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Die Vermessung der Pisten

kleine Off-Topic Frage:

Was ist denn die sinnvollste Einstellung für die Trackaufzeichnung beim Skifahren ?
Mein GPS-Tracker hat als Minimum 0,01 km = 10 Meter Abstand. Spricht was dagegen, dies für die Einstellung zu verwenden, wenn man einen Skitag aufzeichnen will ?
 
Martin_D schrieb:
kleine Off-Topic Frage:
Was ist denn die sinnvollste Einstellung für die Trackaufzeichnung beim Skifahren ?
Mein GPS-Tracker hat als Minimum 0,01 km = 10 Meter Abstand. Spricht was dagegen, dies für die Einstellung zu verwenden, wenn man einen Skitag aufzeichnen will ?
Also Off-Topic ist diese Frage überhaupt nicht. Wie sonst will man denn was besseres rausbekommen als mit GPS? Langzeit-Videoaufnahmen von Skihängen? Mit der 10m-Einstellung bekommst Du eine Aufzeichnung in der Art, wie ich sie in den beiden kleinen Bildchen ein Stückchen weiter oben in der Diskussionsfolge gezeigt habe. Das langt, um die Schwünge mit grossen Radien aufzulösen, nicht aber um Kurzschwung-Details wiederzugeben. Man sieht das im ersten der erwähnten Bilder in der Spur im rechten oberen Eck. Da hab ich versucht, einem Zickzack-Fahrweg noch Kurzschwünge zu überlagern, um noch mehr Fahrmeter rauszuschinden. Im GPS-Track sieht man das aber nur noch andeutungsweise.
Ich weiß nicht, ob es handelsübliche Geräte gibt, die eine noch feinere Auflösung erlauben, z.B. 5m oder 1m. Da würden dann aber die Aufzeichnungen unhandlich groß; Speicher spielt aber angeblich keine Rolle mehr :)
 
Martin_D schrieb:
kleine Off-Topic Frage:

Was ist denn die sinnvollste Einstellung für die Trackaufzeichnung beim Skifahren ?
Mein GPS-Tracker hat als Minimum 0,01 km = 10 Meter Abstand. Spricht was dagegen, dies für die Einstellung zu verwenden, wenn man einen Skitag aufzeichnen will ?


Danke für die Anmerkung...ich habe bei mir jetzt mal auf 5m bzw. 2s umgestellt. Mal schaun, ob das eine Auswirkung auf meine Aufzeichnungen hat.
 
:rofl: :rofl: :rofl:
Und hier die Übersetzung dazu: "Wir bescheißen munter weiter! Unsere Gäste, diese Deppen, nehmen uns doch eh alles ab!"
Unglaublich... mich jedenfalls sieht die Skiwelt nicht mehr.
 
Kerker schrieb:
:rofl: :rofl: :rofl:
Und hier die Übersetzung dazu: "Wir bescheißen munter weiter! Unsere Gäste, diese Deppen, nehmen uns doch eh alles ab!"
Hat mich nicht überrascht; das war vorauszusehen. Außer ein bisschen Rumgemeckere hier im Forum ist das Thema in der Öffentlichkeit durch. Sieht man auch daran, dass die TSC nach wie vor mit 4000 Pistenkilometern wirbt, d.h. die Tirolwerbung bestätigt ja quasi offiziell diese zweifelhaften Zahlen. Wäre ja noch schöner, am Ende käme noch jemand auf die Idee, den Anspruch "Tirol trägt zu Recht den Ehrentitel „Führendes Wintersportland der Alpen“" auf der Webseite der Tirolwerbung anzuzweifeln. :nein:
 
Dachstein schrieb:
Weil noch jemand meinte, dass man mittels GPS auf Zentimeter genau messen könnte.

Ja, man tut es. Unter folgender Voraussetzung:

- Statische Messung
- Differential GPS
- Korrektursatelliten sind geladen
- Keine Hindernisse, die das Signal abschirmen
- Mitteln von sehr vielen Messungen
- Und der Ami legt den Schalter nicht um. ;)

Kurz gesagt: wenn man bei Schneller Fahrt auf ein paar Meter genau hinkommt, dann ist das mMn. ein ganz passables Ergebnis.

Ich hatte selber das Problem, dass ich selbst bei einer statischen Messung mit Differential GPS aufgrund einer sehr ungünstigen Lage nur eine Genauigkeit von 5 Metern erreicht habe. GPS war das Garmin GPS Map 60 CSX. Talabfahrer hat das Gleiche. ;)

Das finde ich aber jetzt etwas seltsam. In der Landwirtschaft werden ja GPS gestützte Systeme zur Spurhaltung angeboten und mit wenigen Zentimeter Abweichung beworben. Und was man so mitbekommt machen da immer mehr Landwirte mit.
 
