Also nochmal Danke für die vielen freundlichen Kommentare.
Stäntn schrieb:
... das hat bestimmt ne Stunde Arbeit gekostet ...
Das wäre schön, aber so schnell bin ich dann doch nicht. Das Thema lag schon seit einiger Zeit quasi in der Schublade, aber in den letzten Wochen bin ich doch lieber zum Skifahren gegangen, ging ja schon ganz gut. Praxis vor Theorie ... Erst am vergangenen Wochenende hab ich's dann vorgezogen, den sommerlichen Samstag zum Waldarbeiten zu nützen und am Sonntag hab ich dann wegen Wärme und Windprognosen den ins Auge gefassten Pitztalbesuch sein lassen und mich am Nachmittag und Abend ein paar Stunden an den Rechner gesetzt.
Stäntn schrieb:
Aber wir können uns gerne mal Going treffen diesen Winter und versuchen die Angaben der Skiwelt zu fahren - glaub das wird ein lustiges Video
Natürlich sehr gern; bei den hoffentlich wieder > 80 Skitagen sollte sich das wirklich mal ausgehen; und weil ich mir beim Skifahren keinen Stress mach, bin ich auch für fast jeden Unfug zu haben. Einige Forumsnutzer wissen das ja.
noisi schrieb:
... Betreiber das auch schon gemerkt haben, sich nun aber in ihrem Lügenkonstrukt winden...
Klar, wenn man die Pistenkilometer bisher als wichtigstes Werbeargument verwendet hat, dann kommt man aus dieser Verstrickung nur noch mit erheblichem Gesichtsverlust raus. Also Augen zu und weitermachen ..
noisi schrieb:
Die "km Skispass" könnte man ja auch in der Autobranche in abgewandelter Form zum Einsatz bringen, etwa als "km Fahrfreude". Damit könnte dann ein Hersteller die Abschreibungs-, Unterhalts- und Betriebskosten seiner Modelle im Premiumsegment dadurch schönrechnen, dass ein schnöder Straßenkilometer bei Benutzung seiner Produkte mindestens "3 km Fahrfreude" entspricht.
k2k schrieb:
Halten wir fest: Marketing und Mathematik werden offenbar an verschiedenen Fakultäten gelehrt und der Talabfahrer weiß, wie gnuplot funktioniert (oder hat er gar Matlab benutzt?).
Also für diese Rechnerei braucht man kein Mathestudium; sollte mit soliden Schulkenntnissen zu bewältigen sein. Zumindestens meine ich mich zu erinnern, dass ich das schon am Ende meine Gymnasialzeit am Kufsteiner Gymnasium konnte. Die Bogenlänge vom Sinus findet man heute per Suchmaschine:
Arc length of sine curve
Und ja, gnuplot ist recht praktisch, kostet nichts und läuft auf Windoofs und Linux. Matlab wäre ein Overkill gewesen, hab ich auch nicht zuhause. Ich hab allerdings erst mal rumüberlegt, wie ich die Visualisierungen der Fahrwege mache. Zuerst hab ich in Erwägung gezogen, die Bilder mit den Kreisbogenstücken mit Adobe Illustrator zusammenzuklicken, aber dann hab ich ein kleines Programm geschrieben, das die Kurven als Koordinatendatei rausschreibt, die ich dann mit gnuplot gezeichnet habe.
Estiby schrieb:
Ich habe mir die Formeln, die du für deine beiden Diagramme hergenommen hast, auch mal hergeleitet und bin auf die gleichen gekommen. Sie sollten also stimmen. Auch eine interessante Überlegung eine Parabel zu verwenden für die Umrechnung der projizierten Falllinie auf die "gefahrene" Falllinie.
Klasse, Danke für's Nachrechnen! Und dass Du gleich noch ein praxistauglicheres Tabellenblatt gemacht hast, ist Spitze. Mit den Benutzeroberflächen hab ich es nicht so. Allerdings schreckt mich der bizarre Downloadprozess davor ab, mir Dein Excelblatt zu holen.
mic schrieb:
Bitte ab jetzt "Dr. Talabfahrer".

Soviel Zeit muss ab jetzt sein!
Danke für die Blumen. Die Dr. und Prof.-Titel, die ich in der Korrespondenz zu meinen mathematischen Hobbyaktivitäten verliehen bekommen habe, füllen schon eine ganze Mülltonne. Ich verzichte aber trotzdem gerne.
Estiby schrieb:
Die Hangneigung kann mit so ungenauen Angaben nicht nachgeprüft werden.
Und umgekehrt, bei kleinen bis mittleren Hangneigungen ist der Unterschied zwischen Kartenprojektion und schräger Länge so klein, dass andere Faktoren wie die Art der Fahrwegwahl den überwiegenden Einfluss darstellen. In der Praxis wird es ohnehin immer so sein, dass entweder mit gps oder in einem Kartenbild (bzw. Google Earth) quasi der "Grundriss" des Fahrwegs oder der Pistenfalllinie gemessen wird, und dann die Höhenkorrektur als Aufschlag dazu gerechnet wird.