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Die große Klima-Diskussion

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TVT schrieb:
Zum einen haben Gaskraftwerke einen höheren Wirkungsgrad als Kohlekraftwerke. Daher sind Gaskraftwerke per se besser als Kohlekraftwerke.

[url=https://www.fr.de/wirtschaft/umwelt-folgen-bundesregierung-lng-frackinggas-usa-studie-fluessigerdgas-import-energieversorgung-zr-92715380.html#:~:text=„Absolute%20Treibhausgasemissionen%20von%20LNG%20sind schrieb:
Frankfurter Rundschau[/url]"]Absolute Treibhausgasemissionen von LNG sind im schlimmsten Fall 274 Prozent höher als die von Kohle“, lautet die These des Methan-Forschers Robert W. Howarth von der Cornall University

Bei neuen Thesen durch eine Studie muss man zwar vorsichtig sein, ob die sich auch bei einem Review und durch weitere Studien bestätigen. Aber erst einmal sehe ich nicht, dass Fracking-LNG am Ende klimafreundlicher sein soll als Braunkohle. Abgesehen davon ist Fracking bei den unmittelbar davon betroffenen Anliegern auch nicht gerade beliebt.

TVT schrieb:
Klar Frackinggas aus der USA ist jetzt auch nicht optimal. Aber manchmal muss man eben pragmatisch sein :wink: .
Und da wir einen großen Teil der Kohl emomentan eh auch improtieren macht das vergleichsweise zu jetzt auch keinen großen Unterschied.

Wir importieren Braunkohle? Braunkohle ist der einzige fossile Energieträger, der nicht importiert werden muss.

TVT schrieb:
Auch das die Leistung zwischen 0 und 100% schwankt ist einach Quatsch.
Durch ein vernetzes Netz weht irgendwo in Deutschland immer Wind und es kann Strom erzeugt werden.

Kennst Du die Bilder, in denen man irgendwelche versteckte Gegenstände oder Tiere suchen und zählen soll? Such mal in der Grafik nach dem Anteil von Sonne und Wind. :wink:

Es hat schon einen Grund, wieso Prof. Züttel aus dem Video so viele Staudämme bauen möchte.
 
NeusserGletscher schrieb:
Petz schrieb:
Abgesehen davon das man den Russen jegliche Handelsströme auf Jahrzehnte vollumfänglich kappen, Vermögenswerte einziehen und nicht nur halbherzig sanktionieren sollte...
Auch um den Preis, dass wir anstelle der am wenigstens schädlichen fossilen Energiequelle, Pipeline Erdgas aus konventionellen Lagerstätten in Sibirien, durch extrem klimaschädliches durch Fracking gewonnenes LNG aus den USA importieren? Was ist Dir denn jetzt am Ende wichtiger? Das Klima oder die Moral?
Auch die Moral aber ich sehe da mit dem Ukrainekrieg den nutzbaren Anlass und die große Chance, eine heute angebliche Weltmacht wirtschaftlich möglichst so zu vernichten das sie unter das Niveau von Entwicklungsländern zurückfällt; damit nicht mehr die finanziellen Ressourcen besitzt um ihre Waffensysteme zu unterhalten und ihren weltpolitischen Einfluß komplett verliert. Dazu gehörte auch, z. B. alle Schiffe samt Ladung die mit Handelsware von und nach Russland in nationalen Gewässern der westlichen Welt unterwegs sind zu beschlagnahmen und zu verwerten.
Der Hintergrund meiner Überlegungen ist jener, daß wir zukünftig alle Kraft dafür aufwenden werden müssen um China soweit zu limitieren, das es nicht zu mächtig wird denn sonst kann sich die Gruppe der demokratischen Staaten längerfristig nicht mehr als solche halten.
 
j-d-s schrieb:
Paradoxerweise (so wie bei der "zu teuren" Atomkraft - aber in allen anderen Bereichen des "Klimaschutzes" spielt Geld keine Rolle) würden übrigens die "Ziele" der Brücke - bspw. Wasserstoff oder E-Fuels - auch für Autos mit Verbrennungsmotor gelten. Aber bei Autos mit Verbrennungsmotor sind die Grünen dagegen, "weil ineffektiv". Nur für die Stromerzeugung (wo die Effektivität noch geringer ist) und sogar Heizung (noch viel geringer) sind sie dafür.

