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Die große Klima-Diskussion

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judyclt schrieb:

Die Leistung dieses Prototypen beträgt 0,5 Megawatt, die Kapazität 0,4 Megawattstunden

0,4 MWh. Das sind 0,000.000.4 TWh. Wir bräuchten für die 195 TWh also 487,5 Millionen Prototypen.

Abgesehen von dem enormen Ressourcenverbrauch frage ich mich, wo wir die dafür benötigte Meeresfläche haben, die nicht sofort die Umweltschützer auf den Plan rufen würde. Zu recht, wie ich finde.

500 bis 600 Metern Tiefe

Die Deutsche Bucht ist eh nur maximal knapp 60 Meter tief.
 
Ich muss doch mal eins festhalten. Mir fehlt in den Speichertechnologien immer wieder etwas die Aufschlüsselung weil jeder Protagonist einer Technologie seinen Standpunkt hochlobt und dabei vergisst dass es die Alleinlösung nicht geben kann. Ich will mal versuchen das aus meiner Sicht darzustellen weil ich das für ein funktionierendes Netz auf Basis erneuerbarer Energien für unerlässlich halte. Wir haben doch hauptsächlich 3 unterschiedliche Probleme die aufgrund der Schwankungen der regenerativen untsteten Erzeuger ausgeregelt werden müssen und die es früher nicht gab weil die zentralen Einspeiser planbare Leistung hatten (eigentlich sind es 4, die Grundlast nehm ich mal raus). Das wären

a) Die kurzfristigen Fluktuationen der Einspeiseleistung im Sekundenbereich durch Verschattung von Photovoltaikanlagen oder böigen Windverhältnissen bei Windkraftanlagen. Das besorgen heutzutage noch die rotierenden Massen von mechanischen Kraftwerken ganz gut, aber genau da sehe ich in Zukunft den Batteriespeicher. Er kann sehr schnell zwischen Aufnahme und Abgabe von Leistung umschalten. Eine äußerst wichtige Eigenschaft um das Netz stabil zu halten, wie wir ja wissen muss eingespeiste Leistung genau in dem Moment der Einspeisung auch wieder dem Netz entnommen werden, ein Ungleichgewicht in beiden Richtungen führt zum Problem. Das kann ein Pumpspeicherkraftwerk zum Beispiel nicht. Der Batteriespeicher kann das leisten, dazu ist gar nicht mal so eine riesige Kapazität notwendig. Um große Überschussmengen zwischenzuspeichern ist das einfach technisch und vor allem rohstoffmäßig nicht sinnvoll.

b) Die weitgehend vorhersagbaren Tagesschwankungen beziehungsweise mehrstündigen Fluktuationen durch Tag und Nacht bei Photovoltaik beziehungsweise Windschwankungen. Das ist schon eher etwas wo ich die Zwischenspeicherung in Form von mechanischer Energie sehe, einfach auch deshalb weil die Umwandlungsverluste noch akzeptabel wären.

c) Die saisonale Speicherung. Und da wird man mit Batterien und mechanischen Speichern definitiv niemals eine Autarkie erreichen. Das geht nur in Form von chemischer Energie, in welcher Form auch immer. Das wird wohl auch genauso wie heute noch der Transport fossiler Energieträger eine globale Herausforderung. Das war es ja sowieso schon immer, Erdöl kam noch nie aus nennenswerten heimischen Quellen, die Transportinfrastruktur steht also sowieso schon. Schließlich gibt es immer irgendwo auf der Welt Sommerüberschuss beziehungsweise Regionen die Energieüberschüsse haben.

Ein bisschen gespannt darf man schon sein wo die Entwicklung hingeht. Was ich eben auch klar sehe: Wirtschaftliche Interessen gehen in der Politik noch immer technischer Sinnhaftigkeit, Umweltverträglichkeit und Verbraucherfreundlichkeit vor.
 
KI sagt:

Der Gesamtwirkungsgrad eines Methan-Gaskraftwerks, das aus Sonne und Wind betrieben wird, ist relativ niedrig. Er liegt typischerweise zwischen 28% und 45%, wenn das synthetische Methan rückverstromt wird.

