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Die Vermessung der Pisten

ski-chrigel schrieb:
Wäre ich es mir gewohnt, immer km2 als Angabe zu erhalten, könnte ich mir darunter was vorstellen. Ist also einerlei und Gewohnheitssache.
Daher wär es eigentlich die sinnvollste Variante sowohl die Angabe der Pistengesamtlänge als auch jene der Gesamtfläche vorzuschreiben; dann kann sich nicht nur jeder was drunter vorstellen sondern auch die durchschnitliche Pistenbreite als zusätzlichen Anhaltspunkt ausrechnen.
 
Werna76 schrieb:
Nur so als Info:
Die 40.000 Höhenmeter Skilines sind oft die Liftler die sich nen Spaß machen und die Karte alle paar Minuten hinhalten. :wink:
Bei der 200km GPS-Wette steig ich mit einem "nein" ein.
Bevor hier noch jemand MystBuster-mässig anfängt, den ganzen Tag Ski zu fahren.

24h Kronplatz. Der Weltrekord am Kronplatz
Abgesperrte Piste und Lift mit 6m/s

Guinness Einzelweltrekord Männer: Matthias Steinmayr
107.822,73 hm

Skipiste: World Record Piste
Länge: 1650 m
Höhenmeter: 506 hm

107.822,73 hm : 506 hm = 213

213 Liftfahrten/Abfahrten * 1650m = 351,45 km

351km in 24h normalsiert auf normale Betriebszeit 8h = 117 km

(die ganz Motivierten hängen noch 2h Flutlichtfahren dran, evtl. noch 'ne Stunde early Bird für ausgesuchte Gäste am Morgen vor der ersten Liftfahrt, der erste Aufstieg mit Tourenski reißt die Sache auch nicht raus.)

Code:
______________________________________
    /                                /
---/__----------__--_/_----__----__-/-
  /   ) /   /  (_ ` /    /___) /   /  
_(___/_(___(__(__)_(_ __(___ _(___/___
______________________________________
Noch ein bißchen genauer hingeschaut.

24 * 60 min. / 2 = 720 min. = faire Skifahrzeit (Hälfte der Zeit)

Liftlänge 1568m mit 6 m/s = reine Fahrezit 261s

213 Fahrten mit 261s = 55593s = 926 min. Fahrzeit im Lift vs. 514 min. Skifahren/Ein-/Aussteigen (also ein Rekord im Liftfahren)

8h Skifahren kommt bei mir auf irgendwas zwischen 65-85km Abfahrtskilometer. Wenn ein Skigebiet +/- 100km angibt, kann ich an einem Tag fast alle Lifte abfahren, aber ich bin nicht alle Abfahrtsvarianten gefahren.
 
@Tibor Vielen Dank! Sowas fehlte mir als Argumentationsgrundlage.
@Ski-Chrigel Genau das! Wenn messbar und für Zahlenfreaks, dann richtig.

Werna76 schrieb:
Leonkopsch123 schrieb:
Werna76 schrieb:
Bei der 200km GPS-Wette steig ich mit einem "nein" ein.

Hat dich einer gefragt ;D .
Kuckst du das hier, dann kapierst du es vielleicht Newbie http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=7&t=54307


hihihi. @Leonkopsch123 du wettest dann wohl dagegen :-D
 
Das mit HA find ich extrem dumm.

