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Die große Klima-Diskussion

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Pancho schrieb:
Rational ist das für mich nur schwer nachvollziehbar.

Geht mir genau so wenn ich sehe, dass wir durch viel zu hohe Energiepreise die Wirtschaft aus dem Land treiben, weil wir intakte und steuerbare Kraftwerke durch Sonne und Wind ersetzen, ohne dass niemand vorher mal durchgerechnet hat, wie viel am Ende die Kilowattstunde Strom kostet.
 
Petz schrieb:
Zum Unterschied zu den AKW - Betreibern sind aber die gewerblichen Nutzer der von Dir angeführten anderen Energiequellen nicht aus ihrer Haftung raus und die Nachsorgekosten bewegen sich nur auf Bruchteilchen dessen was die sichere Atommüllagerung bis zum Abbau der Reststrahlung erfordern wird.

Finde es utopisch dass der Staat das einfach hinnimmt. Es wäre ja das eine wenn diese Branche am seidenen Faden hängen würde und um den öffentlichen Sektor zu schützen eine Subvention nötig ist ... aber diese ganzen Energieriesen verzeichnen ein Rekordjahr nach dem nächsten und die Bonzen helfen sich immer weiter die Taschen voll. Und der Staat hält denen dabei noch die Stange. Kein Wunder wenn man bedenkt, dass diverse Entscheidungsträger danach im Vorstand von RWE und Eon landen ^^ ich bin der Überzeugung: wenn man wirklich könnte könnte man die schon an die kurze Leine nehmen.
NeusserGletscher schrieb:
Geht mir genau so wenn ich sehe, dass wir durch viel zu hohe Energiepreise die Wirtschaft aus dem Land treiben, weil wir intakte und steuerbare Kraftwerke durch Sonne und Wind ersetzen, ohne dass niemand vorher mal durchgerechnet hat, wie viel am Ende die Kilowattstunde Strom kostet.

Was willst du machen wenn sich ganze Bundesländer quer stellen. Grüner Strom könnte schon funktionieren und erschwinglich sein wenn man es richtig machen würde. Das Problem ist doch, dass es kein Interesse seitens der privaten Industrie gibt, Strom erschwinglicher zu machen und ein echter Wettbewerb findet nicht Statt. Und die Politik ja keinen echten Preisdeckel macht sondern der Industrie noch die Steuertöpfe zugänglich macht indem man diese exorbitant hohen Preise durch Subvention auch noch fördert. Daran wird sich nichts ändern solange es legitimes Interesse von Lobbys gibt die aus Lebensgrundlagen wie strom Profit schlagen können. Es kann sich halt nur ein geringer Teil der Leute leisten eine eigene Hütte mit Solar drauf zu basteln.
 
Mt. Cervino schrieb:
Billionen... oh je, da ist viel Unwissen im Spiel....
Tja, Google ist dein Freund - aber das darfst du selber machen...

Und bezüglich Unwissen: bin promovierter Physiker und würde es sicher verstehen, wenn du mir erklärst, wie das denn funktionieren soll!
 
Mt. Cervino schrieb:
Billionen... oh je, da ist viel Unwissen im Spiel....
Gibt ja nicht wenige mit der Materie vertraute, die davon ausgehen, dass Atommüll in wenigen Jahzehnten zu einer gesuchten Ressource wird für die viel Geld bezahlt wird, damit man die abgenutzten Brennstäbe in neuen Reaktorgenrationen weiter verwenden kann. Dadurch wird die Reststrahlung der Brennstäbe immer weiter reduziert und verbraucht.

