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Dolomiten / Laax 12.-20.2.15

Nach meinem Graubünden-Tirol-Tour-Bericht im Dezember (http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=53&t=52278) schreibe ich wieder mal was zusammenhängendes über diese neun Tage. Allerdings werde ich mich dieses Mal eher kurz halten, da ich im Gegensatz zur Dezembertour nicht alleine unterwegs bin und es infolge Vorausbuchungen auch längst nicht so spannend wird, wie auf genannter Tour, wo ich jeden Tag überlegte, wo ich fahre. Dieses Mal sind fünf Nächte in LaVilla und drei Nächte in Flims-Laax gesetzt, dazwischen auf der Heimfahrt eventuell ein Skigebiet in Nordtirol.

Donnerstag 12.2.15: orange Sella Ronda
Die Entscheidung, am Vorabend von der Schweiz schon bis ins Stubaital zu fahren, um dort in einer Pension zu übernachten, war goldrichtig, wollten wir doch den voraussichtlich schönsten Tag unserer Ferien vollumfänglich geniessen und kamen so pünktlich um 08.30 Uhr in La Villa (Alta Badia) an: Welch eine Enttäuschung, wenn man in einem zentralschweizerischen Skigebiet auf 800m wohnt, wo es 70cm Schnee hat, und hierher kommt. Da liegt ja kaum Schnee!! :-(
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Aber wenigstens ist das Wetter top. Also los geht's, via Piz La Ila, Pralongia, Cherz nach Arabba. Die Pisten sind trotz der Wärme erstaunlich gut, natürlich insbesondere am Portaveschovo.
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Leute hat's ausser in Arabba und Richtung Marmolada erstaunlich wenig. Drum entscheiden wir, mit einigen Abstechern auf der orangen Sella Ronda zu bleiben.
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Am Sass Becé und Col Rodella sind sie eher hart, gute Kanten gefragt.
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Und auch rund um Campinoi sind die Pisten je länger der Tag je härter um nicht zu sagen eisig. Da kommt schon etwas Wehmut auf, wenn ich noch an die perfekten Pisten vor zwei Tagen in Laax denke (http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=140&t=51761&start=400). Aber was solls, es macht trotzdem tierisch Spass, vor allem weil meine Begleitung erstmals hier ist und aus dem Staunen über die Grösse des Gebiets kaum mehr raumkam. Und ich staune immer mehr, wie wenig Leute es hat. Letztes Jahr im März musste ich fast überall anstehen. Heute ausser ein paar wenige Minuten in Arabba und mal da und dort ein paar Sessel. Erstaunlich auch, dass die Pisten trotz der Wärme fast nirgends sulzig wurden, wohl dank der sehr trockenen Luft. Und Steine hat es praktisch gar keine.
Ein Abstecher zum Monte Pana...
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...und die Saslong dürfen natürlich auch nicht fehlen:
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Dann gehts zuürck nach Alta Badia
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...und Richtung La Villa. Blick zum Lagazuoi. Ob wir den bei den schlechten Wetterprognosen ab Samstag auch noch schaffen?
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Wir werden es sehen. Der erste Tag mit 45 Liften war jedenfalls sehr gelungen.
 
Danke, lieber Chrigel für die prompte und informative Antwort!

Oder würdest Du vorschlagen, statt dessen mit dem Auto nach Alleghe von Arabba aus zu fahren, dann hat man den "Busdruck" nicht?
Oder lohnt sich ein Tag Civetta nicht?
 
Also Civetta lohnt sich ganz bestimmt. Schönes, mittelgroßes meist sehr leeres Skigebiet mit - wieder einmal - überragendem Panorama. Civetta und Pelmo direkt vor der Nase eben.
Wenn Du mit dem Auto hinfährst und die Gebirgjägertour machst, musst Du es ja auch wieder abholen. Auf der Gebirgsjägertour hat man eigentlich nie genug Zeit das ganze Gebiet zu sehen. Man verlässt es immer mit dem Gefühl: Hier muss ich nochmal hin.
Die Idee mit dem Auto hin ist also nicht so schlecht (gerade von Arabba aus ohne Gebirgspass). Dann bleib aber einen ganzen Tag da. Falls Ihr eine Gruppe seid, ist ein Großraumtaxi eventuell auch erschwinglich.
 