In einem Punkt hast Du natürlich Recht: Die Effizienz ist bei Wasserstoff, der aus Strom hergestellt wird, immer gleich. Egal, ob dieser dann für erneute Stromerzeugung (also als Zwischenspeicher) oder für KfZ benutzt wird. In einer ähnlichen Größenordnung sind wir auch bei bei E-Fuels. Der große Unterschied bei der Verwendung ist, welche Alternativen gibt es!?! Für die Speicherung von überschüssigem Ökostrom gibt es (zumindest derzeit) nicht viele Alternativen. Ja klar, Wasserkraft ist die beste Möglichkeit. Aber die Möglichkeiten sind halt begrenzt. Es werden ordentliche Höhenunterschiede und ausreichend Wasser für Stauseen benötigt. Das ist nicht im Übermaß möglich. Vor allem nicht in einem dicht besiedelten Land mit einer überschaubaren Anzahl an Gebirgen. Deshalb wäre (Stand jetzt) die Umwandlung in Wasserstoff eine gute Möglichkeit. Und das auch, trotz des sicherlich überschaubaren Wirkungsgrades. Im Personenverkehr ist die Situation aber nunmal eine andere. Hier gibt es eine bessere Alternative. Bevor ich Strom in Wasserstoff oder E-Fuels wandle, kann ich ihn auch direkt in eine Batterie laden. Der Wirkungsgrad ist deutlich besser und deshalb macht die Umwandlung in Kraftstoff für Verbrennungsmotoren in diesem Fall keinen echten Sinn.
 
Ob sinnvoll oder nicht sollte bitte der Konsument mit seiner Geldbörse und nicht die Politik entscheiden. Sicher werden E-Fuels im Betrieb teurer als Wasserstoff kommen aber beim Wasserstoff fehlt noch die komplette Infrastruktur, von der aufwendigeren Lagerung bei Tiefsttemperaturen mal ganz abgesehen. Und solange mir als immer nur Gebrauchtwagenkäufer keine verbindliche schriftliche Zusicherung vorliegt, das die Akku mindestens 20 Jahre bei 80 % der Kapazität ab Erstzulassungsdatum sprich die Lebensdauer eines vernünftig konstruierten Verbrennungsmotors erreicht, würde ich das Ausfallsrisiko eines Akkufahrzeuges sicher nie eingehen.
Dazu kommt noch das ich meine Fahrzeuge selbst instandsetzen und warten können möchte was bei den "Elektronikhäufen auf vier Rädern" nicht möglich ist; die nervt schon mehr als zur Genüge bei jüngeren Verbrennerfahrzeugen. Dies auch deshalb weil die Klasse 1 - Bauteile seit jeher militärischen Anwendungen vorbehalten sind und wir Normalverbraucher mit praktisch dem Ausschuß abgespeist werden... :rolleyes:
 
Petz schrieb:
...
Und solange mir als immer nur Gebrauchtwagenkäufer keine verbindliche schriftliche Zusicherung vorliegt, das die Akku mindestens 20 Jahre bei 80 % der Kapazität ab Erstzulassungsdatum sprich die Lebensdauer eines vernünftig konstruierten Verbrennungsmotors erreicht, würde ich das Ausfallsrisiko eines Akkufahrzeuges sicher nie eingehen.
...

Cool, welches Auto fährst du mit 20 Jahren Garantie, und sei es nur auf den Motor? Das will ich auch!

Man man man...
 
Wenn man sich die richtigen Gebrauchten (nämlich keine aus europäischer Fertigung) zulegt braucht man keine Garantie auf den Motor denn bei denen halten die Motoren zumindest bei meiner fahrzeugschonenden Fahrweise ausnahmslos länger als die Karosse deren Rosttod dann das Leben beendet. Solange mir ein Akku als beim E - Auto ebenfalls Herz eines Fahrzeuges nicht selbiges beweist, ist eine Absicherung für mich unverzichtbar und bei der Kilometerleistung die ich seit der Verrentung noch erreiche kann E-Fuel von mir aus auch € 5,-/ Ltr kosten.
 