Ich gehe mal davon aus, du spielst auf die Transmutation an. Da sieht es so aus:

Kürzere Lebenszeit, aber zunächst stärkere Aktivität

Es gibt noch einen Grund, der gegen die Transmutation spricht:

Dass die Technik die Lagerzeit des Atommülls verkürzt, wird damit erkauft, dass stattdessen kurzlebigere, viel stärker strahlende und sehr viel mobilere Nuklide erzeugt werden, die die Endlagerung deutlich erschweren. Die durch Transmutation entstehenden Spaltprodukte müssten beispielsweise noch etwa 300 Jahre in einem obertägigen Zwischenlager abklingen, bis sie nur noch so viel Wärme entwickeln, dass sie in ein Endlager unter der Erde überführt werden können. Das würde laut Fachleuten den Einlagerzeitraum zumindest für hochradioaktive Abfälle erheblich in die Zukunft verschieben.

Auch mit Transmutation wäre ein Endlager für hoch radioaktive Abfälle also nach wie vor notwendig – auch, wenn es deutlich weniger Platz in Granit-, Ton oder Salzformationen benötigen würde. Die Gründe:

Die für die Transmutation geeigneten Spaltprodukte lassen sich nie zu 100 Prozent umwandeln.
Es gibt eine beachtliche Menge an hoch radioaktivem Abfall, der bereits verglast ist und somit der Transmutation nicht mehr zur Verfügung steht, also nicht mehr umgewandelt werden könnte (von insgesamt ca. 17.000 Tonnen betrifft das 6.700 Tonnen radioaktives Schwermetall – insbesondere Abfälle aus der Wiederaufbereitung). Da diese in Glas eingeschmolzenen Abfallprodukte besonders langlebig sind, lässt sich der Zeitraum von einer Millionen Jahre, für den ein Endlager in Deutschland konzipiert wird, nicht verringern.
Auch für Abfälle, die nur schwach bis mittelradioaktiv sind, wäre ein Ort zur sicheren Verwahrung notwendig. Hinzu kommt, dass reaktorbetriebene Systeme und für Transmutation eingesetzte Beschleuniger während ihrer Laufzeit weitere schwach und mittelradioaktive Abfälle erzeugen würden – die immerhin einfacher zu lagern wären, für die aber neben dem Schacht Konrad ein weiterer Standort gefunden werden müsste.

Quelle:
https://www.quarks.de/technik/energie/so-koennte-man-atommuell-recyceln-transmutation/

Also bevor Du jetzt in Atommüll investiert…😃
 
TONI_B schrieb:
Tja, Google ist dein Freund - aber das darfst du selber machen...

Und bezüglich Unwissen: bin promovierter Physiker und würde es sicher verstehen, wenn du mir erklärst, wie das denn funktionieren soll!

Und ich bin promoviert Bettdeckeninspektor! :biggrin:

Gibt auch Leute die ihren Lehrstuhl abgeben mussten nachdem sie behauptet haben die Erde sei flach oder den Klimawandel gäbe es nicht. Will heißen: Bitte den Aussagen mit Fakten nachdruck verleihen und nicht mit solchen Totschlag Argumenten. (Vor allem diese subtile Geringschätzung deiner Diskussionspartner. Hier sind einige Akademiker unterwegs und selbst wenn deine akademische Ausbildung höher sein sollte entbindet dich das nicht von der Pflicht deine Meinung mit Fakten zu Untermauern wenn du ernst genommen werden willst).

Und dieses "Googlen kannst du selbst" ist auch nicht hilfreich. Wenn du dir nicht die Mühe machen willst uns deine Meinungsgrundlage zu offenbaren warum dann überhaupt argumentieren. Wäre schon sehr interessant zu wissen wo die Billionen Beträge herkommen sollen (evtl. Verwechselt man hier amerikanische Milliarden mit deutschen Billionen?)

Irgendwie erinnern mich solche Töne an ein gewisses abc-institut.
 