Das gilt aber vermutlich nur, wenn das Gaskraftwerk unter idealen Bedingungen betrieben wird. Wenn man Gaskraftwerke mit 50% Teillast zur Netzunterstützung betreibt, dann geht auch deren Wirkungsgrad in den Keller.

Solange man Sonne oder Wind im Überfluss hat, spielt das nicht eine so große Rolle. Beides trifft aber leider auf Deutschland nicht zu. In den letzten 25 Jahren sind bei der installierten Kraftwerksleistung schon 100 GW dazu gekommen, obwohl der Stromverbrauch praktisch konstant geblieben ist. Diese unwirtschaftliche Überkapazität resultiert alleine aus der Entscheidung, Deutschlands Stromerzeugung auf wetterabhängigen Energiequellen umzustellen.

Spezialwidde schrieb:
Wirtschaftliche Interessen gehen in der Politik noch immer technischer Sinnhaftigkeit, Umweltverträglichkeit und Verbraucherfreundlichkeit vor.

Hinter dem massiven Ausbau von Solar und Wind ohne die Verpflichtung zur Installation von Speichern stecken am Ende auch wirtschaftliche Interessen. Das Umweltargument ist nur der Sand, den man uns Bürgern in die Augen streut. Großbritannien hat in den 1990ern eine schlechtere CO2 Bilanz beim Strom gehabt als Deutschland. Doch während Deutschland seine spezifischen Emissionen gerade einmal um ca. 1/3 senken konnte, hat GB seine spezifischen Emissionen um fast 2/3 gesenkt. GB hat Ende 2024 sein letztes Kohlekraftwerk abgeschaltet und nutzt Erdgas als gesicherte Energiequelle. Möglicherweise ist die Bilanz am Ende aber wegen der LNG Importe aus den USA doch nicht so gut.
 
NeusserGletscher schrieb:
Hinter dem massiven Ausbau von Solar und Wind ohne die Verpflichtung zur Installation von Speichern stecken am Ende auch wirtschaftliche Interessen.

Völlig richtig, nichts anderes sage ich ja damit. Die Energiewende kann technisch nur dann sinnvoll sein wenn der Ausbau der Speicher, auf welcher Basis auch immer (vorzugsweise basierend auf bereits vorhandener Infrastruktur, was aber aus wirtschaftlichen Gründen ebenfalls nicht gewünscht ist), parallel vorangetrieben wird. So wie es in Deutschland gemacht wird muss ein Großteil der fossil befeuerten Stromerzeugung zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit der Grundlast nach wie vor vorgehalten werden. Aus umwelttechnischer Sicht kann man es eigentlich gar nicht schlechter machen, Wärmekraftwerke müssen in Betriebsbereitschaft unter Verbrauch von Brennstoff (in der Größenordnung 20% der bei Nennleistung durchgesetzten Brennstoffmenge bei einem Braunkohlekraftwerk) warm gehalten werden, also wird mit null Output massig CO2 produziert und Personal gebunden. Ansonsten würde es Tage bis eine Woche dauern ein Wärmekraftwerk von null ans Netz zu bringen, ganz zu schweigen von den Belastungen fürs Material das dafür nicht ausgelegt ist. Das kann man sich netzstabilitätstechnisch nicht leisten. Die Problematik der Blindleistungskompensation ist auch noch so ein Ding das Politiker gerne ausblenden, dafür braucht es stand heute auch immer noch rotierende Massen. Ja, das könnte man auch mit Wasserkraftwerken/ Pumpspeicherwerken oder auch Motor-Generatorwerken machen, gibts aber wie gesagt auch zu wenig. Schnellstartende Gaskraftwerke in ausreichender Anzahl haben wir nicht, wollen wir auch wegen der bekannten Gasproblematik nicht. Bezahlen darf das natürlich auch wieder der Stromkunde. Neben den Kosten für die massiv gestiegenen Aufwände für Redispatchmaßnahmen, also wieder Thema Verbraucherfreundlichkeit.
Ich höre immer wieder das schlagende Argument wir müssen uns unabhängig machen. Ja, unabhängig von was denn? Irgendeinen Tot muss man nunmal sterben, Fakt ist doch: Deutschland hat rohstofftechnisch außer Kohle und etwas Steinsalz, das man im Winter auf die Zufahrtsstraßen von Bayerns Skigebieten streuen kann, nicht wirklich viel zu bieten. Von irgendwas sind wir immer abhängig. Entweder brauchen wir Gas, woher auch immer, Rohstoffe oder gleich fertige Komponenten für Speicher und Elektronik und so weiter und so fort und alle kommen sie aus Teilen der Welt mit zweifelhaftem Ruf. Wie wir davon wegkommen könnten seh ich ehrlichgesagt nicht...
 