Deine sehr spezielle Sichtweise spielt halt im Makro Bereich überhaupt keine Rolle. Das muss dir klar sein.
Unser Auto ist auch BJ 2009. ;)
Aber sowas wird heute auch als Verbrenner nicht mehr gebaut und ganz im Gegenteil sind Verbrenner von heute sicherlich anfälliger als E-PKW von heute.
 
chatmonster schrieb:
Cool, welches Auto fährst du mit 20 Jahren Garantie, und sei es nur auf den Motor? Das will ich auch!
Das ist auch nicht nötig. Denn abgesehen von Fabrikationsfehlern halten Verbrenner von Qualitätsbuden bei guter Pflege und normaler Fahrleistung deutlich länger. Bei Akkus habe ich dagegen noch nicht erlebt, dass die hochtrabenden Versprechen eingehalten wurden. 1000 Lade/Entladezyklen bei NiCd - eine Lachnummer. Spätestens nach 100 Zyklen war Schluß. NiMh war hyper-empfindlich gegen jede Form von Über- und Unterladung. LiIo ist zwar um einige besser, auch wegen der Fortschritte in der Ladetechnik, aber bei Laptop und Mobiltelefon ist trotzdem nach spätestens 5 Jahren Schicht im Schacht. Was für mich ein Grund ist, privat auf ein Smartphone zu verzichten. Der Akku meines 4G hält zwei Wochen Standby durch und wenn der defekt ist, gibts problemlos Ersatz.

Bei Autos sehe ich gar nicht einmal das Problem, dass der Akku nach vielleicht 15 Jahren ausgetauscht werden muss. Aber woher bekommt man dann einen passenden neuen Akku? Die Hersteller müssten sich hier einmal auf einen Standard einigen, damit man auch noch nach 20 Jahren den Akku ersetzen kann. Denn in der Regel bekommt man ja auch nach 20 Jahren für sein Auto noch passende Reifen, wenn man nicht grad irgendwelche exotischen Dimensionen fährt. Ich sehe da die Gefahr, dass man entweder keinen passenden Akku mehr für sein Auto bekommt oder der Hersteller sich den Akku so teuer bezahlen lässt, dass sich ein Austausch nicht mehr lohnt.

Ich habe da einfach eine grundsätzliche Abneigung gegen Gebrauchsgegenstände, bei denen der Ausfall eines Verschleißteils am Ende zu einem wirtschaftlichen Totalschaden führt.
 
NeusserGletscher schrieb:
chatmonster schrieb:
Cool, welches Auto fährst du mit 20 Jahren Garantie, und sei es nur auf den Motor? Das will ich auch!
Das ist auch nicht nötig. Denn abgesehen von Fabrikationsfehlern halten Verbrenner von Qualitätsbuden bei guter Pflege und normaler Fahrleistung deutlich länger. Bei Akkus habe ich dagegen noch nicht erlebt, dass die hochtrabenden Versprechen eingehalten wurden. 1000 Lade/Entladezyklen bei NiCd - eine Lachnummer. Spätestens nach 100 Zyklen war Schluß. NiMh war hyper-empfindlich gegen jede Form von Über- und Unterladung. LiIo ist zwar um einige besser, auch wegen der Fortschritte in der Ladetechnik, aber bei Laptop und Mobiltelefon ist trotzdem nach spätestens 5 Jahren Schicht im Schacht. Was für mich ein Grund ist, privat auf ein Smartphone zu verzichten. Der Akku meines 4G hält zwei Wochen Standby durch und wenn der defekt ist, gibts problemlos Ersatz.

Bei Autos sehe ich gar nicht einmal das Problem, dass der Akku nach vielleicht 15 Jahren ausgetauscht werden muss. Aber woher bekommt man dann einen passenden neuen Akku? Die Hersteller müssten sich hier einmal auf einen Standard einigen, damit man auch noch nach 20 Jahren den Akku ersetzen kann. Denn in der Regel bekommt man ja auch nach 20 Jahren für sein Auto noch passende Reifen, wenn man nicht grad irgendwelche exotischen Dimensionen fährt. Ich sehe da die Gefahr, dass man entweder keinen passenden Akku mehr für sein Auto bekommt oder der Hersteller sich den Akku so teuer bezahlen lässt, dass sich ein Austausch nicht mehr lohnt.

