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Diskussion über künstliche Schnee-Erzeugung

Jay

Mt. Blanc (4807m)
Der Orf berichtet:

Seilbahngipfel in Fiss 26.03.2007

Diskussion über künstliche Schnee-Erzeugung
Am Ende eines schneearmen Winters haben sich am Montag Tourismusexperten aus der Schweiz, Deutschland, Italien und Österreich getroffen. Dabei ging es auch um den Klimawandel und um die Möglichkeiten der Schnee-Erzeugung.


Schneekanone braucht tiefe Temperaturen
Hätte sich der Wintertourismus heuer allein auf Frau Holle verlassen, wären die meisten Gäste auf grünen Wiesen spazieren gegangen. Und weil wegen der warmen Temperaturen auch die Schneekanonen nicht besonders gut funktionierten, stellt sich die Frage, ob "beschneien mit toten Bakterien" eine mögliche Lösung ist.

Snowmax erhöht Gefrierpunkt
Snowmax, so heißt das vielfach als Wundermittel gepriesenen Produkt, das in der Schweiz als Zusatz von Schneekanonen zugelassen ist.

Dabei handelt es sich laut Herstellerangaben um Proteine, die das Wasser bei höheren Temperaturen gefrieren lassen.

Für die Umwelt sei dies unbedenklich, hieß es heute von Vertretern der Seilbahnwirtschaft.


Ausbau konventioneller Technik
Bisher darf in Tirol nur hygienisch einwandfreies Wasser zum Beschneien verwendet werden. Und einflussreiche Seilbahner wie Peter Schröcksnadel oder Manfred Filzer, der Vorstand der Kitzbüheler Bergbahnen sehen in Snowmax auch kein Allheilmittel um noch besser Schnee machen zu können. Sie vertrauen eher auf konventionelle Technik, die aber wollen sie durchaus ausgebaut wissen.

Von Seiten der Alpenschutzkommission CIPRA sieht man die Zusätze bei Schneekanonen kritisch, auch weil es keine Langzeiterfahrungen gibt.

In Tirol müsste vor einer Verwendung dieser Zusätze die Politik ja sagen, doch das steht derzeit kaum im Raum. Wohl auch deshalb, weil ohnehin alle darauf hoffen, dass es nächstes Jahr wieder von alleine schneit.
 
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