Dem kann ich nicht zustimmen; diese Fixierung auf Längenangaben ist eher unsinnig zu nennen. Als Skifahrer bewegt man sich im Raum und entlang einer Linie (Gott sei Dank die meisten nicht, manche Raser schon :D ). Die verfügbare Pistenfläche gibt also an, wie hoch in etwa die Tragfähigkeit eines Skigebietes ist, ohne dass es zu Crowding-Erscheinungen kommt, zumal wenn man das in Relation zur Liftkapazität (nicht in P/h, sondern in PHm/h) setzt. Die Angabe in ha finde ich sinnvoller als km², da sie einfach vom Größenmaßstab her besehen sehr viel besser zu Skipisten passt als km². Wenn eine Abfahrt z.B. 100 m breit und 1000 m lang ist (direkt an einem Gletscher-SL entlang z.B.), dann kann man sich sehr einfach die Pistenfläche berechnen als 100.000 m² oder 10 ha. Wenn man dazu nun noch die möglichst in Fahrlinie gemessene Länge der Abfahrten hinzufügt (wie von Petz propagiert), hat man die wesentlichen Indikatoren zusammen (mit der Liftkapazität in PHm/h). Diese Maße korrelieren im Übrigen sehr gut, wie ich für die bayerischen Skigebiete selbst nachgerechnet habe. Die Flächenwerte liegen zudem, wie bereits mehrfach hier im Topic geschrieben wurde, halbwegs objektiv gemessen vor: von den Genehmigungsbehörden (auch die Ämter für Raumplanung, Umweltschutz etc. sollten diese Daten haben und kennen), von den Betreibern selbst (Beschneiung, Flächenpachten etc.). Einen Mr. Schrahe benötigt es hier dann egtl. auch nicht. Für Skigebiete, in denen regelmäßig viel Off-Piste gefahren wird, könnte man zusätzlich den nicht präparierten, nicht beschneiten, aber regelmäßig befahrenen Skiraum mit abgrenzen und so eine weitere Tragfähigkeitsmaßzahl erhalten. Im frz. Espace Killy wäre diese Zahl bspw. sehr hoch, da dort aufgrund von Topographie und Schneemengen bisweilen fast jeder vom Lift erreichbare Quadratmeter befahren wird (z.B. von Grattalu-Berg nach Val Claret, Manchet-Hang etc.).
 
Also ich find die Fläche total uninteressant, insb. anstelle der Länge. Je schmäler eine Piste, desto lieber ist mir das. Daher kann ich mit "100 km" wesentlich mehr anfangen als mit "1 qkm", wenn ich nicht weiß, ob die Pistenbreite nun im Schnitt 10m (-> 100 km Piste) oder 100m (-> 10 km Piste) ist... (überspitzt gesagt)
 
^ Auch für mich ist nur die Länge der Pisten von Interesse. Die Angabe der Fläche könnte gegebenenfalls für das zur Verfügung stehende Offpiste-Areal sinnvoll sein (vorausgesetzt man weiß, was man damit anfangen kann)
 
Also ich finde die Methode Fläche durch 30 oder 40 Meter Pistenbreite für die Pistenkilometerberchnung eigentlich ganz gut, hoffe das setzt sich durch.
Das wäre auch einfach und effizient zu kontrollieren, die Flächenangaben liegen bei den Behörden auf.
 
Würde ich auch gut finden bloß so einfach wird es kein neues Gesetz darüber Geben :!:
 
Werna76 schrieb:
Also ich finde die Methode Fläche durch 30 oder 40 Meter Pistenbreite für die Pistenkilometerberchnung eigentlich ganz gut, hoffe das setzt sich durch.
Hm. Dann wird aus einem 10km langen Skiweg mit 10m Breite, den die Skigebietsbetreiber jetzt mit 15 km angeben, nur noch 3 km ... also ob das dann sinnvoller ist?!

Von mir aus kann man die Pistenlänge auch aus dem Mittelwert der beiden Längen des linken und des rechten Pistenrandes ausrechnen, könnte für mich der korrekteste Wert sein.
 
Ja aber starli es geht ja auch darum eine Methode zu finden, die schnell und möglichst unkompliziert zu machen ist. Die Länge des Pistenrandes abmessen macht doch wieder keiner.
Die genauen Pistenflächen haben alle Skigebiete sofort zur Hand, durch 30 dividieren, fertig, das wäre in einer Minute erledigt.

Und zu deinem Beispiel mit dem Skiweg:
Ich würde das ok finden, denn so ein Ziehweg ist für, ich nenn es mal qualitativ hochwertiges skifahren, nicht so geeignet wie eine 200 Meter breite Piste wie zB am Giggijoch. Wenn wir das Giggijoch hernehmen bin ich durchaus der Meinung, dass man die Pisten dort doppelt rechnen könnte, denn wenn ich zB die Piste unter dem Silberbrünnl 4er nehme... wenn ich die von oben gesehen ganz rechts fahre ist das ein komplett anderer Hang als wenn ich unten im Loch fahre wo die ganzen Lemminge immer fahren.
Meiner Meinung nach ist es unfair einen 10 Meter breiten Skiweg genauso lang zu rechnen wie so eine ewig breite Piste oder auch die breiten Pisten auf den Gletschern.
 