Ich habe da einfach eine grundsätzliche Abneigung gegen Gebrauchsgegenstände, bei denen der Ausfall eines Verschleißteils am Ende zu einem wirtschaftlichen Totalschaden führt.
wie definierst du "gute Pflege" und "normale Fahrleistung"?

BMW 525tds - nach 170.000km war der Turbolader kaputt - war dann teuer. Audi A4 2.0tdi, nach 200.000km Turbolader kaputt (hat den Partikelfilter auch noch mitgenommen) - war dann auch teuer. Und der Auspuff hätte auch nicht mehr lange gehalten. Beide Autos waren so circa 10 Jahre alt. Also meiner Meinung nach eine normale Fahrleistung für einen Verbrenner von Qualitätsbuden.
Der Akku ist ja nach 1000 Zyklen bzw. unter 80% nicht kaputt - die Reichweite nimmt halt ab. Und das Innere der Akkus sind ja standardisierte Zellen, da hab ich schon Konzepte gelesen, die alle Zellen anlysieren und dann gezielt nur einige wenige austauschen, die defekt sind. Dann ist die Kapazität gleich wieder besser (gewisserweise was die Hersteller aktuell auch machen, die Kapzität der Akkus ist aktuell höer als angegeben, um kleinere Ausfälle zu kompensieren).
 
Tyrolens schrieb:
Unser Auto ist auch BJ 2009. ;) Aber sowas wird heute auch als Verbrenner nicht mehr gebaut und ganz im Gegenteil sind Verbrenner von heute sicherlich anfälliger als E-PKW von heute.
So "junge" Kutschen hatte ich nie, mein aktueller ist Bj. 2000. Die werden solange gefahren bis sie durch den Rost aus dem Leben scheiden. Die von Dir angeführte Lebensdauer bezieht sich auf die downgesizeten Motoren die mir sowieso nicht ins Haus kommen; eine geringere Schadenanfälligkeit müssen mir die E-Autos erst noch beweisen - nicht aufgrund der elektromechanischen Komponenten sondern bez. Akku und der Unmenge an Elektronik.

@ kaldini ; ein Auto das bei den von Dir angegebenen Kilometerständen schlapp macht kommt sorry nicht aus einer "Qualitätsbude", die 13 Fernöstler die ich im Lauf des Lebens hatte, machten allesamt bei über 200.000 bis rauf zu 330.000 Km nämlich ausgenommen der ausgesprochenen Verschleißteile keine Zicken.

Ich denke jedenfalls mit Schaudern daran, wieviele Ressourcen und Emissionen durch die Kombination wirklich langlebiger Motoren und tauchverzinkten Karossen hätten im Lauf der Jahrzehnte schon hätten eingespart werden können... :!: Aber zu dementsprechenden Vorschriften konnte sich die Politik aus Rücksicht auf die Autoindustrielobby nie durchringen.
 
kaldini schrieb:
BMW 525tds - nach 170.000km war der Turbolader kaputt - war dann teuer. Audi A4 2.0tdi, nach 200.000km Turbolader kaputt (hat den Partikelfilter auch noch mitgenommen) - war dann auch teuer. Und der Auspuff hätte auch nicht mehr lange gehalten.

A4 Benziner, 260 TKm, 24 Jahre, immer noch erster Turbolader. Die Mühle hat aber ein bekanntes Problem mit Ölkohle, daher habe ich schon einmal den Motor spülen lassen.

kaldini schrieb:
Der Akku ist ja nach 1000 Zyklen bzw. unter 80% nicht kaputt - die Reichweite nimmt halt ab.

Die von den Herstellern angegebene Reichweite ist oft eh nur unter optimalen Voraussetzungen erreichbar. Sommer, spezielle Reifen, kein Betrieb von Stromfressern wie Klimaanlage oder Heizung. Wenn von effektiv 400 Kilometern noch einmal 80 Kilometer wegfallen, dass ist das schon eine Hausnummer.

