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Die Vermessung der Pisten

Da sollten wir als AF starli hinschicken, damit er alles genau überprüft. Dem Schrahe kann man nicht trauen, seit der Geld für die Vermessungen nimmt scheint er da gerne mal etwas großzügig zu zeigen.
 
:rofl:
Könnte sein: Schrahe kannst Du nicht statt 10m gleich 1000m aufrunden? :wink:
 
Und selbst wenn sich dann die Skiwelt als Nummer 2 herausstellen sollte: "Für den Gast ist das schon bei der derzeitigen Größe unseres Skigebiets egal. Da zählen mehr der Komfort von Liften und Talstationen und vieles anderes wie zum Beispiel die Hüttenkultur und die Qualität des Angebots von Liften bis zu Kindereinrichtungen," gibt sich Baumgartner selbstbewusst.

Nur Schade dass auch in diesen Punkten SHLF (zumindest meiner Meinung nach) weit vorne liegt. :lol:
 
j-d-s schrieb:
Da sollten wir als AF starli hinschicken, damit er alles genau überprüft. Dem Schrahe kann man nicht trauen, seit der Geld für die Vermessungen nimmt scheint er da gerne mal etwas großzügig zu zeigen.
Du unterstellst hier Betrug. Kannst du das belegen? - evtl. vor Gericht?
Ich stelle die Frage da Schrahe das AF verklagen könnte.
 
Fab schrieb:
j-d-s schrieb:
Da sollten wir als AF starli hinschicken, damit er alles genau überprüft. Dem Schrahe kann man nicht trauen, seit der Geld für die Vermessungen nimmt scheint er da gerne mal etwas großzügig zu zeigen.
Du unterstellst hier Betrug. Kannst du das belegen? - evtl. vor Gericht?
Ich stelle die Frage da Schrahe das AF verklagen könnte.
Du hast offenbar so ungefähr null Ahnung von Jura, oder?

Zunächst einmal bezweifle ich nur den Wahrheitsgehalt von Schrahes Ausführungen, was genauso legal ist wie das Veröffentlichen unwahrer Informationen. (Beispiel: Die Bildzeitung veröffentlich regelmäßig Gerüchte und erwiesenermaßen unwahre Tatsachen, trotzdem wird sie dafür nicht verklagt, solange sie keine Persönlichkeitsrechte verletzt. Oder die Liftgesellschaften, die da bis vor ein paar Jahren oftmals mehr als das doppelte angegeben haben.)

Dann ist Betrug ein Vermögensdelikt, das mit dieser Sache sowieso nicht im Entferntesten etwas zu tun hat. (Wiki liefert dazu für den Laien ganz brauchbare Infos.)

Und zuguter letzt kann man niemanden einfach so verklagen. Bevor man jemanden verklagen kann, muss man versuchen, seine Ansprüche außergerichtlich durchzusetzen. Allerdings wird das schwierig, wenn man gar keine Ansprüche hat. Die Meinungsfreiheit geht doch recht weit und man kann nicht einfach aus einer Laune heraus Leuten den Mund verbieten.
 
Das lustige an der ganzen Geschichte ist, dass eigentlich jeder Betreiber genau weis wie lange dass seine Pisten sind und welche Fläche diese beanspruchen, denn diese Daten braucht er ja für die baueingaben von neuen Liften und Beschneiungsanlagen.
Faire Angaben wird man aber vermutlich erst dann haben wenn die Skigebietsbetreiber eine neue Steuer pro Pistenkilometer bezahlen müssen.
 
Die genauen Werte wissen die Betreiber schon allein zur Bemessung der Präparierungsaufwandes denn keiner stellt Maschinisten nur aus Sympathie ein und kauft ein Pistengerät zum Privatvergnügen; dafür sind letztere Biester auch schlicht viel zu teuer... :ja:
 
Theo schrieb:
Faire Angaben wird man aber vermutlich erst dann haben wenn die Skigebietsbetreiber eine neue Steuer pro Pistenkilometer bezahlen müssen.
geniale Idee :mrgreen:
 
Servus!

Nun ja, ob die Betreiber tatsächlich die LÄNGE der Pisten wissen bezweifle ich jetzt mal. Aus anderem Bereich jetzt mal auf Skipisten übertragen: Für Genehmigungen, Beschneiungen oder Präparierung im ganz allgemeinen ist der Flächenbedarf relevant - also die Quadratmeter. Die nackte Länge interessiert da nicht wirklich.
Diese Zahl hat aber jeder Betreiber ganz sicher. Und natürlich könnte man aus diesen Angaben auch die Länge errechnen. Die Frage ist nur: Welche Kriterien werden dann bei dieser Berechnung zugrunde gelegt?
Und genau darum geht's ja im Endeffekt bei der ganzen Diskussion zu dem Thema hier...