der Gebirgsjägertour hat man eigentlich nie genug Zeit das ganze Gebiet zu sehen. Man verlässt es immer mit dem Gefühl: Hier muss ich nochmal hin.
Ja genau, so ging es uns auch. Wir mussten Civetta nach zwei Stunden wieder verlassen und haben daher nur einen Teil davon gesehen. Und drum haben wir auch bereits unseren nächstjährigen Aufenthalt in LaVilla gebucht. Cortina zB. mussten wir auch links, resp. rechts liegen lassen.
Cinque Torri und Lagazuoi solltest Du aber auf keinen Fall auslassen. Also wenn die Zeit zu knapp ist für je einen Tag Civetta UND Gebirgsjägertour, dann m.E. besser letzteres. Wenn Du für Zeit für beides je einen Tag hast, dann würde ich wie hook sagt, auch mit dem Auto nach Alleghe und einen ganzen Tag dort verbringen. Und am anderen die Runde machen, bei der Du Civetta dann nur im Vorbeigehen mitnimmst.
"Busdruck" empfand ich nicht negativ. Es hat ja recht viele Verbindungen. Wenn man eine verpasst, fährt man halt nochmal einen Lift und nimmt dann den nächsten. Nur den Betriebsschluss sollte man immer im Auge haben.
 
@ski-chrigel: Von Alta Badia kommend, würde ich Auto/Taxi zum Falzarego/Col Gallina oder Cinque Torri empfehlen, dann mit Skiern nach Fedare und ersten Bus nach Pescul um 09:45h. Dann ist man um 10:15 "im Gebiet" und hat bis 15:15h Zeit für Civetta (vorletzter Bus nach Fedare).
Zurück hat man dann die Lagazuoi Abfahrt mit dabei, jedenfalls bei Taxi "Hinreise" bzw. bis auf den Fahrer. Und falls man zurück dann an der Capanna Alpina, in Armentarola oder St. Kassian strandet: Absacker nehmen und Taxi rufen. Bei mehreren Personen auch bezahlbar.
Auf die Art habe ich 90% von Civetta gesehen, die Lifte ganz hinten, Bereich Pianaz mal ausgenommen. Die schafft man aber auch, wenn man sich das vornimmt.
Gut, wenn man um 08:00 Mit dem Auto von La Villa nach Alleghe fährt, ist man schon um 09:00h "im Gebiet". Dann fährt man den Tag unterm Strich aber auch fast 2h Auto, was nicht so mein Ding wäre im Urlaub.
 
Ja, das könnte man auch so machen. Uns hat die Runde aber eigentlich sehr gut gepasst. Unser Fehler war nur, dass wir zuerst eigentlich andere Pläne hatten (Seiser Alm, siehe oben) und so im Badia-Bereich richtig rumgetrödelt haben. Wären wir direkt zum Col Padon und hätten nicht noch den Quatsch mit dem Bushochlaufen gemacht, dann hätten wir locker 3 1/2 Stunden Zeit in Civetta gehabt, was m.E. für das ganze Gebiet reicht. Wir haben in den zwei Stunden, die wir hatten, ja bereits mehrere Wiederholungen (zB. mehrfach die Piste 1) gemacht, sind aber nicht in den hinteren Skigebietsteil von Pecol, weil es uns im Bereich Baldi/Fioret so gut gefiel und wir nicht wussten, ob es sich weiter hinten mit den Zweier-Sesseln und Skiliften wirklich lohnt.
Lagazuoi/Cinque Torri mit dem Taxi hatten wir am Vortag schon gemacht, so war Fedare-Lagazuoi eigentlich nur (schöne) Rückreise.
Nächstes Jahr sind wir dann schon viel geschickter :wink: , dafür fällt die Spannung des Unbekannten weg.
Autofahren ist auch nicht unser Ding, wenn wir schon ein Hotel unmittelbar am Lift haben.
PS: Wir fahren immer 8.30-16.45 ohne Pause.
 