Whistlercarver schrieb:
Dachstein schrieb:
Weil noch jemand meinte, dass man mittels GPS auf Zentimeter genau messen könnte.

Ja, man tut es. Unter folgender Voraussetzung:

- Statische Messung
- Differential GPS
- Korrektursatelliten sind geladen
- Keine Hindernisse, die das Signal abschirmen
- Mitteln von sehr vielen Messungen
- Und der Ami legt den Schalter nicht um. ;)

Kurz gesagt: wenn man bei Schneller Fahrt auf ein paar Meter genau hinkommt, dann ist das mMn. ein ganz passables Ergebnis.

Ich hatte selber das Problem, dass ich selbst bei einer statischen Messung mit Differential GPS aufgrund einer sehr ungünstigen Lage nur eine Genauigkeit von 5 Metern erreicht habe. GPS war das Garmin GPS Map 60 CSX. Talabfahrer hat das Gleiche. ;)

Das finde ich aber jetzt etwas seltsam. In der Landwirtschaft werden ja GPS gestützte Systeme zur Spurhaltung angeboten und mit wenigen Zentimeter Abweichung beworben. Und was man so mitbekommt machen da immer mehr Landwirte mit.

http://www.zfk.de/artikel/traktor-pfluegt-strommast-um.html

So hundertprozentig scheint das auch nicht zu funktionieren. Den Strommast hat das GPS-System nicht auf den Zettel gehabt. So ein 110kV Mast ist auch nicht gerade klein.
 
Und vor allem dürften diese Geräte ein ganz klein wenig teurer sein als ein Handheld GPS von Garmin.... Und - viele landwirtschaftliche Gebiete sind in der Ebene, können somit am ganzen Horizont alle Satelliten erfassen, während wir in den Bergen mit Abschattungen zu kämpfen haben... Und auch die Geschwindigkeiten sind beim Schifahren auch ein ganz klein wenig höher als beim Mähdrescher. ;)

UNd Skiwelt 279 Kilometer? Würde eher schätzen, dass das ein Drittel zu viel ist.

@ Talabfahrer: ich glaub, wir machen jetzt dann eine Pistenlängenvermessungsfirma auf.;)

MFG Dachstein
 
Dachstein schrieb:
UNd Skiwelt 279 Kilometer? Würde eher schätzen, dass das ein Drittel zu viel ist.

@ Talabfahrer: ich glaub, wir machen jetzt dann eine Pistenlängenvermessungsfirma auf.;)
Da müssen wir uns dann aber Mitarbeiter mit der richtigen Legitimation ins Boot holen. "Staatlich beeideter und befugter Ingenieurkonsulent für Vermessungswesen" ist, glaub ich, das richtige Fach. Geologie oder Mathematik werden wohl eher als nicht befähigend angesehen. Da bleib ich doch lieber bei meinem Leisten und beschränke mich auf den Spaß-Aspekt der Skifahrerei.

Mich würde ja schon interessieren, welchen genauen Auftrag denn die "externe Vermessungsfirma" von den SkiWelt-Vermarktern erhalten hat. Die Aussage im TT-Artikel "... Bestätigung, dass ihr Pistenangebot auf den Kilometer genau angegeben ist ..." ist ja sogar zutreffend, denn 279 km ist zweifellos auf einen Kilometer genau angegeben. Es steht ja nicht da " .. dass das Pistenangebot der angegebenen Länge entspricht ..." :lach:
Mir ist das aber sowas von wurst, ich werd auch im kommenden Winter trotzdem wieder oft in die SkiWelt Wilder Kaiser fahren, egal, ob die 40 oder 400 km Skispass angeben. Liegt halt quasi vor der Haustür, auch wenn ich ab 1. Dezember erst mal in der verkehrten Richtung losfahren muss, um an den "Mautsparern" vorbeizukommen.
 
Talabfahrer schrieb:
... die TSC nach wie vor mit 4000 Pistenkilometern wirbt

Dazu:

Von Innsbruck bis Madrid
Wie viel Kunstschnee entsteht mit 90 GWh Strom und der Wassermenge von 16 Millionen Kubikmeter in Tirol pro Winter? Laut Steinwander sind es rund 40 Millionen Kubikmeter Schnee. Eine Zahl, die erst lebendig wird, wenn man sie übersetzt. 40 Millionen Kubikmeter Kunstschnee wären genug, um eine vierspurige Autobahn auf eine Strecke von 2.000 Kilometer einen Meter hoch zu bedecken, das entspricht etwa der Strecke Innsbruck-Madrid. Selbst Seilbahntechniker Robert Steinwander zeigt sich verblüfft. „Wir haben mehrmals die Nullen angeschaut, aber es ist so, es stimmt, es sind 2.000 Kilometer!“
(Quelle: http://tirol.orf.at/news/stories/2613179/)

