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DLM Garagenkoglbahn

Bin selbst gespannt, ob ich all meine Idee wirklich in die Tat umsetzen kann :D

Wahrscheinlich werde ich die 2 Sektionen getrennt von der Mittelstation aus antreiben und in der Tal- und Bergstation die Abspannung einbauen. Das hätte den Vorteil, dass ich erstmal eine Sektion bauen kann, die für sich funktioniert, und dann auf eine 2. Sektion erweitern kann. Bei Umbauten, Störungen, Seilriss, etc. auf einer Sektion könnte die 2. dann unabhängig weiterfahren.
 
Ja, das macht schon Sinn mit zwei Antrieben, dann muss einer allein auch nicht die nicht unwesentlichen Anfahrwiderstände überwinden, dann könenn die Motoren kompakter ausfallen. Was mich dann besonders interessiert ist wie dann die Fürderer der Mittelstation aussehen werden :D
Gruß Tobias
 
Kurzes Statusupdate, damit nicht geglaubt wird, nach großen Ankündigungen käme nix mehr :D

Bin weiter mit Design und Funktionsweise der Kuppelklemme bzw. der Stationstechnik beschäftigt. Die magnetische Kupplung von C.Gentil's VR101 klingt sehr verlockend, aber ich habe schlussendlich doch zu meiner ursprünglichen Idee zurückgefunden. Eine Kombination aus 3 hintereinanderliegenden modifizierten Lüsterklemmen, wobei sich die mittlere verdreht und somit das Seil einklemmt. Blender-Modell ist in Arbeit und wird in Kürze gezeigt :)
Die Nutzung von Magneten könnte sich aber woanders eignen: für den Stationsförderer. Die echte Bahn hatte ja einen Kettenförderer. Statt den Haken könnte man Magnete in fixen Abständen an die Kette anbringen, an die sich die Gehängearme der Gondeln dranheften und mitgezogen werden. Beschleunigungs- und Verzögerungsstrecke natürlich wie gehabt mit Reifenförderern.
 
In der Tat eine interessante Idee - aber wird das FBM beim "Andocken" und "Abdocken" vom/zum Magneten nicht ruckartig beschleunigt bzw. verlangsamt?
 
Naja, beim Verlassen der Station wird die Gondel direkt den Reifenförderern übergeben, die natürlich in derselben Geschwindigkeit fahren müssen. Beim Einfahren dasselbe. Wenn man den Abstand zwischen den Magneten möglichst klein hält, könnte man damit recht gleichmäßig fahren.
 
Anderer Vorschlag: Statt magnetischen Mitnehmern, die dann gegen das Metallteil gepresst werden und es so mitnehmen (oder von der Ferne es mit nehmen, wie man will), könnte man - Einrichtungsbetrieb vorausgesetzt - auch Magneten verwenden, die das FBM nach vorne abstoßen. So kommt es beim Eintreten in den Kettenbereich zwar möglicherweise zu Stillstandszeiten der FBMs, allerdings ist insbesondere das Herausnehmen nicht mit erhöhter Kraft für die Reifenförderer verbunden.
 
Nachdem ich höchstwahrscheinlich auf einen wie immer gearteten Kettenbetrieb setzen werde, sind kurze Stillstände der Gondeln miteinberechnet. Reifenförderer sind doch ein ziemlich Aufwand, vorallem in der Mittelstation wäre das eine Herausforderung.

Bin gerade am Stöbern nach geeigneten Seilscheiben. So eine DLM hat ja doch ein paar davon :)

Und da stolpere ich doch glatt über Keilriemenscheiben. Schön aus Grauguss mit Speichen. Kostenpunkt ca. 7-70€ für Durchmesser 5-45cm
Dazu benötigt man noch eine Taperlockbuchse (wieder was gelernt!) für wenige Euros dazu, um die Scheibe mit einer Welle fest zu verbinden.

Die kleinsten Scheiben sind für Keilriemen mit 10mm Breite, dh. ein 3mm Stahlseil würde ideal in die Rille passen, inkl. einem DIY-Seilscheibenfutter aus einem breiten Gummibandl o. ä..
Gibt auch Ausführungen mit 2 Rillen. Die könnte ich für die Seilscheiben verwenden, die das in der Verzögerungs/Beschleunigungsstrecke einlaufende Seilpaar schräg nach oben leiten.

keilriemenscheibe.jpg
 
Als Seilscheibenfutter kann man auch Silikon / Acryl nehmen. Gibt es auch in schwarz und funktioniert perfekt.
 
Würde ebenfalls zu einer Silikonbeschichtung der Riemenscheibenrille raten denn zumindest JC - Umlenkscheibengummieinlageringe kann ich schon nicht mehr sehen...:ja:...; bei langsamer Drehung das Silikon applizieren und dann bei höherer Drehzahl mit einem Kunststoffrakel die Rille ausformen. Rille vorher mit nem groben Schmirgelpapier leicht überschleifen damit sich das Silikon gut verbindet.
 
Für Taperspannbuchsen solltest du für einen kraftschlüssige Verbindung aber eine geschliffene Welle verwenden, den nur so ist ein optimaler Drehmomentübertrag gewährleistet.
 