Danke für Eure kenntnisreichen Erläuterungen zu meinen Fragen! Nachdem ihr so aktuell informiert seid, schließe ich gleich mal ein paar weitere Fragen an, denn obwohl ich seit 2008 zwei Skiwochen im Gebiet verbracht habe, verblassen die Erinnerungen und manche Kombination habe ich einfach noch gar nicht gemacht.

Da wir in Arabba stationiert sein werden:
- wenn wir zur Seceda/St. Ulrich wollen: ist es da sinnvoller (als über Corvara-Grödner Joch) in Richtung Sella Ronda-Orange zu fahren und dann über Sole, Comici I zum Monte Pana und dann den kurzen Verbindungsweg zum Saslong schwarz-Schlusshang?
- dito: ist von St. Christina aus der Rückweg über Sella- und Pordoijoch besser als über Wolkenstein und Corvara? Vom Ciampinoi braucht man doch egtl. nur fünf Lifte nach Arabba: die KSBs Piz Seteur, Città dei Sassi und Sasso Levante, dann die Gondel und 6-KSB Sass Bèce, während man über Corvara noch den Campolongo-Pass mit dem Auf und Ab dort überwinden muss und durch Wolkenstein und Corvara muss
- kann man egtl. vom Pordoijoch (also Bergstation 4-KSB Fodom direkt zum Pian Frataces abfahren? Der Sella Ronda-Plan führt einem über die Lezuo-Bahn, laut Fassatal Skiplan gibt es aber eine Piste direkt hinunter am SL Gonzaga vorbei zur Talstation 4-KSB Kristiania und dann weiter hinunter
- lohnt sich der Abstecher zur Skischaukel Buffaure-Ciampac eurer Meinung nach?
 
Ich würde diese Fragen im allgemeinen Dolomitentopic stellen, dort lesen sicher noch einige mehr mit, als hier. Ich war nach 2014 erst das zweite Mal in den Dolos und bin daher noch nicht soooo der Kenner, da gibt es Leute mit viel mehr Erfahrung.

Von Campinoi würde ich auch via Sella- und Pordoijoch, da dünkt mich deutlich schneller. Umgekehrt denke ich auch.
 
ski-chrigel schrieb:
Von Campinoi würde ich auch via Sella- und Pordoijoch, da dünkt mich deutlich schneller. Umgekehrt denke ich auch.

Ich hab mir die Frage bei meinem Urlaub auch gestellt als ich am Rückweg von der Marmolada nach St. Christina war und es ziemlich knapp hinaus ging. Bin auch über Pordoi / Sella, aber das zog sich schon etwas. Es wird nicht viel um sein, aber gefühlt finde ich gehts über Corvara / Grödnerjoch schneller, aber hab jetzt auch die Zeit nicht gestoppt oder so. :wink:
Nur die Liftfahrten zählen bringt da auch nicht soo viel, da man ja zwischendrin unterschiedlich lang Ski fährt. Und von Corvara zum Grödnerjoch fährt man fast direkt von einem Lift zum anderen, was zwar nicht unbedingt schön ist aber zeitlich ein Vorteil sein kann.
 
David93 schrieb:
Nur die Liftfahrten zählen bringt da auch nicht soo viel, da man ja zwischendrin unterschiedlich lang Ski fährt.
Meiner Meinung nach resp. so temporeich wie wir fahren, ist das Skifahren beinahe zu vernachlässigen. 8min Liftfahren gibt 1min Skifahren oder so. Ob ich jetzt 1min oder 3min zwischen den Liften Skifahre tut wenig zur Sache. Hingegen spielt es eine grosse Rolle, wie lange die Liftfahrten dauern, also kann man nicht einfach die Lifte zählen, sondern deren Fahrzeiten. Gefühlt finde ich die Strecke von Corvara zum Dantercepies sehr mühsam und lange, mit auch noch einem fixgeklemmten Sessel. Insofern bin ich schon eindeutig der Meinung, dass Arabba-Wolkenstein schneller via Belvedere ist.
 
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