In Tirol kann man also 2000 km Strecke auf Autobahnbreite einen Meter hoch künstlich beschneien (oder umgekehrt werden lt. Text 40 Mio. m³ Schnee pro Jahr erzeugt, daraus ergibt sich eine angenommene Autobahnbreite von 20 m). Anderswo las ich, dass insgesamt ca. zwei Drittel der Pisten in Tirol beschneibar sind - wer es besser weiß, korrigiere mich an dieser Stelle. Wenn man nun davon ausgehen würde, dass die 20 m Breite der durchschnittlichen Pistenbreite entsprechen (auch hier: wer belastbare Zahlen hat, bitte her damit), könnte man argumentieren, dass die TSC-Marketingstrategen satte 1000 Pistenkilometer dazu bescheißen* :D


*Natürlich dürfte die durchschnittliche Pistenbreite kleiner als 20 m sein. Aber der TSC gehören ja auch nicht alle Skigebiete in Tirol an ;-)
 
In Tirol kann man also 2000 km Strecke auf Autobahnbreite einen Meter hoch künstlich beschneien (oder umgekehrt werden lt. Text 40 Mio. m³ Schnee pro Jahr erzeugt, daraus ergibt sich eine angenommene Autobahnbreite von 20 m). Anderswo las ich, dass insgesamt ca. zwei Drittel der Pisten in Tirol beschneibar sind - wer es besser weiß, korrigiere mich an dieser Stelle. Wenn man nun davon ausgehen würde, dass die 20 m Breite der durchschnittlichen Pistenbreite entsprechen (auch hier: wer belastbare Zahlen hat, bitte her damit), könnte man argumentieren, dass die TSC-Marketingstrategen satte 1000 Pistenkilometer dazu bescheißen :D

Wer sagt denn, dass "nur" 1m hoch beschneit wird pro Winter? Und genausogut können sie bei der Zahl wie viel beschneibar ist schwindeln.
 
k2k schrieb:
Natürlich dürfte die durchschnittliche Pistenbreite kleiner als 20 m sein. Aber der TSC gehören ja auch nicht alle Skigebiete in Tirol an ;-)

Wenn du da mal nicht komplett falsch liegst. Ein Standardpistenbully ist 5,5m breit. Also müsste er auf einer durchschnittlichen Piste nicht einmal 4 mal komplett versetzt fahren. Das sehe ich doch eher selten, außer auf Ziehwegen. Ich hoffe doch stark das es mehr normale Pisten als Ziehwege gibt :wink:
 
Finsteraarhorn schrieb:
In Tirol kann man also 2000 km Strecke auf Autobahnbreite einen Meter hoch künstlich beschneien (oder umgekehrt werden lt. Text 40 Mio. m³ Schnee pro Jahr erzeugt, daraus ergibt sich eine angenommene Autobahnbreite von 20 m). Anderswo las ich, dass insgesamt ca. zwei Drittel der Pisten in Tirol beschneibar sind - wer es besser weiß, korrigiere mich an dieser Stelle. Wenn man nun davon ausgehen würde, dass die 20 m Breite der durchschnittlichen Pistenbreite entsprechen (auch hier: wer belastbare Zahlen hat, bitte her damit), könnte man argumentieren, dass die TSC-Marketingstrategen satte 1000 Pistenkilometer dazu bescheißen :D

Wer sagt denn, dass "nur" 1m hoch beschneit wird pro Winter? Und genausogut können sie bei der Zahl wie viel beschneibar ist schwindeln.

es gibt aber sicher genug Pisten, die weniger als 1m hoch beschneit werden
Genauso gibt es sicher einige Pisten die wirklich nur wenige Pistenraupenspuren breit beschneit werden und erst mit größeren Mengen an Naturschnee verbreitert werden
 
Von Innsbruck bis Madrid
Wie viel Kunstschnee entsteht mit 90 GWh Strom und der Wassermenge von 16 Millionen Kubikmeter in Tirol pro Winter? Laut Steinwander sind es rund 40 Millionen Kubikmeter Schnee. Eine Zahl, die erst lebendig wird, wenn man sie übersetzt.

Schon die 40 Millionen Kubikmeter könnte man hinterfragen:

Es wird davon ausgegangen, das 1 Kubikmeter Wasser 2,5 Kubikmeter Schnee sind. Aber Schnee tritt in unterschiedlichsten Variationen auf:

Für Neuschnee gilt, dass 1 Kubikmeter Wasser wesentlich mehr als 2,5 Kubikmeter Schnee ergeben.
Für kompakten Altschnee gilt, dass 1 Kubikmeter Wasser wesentlich weniger als 2,5 Kubikmeter Schnee ergeben.
 
Auf der DemacLenko Seite sind angaben dazu wie viel Wasser verbraucht wird und was man an m³ Schnee rausbekommt. Wenn jemand einen genauen Schlüssel errechnen will kann sich da ja mal umschauen.
 
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