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Die große Klima-Diskussion

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NeusserGletscher schrieb:
Sowohl Batteriespeicher als auch Windräder benötigen allerdings Rohstoffe, die wir auch nicht im Land in ausreichender Menge haben. Wir ersetzen damit eine Abhängigkeit durch eine andere. Von den Kosten, die am Ende auf den Strompreis umgelegt werden, gar nicht zu reden.
Zur Sicherung einer Volkswirtschaft gehörte nebst Energieunabhängigkeit genauso auch das Ziel einer Vermeidung einer Rohstoffabhängigkeit von wie aktuell praktisch nur einem Land und diesbezüglich sollte man sich schleunigst entsprechende Ressourcen sichern solange China überhaupt noch welche übriggelassen hat.
Die seiltenen Erden lassen sich schon heute aus Windrädern vollständig recyclen und bei den Akkus sind wir zumindest auf dem Weg zu einer zumindest halbwegs akzeptablen Quote.
Würde man bei Windrädern aber auch sonstigen einfacheren elektrotechnischen Anlagen und Geräten zukünftig wieder auf die lausige Elektronik verzichten, bräuchte man dort gar keine seltenen Erden - abgesehen davon das dies die Zuverlässigkeit und Resilienz gegen z. B. Cyberabgriffe, geomagnetische Stürme etc. erhöhte.

Akkuspeicher machen durchaus wirtschaftlich Sinn aber dies meiner Meinung nach nur in begrenzter Größe z. B. bei Photovoltaikanlagen die dadurch dem Hausbesitzer eine komplett autarke Energieversorgung ermöglichen. Sonst sehe ich als Puffer nur die Nachrüstung bestehender WKW´s zu Pumpspeicherwerken und deren Neubau wo es technisch Sinn macht als praktikabel an. Ich hätt beispielsweise nach dem Unglück von Longarone sofort begonnen den See wieder auszugraben denn dessen Staumauer hat eine Bewährungsprobe hinter sich von der jede andere nur träumen kann.
 
Petz schrieb:
Meiner Meinung nach fehlt es nicht nur gravierend am Ausbau von Speicherkapazitäten sondern nach wie vor auch deutlich an der entsprechenden Gesamtstrommenge denn wir sollten die aktuelle Chance nutzen uns jetzt endlich möglichst energieautark aufzustellen und in den Überschußzeiten der Erneuerbaren Wasserstoff bzw. Co2- neutrale Flüssigkraftstoffe erzeugen die man ja auch zur Energiepufferung nutzen kann. Sonst hätten wir weder aus der Ölkrise noch aus des Neozaren aktuellen Machtspielen irgendetwas gelernt.
@ j-d-s ; abgesehen davon das ich der Meinung bin das sich jedes Land um seinen Müll egal welcher Art gefälligst selbst zu kümmern hat, sehe ich in einer kumulierten Endlagerung ein deutlich größeres Risiko. Da braucht sich in einem dieser endlagerbetreibenden Länder dann nur ein Schurkenregime etablieren das hochradioaktive Abfälle in z. B. schmutzige Bomben füllt oder sie terroristischen Organisationen rüberwachsen lässt. Abgesehen davon machten sich jene Länder die ihren Abfall nicht selbst lagern, auch nicht nur von der Kostenseite her betrachtet gnadenlos erpreßbar, sondern verzichteten auch auf die Möglichkeit einer Nachnutzung/Reduktion in der Zukunft durch entsprechende Reaktorentwicklungen.
Meiner Meinung nach geht man bei der Speicherung von regenerativem Energieüberschuss falsche Wege. Pumpspeicher und Batteriespeicher können das nicht in dem notwendigen Umfang leisten. Man müsste die Energie chemisch speichern, das ermöglicht auch den Übertrag von saisonalem Sommerüberschuss in den Winter, zum Beispiel in Form von synthetischem Methan. Das hätte auch noch den riesen Vorteil dass die notwendige Infrastruktur in Form von Gasnetzen, Speichern und Verbrauchern schon da ist. Aber das wäre natürlich viel zu verbraucherfreundlich...
Beim Thema Atommüll seh ich das auch eher so: Was früher Müll war ist heute unter Umständen Wertstoff. Mal schauen wo die Entwicklung hingeht, vielleicht kann man mit den radioaktiven Nukliden ja irgendwann noch was anfangen und sie im besten Fall auch noch dabei unschädlich machen. Cs137 und Co60 aus Spaltprodukten zum Beispiel wurden und werden bei der Strahlentherapie eingesetzt.
 
