft nicht leicht!

Ich war kurz davor alles auf Gasheizung plus Luftwärmepumpe umzubauen. Dann hab ich mich rein gebissen und mal ein wenig gerechnet. Das Ergebnis ist eigentlich Sonnenklar.
Wir heizen mit einer effizienteren, neuen Ölheizung so lange weiter wie möglich.
Im Winter habe ich kein Risiko dass Mieter im Kalten sitzen und die Miete kürzen.
Die Kosten für die neue Ölheizung sind zwar hoch und werden sich in den nächsten 10 Jahren nicht amortisieren, aber hätte ich den anderen Blödsinn gemacht, rechnet es sich grob geschätzt die nächsten 60Jahre nicht und gleichzeitig säße ich auf einem Haufen Schulden.

Selbst Habeck - unser Märchenerzähler (oder war er eher Schreiber?) musste kürzlich zugeben, dass die Invesitionskosten eher im 6-stelligen Bereich sind, wenn man es sinnvoll machen will. Zwischen 5 und 6-Stellig ist ein GROSSER Unterschied!

Fab schrieb:
Was die Erwärmung betrifft, bedarf es keinen Glauben.
Sicher gibt es auch einen natürlichen Anstieg nach der kl. Eiszeit.
Aber der Anstieg des CO2-Anteils von 280 ppm (Jahrzehntausende stabil) binnnen eines Jahrhunderts auf aktuell über 400 ppm ist schon aussagekräftig.
Ach wirklich? Es gibt Messreihen welche den selben wert schon im 18. Jahrhundert nachweisen. Zum Glück kann man Papier nicht einfach löschen. Denn sonst wären die Zahlen sicher schon zensiert worden...
 
biofleisch schrieb:
Mein Heizungsbauer hat das bei sich selbst auch gemacht und beisst sich jetzt selbst in den A... weil seine Heiz- / Stromkosten explodiert sind.

Und genau das ist der Grund, warum bei uns die WP so einen schlechten Ruf hat.

Viele Heizungsbauer haben noch zu wenig Erfahrung damit. Bei einer WP ist es essentiell, eine so korrekt wie mögliche Gebäudeheizlastberechnung zu machen und die Wärmepumpe den Bedingungen entsprechend korrekt auszulegen ("Machen wir nach Erfahrung, passt schon so"...Bivalenzpunkt? Scheiß drauf). Auch die Inbetriebnahme und korrekte Einstellung ist enorm wichtig und damit sind sehr viele Heizungsbauer noch überfordert. Hinzu kommt noch die richtige Auswahl an Heizkörpern, sofern keine Fußbodenheizung verbaut ist. Und dann wundert man sich, dass die Heizung nicht wirtschaftlich optimal ausgelegt ist und warum die Stromkosten stark ansteigen.

Wir haben unser Haus (BJ 1972) 2016 komplett gedämmt (mit mineralischer Dämmung, kein Problem mit Specht oder Ungeziefer), alle Fenster und Türen ausgetauscht. Der Ölverbrauch ist seitdem drastisch nach unten gegangen, obwohl die Wohnfläche um 1/3 durch Aufstockung erhöht wurde. In den oberen 2 Etagen haben wir FBH und im EG noch normale (uralten) Radiatoren. Wenn die Ölheizung den Dienst einstellt (ist immerhin von 92), werden wir mit großer Wahrscheinlichkeit auf eine Wärmepumpe umstellen (weiß nur nicht von wem, weil unseren aktuellen Heizungsbauer traue ich das auch nicht zu).
Ich habe bereits eine Heizlastberechnung gemacht und mit dem Austausch von 5 Heizkörpern können wir dann auf eine Vorlauftemperaturen von 40°C bzw. 30°C für die FBH runtergehen. Das ist für aktuelle WP kein Thema mehr, die gehen ja zum Teil schon auf 55°C oder mehr (dafür müssten wir gar keine Heizkörper tauschen).

Aber man muss sich mit jedem Objekt erst detailliert befassen und diese nötige Zeit nehmen sich viel zu wenige (sowohl Gebäudebesitzer als auch Heizungsbauer...und Energieberater sehe ich auch eher kritisch). Man ist ja froh, wenn überhaupt ein Handwerker kommt, der einem eine Heizung einbauen kann. Dass man da wirklich fähige Personen erwischt, ist meines Erachtens ein Glücksspiel. Es liegt also oft nicht an der Technik, sondern an der schlechten Umsetzung.
Und natürlich gibt es auch trotzdem Objekte, die nicht (gut) für eine WP geeignet sind. Aber das sind viel weniger als oft behauptet wird und diese sind auch kein Grund, die WP als Ganzes schlecht zu reden.

Aber da es für viele hier eher eine Glaubensfrage als Wissenschaft ist, klinke ich mich auch wieder aus :teddy:
 
scratch schrieb:
biofleisch schrieb:
Mein Heizungsbauer hat das bei sich selbst auch gemacht und beisst sich jetzt selbst in den A... weil seine Heiz- / Stromkosten explodiert sind.

Und genau das ...

Aber man muss sich mit jedem Objekt erst detailliert befassen und diese nötige Zeit nehmen sich viel zu wenige ( aus :teddy:

Hörthört, unglaublich und auch leider meine Erfahrung
 
Wir (privat) heizen seit Jahren mit Pellets. Die Investition in den Kessel hatte sich im Vergleich zu einer Heizölanlage nach 7 Jahren armotisiert.
Von der THG Bilanz her sind wir zumindest neutral. Liegt aber auch an unserer starken Säge-Industrie.
Sonst haben wir noch eine Hackgut Fernheizwerk laufen. Das macht jedenfalls noch so lange Sinn, so lange der Borkenkäfer in den Wäldern genug Futter findet.

Bei den Wärmepumpen kommt auch immer der Worst Case als Argument gegen sämtliche Formen der Wärmepumpenheizungen.

Im Grunde aber sind diese Diskussionen egal, weil das wahrscheinlich alles der "Markt" regeln wird. Sieht man ja schon bei Gas und Öl heute und da Strom auch nicht mehr billiger wird, wird's letztlich auf hohe Effizienz raus laufen.
 
Ich weiss gar nicht, was alle haben. Wir fahren mit einem bayrischen ökostromanbieter seit Jahren gut und dieses Jahr ists sogar billiger geworden.
 
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