Petz schrieb:
So "junge" Kutschen hatte ich nie, mein aktueller ist Bj. 2000. Die werden solange gefahren bis sie durch den Rost aus dem Leben scheiden

Was mich vom Kauf eines Neuen grundsätzlich abhält ist, dass ich die heutigen Autos für komplett over engineered halte. Bei der Motorsteuerung geht es nicht anders, um aktuelle Standards zu erfüllen. Aber die ganze Überfrachtung mit Infotainment und mehrfach belegten Bedienelementen ist mir einfach ein Graus. Und wie man bei einigen Herstellern vermuten kann, haben sie es auch selbst nicht im Griff.
 
NeusserGletscher schrieb:
Was mich vom Kauf eines Neuen grundsätzlich abhält ist, dass ich die heutigen Autos für komplett over engineered halte. Bei der Motorsteuerung geht es nicht anders, um aktuelle Standards zu erfüllen. Aber die ganze Überfrachtung mit Infotainment und mehrfach belegten Bedienelementen ist mir einfach ein Graus. Und wie man bei einigen Herstellern vermuten kann, haben sie es auch selbst nicht im Griff.
Sehe ich genauso und wundere mich sehr das zwar die Bedienung von Handys und Navis während der Fahrt verboten, hingegen jene von Infotouchscreendisplays erlaubt sind obwohl diese sicher nicht weniger vom Verkehrsgeschehen ablenken. Ich käme mit jenem "Luxus" den ein Auto aus den Achtzigerjahren bot locker aus denn alles andere sind nur potentiell störanfällige Gimmicks.
Und was Motorsteuerung betrifft wird bei meinen Autos z. B. die Abgasrückführung durch ein Flanscheinsatzblech gesperrt und nur für die ASU rausgenommen, seitdem nämlich die Abgaseinleitung bei einer Kollegin einen Ansaugventilteller angeschmolzen hatte... :sauer:
 
Petz schrieb:
Und was Motorsteuerung betrifft wird bei meinen Autos z. B. die Abgasrückführung durch ein Flanscheinsatzblech gesperrt und nur für die ASU rausgenommen,...

so lange keine Fehlermeldung kommt kannst Dir diese Arbeit sparen. Bei der Abgasuntersuchung wird die AGR nicht gemessen
 
Die AGR selbst nicht aber es könnten dadurch die Abgaswerte bei der Prüfung möglicherweise nicht entsprechen. Hier in AT werden die Werte bei betriebswarmen Motor gemessen und die werden durch die AGR im Teillastbereich beeinflußt.
 
Teddy75 schrieb:
j-d-s schrieb:
Paradoxerweise (so wie bei der "zu teuren" Atomkraft - aber in allen anderen Bereichen des "Klimaschutzes" spielt Geld keine Rolle) würden übrigens die "Ziele" der Brücke - bspw. Wasserstoff oder E-Fuels - auch für Autos mit Verbrennungsmotor gelten. Aber bei Autos mit Verbrennungsmotor sind die Grünen dagegen, "weil ineffektiv". Nur für die Stromerzeugung (wo die Effektivität noch geringer ist) und sogar Heizung (noch viel geringer) sind sie dafür.

In einem Punkt hast Du natürlich Recht: Die Effizienz ist bei Wasserstoff, der aus Strom hergestellt wird, immer gleich. Egal, ob dieser dann für erneute Stromerzeugung (also als Zwischenspeicher) oder für KfZ benutzt wird. In einer ähnlichen Größenordnung sind wir auch bei bei E-Fuels. Der große Unterschied bei der Verwendung ist, welche Alternativen gibt es!?! Für die Speicherung von überschüssigem Ökostrom gibt es (zumindest derzeit) nicht viele Alternativen. Ja klar, Wasserkraft ist die beste Möglichkeit. Aber die Möglichkeiten sind halt begrenzt. Es werden ordentliche Höhenunterschiede und ausreichend Wasser für Stauseen benötigt. Das ist nicht im Übermaß möglich. Vor allem nicht in einem dicht besiedelten Land mit einer überschaubaren Anzahl an Gebirgen. Deshalb wäre (Stand jetzt) die Umwandlung in Wasserstoff eine gute Möglichkeit. Und das auch, trotz des sicherlich überschaubaren Wirkungsgrades. Im Personenverkehr ist die Situation aber nunmal eine andere. Hier gibt es eine bessere Alternative. Bevor ich Strom in Wasserstoff oder E-Fuels wandle, kann ich ihn auch direkt in eine Batterie laden. Der Wirkungsgrad ist deutlich besser und deshalb macht die Umwandlung in Kraftstoff für Verbrennungsmotoren in diesem Fall keinen echten Sinn.