Spezialwidde schrieb:
Meiner Meinung nach geht man bei der Speicherung von regenerativem Energieüberschuss falsche Wege.
Nicht falsche denn Pumpspeicherwerke haben sich längst etabliert; frag mal unsere Tiwag die damit seit jeher ausgezeichnetne Geschäfte macht indem sie Überschußstrom billig einkauft, damit das Wasser hochpumpt und den daraus erzeugten Strom als grüne Spitzenlast an andere EVU´s teuer verkauft. Allerdings könnten Pumpspeicherwerke, selbst wenn man alle realistischen europäischen Ausbaumöglichkeiten noch nutzte, nicht alle Lastspitzen bedienen.
Akkus machen meiner Meinung nur als Puffer bei Eigenheimfotovoltaikanlagen und eventuell der haushaltlichen Mitnutzung von E - Autoakkus als Pufferspeicher Sinn.
Der Rest müsste wie von Dir bereits beschrieben, durch mit grünem Wasserstoff, synthetischem Methan oder Co2 - neutralen Flüssigkraftstoffen in dafür adaptierten thermischen Kraftwerken oder Gensets zur Verfügung gestellt werden weil diese Medien mit Einschränkungen speicherbar sind. Mit Einschränkungen deshalb, weil sich bei Wasserstoff bedingt durch die Kleinheit seiner Atome das Problem stellt, das es zu Speicher-, und Transportverlusten kommt weil H2 durch jeden anderen Werkstoff diffundiert.
 
Petz schrieb:
abgesehen davon das ich der Meinung bin das sich jedes Land um seinen Müll egal welcher Art gefälligst selbst zu kümmern hat, sehe ich in einer kumulierten Endlagerung ein deutlich größeres Risiko. Da braucht sich in einem dieser endlagerbetreibenden Länder dann nur ein Schurkenregime etablieren das hochradioaktive Abfälle in z. B. schmutzige Bomben füllt oder sie terroristischen Organisationen rüberwachsen lässt. Abgesehen davon machten sich jene Länder die ihren Abfall nicht selbst lagern, auch nicht nur von der Kostenseite her betrachtet gnadenlos erpreßbar, sondern verzichteten auch auf die Möglichkeit einer Nachnutzung/Reduktion in der Zukunft durch entsprechende Reaktorentwicklungen.

Es ist objektiv aber nicht sinnvoll, übrigens auch nicht in Bezug darauf dass man dann viel mehr Beton usw. braucht (Betonherstellung ist CO2-intensiv), 50 statt 5 Endlager zu errichten, zumal die Endlager gebraucht werden egal ob man weiter Atomkraftwerke betreibt oder nicht.

Das mit den Schurkenregimen ist eher weit hergeholt, denn dieses Problem besteht gegenwärtig sogar noch eher, da derzeit bspw. in Deutschland der Atommüll einfach in Castoren (das sind spezielle Behälter, die durch umfangreiche Bleiabschirmung den Atommüll abschirmen) auf den Betriebsgeländen der Atomkraftwerken zwischengelagert, wobei diese Zwischenlagerung nach derzeitigem Stand bis irgendwann weiter geht. Vor allem aber haben die Länder, denen man den Atommüll liefern würde, auch jetzt schon Atommüll, und solche wie die USA oder Kanada würde ich schon als ziemlich stabil einordnen, aber auch Russland, das ich schon als Schurkenregime einordnen würde, hat es nie gewagt, irgendjemandem Nuklearmaterial zur Verfügung zu stellen oder wissenschaftlich zu helfen, auch nicht Verbündeten, aber Russland hätte da sowieso riesige Mengen an Zeug das sowieso um ein vielfaches radioaktiver ist als das aus Deutschland.

