@Kris !
Im Prinzip sind Deine Überlegungen sicher richtig nur vom Verkaufspreis her nicht zu realisieren und insoferne muß ich da trotz meiner bekannten Detailkritik an JC auch eine Lanze für ihn brechen.
A) Grundprinzip war, daß die Kabinen und Sessel bei der Planung in erster Linie als Souvenir und für die Bergbahnen als Werbeträger gedacht waren - deshalb die genauere Nachbildung; zum Planungszeitpunkt der FBM´s stand auch noch in den Sternen ob sich JC überhaupt an einen Bau einer Bahn wagen würde.
Kann man auch daraus ermessen, daß meiner Kenntnis nach der Ertrag der ganzen, bis gegen Ende 2011 verkauften Spielsets dazu verwendet wurde um allein mal die Formenbaukosten wieder reinzubekommen; Gewinn mit den Umlaufbahnen macht JC erst seit kurzem.
B) Bei der Konstruktion der Bahn stand der Absatz am Spielzeugmarkt im Vordergrund und darausfolgernd die entsprechenden Vereinfachungen und das Baukastensystem der Stützen.
Aufgrund der nötigen Robustität als Kinderspielzeug wäre eine maßstabsgetreuere Stützenausführung unmöglich gewesen es sei denn man hätte die aus Metall gebaut.
Aufgrund der Zweischalenkonstruktion sind die Stützen meiner Ansicht nach am Schaft sogar in der aktuellen Ausführung noch zu wenig torosionsstabil weshalb ich die alle mit Epoxaharz ausgieße um dieses Manko zu beheben.
C) Vollbalancierte Robas sind deshalb nicht möglich weil diese bei unterschiedlichen Seilsteigwinkeln bei gleichbleibender Höhe des Stützenjoches eine differente Seillaufhöhe erzeugen und an den Stationen weder höhenverstellbare Robas noch ebensolche Stützenschäfte einem 0815 - Käufer zumutbar sind.
D) Zierlichere Klemmenkonstruktion wär aufgrund der Gefahr abbrechender Klemmenauflaufstücke (die übrigens maßstabsbezogen sogar etwas zu kurz sind) für Kinder völlig untauglich und so halt ich das, ursprünglich von Kollegen Andrea für eine 1S erdachte Wäscheklammernprinzip für die einzig mögliche und sinnvolle Ausführung einer abnehmbaren Seilklemme in Kunststoffausführung wobei die Klemme auf Rollen mit korrekter Rillenkontur (JC´s Rollenseilrillen sind ja bekanntlich viel zu tief; weil er bzw. sein chinesischer Partner ne panische Angst vor Seilentgleisungen haben konnte ihm die bis dato auch noch niemand ausreden) sehr gut läuft.
Auch darf man bei der Dimensionierung der Klemmenaufläufer die auch bei Modellseilbahnen auftretende deutliche Abnützung nicht vernachlässigen denn nach meinen Dauertests ist die Klemme nach einem Jahr Dauerlauf praktisch fix und foxi.
@Tom, so wunderschön auch Fachwerkstützen und Einersessel sind gäbe es dafür keinen Markt der eine solche Bahn selbst mit einer buchhalterischen " schwarzen Null" wirtschaftlich erscheinen liesse. Würd sich Petz ja auch sehr wünschen weil ich mir dann die verfl. Gitterstützenschweißerei beispielsweise für Trojeranlagen sparen könnte...

Allerdings hat Jägerndorfer meiner Meinung nach eine Baukastenausbauchance mit dem Antriebsprinzip der G-V vertan denn ich hätte den hinteren Stationsantriebssteher ähnlich der Spielsetbergstation als getrenntes Antriebselement in die G-V inkorporiert; dadurch hätte sich die Möglichkeit ergeben auch beispielsweise ne fixe 3-4 SB zu realisieren.