Ich habe meine Rille mit dem benetzten Finger gemacht. Man braucht ja auch nur eine kleine Vertiefung. Den Rest macht die Seilspannung und das Seil selbst.
(Bei mir sieht man leicht wie sich die Seillitzen ins Silikon gedrückt haben)
 
Ja, das Projekt lebt noch :D

Nach langer Denkpause hab ich nun die ersten Teile bestellt, die heute angekommen sind.
Nächste Phase ist der Bau eines Holz-Prototyps im finalen Maßstab, der die volle Kupplungs- und Stationsmechanik beinhaltet, das ganze in Form einer ins Zimmer passenden Testbahn mit Tal-, Berg- und ev. Mittelstation.
Anfang nächster Woche kommt noch das 3mm Stahlseil, dann kann's losgehen. Wobei noch ein längerer Baumarktbesuch aussteht für Schrauben, Leim und das ganze andere Kleinzeugs.
Die erste Lieferung von Opitec beinhaltet ein Holzsortiment, Lochstangen, Felgen+Reifen, die berüchtigten blauen Rollen und hölzerne Seilrollen mit 2cm und 4cm Durchmesser.
Die hölzernen Seilrollen haben eine relativ flache Rille, was für Robas ideal wäre. Nur leider sind sie aus Holz und wahrscheinlich selbst in lackiertem Zustand nicht geeignet für die Außeninstallation.

Photo-2015-01-23-16-55-54_3072.JPG
 
Tja, und so schnell geht ein knappes Jahr vorüber, ohne dass etwas nennenswertes passiert ist :D

Weiter geht es endlich mit einem Klemmen-Prototyp. Zunächst mal aus Holz, final dann natürlich aus Metall.
Die Mechanik besteht auf jeder Seite aus 3 Lüsterklemmen, die mit M2.5-Schrauben am Rahmen befestigt sind. Die äußeren 2 Klemmen sind fix, die mittlere ist beweglich und wird mittels Kugelschreiber-Federn aus der Fluchtlinie gezogen, sodass sich das Seil leicht verklemmt. Beim Kuppelvorgang werden die Schrauben des mittleren Teils hineingedrückt, sodass alle 3 Klemmen in der Flucht stehen und das Seil aus und eingekuppelt werden kann.
Die Messing-Rädchen dienen als Laufrollen, auf denen das Gehänge über die Stationsschienen rollt.
Die doppelte Seilscheibe dahinter (Matador) führt später das Seil nach oben hin weg zu den Umlenk- bzw. Antriebsscheiben

Beobachtungen bei diesem ersten Prototyp:
- Durch die Schraubenkonstruktion kann man mit dem "richtigen Dreh" alles schön millimetergenau justieren. Selbstsichernde Muttern sind schon bestellt, damit sich nix lockern kann. Gibts zum Glück schon ab M2.5.
- Die Spannkraft der Feder ist eine Fitzlerei. Entweder zu wenig Halt oder zu stark, sodass man sie nicht aufbekommt. Schließlich muss die Reibung der Beschleuniger-Reifen so stark sein, dass die Reibung zwischen Kuppelschiene und geferderter Schraube überwunden wird.
- Mangels M2.5-Bohrer habe ich einen M3-Bohrer verwenden müssen. Dadurch sind die aufgedrehten Messingrädchen zu locker, und die Löcher im Holz ebenso, was das ganze noch zu wacklig macht. Eventuell muss ich die Dicke des Seitenteils erhöhen, damit der bewegliche Klemmenteil mehr Führung hat.
- Die Position der Messingrädchen ist noch zu prüfen. Kann sein, dass das bei einem kleinen Stationsbogenradius noch nicht so hinhaut. Es fehlen außerdem noch die Rädchen für die Niederhalter-Schienen

klemme1.jpg


klemme2.jpg
 
sieht schonmal gut aus.
 
Danke :)

Weiter geht's.
Heute wurden die Klemmen mittels Dremel geöffnet und mit einer Feile zurechtgehobelt, damit das Seil schön raus und rein kann.
Nächste Entdeckung: Der Federmechanismus ist wohl deswegen so schwerfällig, weil sich das Gewinde der Schraube beim Reindrücken in der Spiralfeder verhakt bzw. daran reibt, was einen höheren Kraftaufwand nötig macht. Es muss also zwischen Schraube und umliegender Feder noch eine Hülse, oder ich finde M2.5-Schrauben, die nur ca. zur Hälte ein Gewinde haben und ansonsten bis zum Kopf glatt sind.

IMG_4805.JPG
Einzelklemme im Schraubstock. Die Öffnung nach dem Dremeln muss mittels Feile noch erweitert werden.


IMG_4806.JPG
So sieht das dann mit Seil aus. Die Öffnung ist gerade einmal so groß, dass das Seil durch kann.


Währenddessen sind Zahnräder, Kette und der ersehnte M2.5-Bohrer auf dem Postweg zu mir, damit ich endlich mit dem Prototypen des Stationsbaus beginnen kann. Reifen liegen schon hier und warten auf den Einbau 8)
 
Du kannst auch ohne weiteres zwei Trennscheiben nebeneinander in das Mandell spannen um einen breiteren Schnitt bei der Klemme zu erzielen.
 
Ja, das wäre möglich. Allerdings wäre die Öffnung dann zu breit. Die Klemmen sind mit einer Feile ohnehin sehr leicht zu bearbeiten. Außerdem muss ich auch Schrägen auf dem dicken Teil mit den Gewindelöchern ausfeilen, damit die Klemmen sauber über die Robas laufen.

Nachdem sich das Material sehr leicht bearbeiten lässt, hab ich aber etwas Zweifel gegenüber der Haltbarkeit. :?
 
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