Dass wenn man mal den Atommüll richtig endgelagert hat, also so wie in Finnland die Endlagerung gemacht wird, dann kommt man da auch im eigenen Land kaum noch ran, aber wenn es sich wirtschaftlich lohnt, ist es in anderen Ländern tendenziell sogar billiger.
 
j-d-s schrieb:
solche wie die USA oder Kanada würde ich schon als ziemlich stabil einordnen, aber auch Russland, das ich schon als Schurkenregime einordnen würde, hat es nie gewagt, irgendjemandem Nuklearmaterial zur Verfügung zu stellen oder wissenschaftlich zu helfen, auch nicht Verbündeten,
Abgesehen davon das die damalige Sowjetunion maßgeblich Unterstützung bei Nordkoreas Atomprogramm lieferte sehe ich es nur als Frage der Zeit an, bis Russland (wie ja bereits mehrmals angedroht wurde) gegen die Ukraine schmutzige Bomben, Sprengköpfe oder direkt Nuklearwaffen einsetzt solange der Westen und auch China nicht eindeutig klarstellen das dies für Russland vernichtende militärische Folgen hätte.
Soweit mir erinnerlich gab es bereits zum Ende der Sowjetunion IAEO - Berichte wonach aus russischen AKW´s radioaktives Material vermisst wurde. Und sollte die USA den Abbau ihrer demokratischen Strukturen weiterhin in dem Maße fortsetzen, wird man sie bald in eine Reihe zu Nordkorea, Iran, Jemen, Sudan und Russland stellen können.
 
Petz schrieb:
Nicht falsche denn Pumpspeicherwerke haben sich längst etabliert; frag mal unsere Tiwag die damit seit jeher ausgezeichnetne Geschäfte macht indem sie Überschußstrom billig einkauft, damit das Wasser hochpumpt und den daraus erzeugten Strom als grüne Spitzenlast an andere EVU´s teuer verkauft. Allerdings könnten Pumpspeicherwerke, selbst wenn man alle realistischen europäischen Ausbaumöglichkeiten noch nutzte, nicht alle Lastspitzen bedienen.
Das Problem ist aber: Erstmal haben, nicht überall gibts Berge und da wo es sie gibt sind Pumpspeicherkraftwerke ein riesen Eingriff in die Natur woran ihr Bau dann letztlich meistens scheitert, sprich nennenswerter Zubau ist zumindest in Deutschland nicht zu erwarten. Die paar die wir haben decken Schwankungen im Stundenbereich.
 
Spezialwidde schrieb:
Problem ist aber: Erstmal haben, nicht überall gibts Berge und da wo es sie gibt sind Pumpspeicherkraftwerke ein riesen Eingriff in die Natur woran ihr Bau dann letztlich meistens scheitert, sprich nennenswerter Zubau ist zumindest in Deutschland nicht zu erwarten.

Das stimmt leider und ich kann es überhaupt nicht nachvollziehen. Man konnte fast 30.000 Windräder aufstellen, riesige Flächen beim Kohleabbau "verbrauchen", verbrennt massenhaft Gas, aber ausgerechnet ein paar Speicherbecken sind jetzt der Killerfaktor? Wegen Eingriffs in die Natur?
 
judyclt schrieb:
Das stimmt leider und ich kann es überhaupt nicht nachvollziehen.

Den Versuch, die Politik mit Logik und gesundem Menschenverstand nachvollziehen zu wollen, hab ich schon lange aufgegeben...
 
judyclt schrieb:
aber ausgerechnet ein paar Speicherbecken sind jetzt der Killerfaktor? Wegen Eingriffs in die Natur?
Wie viele geplante Pumpspeicherwerke sind denn in Deutschland bislang am Widerstand von Umwelt- oder Naturschützern gescheitert? Nennt doch mal Zahlen!?
 
Spezialwidde schrieb:
Das Problem ist aber: Erstmal haben, nicht überall gibts Berge und da wo es sie gibt sind Pumpspeicherkraftwerke ein riesen Eingriff in die Natur woran ihr Bau dann letztlich meistens scheitert, sprich nennenswerter Zubau ist zumindest in Deutschland nicht zu erwarten.
Einen Neubau würde ich auch bei uns, trotzdem die Bevölkerung unterm Strich sicher keine negativen Erfahrungen machen musste, ausschließen weil es immer irgendeine Gruppe Berufsrevoluzzer gibt die sich dazu berufen zu sein scheinen, einfach aus Prinzip gegen Alles und Jedes zu Felde ziehen zu müssen.
Aber man sollte zumindest die Möglichkeiten prüfen, bestehende Speicherkraftwerke noch zu Pumpspeicherwerken upzugraden denn jede weitere Minute an Schwankungsabdeckung nützt. Änderte aber sicher nichts an der Tatsache das es allerhöchste Zeit wäre, das Thema Pufferung mit Co2- neutral erzeugten und speicherbaren Energieträgern endlich im nötigen Ausmaß anzugehen.
 