In der kalten Jahreszeit allerdings ist der Wirkungsgrad sicher sehr schlecht, wenn man mit grünem Wasserstoff/E-Fuel (hergestellt im Sommer oder importiert von immer Sonnen/Windreichen Gegenden - oder von Atomkraftwerken) erst Strom herstellt und diesen dann zum Laden des Elektroautos oder zum Heizen (Wärmepumpe) verwendet. Da ist es effektiver, Wasserstoff/E-Fuel direkt zu verbrennen, weil da die Wärme (sogar im Elektroauto heizt man dann ja) nicht verloren geht bzw. beim Auto die Energie mechanisch in Antrieb direkt umgesetzt wird ohne den Zwischenschritt Strom.

In der warmen Jahreszeit dagegen ist der Wirkungsgrad dagegen kaum von Belang: Bereits jetzt hat Deutschland im Sommer große Überkapazitäten an Solarstrom, sodass dieser gar nicht zur Gänze genutzt werden kann. Wenn man eh zu viel hat, ist der Wirkungsgrad nämlich auch egal.

Von daher ist, wie man es dreht und wendet, auch in Bezug auf "Co2-Ausstoß" Wasserstoff bzw. E-Fuels sowohl für Heizung als auch für Autos der Wärmepumpe bzw. Elektroautos klar überlegen - noch dazu viel günstiger, weil kein Austausch der Geräte notwendig.

Dazu kommt noch (was immer wieder unterschlagen wird), dass man für die von den Grünen favorisierte "alles Elektrisch"-Welt nahezu sämtliche Stromleitungen bis zu jedem Haus erneuern muss, neben natürlich vielen zusätzlichen Stromleitungen, da besonders Spitzenlasten (bspw. im Winter tagsüber) das derzeitige Stromnetz nicht aushalten wird. Ich glaube vielen ist gar nicht klar, was für extrem hohe Stromlast das ist: Wärmepumpe 12 kW, Wallbox 22 kW, also zusammen 34 kW. Das geben die Haushaltsleitungen nicht her, da sie für 14,5 kW ausgelegt sind (und diesen Verbrauch so gut wie nie erreichen - da müsste man schon mehrere Herde, Backöfen, Staubsauger, Waschmaschinen etc. gleichzeitig laufen lassen).
Da wären wir dann schnell bei ~39 kW pro Haushalt (wenn man 5 kW "normalen" Spitzenverbrauch rechnet) - und die Stromleitungen für mehrere Haushalte müssen noch viel mehr hergeben.

Das funktioniert einfach hinten und vorne nicht. Realistischerweise wird dann kurzerhand Wärmepumpe und/oder Wallbox abgeschaltet (bzw. der Strom sogar aus dem Elektroauto-Akku abgezogen), um einen Stromausfall zu vermeiden. Dann wirds Glückssache, wann man heizen kann, Warmes Wasser hat, und ob das Elektroauto geladen wird...
 
j-d-s schrieb:
In der kalten Jahreszeit allerdings ist der Wirkungsgrad sicher sehr schlecht, wenn man mit grünem Wasserstoff/E-Fuel (hergestellt im Sommer oder importiert von immer Sonnen/Windreichen Gegenden - oder von Atomkraftwerken) erst Strom herstellt und diesen dann zum Laden des Elektroautos oder zum Heizen (Wärmepumpe) verwendet

Es wundert mich auch, dass die Debatte immer auf den Wirkungsgrad von E-Autos und Wärmepumpen gelenkt wird, aber der Gesamtwirkungsgrad bei stofflicher Speicherung und die enormen Kosten für den notwendigen kompletten Austausch der Infrastruktur völlig unberücksichtigt bleiben. Das liegt aber meiner Ansicht auch daran, weil die hier treibenden Kräfte gar nicht ergebnisoffen diskutieren möchten sondern sich stets alles so zurecht biegen, dass getroffene Grundsatzentscheidungen wie der Umstieg ganzer Verbrauchergruppen auf Strom nicht in Frage gestellt werden.