Spezialwidde schrieb:
Ich höre immer wieder das schlagende Argument wir müssen uns unabhängig machen. Ja, unabhängig von was denn?
In der Lieferkette von jenen Strukturen die ein Erpressungspotential aufweisen wozu beispielsweise die OPEC oder auch China was gewisse Rohstoffe betrifft, gehört. China hat aufgrund seiner eigenen Vorkommen und der Beteiligung an Bergwerken und Verarbeitungsstrukturen schon heute die Macht, durch Blockade der Lieferung seltener Erden aufgrund der Elektroniklastigkeit praktisch die Weltwirtschaft in eine mehr als veritable Krise zu befördern.
 
Petz schrieb:
In der Lieferkette von jenen Strukturen die ein Erpressungspotential aufweisen wozu beispielsweise die OPEC oder auch China was gewisse Rohstoffe betrifft, gehört.

Von diesen Lieferketten sind wir absolut abhängig und ich sehe keine Möglichkeit da rauszukommen. Dummerweise sind das nämlich genau diese Rohstoffe die für den Ausbau der Technologien für die Energiewende inklusive E-Mobilität unabdingbar sind und wo anders sind sie nicht ohne weiteres und in den benötigten Mengen herzubekommen. Wir können eine Abhängigkeit gegen eine andere eintauschen.
 
Da schließt sich dann allerdings wieder der Kreis zum Pumpspeicher. Der braucht im Verhältnis zu Batterien doch sehr wenig Lieferungen aus potenziell "unangenehmen" Ländern. Am Ende macht's bei den Speichertechnologien vermutlich die richtige Mischung zum richtigen Zeitpunkt. Zu spät dran ist Deutschland sowieso schon, weil man parteiübergreifend seitens der Politik zu lang auf die falschen Pferde gesetzt hat.
 
Spezialwidde schrieb:
Von diesen Lieferketten sind wir absolut abhängig und ich sehe keine Möglichkeit da rauszukommen. Dummerweise sind das nämlich genau diese Rohstoffe die für den Ausbau der Technologien für die Energiewende inklusive E-Mobilität unabdingbar sind und wo anders sind sie nicht ohne weiteres und in den benötigten Mengen herzubekommen.
Noch schon aber mit deutlich höherem finanziellen Aufwand als dieser gewesen wäre wenn man, als China begann diese Ressourcen für sich zu requirieren, ebenfalls tätig geworden wäre. Jedenfalls müsste man als EU sobald sich irgendwo rauskristallisierte, das ein Land das seltene Erden fördert seine Schulden bei China nicht mehr bedienen kann (was in einigen Fällen zweifellos geschehen wird) die Tilgung übernehmen und sich im Gegenzug die Bezugsrechte sichern.

@ judyclt ; nicht nur zum Pumpspeicher sondern vor allem würde ich für einen weiteren Ausbau der Grundlast plädieren. Das geht auch komplett ohne große Bauwerke wie Stauwehre wenn man beispielsweise solche spezielle, einfache und fast unsichtbare Wasserräder

https://www.topagrar.com/energie/news/wasserrad-fuer-niedrige-fliessgeschwindigkeiten-9592609.html

in großer Menge hintereinander im Uferbereich etwas größerer Bäche und Flüssen installierte und sie elektrisch zu größeren Energieerzeugungseinheiten zusammenfasste.
 