NeusserGletscher schrieb:
Geht mir genau so wenn ich sehe, dass wir durch viel zu hohe Energiepreise die Wirtschaft aus dem Land treiben, weil wir intakte und steuerbare Kraftwerke durch Sonne und Wind ersetzen, ohne dass niemand vorher mal durchgerechnet hat, wie viel am Ende die Kilowattstunde Strom kostet.
Das ist die jetzt der Zeitnot geschuldeten Folge der Energiewendeverschleppung und das beileibe nicht nur jener der letzten zwei Jahrzehnte. Die Umsteuerung hätte man nämlich schon ab der Ölkrise 1976 angehen müssen und damals nicht aus Klimaschutzgründen sondern um die Energieabhängigkeit vom Ausland so weit wie möglich zu eliminieren; anstelle dessen hatte man aber kein Problem damit, durch den Energieimport vor allem undemokratiasch regierten Staaten Unsummen an Geld nachzuwerfen.
Dazu kommt auch noch, das man damals bei Baugenehmigungen mit viel weniger Widerstand z. B. auch bei dezentralen Kleinstwasserkraftwerken zu rechnen gehabt hätte als heute, wo es immer mehr in Mode kommt einfach gegen Alles und Jedes zu sein, den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus schon aus Prinzip zu verweigern und sich gnadenlos in seiner Egomanie zu suhlen... :evil:
 
Während das Alpinforum noch über Nebensächlichkeiten streitet, forscht hoffentlich irgend jemand auf der Welt an dem Superspeicher, der zu bezahlbaren Konditionen saisonal Energie speichern kann und ohne den in unseren Breiten die Energiewende nicht funktioniert. Bei 20 Cent pro kWh für Industriestrom wird sich der Niedergang Deutschlands bis dahin weiter beschleunigen, wenn dort nicht bald entgegen gesteuert wird. Weltrettungsphantasien sind ja ganz nett, aber wenn draussen ein Schneesturm tobt, dann macht man sich in erster Linie darüber Gedanken, wie man die Hütte warm hält um nicht zu erfrieren. Und nicht, ob das Feuer im Kamin ggf. das Klima schädigt.
 
Redest du von Stauseen, wasserspeicher?

Warum nicht die ganzen Alpen voll davon hauen und als gigantischer Akku Europas nutzen :)
 
:wink: :wink: Ich denke, die Andermatter hätten heute etwas dagegen, wenn wir das Urserental fluten würden.

Passend zum Thema Speicher kursiert aktuell die Meldung, dass Katherina Reiche von Westenergie bei der Abschaltung der Kohlekraftwerke bis 2030 vor bis zu 100 Stromabschaltungen pro Jahr mit einer Dauer von bis zu 21 Stunden warnt. Diese Prognose wurde anhand vergangener Wetterdaten erstellt, welche dann zur Berechnung der Unterversorung im Fall einer Dunkelflaute herangezogen wurdem. Artikel auf Welt, leider hinter Paywall. Man findet jeoch zahlreiche Artikel, die sich darauf beziehen. Nur nicht in den Leitmedien, denn die greifen solche Nachrichten prinzipiell nur verzögert auf.

Ich bin gespannt, wie lange es noch dauert, bis auch der letzte Protagonist der Energiewende kapiert, dass Sonne und Wind ohne Speicher in unseren Breiten nicht funktionieren und dann auch noch am Ende nicht wesentlich teurer sein dürfen als das Ausland, weil uns hier sonst die Industrie scharenweise abwandert.
 
NeusserGletscher schrieb:
Ich denke, die Andermatter hätten heute etwas dagegen, wenn wir das Urserental fluten würden.
Heutzutage ja aber zu den Versäumnissen in der Vergangenheit gehört auch, das man Wasserkraftwerksbauboom der 70er - Jahre nicht weiter fortgesetzt hat. Auf einen längerfristigen drastischen Rückgang der industriellen Produktion und Umstellung des Gesamtwirtschaftssystems müssen wir uns in jedem Fall und weltweit einstellen weil immerwährendes Wachstum aufgrund der begrenzten Ressourcen nicht funktionieren kann.
 