Hinzu kommt, dass wir derzeit noch so eine Art "Wettbewerb" zwischen verschiedenen Energieträgern wie Gas, Öl, Benzin und Strom haben. Jeder Bürger kann also jetzt noch mehr oder weniger frei entscheiden, was er nutzt. Was passiert in einer Marktwirtschaft, wenn die Anzahl der Wettbewerber sinkt? Der Preis wird steigen. Und auch der Staat wird sich die Einnahmen aus den auf Gas und Erdöl erhobenen Abgaben und Steuern nicht entgehen lassen. Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass man E-Autos künftig auch so besteuern wird wie heute Verbrenner. Und dann werden auch diejenigen, welche das Auto mit Strom vom eigenen Dach laden, auf die eine oder andere Weise zur Kasse gebeten. Vielleicht kommt dann ja eine Steuer auf Solarzellen? :wink:

j-d-s schrieb:
Das funktioniert einfach hinten und vorne nicht. Realistischerweise wird dann kurzerhand Wärmepumpe und/oder Wallbox abgeschaltet (bzw. der Strom sogar aus dem Elektroauto-Akku abgezogen), um einen Stromausfall zu vermeiden. Dann wirds Glückssache, wann man heizen kann, Warmes Wasser hat, und ob das Elektroauto geladen wird...

Passend dazu ist am 1.1.2024 die novellierte Fassung des 14a EnWG in Kraft getreten, welche die Drosselung der Leistungsaufnahme von Wärmepumpen, Batteriespeichern oder E-Autos rechtlich ermöglicht.

Dazu muss ich feststellen, dass solche Einrichtungen derzeit meines Wissens nach gar nicht von außen steuerbar sind. Selbst die Leistungsaufnahme von Nachtspeicherheizungen ist bislang nicht von außen steuerbar (und ist auch weiterhin vom Gesetz ausgenommen). Die Steuerung erfolgt zwar über eine Ladefreigabe, aber die Entscheidung darüber, wieviel Leistung nach erfolgter Freigabe tatsächlich gezogen wird, unterliegt alleine der Kontrolle der Regelung im Haus.

Um die im Gesetz vorgesehene Drosselung der Leistungsaufnahme umzusetzen, müssten solche stromintensiven Einrichtungen mit einer Schnittstelle versehen werden, die dann die Leistungsaufnahme bei Strommangellagen drosselt. In dem von außen aktiv in die Regelung eingegriffen wird, um die maximale Leistungsaufnahme zu begrenzen. Also frei nach Habeck: Die Heizung hört nicht auf zu arbeiten, das Haus wird nur nicht mehr richtig warm. :wink: :wink:

Angesichts des nie endenden Datenhungers kann ich mir auch vorstellen, dass diese Schnittstelle auch gleich dazu genutzt wird, das Verbauchsverhalten zu protokollieren. "Zur Optimierung unserer Stromnetze willigt der Abnehmer in die Echtzeit-Erfassung seiner Verbrauchsdaten ein". Ohne Einwilligung gibt es dann halt keinen vergünstigten Strom oder der Anbieter verweigert die Genehmigung zum Anschluß.

Da lobe ich mir doch den Wassestofftank im Garten. Den kann ich jederzeit füllen wann ich will und dessen Inhalt auch nutzen wann ich will. Vielleicht mal was für die Zukunft.
 
Weil offenbar nie jemand die Gesamtkosten des "Klimaschutzes" ausrechnet:
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/energiewende-rechnungshof-kritik-100.html

Alleine für den Ausbau der Stromnetze 2024-2045 werden es 460 Mrd. Euro sein.