Jan Tenner schrieb:
judyclt schrieb:
aber ausgerechnet ein paar Speicherbecken sind jetzt der Killerfaktor? Wegen Eingriffs in die Natur?
Wie viele geplante Pumpspeicherwerke sind denn in Deutschland bislang am Widerstand von Umwelt- oder Naturschützern gescheitert? Nennt doch mal Zahlen!?

Keine Ahnung. Umgekehrt gefragt: Warum gibt's denn nicht mehr, obwohl Strom im Wechsel quasi verschenkt und dann wieder teuer zugekauft werden muss?
 
Bei den fallenden Preisen für Batteriespeicher wird sich mMn kein Betreiber mehr den Bau eines Pumpspeicherwerks antun. Wenn ich mir hier in der Nachbarschaft das Werk Rönkhausen anschaue, 140 MW Leistung und 735 MWh Kapazität (also etwa 5 Stunden volle Leistung) - was für ein gigantischer Aufwand mit Oberbecken, Unterbecken, etc...
Der neue Batteriespeicher in Bollingstedt hat 103 MW und 238 MWh auf einer Fläche von nur rund einem Hektar! Davon sind ja zum Glück einige in Planung.
https://www.ingenieur.de/technik/fa...iesige-batteriegrossspeicher/#google_vignette
Wenn man davon welche mit einer Kapazität im GWh-Bereich hat, kann man sehr schön den Solar-Peak vom Mittag in die Abendstunden schieben. In Kalifornien funktioniert das schon wunderbar:
https://cleantechnica.com/wp-conten...a-duck-curve-solar-energy-battery-storage.png
 
wmenn schrieb:
Bei den fallenden Preisen für Batteriespeicher wird sich mMn kein Betreiber mehr den Bau eines Pumpspeicherwerks antun.

Wahrscheinlich ist das der springende Punkt. Am Ende geht's doch immer ums Geld. Im Hinblick auf die Umwelt ist natürlich auf den ersten Blick der Flächenverbrauch für die Speicherseen enorm. Auf der anderen Seite vermute ich mal, dass die Batterien im Hinblick auf die Rohstoffe, Effizienz und Haltbarkeit vielleicht auch nicht die goldene Lösung sind. Solche Pumpspeicher sind nach dem Bau zwar bestimmt kein Paradies der Artenvielfalt, aber doch im Sinne der Natur vielleicht brauchbarer als Batterieklötze. Aber das ist nur eine Vermutung. Ich kenne mich da nicht aus, sondern radel nur öfter mal um die Waldecker Anlage.
 
Hier mal ein paar Zahlen zu den Batteriespeichern in Deutschland. Am Jahresanfang 2025 gab es Anschlussanfragen für neue große Batteriespeicher mit in Summe 226 Gigawatt Leistung. Gemessen an den Anfang 2025 installierten 1,8 Gigawatt Leistung wäre das ein Speicherboom. Quelle: https://www.pv-magazine.de/2025/01/...grosse-batteriespeicher-mit-226-gigawatt-vor/
Zwischenzeitlich soll die Summe der Anfragen aufgrund des Preisverfalls bei den Speicherkosten auf weit über 300 Gigawatt angestiegen sein.
Zum Vergleich: Die Spitzenlast in Deutschland beträgt etwa 70-80 Gigawatt und wird meist im Winter für einige Stunden erreicht.

Die Kapazität, d.h. der Zeitraum über den die Speicher diese Leistung aufrecht erhalten können, ist nicht bekannt. Typischer Weise sind es bei den meisten Projekten etwa 2 Stunden, was momentan offenbar einen wirtschaftlich sinnvollen Wert darstellt. Somit dürften über 500 Gigawattstunden Kapazität hinter den Anschlussanfragen stecken. Ob das alles kommt ist fraglich, aber nur ein Teil davon dürfte ausreichen die solaren Mittagsspitzen im Sommer oder ein durchziehendes Sturmtief im Winter abzufedern.


edit: linkfix
 
Wobei bei Batteriespeichern im Gegensatz zu Pumpspeicherwerken eins nicht vergessen werden darf: Ein Pumpspeicherkraftwerk läuft Jahrzehnte bei mäßigem Wartungsaufwand. Akkus unterliegen einem Verschleiß. Vor Allem wenn so große Lade/Entladeleistungen über längere Zeit abgefordert werden stresst das die Zellen und ihre Kapazität nimmt ab. Sollte man zumindest nicht außer Acht lassen.
 