NeusserGletscher schrieb:
Passend zum Thema Speicher kursiert aktuell die Meldung, dass Katherina Reiche von Westenergie bei der Abschaltung der Kohlekraftwerke bis 2030 vor bis zu 100 Stromabschaltungen pro Jahr mit einer Dauer von bis zu 21 Stunden warnt. Diese Prognose wurde anhand vergangener Wetterdaten erstellt, welche dann zur Berechnung der Unterversorung im Fall einer Dunkelflaute herangezogen wurdem. Artikel auf Welt, leider hinter Paywall. Man findet jeoch zahlreiche Artikel, die sich darauf beziehen. Nur nicht in den Leitmedien, denn die greifen solche Nachrichten prinzipiell nur verzögert auf.

Und EON Chef Leon Birnbaum fordert einen Ausbaustopp für erneuerbare Energien solange nicht die Netze auch entsprechend ausgebaut worden sind um den Strom auch zu den Kunden zu bringen...
https://www.welt.de/wirtschaft/plus250553734/E-on-Wichtigster-Netzbetreiber-fordert-Ausbaubremse-fuer-Oekostrom.html?icid=search.product.onsitesearch

Die Stimmen werden langsam lauter und deutlicher, dass die Energiewende, zumindest so wie sie aktuell dilletantisch betrieben wird, gescheitert ist.
Man bräuchte ein paar Profis um das zu managen, wenn man ein ernsthaftes Interesse daran hätte. Mit den Studienabbrechern, Märchenerzählern Callcentermitarbeiter und Küchenhilfen hat es leider nicht geklappt.
 
Petz schrieb:
NeusserGletscher schrieb:
Ich denke, die Andermatter hätten heute etwas dagegen, wenn wir das Urserental fluten würden.
Heutzutage ja aber zu den Versäumnissen in der Vergangenheit gehört auch, das man Wasserkraftwerksbauboom der 70er - Jahre nicht weiter fortgesetzt hat.

Hätte man rechtzeitig damit begonnen, die Mittelgebirge aufzustocken, dann hätten wie heute mehr schneesiechere Gebiete in der Mitte Deutschlands und die Stauseen gratis dazu. Und mitten im neuen Gebirge hätte man noch eine Lagerhalle für Atommüll gleich integrieren können. :wink: :wink:

Petz schrieb:
Auf einen längerfristigen drastischen Rückgang der industriellen Produktion

... verbunden mit einem drastischen Rückgang unseres Wohlstands und damit verbunden einem Rückgang der Leistungsfähigkeit, solche Aufgaben wie eine Energiewende zu bezahlen....

Petz schrieb:
und Umstellung des Gesamtwirtschaftssystems müssen wir uns in jedem Fall und weltweit einstellen weil immerwährendes Wachstum aufgrund der begrenzten Ressourcen nicht funktionieren kann.

Da bin ich voll bei Dir. Allerdings sehe ich da die Herausforderung darin, da andere Länder mit ins Boot zu ziehen. Denn bislang ist wirtschaftlicher Aufschwung halt immer noch gleichbedeutend mit steigenden Wohlstand, wirtschaftliche Stagnation dagegen mit sinkendem Wohlstand.

Bislang hat noch keine Industrienation in der Geschichte der Erde das Kunststück vollbracht, den Wohlstand bei sinkender Wirtschaftsleistung zu erhalten oder gar auszubauen. Gleiches gilt übrigens für eine Umstellung der Energieversorgung rein auf Sonne und Wind.

Wir sollten daher vielleicht erst mal versuchen, den jetzigen Status Quo zu sichern und dafür zu sorgen, dass wir nicht noch weiter wirtschaftlich abrutschen, bevor die ganze Welt über den deutschen Sonderweg bei der Energiewende lacht.
 
