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Die Schlepper am Blomberg oder: Ein Wunder ist geschehen!

Als Schleppliftfan kommt man aus dem Hinterher-Weinen ja gar nicht mehr heraus, da Saison für Saison immer mehr Anlagen dieser Art stillgelegt und bald darauf abgebaut werden, ja sogar in den meisten Fällen nahzu spurlos verschwinden. Manchmal wird dann ein KSB-Sesselmonstrum an gleicher oder ähnlicher Stelle errichtet – aber weg ist weg...

Manchmal gibt es aber auch Wunder – am Blomberhaus hat man doch glatt die alte SEBA-Ruine wieder zum Leben erweckt, wie ich bei einem Wanderausflug am 04.10.2020 feststellen musste. Das hätte ich ehrlich gesagt nie erwartet.

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Der generalsanierte Antrieb... ich wähnte ich zuerst im Traum, dann bei Verstecke Kamera...

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Erinnerungen an den Juli 2011 kamen auf, als das hier noch ganz anders aussah – Lost-Place total...

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Das Schild hat überlebt – habe es 2020 aber vergessen, zu knipsen.

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Damals stand auch noch die Liftlerhütte, die ich mich nicht zu betreten getraute...

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Ein schöner, alter Kurzbügler...

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Die Trasse hat sich nicht verändert – hier 2011...

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2020...

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Statt dem zerfallenen Liftlerhäusl steht hier nun diese Hütte...

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Weiter oben...

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Die obere Liftlerhütte ist auch 2020 noch „Lost Place“

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2011 waren die Scheiben noch drin...

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Dafür war die Bergstation seinerzeit eingewachsen...

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2020 nicht mehr...

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Die Umlenkung hat man auch gehörig instandgesetzt.

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2011 zum Vergleich...

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Wenn es so was doch nur öfters gebe... aber obwohl der Lift am Blomberghaus nicht spektakulär ist, freute ich mich dennoch. Es kommt wirklich viel zu selten vor... an erster Stelle der untere ESL am Predigtstuhl (der obere hoffentlich auch bald?) und die Geigelstein-DSB, die auch mal stillgelegt und wieder reaktiviert wurde, ehe wieder ein Stilllegung folgte.

Zottel recherchierte dann noch die Tage danach, dass der Lift im Winter wieder läuft – allerdings nur für Schlitten- und nicht für Skifahrer. Aber gerade in der Corona-Zeit, wenn man erst recht nicht mit 10 EUBs fahren will, kommt so etwas total gelegen. Ich werde sicher mal hinschauen, wenn es die Schneelage zulässt. Zumal der Blomberg ja „vor der Haustüre“ liegt – München ist in Sichtweite...


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Später ging es noch zum anderen Schlepper bzw. der Stelle, wo dieser einst gestanden hat. Schon bei meinem ersten Besuch dort oben im Jahre 2007 – die Bahn hatte noch die alten Sessel – stand der Lift hicht mehr.

Hier noch ein Abfahrtsschild...2012 bin ich mal noch hier oben Ski gefahren. Damals lief auch der untere Lift im Tal noch für die Skifahrer – jetzt, glaube ich noch für die Schlittenfahrer.

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Rechts am Bildrand kam der Lift über die Wiese herauf – das Holzhäusl an der Talstation ist nun auch weg. Fundamente gab es hier schon 2007 nicht mehr. Auch habe ich leider noch nie ein Bild gesehen. Wahrscheinlich auch SEBA, wie die Schlepper im Tal und am Blomberghaus.

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Vergleich 2011...

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Hier ging der Schlepper hoch...

Hat sich vermutlich nicht gerechnet – vor allem, weil der Hang recht kurz ist und auch wahrscheinlich arg in der Sonne. Aber für Anfänger sicher in Ordnung, wenn unten kein Schnee lag. Der Schlepper war auch noch in den 2000ern im Skipanorama eingezeichnet. Ebenso wie ein 3SB-Projekt parallel zur DSB ab deren Mittelstation.



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Schließlich noch der Schlepper im Tal neben der DSB.

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2012 war das noch ein netter Kurzbügler...

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Damals – Anfang 2012 - gab nördlich vom Blomberg auch noch den Buchberglift...

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Mit dem coolsten Liftler vom Oberland ;)

Leider nun stillgelegt – aber ob es hier auch ein Wunder wie am Blomberghaus gibt? Leider hatte ich keine Zeit mehr, da noch hinzufahren, um nachzusehen, ob der Lift überhaupt noch steht (oder statt seiner eine 8EUB FamilyJet ;) ).

Am Stallauer Weiher direkt an der B 472 vor Bad Heilbrunn ist der Schlepper auch längst weg, auch die in Benediktbeuern (Strassberg)... nur die beiden Ötzlifte vor Kochel scheinen sich noch zu halten...

Dann bleibt zu hoffen, dass es ein guter Winter wird und sich mal ein Abstecher ans Blomberghaus ausgeht, um den reaktivierten SEBA zu fahren (und natürlich auch den bisher nie genutzten Holzschlitten, den ich letzten „Winter“ käuflich erworben hatte).
 
Vielen Dank für die Bilder.

Meiner Meinung nach hat der Skisport am Blomberg keine Zukunft.

Der von dir gezeigte Lift liegt in der prallen Sonne. Schon vor Jahren hat man den Südhanglift am Hochfelln in 1600 m Seehöhe abgebaut, weil es viel zu warm war. Der Blomberglift liegt auch in der prallen Sonne und das sogar noch 400 Höhenmeter tiefer auf 1200 m Seehöhe. Oft war dort im Januar alles grün oder besser grau.