Während wir hier um geeignete Maßnahmen zur CO2-Reduzierung diskutieren, versuchen die Konservativen dieser Welt gleichzeitig alles, doch noch mehr von ihren geliebten fossilen Brennstoffen zu verkaufen...
Das Donald Trumps Motto wieder "drill baby drill" sein würde, war ja eigentlich klar, aber dass in Deutschland nun auch von der CDU so krass gegen den Klimaschutz polemisiert wird, hätte ich niemals gedacht. Bei #GasKathi Reiche ist tatsächlich jedes zweite Wort "Gas", und Friedrich Merz haut gestern im Bundestag Stammtischparolen raus ("Wir machen ja nur 2%, bringt ja nix"). Unfassbar. Und nun lese ich bei Twitter,
https://x.com/micha_bloss/status/1942891968050122925
dass im Europaparlament die Konservativen die bisherigen Brandmauer zu den Rechtsextremisten (Patrioten für Europa) eingerissen haben, diese können nun das Klima-Dossier leiten.
https://de.euronews.com/my-europe/2025/07/09/brandmauer-euparlament-patrioten
Da werden wohl die bisherigen Klimaziele aufgeweicht werden. Ich hatte neulich auch gelesen, dass befürchtet wird, die Konservativen könnten mit den Rechtsextremen auch ETS-2 noch verhindern. Nach dem jetzigen Schritt scheint das absolut plausibel. Es ist nur noch zum k*tzen. Die Fossil-Lobby ist einfach zu stark :(
 
Deutschland hat bei natürlichen Energiequellen mit gesicherter Leistung nur wenig Potential. Das ist nicht die Schuld einer bösen Fossillobby, das sind einfach die Gegebenheiten, mit denen wir hier leben müssen. Andere Länder haben auch neben Sonne und / oder Wind mindestens eine Stromquelle, die nicht so unmittelbar von Wetter, Tages- oder Jahreszeit abhängt. Geothermie, Biomasse, Wasserkraft oder konventionelle Kraftwerke. Das ist technisch bedingt und lässt sich auch nicht wegdiskutieren. Dass Deutschland aus der einzigen nicht-fossilen grundlastfähigen Energiequelle ausgestiegen ist, verdanken wir nicht dem Einfluss der Fossillobby, sondern dem Einfluss der Solar- und Windlobby. Dass diese Entscheidung zu Lasten der Klimaschutzziele gehen wird, wussten die Verantwortlichen bereits vor 25 Jahren:

[url=https://dserver.bundestag.de/btp/14/14209.pdf schrieb:
Plenarprotokoll 14/209 vom 14.12.2001 - Birgit Homburger (FDP)[/url]"]Der [kürzlich vom Wirtschaftsministerium vorgestellte Energie-] Bericht zeigt zwei Szenarien auf: Das eine Szenario geht davon aus, dass man auf Gas und Kohle ausweicht; das andere Szenario geht davon aus, dass man auf Gas und erneuerbare Energien ausweicht. Beide Szenarien gehen also davon aus, dass Gas als fossiler Energieträger massiv genutzt wird. Daher muss die Nutzung dieser Energieträger ausgeweitet werden, wenn Sie die Kernenergie ersetzen wollen. Das geht voll zulasten des Klimaschutzziels.

GB hat seit 1990 kontinuierlich Gaskraftwerke gebaut, ab 2005 auch Wind und Biomasse. Solar spielt bis heute keine große Rolle. Mit dem Erfolg, dass GB seinen spezifischen CO2 Ausstoß um ca. 2/3 gesenkt hat, Deutschland dagegen lediglich um ca. 1/3. Welches Land hat nun eine bessere Klimapolitik betrieben? GB mit seinen 30% Anteil von Gas am Strommix plus 14% Nuklear oder D mit 38% Gas und Kohle?

Ich hätte ja noch Verständnis für die hohen Kosten und Strompreise, wenn es wenigstens theoretisch dem Klima nutzen würde. Aber die höchsten Preise und gleichzeitig beim CO2 Ausstoß die rote Laterne, das geht nicht zusammen.