Mt. Cervino schrieb:
NeusserGletscher schrieb:
Passend zum Thema Speicher kursiert aktuell die Meldung, dass Katherina Reiche von Westenergie bei der Abschaltung der Kohlekraftwerke bis 2030 vor bis zu 100 Stromabschaltungen pro Jahr mit einer Dauer von bis zu 21 Stunden warnt. Diese Prognose wurde anhand vergangener Wetterdaten erstellt, welche dann zur Berechnung der Unterversorung im Fall einer Dunkelflaute herangezogen wurdem. Artikel auf Welt, leider hinter Paywall. Man findet jeoch zahlreiche Artikel, die sich darauf beziehen. Nur nicht in den Leitmedien, denn die greifen solche Nachrichten prinzipiell nur verzögert auf.

Und EON Chef Leon Birnbaum fordert einen Ausbaustopp für erneuerbare Energien solange nicht die Netze auch entsprechend ausgebaut worden sind um den Strom auch zu den Kunden zu bringen...
https://www.welt.de/wirtschaft/plus250553734/E-on-Wichtigster-Netzbetreiber-fordert-Ausbaubremse-fuer-Oekostrom.html?icid=search.product.onsitesearch

Die Stimmen werden langsam lauter und deutlicher, dass die Energiewende, zumindest so wie sie aktuell dilletantisch betrieben wird, gescheitert ist.
Man bräuchte ein paar Profis um das zu managen, wenn man ein ernsthaftes Interesse daran hätte. Mit den Studienabbrechern, Märchenerzählern Callcentermitarbeiter und Küchenhilfen hat es leider nicht geklappt.
welt artikel...
 
NeusserGletscher schrieb:
Denn bislang ist wirtschaftlicher Aufschwung halt immer noch gleichbedeutend mit steigenden Wohlstand, wirtschaftliche Stagnation dagegen mit sinkendem Wohlstand.

Bislang hat noch keine Industrienation in der Geschichte der Erde das Kunststück vollbracht, den Wohlstand bei sinkender Wirtschaftsleistung zu erhalten oder gar auszubauen.
Das sind wieder Fake News. Um das Behauptete zu widerlegen, braucht man nur nach Japan schauen. Allerdings werden die Japaner bald ein handfestes demografisches Problem bekommen.
 
Mt. Cervino schrieb:
Die Stimmen werden langsam lauter und deutlicher, dass die Energiewende, zumindest so wie sie aktuell dilletantisch betrieben wird, gescheitert ist.
Man bräuchte ein paar Profis um das zu managen, wenn man ein ernsthaftes Interesse daran hätte. Mit den Studienabbrechern, Märchenerzählern Callcentermitarbeiter und Küchenhilfen hat es leider nicht geklappt.

Davor hatten wir eine diplomierte Physikerin, die auch nicht realisiert oder nicht die richtigen Schlüsse daraus gezogen hat, dass die Sonne bei Nacht und im Winter zu wenig Energie liefert und der Wind nicht immer in dem benötigtem Umfang weht.

Solche Meldungen kommen auch 30 Jahre zu spät. Spätestens mit dem Beschluss vor 23 Jahren, aus der Kernenergie auszusteigen, hätten die Energieversorger wöchentlich darauf hinweisen müssen, was zu tun ist. Statt dessen haben auch sie sich nur die Taschen vollgestopft, sich an grünem Flatterstrom und börsennotierten Energiepreisen dumm und dusselig verdient, anstatt auch nur mal einen Gedanken daran zu verschwenden, wie das ganze technisch funktioniert und am Ende auch noch bezahlbar bleibt.

Die Kernenergie konnte sich auch nur mit massiver staatlicher Förderung bei der Grundlagenforschung durchsetzen. Bis heute fehlt uns das bei der Erforschung von saisonalen Speichermethoden und alternativen Energiequellen jenseits von Sonne und Wind.

gernot schrieb:

Im Gegensatz zu mancher Kampagne anderer Leitmedien, die sich im nachhinein als frei erfunden herausstellt, druckt die Welt hier nur ab, was Fachleute sagen. Fachleute können zwar irren, aber deren Aussagen alleine deswegen in Abrede zu stellen, weil sie auf dem "falschen" Medium veröffentlicht werden, zeugt mehr von fehlender Bereitschaft, mal die eigene Komfortzone zu verlassen und andere Meinungen zur Kenntnis zu nehmen.
 