Werna76 schrieb:
Meiner Meinung nach ist es unfair einen 10 Meter breiten Skiweg genauso lang zu rechnen wie so eine ewig breite Piste oder auch die breiten Pisten auf den Gletschern.
Man fährte ja eine 100m breite Piste wie auch einen 10m breiten Ziehweg nur einmal. Vielleicht die 100m breite Piste etwas .... ähm ... großzügiger im Radius ... aber nicht 100m quer, Schwung und wieder 100m quer. Und wenn die Piste 10.000m breit ist, fahr ich die nur normal runter, das bleiben dann eben 2 km in der Länge Pistenmitte. Das sollte der Wert sein, klar, dass man dann mehr fährt bei einem Schwung. Alles andere ist doch Blödsinn. Wenn man Pirstenfläche : 30 = Länge ... dann kannst das ja gleich so nehmen und alle haben plötzlich breite Pisten. Oder sagen, wir haben als Wert 28. Dann drehen wir uns wieder im Kreis. Bremen - Kassel sind nun mal 280km, ob die Autobahn 8spurig ist oder nicht, ist da doch auch egal.
 
Ich persönlich würde mir die Angabe der Pistenkilometer in der Falllinie wünschen. Wenn man nun will, dass auch die Breite der Pisten zum Ausdruck kommt, finde ich die durchschnittliche Pistenbreite sinnvoll. Damit kann man die nur schwer vorstellbaren Flächenmasse vermeiden, gibt aber grundsätzlich das Gleich an, da Pistenkilometer*Pistenbreite=Pistenfläche.
 
@Winterhugo
Gut gesagt.

Am besten ist es mehrere Angaben zu machen, und nicht nur auf ein Mass sich zu beschränken.
1. Länge der Pisten mittig gemessen. Wegen mir mit Skirouten. Das sind für mich nichts anderes als unpräparierte Pisten.
2. Skibare Fläche
3. Höhenunterschied. Da kann man dann noch streiten, ob die Angaben vom Tiefsten-Punkt des Skigebietes und des Höchsten-Punktes nimmt. Oder die Abfahrt mit dem höchsten Höhenunterschied.
4 Anzahl Pisten
Da kann sich nämlich jeder dann das raus suchen, mit dem er am besten klar kommt.
 
Winterhugo schrieb:
Man fährte ja eine 100m breite Piste wie auch einen 10m breiten Ziehweg nur einmal.
Eben nicht, bei der von mir angesprochenen Piste am Giggijoch kann ich einmal ganz rechts fahren und hab eine nach links hängende Piste mit mehreren Übergängen drin, oder ich kann sie ganz links unten fahren wo es nur geradeaus dahingeht und auch der Schnee meist ganz anders ist als oben rechts auf der selben Piste. Und das kann es dann mMn nicht sein, dass ein 10 Meter Ziehweg genausoviel zählt wie eine so breite Piste.

Winterhugo schrieb:
Wenn man Pirstenfläche : 30 = Länge ... dann kannst das ja gleich so nehmen und alle haben plötzlich breite Pisten. Oder sagen, wir haben als Wert 28. Dann drehen wir uns wieder im Kreis.
Da check ich nicht was du meinst.

Die Pistenfläche durch eine vom Fachverband der Seilbahnen definierte durchschnittliche Pistenbreite dividieren, diese durchschnittliche Pistenbreite ist gültig für alle Skigebiete, damit nicht jeder machen kann was er will. Wenn die durchschnittliche Pistenbreite mit 32,19865 definiert wird soll mir das auch Recht sein. Die 30 Meter waren doch nur ne Hausnummer.
 
starli schrieb:
Werna76 schrieb:
Also ich finde die Methode Fläche durch 30 oder 40 Meter Pistenbreite für die Pistenkilometerberchnung eigentlich ganz gut, hoffe das setzt sich durch.
Hm. Dann wird aus einem 10km langen Skiweg mit 10m Breite, den die Skigebietsbetreiber jetzt mit 15 km angeben, nur noch 3 km ... also ob das dann sinnvoller ist?!

Von mir aus kann man die Pistenlänge auch aus dem Mittelwert der beiden Längen des linken und des rechten Pistenrandes ausrechnen, könnte für mich der korrekteste Wert sein.

Naja nee, wenn dann müsste man es so machen, dass Pisten immer anhand der Fallinie berechnet werden und man höchstens erlaubt, die Abschnitte, in denen die Piste breiter als 30 Meter ist, doppelt zu zählen, 60 Meter dreifach usw.
 