Wenn man dann noch alle anderen Kosten der "Energiewende" bedenkt - dazu gehören auch Verluste durch zusätzliche Ausgaben von Wirtschaft und Privatleuten für "umweltfreundliche" Dinge wie Elektroautos oder Solarzellen, neue Heizungen sowie Gebäudedämmungen, Zusatzsteuern auf Benzin, und natürlich die Kraftwerke an sich...

Da kann man sicher locker 10 Bio. Euro schätzen. Für das Geld könnte man viele Menschen umsiedeln, Klimaanlagen einbauen, Gebäude gegen Überflutungen schützen und Beschneiungsanlagen ausbauen...

Ernsthaft, ich habe bisher noch nie Berechnungen gesehen, was alle "Klimaschutz"-Maßnahmen zusammen gerechnet kosten. Vermutlich weil dann das Ergebnis rauskäme, dass Klimaanpassung statt Klimaschutz sehr viel billiger ist - aber politisch nicht gewollt.
 
Für mich stellt sich auch immer noch die Frage welche Gesamtinvestitionen dann auflaufen würden, wenn einem der großen Emittenten die Klimaziele am Allerwertesten vorbeigingen weil ich beispielsweise nicht glaube, das z. B. Russland in absehbaren Zeiträumen Ambitionen in die Richtung zeigen wird.
Nicht nur weil das aktuelle Regime dort von den Folgen persönlich nicht betroffen sein wird sondern weil es ganz genau weiß, daß es damit andere Staaten praktisch ohne eigenen Aufwand extrem wirtschaftlich schädigen kann und dies wesentlicher Teil der russischen Aggressionspolitik ist.
Wir würden dann nämlich nicht nur den Aufwand der Energieversorgungsumstellung tragen müssen sondern die Klimaerwärmungsanpassungskosten kämen noch obendrauf.
Solange es keine mit höchsten und auch durchsetzbaren Strafen bewehrten verbindlichen Verträge mit ausnahmslos allen emissionsrelevanten Ländern gibt, sehe ich die Gefahr eines enormen wirtschaftlichen indirekten Boomerangs.
 
j-d-s schrieb:
Weil offenbar nie jemand die Gesamtkosten des "Klimaschutzes" ausrechnet:
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/energiewende-rechnungshof-kritik-100.html

Alleine für den Ausbau der Stromnetze 2024-2045 werden es 460 Mrd. Euro sein.

Wenn man dann noch alle anderen Kosten der "Energiewende" bedenkt - dazu gehören auch Verluste durch zusätzliche Ausgaben von Wirtschaft und Privatleuten für "umweltfreundliche" Dinge wie Elektroautos oder Solarzellen, neue Heizungen sowie Gebäudedämmungen, Zusatzsteuern auf Benzin, und natürlich die Kraftwerke an sich...

Da kann man sicher locker 10 Bio. Euro schätzen. Für das Geld könnte man viele Menschen umsiedeln, Klimaanlagen einbauen, Gebäude gegen Überflutungen schützen und Beschneiungsanlagen ausbauen...

Ernsthaft, ich habe bisher noch nie Berechnungen gesehen, was alle "Klimaschutz"-Maßnahmen zusammen gerechnet kosten. Vermutlich weil dann das Ergebnis rauskäme, dass Klimaanpassung statt Klimaschutz sehr viel billiger ist - aber politisch nicht gewollt.
Nur löst sich das Problem des Klimawandels dann nicht von selbst oder kostenfrei- Du gibst das gleiche Problem halt eine Generation weiter. Abgesehen davon könnten dann Aktivitäten wie Skifahren gar nicht mehr stattfinden, abgesehen davon hätte man einen ansteigenden Meeresspiegel, massives Artensterben, und vielleicht könnten die Leute dann noch in Skandinavien, Nordamerika und auf dem Südpol leben- Vorrausgesetzt, es gibt dann keine so starken Wetterextreme, dass die Anpassung dann teurer bis unmöglich wird. Anders gesagt: Man hätte dann die Kosten für den irgendwan zwingend notwendigen Klimaschutz (welcher sich dann vllt. durch das Ausgehen von Erdöl, Kohle etc. erübrigt) zusätzlich zu jenen der Anpassung und Umsiedlung. Und dazu noch eine kleinere bewohnbare Fläche für gleich viele Menschen.
 
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