Jan Tenner schrieb:
Das sind wieder Fake News. Um das Behauptete zu widerlegen, braucht man nur nach Japan schauen. Allerdings werden die Japaner bald ein handfestes demografisches Problem bekommen.
Immer wenn es der eigenen Meinung entgegenläuft sind es Fake News. So einfach kann die Welt sein :wink:.
Trotzdem stimmt dein Beispiel mit Japan nicht. Japan boomt zwar immer noch oder wieder in den Großstädten aber in der Fläche geht es dem Land schlechter als noch vor 20 oder 30 Jahren. Und dabei ist Japan noch immer ein sehr wohlhabendes Land...
Skigebiete dort sind ein gutes Beispiel, wie im ganzen Land die Infrastruktur außerhalb der Ballungszentren verlottert und teilweise aufgegeben wird. Die Hochzeit Japans war in den 80er Jahren ehe dann sehr schnell in den 90er Jahren der Absturz kam.
Der japanische Nikkei Index hat z. B. erst zu Beginn diesen Jahres wieder den gleichen Stand erreicht den er zu seiner absoluten Peakzeit am Jahreswechsel 1989/1990 hatte. Das heißt es hat 34 Jahre gedauert bis der Wert der wichtigsten Industrieunternehmen in Japan wieder auf dem gleichen Wert war wie zu den Hochzeiten damals.

NeusserGletscher schrieb:
Davor hatten wir eine diplomierte Physikerin, die auch nicht realisiert oder nicht die richtigen Schlüsse daraus gezogen hat, dass die Sonne bei Nacht und im Winter zu wenig Energie liefert und der Wind nicht immer in dem benötigtem Umfang weht.
Angela Merkel hätte den Ausstieg aus der Atomenergie 2023 letztendlich nicht vollzogen oder zumindest einige Jahre verschoben.
Sie hätte die Dramatik der Lage damals erkannt wenn sie noch in Regierungsverantwortung gewesen wäre und spätestens gestützt durch die Umfragen, dass die Menschen in DE ab 2022 wieder mehrheitlich gegen das Abschalten der letzten Atommeiler in 2023 waren, ihre Entscheidung revidiert oder verschoben.
Wenn sich Mehrheiten ändern, hat sie ja auch immer ihre Meinung geändert. Nur deshalb hat sie ja den Atomausstieg viele Jahre zuvor ja zugestimmt.
 
Mt. Cervino schrieb:
Immer wenn es der eigenen Meinung entgegenläuft sind es Fake News. So einfach kann die Welt sein :wink:.
Trotzdem stimmt dein Beispiel mit Japan nicht. Japan boomt zwar immer noch oder wieder in den Großstädten aber in der Fläche geht es dem Land schlechter als noch vor 20 oder 30 Jahren. Und dabei ist Japan noch immer ein sehr wohlhabendes Land...
Skigebiete dort sind ein gutes Beispiel, wie im ganzen Land die Infrastruktur außerhalb der Ballungszentren verlottert und teilweise aufgegeben wird. Die Hochzeit Japans war in den 80er Jahren ehe dann sehr schnell in den 90er Jahren der Absturz kam.
Der japanische Nikkei Index hat z. B. erst zu Beginn diesen Jahres wieder den gleichen Stand erreicht den er zu seiner absoluten Peakzeit am Jahreswechsel 1989/1990 hatte. Das heißt es hat 34 Jahre gedauert bis der Wert der wichtigsten Industrieunternehmen in Japan wieder auf dem gleichen Wert war wie zu den Hochzeiten damals.
Japan hat in allen gebräuchlichen vergleichenden Wohlstandsindizes wie dem Human Develoment Index oder dem Legatum Prosperity Index von 1990 bis 2020 zugelegt, auch im Ranking gegenüber anderen Industrienationen. Und das obwohl, wie du ja geschildert hast, das Wirtschaftwachstum im gleichen Zeitraum stagniert ist.
Der Wohlstand ist in Japan also trotz Wirtschaftsstagnation gewachsen, entgegen der Behauptung von @NeusserGletscher, dass Wohlstand bei ausbleibendem Wirtschaftswachstum nicht gehalten werden könne. Seine Behauptung ist also sachlich falsch.
So einfach ist manchmal die Welt.
 