Stimmt, aber die Komponenten können recycelt werden. Die meisten Rohstoffe kann man wieder für neue Speicher nutzen, das verringert auch die Abhängigkeit zu anderen Ländern.
 
Jensibua schrieb:
Die Kapazität, d.h. der Zeitraum über den die Speicher diese Leistung aufrecht erhalten können, ist nicht bekannt. Typischer Weise sind es bei den meisten Projekten etwa 2 Stunden

Laut Statista 1,46, also 330 GWh. Für die Schweiz hat ein Prof. Züttel von der ETH Lousanne mal folgendes ausgerechnet: Zusätzlicher Bedarf 225 GWh Batteriespeicher und 19,5 TWh Pumpspeicherkraftwerke. Überschlägig kann man für Deutschland die Zahlen mit 10 mulitiplizieren. Also 2,25 TWh Batterie und 195 TWh Pumpspeicherkraftwerke. Also 126x mehr Batterie und 4.875x mehr Pumpspeicherkraftwerke als heute. Letztere sind für die saisonale Speicherung erforderlich.

Wir werden noch viele Sondervermögen brauchen.
 
Damit sieht man auch wie weit Anspruch und Wirklichkeit auseinander liegen...
Und wenn man bei dem letzten Beispiel bedenkt, dass in DE die Flächen für Pumpspeicherkraftwerke nahezu erschöpft sind (Topographie, Einsprachen etc.) dann müsste das auch noch mit Batteriespeichern oder einer anderen Methode abgedeckt werden.
Auf mittlere Sicht absolut unrealistisch.
 
Deswegen gibt es seit jeher Pläne, mit Gaskraftwerken Mangellagen zu überbrücken. Unter anderem auch deswegen hat man die Pipelines durch die Ostsee gebaut. Die Pipelines sind nun aber Geschichte, die Gaskraftwerke Zukunftsmusik. In Deutschland kostet auch wegen der gesprengten Pipelines Gas 3x so viel wie in den USA, im Winter noch mehr und wird wegen CO2 Steuern noch teurer werden. Im Winter, wenn Deutschland verstärkt konventionelle Kraftwerke braucht, wird die Stromlücke wegen der gewollten Förderung von Wärmepumpen demnächst noch größer und das Gas noch teurer werden.

Fatal daran ist, wenn wir in hiesigen Gaskraftwerken LNG aus Fracking-Quellen nutzen, dann könnten wir wegen der Klimabilanz auch gleich unsere Kohlekraftwerke weiter laufen lassen. Das macht kaum noch einen Unterschied. Denn wenn Länder wie Deutschland für US-Fracking Gas nicht besagte Mondpreise zahlen würden, dann bliebe das Gas im Boden. So aber kommen neben den Emissionen von Methan beim Fracken, den Energieverlusten bei der Verflüssigung, beim Transport und der späteren Rückführung in den gasförmigen Zustand die gesamte Menge an CO2, die ohne Fracking im Boden bliebe, noch oben drauf.

Das ist nicht nur teuer, sondern am Ende auch klimaschädlich.
 
Puh, der Bedarf ist ja gigantisch. Natürlich sind die Möglichkeiten für Pumpspeicherkraftwerke in D begrenzt, weil das Land dicht besiedelt und regional zu wenig Höhendifferenzen vorhanden sind, aber bei absolutem Willen könnte man bestimmt noch so einige Werke errichten. Nur solange sich das finanziell nicht lohnt, passiert wohl nicht viel.

Vielleicht kommen ja auch noch neue Ideen wie seinerzeit die Kugeln:
https://www.iee.fraunhofer.de/de/presse-infothek/Presse-Medien/2024/test-kugelspeicher-auf-meeresgrund-in-kalifornien.html
Wobei Beton ähnlich wie Batterien auch nicht gerade als super Ökowerkstoff bekannt ist, aber ohne geht's bei Staumauern ja auch nicht. Speicherkosten angeblich 4,6 Cent pro Kilowattstunde.

Bei Batterien finde ich immer erschreckend, was dahintersteckt. Wir haben hier den vermeintlich kleinen Kasten dann so stehen, aber der wahre Flächenverbrauch ist ja viel größer, weil für einige der Rohstoffe unverhältnismäßig viel Material abgebaut werden muss. Hatte ich vor dem E-Auto Kauf mal nachgelesen. Für nur wenige Kilo Lithium, Kobalt etc. braucht man über eine Tonne "Abbaumasse".
 
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