Schöne Grüße,
Jan
 
Aufgrund der Wasserleitungen werden sie wohl zumindest bei den beschneibaren Pisten auch deren Länge wissen.
Ich glaube aber sowieso, dass jedes Gebiet seine Pistenlängen bestens kennt, bei der Angabe dann aber einfach sehr grosszügig rechnet.
 
freerider13 schrieb:
Für Genehmigungen, Beschneiungen oder Präparierung im ganz allgemeinen ist der Flächenbedarf relevant - also die Quadratmeter. Die nackte Länge interessiert da nicht wirklich.
Diese Zahl hat aber jeder Betreiber ganz sicher.
Die Pistenfläche weiß jeder Betreiber aus den genannten Gründen ganz genau, das kann ich zu 100% bestätigen.
 
ski-chrigel schrieb:
Ich glaube aber sowieso, dass jedes Gebiet seine Pistenlängen bestens kennt, bei der Angabe dann aber einfach sehr grosszügig rechnet.
Das "grosszügige" Rechnen kommt vermutlich daher weil einerseits einige Gebietsbetreiber davon ausgehen das eine Piste eine bestimmte Maximalbreite besitzt (was logischerweise natürlich nicht der Fall ist) und deshalb dann aus einer breiten Piste eventuell gleich zwei gemacht werden - oder man hat andererseits beispielsweise eine rote Piste die mal schon in voller Länge gerechnet wird aber für ungeübtere Schifahrer Umfahrungen an den steileren Stücken und weist deshalb die gesamte Piste auch noch zusätzlich als blaue Abfahrt aus anstelle sich auf die Umfahrungen zu beschränken... :rolleyes:
 
Vielleicht sollte man gar nicht mehr die Pistenlängen angeben, sondern eher die Fläche.
 
Nein, das halte ich für sehr schlecht. Da kann sich keiner was drunter vorstellen und ich fahre die Piste ja auch mehr oder weniger geradeaus runter. Wenn die Piste 50 Meter breit ist, macht man deswegen ja nicht solche Querfahrten.
 
Servus!

Die Quadratmeterangabe ist bei solchen - sagen wir mal - "Flächenbetrieben" wie einem Skigebiet eigentlich nutzlos für den Kunden. Es ist ein rein technischer Wert, der für Planung und Unterhalt benötigt wird. (zB. Wasserleitungsanzahl und Querschnitt, benötigte Kunstschneemenge, Mannstunden/Spritverbrauch/Wartungskosten für Pistenraupen - nur um ein paar Beispiele zu nennen.) Erfahrungsgemäß können die wenigsten Kunden mit dieser Kennzahl wirklich etwas anfangen.

Zudem:
In vielen Skigebieten werden bei schlechten Schneeverhältnissen auch nicht die ganzen Pisten beschneit, sondern nur zB. 1/3 oder die Hälfte der tatsächlichen Breite. (zB. in Kitzbühel). Der Kunde würde dann dastehen und feststellen, dass die angepriesene Quadratmeterzahl aktuell gar nicht zur Verfügung steht, obwohl die Pisten als offen markiert sind. Da wäre der nächste Ärger schon vorprogrammiert.

Nein, was es braucht sind verbindliche Kriterien, wie die Länge denn nun gemessen wird. Von einem Startpunkt A zum Zielpunkt B, mit entsprechenden Kurvenpunkten.

Evtl. würde ein Seitenblick zum Golfsport helfen, aus dem ich maßgeblich mein Wissen übertrage. Die Probleme sind hier recht ähnlich.
Hier gibt es einen exakten Kriterienkatalog, nach denen die Länge der Spielbahnen und der Schwierigkeitsgrad gemessen wird. (Das ist für das Golfspiel selbst von existentieller Bedeutung, liegt in der Natur der Spielform. Nur ums kurz zu umreißen, will jetzt da nicht ausschweifen...)
Die Kriterien werden vom Golfverband erarbeitet, regelmäßig aktualisiert und alle paar Jahre turnusmäßig auf den Anlagen überprüft. Bei baulichen Veränderungen des Platzes sofort. (sog, "Course-Rating".)

Für Skigebiete eigentlich auch eine praktikable Möglichkeit, zB. in Form einer "Zertifizierung" oä., der man sich (entsprechend werbewirksam versteht sich) freiwillig unterwirft.

Hat natürlich einen Nachteil: Die eigenen Marketingstrategen werden hierbei einiger Freiheiten/Gestaltungsmöglichkeiten beraubt. Ob man das so möchte steht freilich auf einem anderen Blatt Papier...

Schöne Grüße,
Jan
 
steht bestimmt schon irgendwo auf den letzten Seiten, aber ich hab lese das jetzt nicht nach.

Ich finde Ischgl geht da beispielhaft voran mit Ihrer recht transparenten Methode der Pistenlängen-Darstellung.
Ob die natürlich stimmen, weiß ich nicht.

Und wenn man mal getrackte GPS-Daten mit SkiLine-Auswertungen vergleicht wird einem schnell übel.
Skiline x 0,6 = GPS :-D


EDIT: Buh wie peinlich, habe jetzt das ganze Topic gelesen. Heiden-Arbeit.
Die Aufmachung von Ischls Pistenmesserei ist trotzdem top und wirklt vertrauenswürdig.
Gut gelogen ist halb gewonnen :D
 
Neu erschienen "Die Liste der 100 größten Skigebiete der Welt"

Skigebietszusammenschlüsse haben die Ranglisten zur Saison 2015/16 kräftig durcheinandergewirbelt.

Christoph Schrahe hatte mit seinen Enthüllungen in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zu Schummeleien bei den Pistenlängen für erheblichen Wirbel in der Wintersportbranche gesorgt. ...

...

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Mehr Informationen: www.pistenlaengen.com und www.ski-weltweit.de
Quelle: www.seilbahn.net
 
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