Betrachten wir mal als gedankliches Modell einen See. Das Wasser ist ganz leicht trüb, so dass - sagen wir - ab einer Wasserstiefe von ca. 10 m kein nennenswertes Tageslicht mehr durchkommt.
Jetzt nehmen wir eine Wasserprobe mit einem 0,2-l Glas. Wenn wir dieses Wasser im Glas begutachten, wird es uns vollkommen klar erscheinen, wir werden keine Trübung erkennen. Wir würden sagen, die Konzentration an trübenden Bestandteilen ist sehr gering - nicht wahrnehmbar.
So ist das auch in der Atmosphäre mit dem CO2. Auch wenn die Konzentration in % sehr gering ist - mit steigender Schichtdicke steigt die Wahrscheinlichkeit stark an, dass Licht doch auf ein Molekül trifft. Für Infrarotstrahlung wird die Atmosphäre "getrübt", stark vereinfacht ausgedrückt.
Genau wie beim Wasser in unserem See. Auch eine leichte Trübung (sehr geringe Konzentration) summiert sich über die Schichtdicke auf und spielt halt doch eine Rolle.
Nur dass CO2 das sichtbare Spektrum nicht beeinträchtigt.
Was ist daran nicht zu verstehen?
Deswegen muss - natürlich - in dem Laborversuch die prozentuale Konzentration an CO2 bedeutend höher gewählt werden, um einen messbaren Effekt zu erhalten. In der Atmosphäre erledigt das bei sehr geringer Konzentration in % die dafür extrem größere Schichtdicke.
Das haben wir aber hier bereits auch ausdiskutiert 200 Seiten früher oder so...