Mit 30% Anteil von Nuklear am Strommix könnten wir heuer im Winter die Wärmepumpen heißlaufen lassen, die Elektroautos bis zum Anschlag laden und hätten unterm Strich günstigere Strompreise. Wir könnten einen ähnlich niedrigen spezifischen CO2 Ausstoß haben wie Frankreich. Wir wären längst unabhängiger von Kohle und Öl.

Bedankt Euch bei denen, denen das Klima egal war, als sie auf Kohle und Gas gesetzt haben. Denn die Wunderspeicher haben sie leider auch nicht erfunden.

Petz schrieb:
Aber auch einen Artikel der die wirtschaftliche Seite des Umstiegs beleuchtet - in dem Fall allerdings auf die österreichischen Verhältnisse bezogen:

https://www.derstandard.at/story/300000 ... aussteigen

Der kleine Unterschied zu Deutschland: 57% sind Wasserkraft, lediglich 23% Sonne und Wind. Zur Wasserkraft kommt noch 6,5% Biomasse als grundlastfähige Energiequelle dazu. Das sind Relationen, von denen man in Deutschland nur träumen kann. Wasserkraft liegt in Deutschland bei 5%, Sonne und Wind bei 43%. Wäre es umgekehrt, dann würde es auch funktionieren.
 
NeusserGletscher schrieb:
Deutschland hat bei natürlichen Energiequellen mit gesicherter Leistung nur wenig Potential. Das ist nicht die Schuld einer bösen Fossillobby, das sind einfach die Gegebenheiten, mit denen wir hier leben müssen.
Bei Wasserkraft wäre noch jede Menge Potential vorhanden wenn man es nur nutzen würde. Aber es wird nur in größeren Einheiten gedacht anstelle das man z. B. den Genehmigungsaufwand für kleine Laufkraftwerke an jedem größeren Bach auf ein absolutes Minimum reduzierte. Jedes wirkungsgradlausige unterschlächtige Mühlrad könnte schon für paar Haushalte Grundlast zur Verfügung stellen und brächte als positiven Nebeneffekt durch sein Geplansche auch noch einen erhöhten Sauerstoffeintrag in die Gewässer.
 
Ein aktueller Bericht zum Zustand der Gletscher mit sehr vielen aktuellen Bildern von Gletschern aus den Hohen Tauern.

https://salzburg.orf.at/stories/3313191/

Die Gletscher sind jetzt schon zur Hälfte blank. Damit Gletscher nicht an Masse verlieren, müssten sie zum Ende der Schmelzperiode eigentlich noch zu 60% bis 70% schneebedeckt sein. Die Schmelzperiode kann aber durchaus noch bis zu drei Monate dauern.
 
Petz schrieb:
NeusserGletscher schrieb:
Deutschland hat bei natürlichen Energiequellen mit gesicherter Leistung nur wenig Potential. Das ist nicht die Schuld einer bösen Fossillobby, das sind einfach die Gegebenheiten, mit denen wir hier leben müssen.
Bei Wasserkraft wäre noch jede Menge Potential vorhanden wenn man es nur nutzen würde. Aber es wird nur in größeren Einheiten gedacht anstelle das man z. B. den Genehmigungsaufwand für kleine Laufkraftwerke an jedem größeren Bach auf ein absolutes Minimum reduzierte. Jedes wirkungsgradlausige unterschlächtige Mühlrad könnte schon für paar Haushalte Grundlast zur Verfügung stellen und brächte als positiven Nebeneffekt durch sein Geplansche auch noch einen erhöhten Sauerstoffeintrag in die Gewässer.

Du machst dir aber keine Vorstellung mit welchen bürokratischen und wasserrechtlichen Schwierigkeiten man in D konfrontiert wird. Es wurden und werden teilweise sogar bestehende und funktionierende Anlagen stillgelegt. Privat hat man nahezu keine Chance.
 
@ Spezialwidde ; doch und glaube aber ja nicht das es bei uns besser ist... :sauer: :boese:
Wenn es bez. Genehmigungsverfahren für Anlagen, die erneuerbare Energie erzeugen nicht überall ein radikales Umdenken in dem Sinne gibt, das das öffentliche Interesse absolute Priorität hat, wird das nix mehr mit des Menschen Zukunft.