Man darf bei der Betrachtung Japan auch keinesfalls außer Acht lassen welchen Transformationen die Wirtschaft Japans durch den rasanten Aufstieg der Wettbewerber China und anderer Fernostländer unterlag.

Wenn ich mir vor Augen führe welche Steine in Form teilweise völlig unsinniger Auflagen hier den Betreibern von Kleinstwasserkraftwerken in den Weg gelegt werden wird klar welches Potential auf dem Gebiet noch vorhanden wäre; jeder kleine Bach mit etwas Gefälle brächte schon die Grundlastenergie für einige Häuser oder kleine Ortsteile wenn er denn ohne großes Tamtam problemlos genutzt werden könnte. Ein Paradebeispiel sind die Bergbahnen See im Paznauntal die vernünftigerweise von Beginn an auf ein eigenes Wasserkraftwerk setzten und damit aber nicht nur ihren Eigenverbrauch decken, sondern auch die Überschüsse ins öffentliche Netz einspeisen.

Bei allen Betrachtungen der Energietransformation darf man nie vergessen wer uns das Energiepreisdebakel der letzten beiden Jahre denn wirklich eingebrockt hat. Ich hätte sobald die Entwicklung absehbar war, ein billionenschweres Sondervermögen "Energie" eingerichtet, aus diesem die Preise auf Normalniveau runtergestützt und den Fonds nach Kriegsende bis auf den letzten Cent mit gnadenlosesten Reparationsmaßnahmen (bei Weigerung Beschlagnahme und Verwertung von jeglichem russischem Eigentum, auch von Handelsware samt Schiffen in internationalen Gewässern) wieder ausgeglichen. Und sollte dies längerfristig dazu führen, das aufgrund mangelnder wirtschaftlicher Unterhaltsfähigkeit die russischen Atomwaffen ihre Einsatzfähigkeit verlören, nähme ich dies mit einem breiten Grinsen zur Kenntnis denn wir werden zur Genüge damit beschäftigt sein, China als neue dritte Weltmacht in Schranken zu halten..
 
NeusserGletscher schrieb:
Bislang hat noch keine Industrienation in der Geschichte der Erde das Kunststück vollbracht, den Wohlstand bei sinkender Wirtschaftsleistung zu erhalten oder gar auszubauen. Gleiches gilt übrigens für eine Umstellung der Energieversorgung rein auf Sonne und Wind.

Jan Tenner schrieb:
Japan hat in allen gebräuchlichen vergleichenden Wohlstandsindizes wie dem Human Develoment Index oder dem Legatum Prosperity Index von 1990 bis 2020 zugelegt, auch im Ranking gegenüber anderen Industrienationen. Und das obwohl, wie du ja geschildert hast, das Wirtschaftwachstum im gleichen Zeitraum stagniert ist.
Der Wohlstand ist in Japan also trotz Wirtschaftsstagnation gewachsen, entgegen der Behauptung von @NeusserGletscher, dass Wohlstand bei ausbleibendem Wirtschaftswachstum nicht gehalten werden könne. Seine Behauptung ist also sachlich falsch.

Du solltest Dir noch mal den grundsätzlichen Unterschied zwischen Rückgang der Wirtschaftsleistung und Rückgang des Wirtschaftswachstums zu Gemüte führen, bevor Du in Deiner vorlauten und frechen Art anderen Diskussionsteilnehmern "Fake News" an den Kopf wirfst.

Das GDP pro Kopf ist inflationsbereinigt auch in Japan seit 1990 kontinuierlich gestiegen.
 
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