Besser wäre es meiner Meinung nach die Rutsche bis zum Gipfel zu verlängern und den fixgeklemmten 2er Sessellift durch eine kuppelbare 6er Anlage zu ersetzen und dann eine große Rutsche mit 500 Höhenmeter Differenz zu vermarkten.

Da die jetzige Rutsche nicht bei Regen befahren werden kann, entgehen den Betreibern etliche Erträge. Die neue Rutsche sollte auch bei Regen benutzbar sein. Und gerade der Blomberg ist mit seinen vielen Forststraßen durchaus ein Bikerparadies. Sehr oft sind die Forststraßen auch im Dezember völlig schneefrei.

Eine kuppelbare Anlage mit 6er Sesseln wäre meiner Ansicht nach die richtige Investition für ein Rutschen- und Bikerparadies Blomberg.

Formal fährt zwar der fixgeklemmte Doppelsessel 1,8 m/s, aber weil viele Leute Angst beim Aussteigen haben, wird sehr oft auf 1,2 m/s abgeregelt und dann wieder auf 1,8 m/s aufgeschaltet. Zwar ist der Blomberg mit 500 Höhenmeter Differenz eher ein Hügel, aber bei einer 1778 m langen Anlage ist es sehr wohl vertretbar, eine kuppelbare Anlage hinzusetzen.

Da mir der Blomberg als Wandertour alleine viel zu wenig ist, mache ich es meistens so, dass ich, wenn ich auf den Blomberg will, meine Wanderung in Holzkirchen beginne. Dann gehe ich über den Hackensee, Kirchsee und den Koglweiher weiter nach Ellbach und nach Bad Tölz. Danach am ehemaligen Alpamare vorbei und zu Fuss auf den Blomberg. Bergab gehe ich dann über die Wackersberger Alm nach Obergries und dann an der Isar entlang bis Lenggries, ehe ich dann nach München zurückfahre.
 
ThomasK schrieb:
Besser wäre es meiner Meinung nach die Rutsche bis zum Gipfel zu verlängern und den fixgeklemmten 2er Sessellift durch eine kuppelbare 6er Anlage zu ersetzen und dann eine große Rutsche mit 500 Höhenmeter Differenz zu vermarkten.

Da die jetzige Rutsche nicht bei Regen befahren werden kann, entgehen den Betreibern etliche Erträge. Die neue Rutsche sollte auch bei Regen benutzbar sein. Und gerade der Blomberg ist mit seinen vielen Forststraßen durchaus ein Bikerparadies. Sehr oft sind die Forststraßen auch im Dezember völlig schneefrei.

Dir ist schon bewusst, dass neben der klassischen Sommerrodelbahn, die tatsächlich bei Regen nicht nutzbar ist, bereits ein sogenannter Alpine Coaster existiert, der bei jedem Wetter zu nutzen ist?
 
Vielen Dank für den Bericht, immer schön zu sehen wenn längst stillgelegte Anlagen ein neues Leben erhalten :D Der Lift scheint durch Enrope generalüberholt worden zu sein, die Talstation kam komplett neu als hydraulische Ausführung, am Berg wurde wohl wieder die alte Station hergerichtet. Lustig zu sehen, dass die Seilscheiben von Enrope und Seba nahezu identisch sind.

http://enrope.de/luis-lift/

Viele Grüße
 
jwahl schrieb:
Dir ist schon bewusst, dass neben der klassischen Sommerrodelbahn, die tatsächlich bei Regen nicht nutzbar ist, bereits ein sogenannter Alpine Coaster existiert, der bei jedem Wetter zu nutzen ist?


Den habe ich deshalb nicht erwähnt, weil die Anlage mit vielleicht 100 Höhenmetern so klein ist, dass sie nicht als Attraktivität wahrgenommen wird.

Formal gehört der Blomberg zu den Alpen, aber de facto ist er Mittelgebirge. Würde der Blomberg im Schwarzwald stehen, dann würde er gar nicht weiter auffallen.

Der Unterschied ist aber, dass der gesamte Schwarzwald Mittelgebirge ist, d.h. die Konkurrenz des Hochgebirges ist für Tagesausflügler zu weit entfernt. Vom Blomberg aus ist aber die Konkurrenz sehr nah, sodass man den Kunden schon etwas bieten muss.

Die Touristiker sagen oft "Wachsen oder weichen" und man muss sich dann schon auf seine Zielgruppen konzentrieren.

Ich bleibe dabei: Es ist eine klare Fehlentscheidung am Blomberg auf den Skisport zu setzen. Und wenn es doch mal Schnee gibt, dann fahren die Münchner Skifahrer, die nicht weit weg wollen, am Brauneck, gerade einmal 9 km vom Blomberg entfernt.

Nach den aktuellen Wetterdaten des Deutschen Wetterdienstes ist das Jahr 2020 (bis zum 8. Oktober gerechnet) im Vergleich zu den Referenzjahren 1961 - 1990 in Deutschland auch schon wieder 2,3 Grad zu warm. 2,3 Grad Differenz bedeuten, dass heute die November so warm sind wie die Oktober vor 30 Jahren.

Wie gesagt: Ein kuppelbarer 6er Sessel, mehrere Bikestrecken und eine Rutsche vom Gipfel ins Tal mit 500 Höhenmetern, wäre meiner Meinung nach die richtige Strategie um den Blomberg zu vermarkten.
 
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