Winterhugo schrieb:
Werna76 schrieb:
Meiner Meinung nach ist es unfair einen 10 Meter breiten Skiweg genauso lang zu rechnen wie so eine ewig breite Piste oder auch die breiten Pisten auf den Gletschern.
Man fährte ja eine 100m breite Piste wie auch einen 10m breiten Ziehweg nur einmal. Vielleicht die 100m breite Piste etwas .... ähm ... großzügiger im Radius ... aber nicht 100m quer, Schwung und wieder 100m quer. Und wenn die Piste 10.000m breit ist, fahr ich die nur normal runter, das bleiben dann eben 2 km in der Länge Pistenmitte. Das sollte der Wert sein, klar, dass man dann mehr fährt bei einem Schwung. Alles andere ist doch Blödsinn. Wenn man Pirstenfläche : 30 = Länge ... dann kannst das ja gleich so nehmen und alle haben plötzlich breite Pisten. Oder sagen, wir haben als Wert 28. Dann drehen wir uns wieder im Kreis. Bremen - Kassel sind nun mal 280km, ob die Autobahn 8spurig ist oder nicht, ist da doch auch egal.
Naja. Einen 10m Ziehweg fahre ich sicher nur 1x oder nur so oft wie unbedingt nötig, eine tolle breite Piste dann aber doch gerne mehrere Male.
Und wieder bringe ich den Kronplatz ins Spiel, der als Ausnahme für mehrfach-Pistenzählungen hier sogar schon "toleriert" wurde: Da fährt keiner nur 1x runter und es ist auch ein ziemlicher Unterschied, ob ich links, mittig oder rechts fahre.

Wir werden uns hier nicht einig. Müssen wir auch nicht. Mehrere Angaben, wenn sie denn stimmen würden, wären wohl hilfreich... wenn überhaupt Zahlen nötig sind.
 
@ski-chringel + @Werna76:

Natürlich fahre ich eine tolle Piste mehrmals. Aber beim einmaligen abfahren fahre ich sie ja nun nur einmal ab, also ist mir doch egal, wie breit die Piste ist. Ob der Ziehweg 13 km lang ist oder die 300m breite Piste 13 km lang ist, da fahr ich doch dann (theoretisch 30m breite Piste = Faktor 1 ... 300m = Faktor 10) nicht 10 mal mehr km hinab.

Vielleicht bin ich ja zu blöd aber:

Nehmen wir die ELEVEN in Ischgl ... sollen 11 km sein - als Beispiel - (auch wenn es nicht stimmt) ... an der Idalp, die ich quere, fahre ich mehr km, am Ziehweg zum Prennerhang...weniger??? Die ELEVEN ist ausgeschildert, wenn da steht 11km und es sind nur 8km ... naja!

KRONPLATZ: Riesig breit, klar, toll - aber einmal runter sind eben x-km, egal wie breit. Und zum 2.-mal fahren muss ich wieder hoch - neue Situation, neue Ausgangslage. Nur weil die Piste 980 m breit ist, bin ich die doch nicht 3x gefahren.

Doch, ich bin wohl zu doof.

Fahre Dienstag nach Italien (arbeiten)! Nehme nicht die A9 (3 Spuren) sondern die A7 - sind nur 2 Spuren - da spar ich glatt 1 Drittel Diesel - GEIL :mrgreen:
 
Werna76 schrieb:
Winterhugo schrieb:
Man fährte ja eine 100m breite Piste wie auch einen 10m breiten Ziehweg nur einmal.
Eben nicht, bei der von mir angesprochenen Piste am Giggijoch kann ich einmal ganz rechts fahren und hab eine nach links hängende Piste mit mehreren Übergängen drin, oder ich kann sie ganz links unten fahren wo es nur geradeaus dahingeht und auch der Schnee meist ganz anders ist als oben rechts auf der selben Piste. Und das kann es dann mMn nicht sein, dass ein 10 Meter Ziehweg genausoviel zählt wie eine so breite Piste.
Schon klar das so eine Piste abwechslungsreicher ist. Nur wenn ich eine 100m breite Autobahn in 3 Pisten aufteile, habe ich 3 mal das Selbe. Also ist am Ende das Skigebiet wieder das Beschissene, dass auf der Breite eine unterschiedliche Topografie anbietet. Daher erinnert das Ganze an den Vergleich mit den Äpfeln und den Birnen. :nixweiss:
 
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