Und um das Beispiel eines konventionellen unterschlächtigen Wasserrades nochmal zu bemühen das noch nichtmal einen einzigen Fisch schreddert, würde ich in einem solchen Fall Einspruchsrechte einzig den direkten Nachbarn zugestehen die mit der zukünftigen Geräuschentwicklung leben müssen. Und selbst die fiele bei einem unter der Wasseroberfläche arbeitenden, wie von mir oben verlinkten sogg. "stillen Energieconverter" auch noch weg.
Für eine solche Anlage hätte meiner Ansicht nach bereits eine einfache Bauanzeige auszureichen weil das die Lebensumstände keines Anderen in nur irgendeiner Art und Weise beeinträchtigen würde. Nachdem auch das Energieerzeugungsmedium in exakt gleichem Zustand und Menge eine solche Anlage verlässt wie es eingetreten ist, sehe ich absolut keinen Grund überhaupt andere Institutionen außer dem Bürgermeister als Baubehörde erster Instanz damit zu befassen.

Wenn man die Energieerzeugung dann auch noch dezentralisiert organisiert wie es z. B. dieser Verein betreibt, bleibt die Alternativenergieerzeugung nicht nur wirtschaftlich für alle interessant sondern man spart sich Netzausbau in großem Stil und Preisbelastung durch Gewinnabschöpfung der EVU´s.

https://www.dieeeg.at/
 
Petz schrieb:
wird das nix mehr mit des Menschen Zukunft.

Du willst mir doch nicht ernsthaft erzählen dass du da auch nur noch einen Funken Hoffnung hast :lol:
Mühlräder shreddern natürlich keine Fische. Aber gehen wir mal beispielhaft in den Schwarzwald wo es noch viele Mühlen und dergleichen gibt, aber ich könnte auch sonstwo hinschauen... Da heißt es dann aus der Naturschützerfraktion: Ein Mühlrad, eine Wasserturbine oder was auch immer stellt ein Aufstiegshindernis dar. Also müssen Aufstiegshilfen für die Fische her. Nun kommt das Totschlagargument: Deren ordnungsgemäßen Zustand und Betrieb wäre bei vielen privaten Kleinanlagen nicht zu überprüfen. Dafür hat man schließlich kein Personal. Vor allem wenn in den immer trockeneren Sommern die Fließgewässer zu wenig Wasser führen könnten die Betreiber das komplette Wasser ausleiten und verstromen, das kann niemand behördlich flächendeckend kontrollieren und unterbinden. Also wirds gleich abgeschmettert. Wenn man Glück hat darf man eine Bestandsanlage weiter nutzen. Es gäbe ja diverse moderne fischschonende Anlagen, zum Beispiel Wasserkraftschnecken. Die sind sogar noch unfassbar leise.
 
Spezialwidde schrieb:
Du willst mir doch nicht ernsthaft erzählen dass du da auch nur noch einen Funken Hoffnung hast :lol:
Nein denn abgesehen davon das immer noch Gewinnmaximierung der wirkliche Regent dieser Welt ist; wenn ich mir vor Augen führe was die Menschheit, zumindest seit dem Eintritt in das industrielle Zeitalter mit dieser Erde aufgeführt hat, ist es zweifellos besser sie stirbt aus und dies so schnell wie möglich.
Und dem Argument, die Jugend hätte ein Anrecht auf eine lebenswerte Zukunft stelle ich immer den Konter entgegen, man möge doch mal die Zig Millionen jungen Kriegstoten fragen welche Rechte man denn ihnen angedeihen ließ... :naja:

Bei unterschlächtigen Wasserrädern oder der Stecontechnologie braucht´s nichtmal ne Fischtreppe etc. weil diese ja nur die Fließgeschwindigkeit des abgezweigten Teils des Wassers aber keine Höhendifferenz nutzen und jeder Fisch mit einer gewissen Grundintelligenz daran vorbeischwimmen kann. Für jene die sogar dafür zu dämlich sind ist´s ohnehin besser sie werden dann gefressen weil sie sich nicht weitertrauen und geben ihren Sägemehl - IQ dadurch wenigstens auch nicht weiter... ;D
 
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