Werna76 schrieb:
Und wie lange lebst du schon in einer der betroffenen Regionen um das beurteilen zu können?
Um dazu eine Meinung haben zu dürfen, muss man selbst in AT leben?
Wenn man sich für ein Thema interessiert und es deshalb schon sehr viele Jahre verfolgt, selbst zumindest schon öfters zumindest als Gast dort war und sehr viele Beiträge auf diversen Seiten von Einheimischen gelesen hat, dann bekommt man schon ein ungefähres Bild davon.
Tyrolens schreibt es ja selber, dass man quasi im Untergrund bleiben muss, damit man wenig Probleme hat. Geht nicht überall und nicht jedem ist es egal, wenn man illegal unterwegs ist.
@tmk1609: Es ist ja nicht nur eine Frage, wem die Wege gehören, sondern auch, von wem sie finanziell unterhalten werden. Und spätestens dann würde ich als Steuerzahler ins Grübeln kommen.
Die Haftungsfrage könnte man, wie auch z.B. bei uns in Bayern, recht einfach gesetzlich regeln. Aber stattdessen setzt man in AT auf explizite Freigaben, die man sich dann bezahlen lässt. Wäre die Haftungsfrage kein Argument mehr, könnte man für die Freigabe eigentlich nix mehr verlangen.
@Tyrolens: Die "heile Mountainbike Welt" ist nicht nur Romantik. Natürlich gibt es hier und da Diskussionen oder vereinzelt gar Verbote, aber das sind ganz andere Dimensionen als in AT. Manche wünschen sich bei uns Zustände wie in Österreich und versuchen, über die Gesetze hinweg Fakten zu schaffen. Aber meist bleibt es nur bei tatenlosen Ankündigungen oder werden von Gerichtsurteilen wieder auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Ich kann es aber nicht ausschließen, dass es schwieriger wird, aus diversen Gründen.
Aber bisher kann ich bei uns vom Dorf raus fahren und quasi jeden erkennbaren Weg legal befahren. Ich muss keine Angst haben, dass mir ein Jäger auflauert oder mich ein Waldbauer aufhält.
In den Regionen in der Schweiz (also Graubünden und Wallis), in denen wir die letzten Jahren im Urlaub waren, hatten wir überall ein gutes Gefühl und fühlten uns als Biker willkommen. Da halten die Einheimischen auf Schotterwegen mit dem Auto an, damit man ungefährdet vorbei fahren kann und grüßen einen freundlich, da wird man von Almbauern begrüßt und erhält von den Hotelbesitzern und Mitarbeitern gute Tipps. Die ausgeschrieben MTB-Touren sind auch wirklich MTB-Touren und liefern auch das, was die Beschreibungen hergeben. Da wurden wir schon oft positiv überrascht.
Etwas Zwiegespalten sehe ich inzwischen Vinschgau, vor allem um Prad herum. Aber insgesamt sind die Gegebenheiten auch noch ganz andere als in Österreich.
Aber ich kann es auch verstehen, wenn man als Österreicher es nicht wahr haben will, wie einfach und schön es sein kann und man sich dann einredet, dass es im Ausland auch nicht besser sei.
