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, allein schon aus Berufsgründen. Die SportlerInnen wissen gar nicht, was sie ihrem Körper auf die Dauer antun. Ausserdem ist Ruhm vergänglich (und auch das Geld...).Quelle: sport1Nächster Dopingfall bei T-Mobile
München - Es sind noch drei Wochen bis zur Rad-WM in Stuttgart und schon wieder erschüttert ein neuer Dopingfall den krisengeschüttelten deutschen Radsport. Und erneut ist das einstige Vorzeigeteam T-Mobile verwickelt.
Der Rennstall hat sich am Montagabend von seinem Fahrer Lorenzo Bernucci getrennt. Das gab das Pro-Tour-Team aus Bonn auf seiner Internet-Seite bekannt.
Nach der sechsten Etappe der Deutschland Tour war der 27-Jährige positiv auf den Wirkstoff Silbutramin getestet worden. Dieser ist ein Appetitzügler und wird etwa unter den Markennamen "Reductil" und "Ectiva" verkauft.
Das Mittel steht auf der Liste der verbotenen Substanzen der Welt-Antidoping-Agentur Wada.
Bernucci räumt ein, das Präparat seit vier Jahren zu nutzen.
Verstoß gegen Verhaltenskodex
Eine positive B-Probe Bernuccis steht noch aus, deshalb gilt der Italiener, der im vergangenen Jahr zum T-Mobile Team gekommen war, noch nicht als des Dopings überführt. Dennoch nahm ihn der Bonner Rennstall sofort aus der laufenden Spanien-Rundfahrt. Das Management wertet Bernuccis Positivtest als Verstoß gegen den teaminternen Verhaltenskodex.
"Inakzeptabel"
"Wir wissen nicht, ob dies ein Versuch war, die Leistung zu steigern oder eine fehlerhafte Einschätzung Bernuccis", wird Team-Manager Bob Stapleton zitiert. Stapleton weiter: "Wir wissen aber, dass es inakzeptabel ist, dass Fahrer Medikamente ohne Erlaubnis der Teamarztes nehmen. Das ist ein klarer Verstoß und auf dieser Basis handeln wir nun."
Kein Ausstieg
Trotz der Befundes schließt der T-Mobile einen Ausstieg aus der Radsport-Sponsoring aus. Bei Bernucci habe es sich um einen Fall von "Fahrlässigkeit und Dummheit" gehandelt, sagte Kommunikationschef Christian Frommert.
T-Mobile mit Doping-Vergangenheit
Der Radrennstall hatte sich nach der Verwicklung seines einstigen Topfahrers Jan Ullrich in die Dopingaffäre um den spanischen Arzt Eufemiano Fuentes ein rigides internes Antidoping-Kontrollsystem auferlegt.
Allerdings hatte der Dopingfall des T-Mobile-Profis Patrik Sinkewitz während eines Trainingslagers vor der diesjährigen Tour de France für Negativschlagzeilen gesorgt. Sinkewitz gab später den Missbrauch einer Testosteron-Salbe zu.
Verbleib bis 2010
Sein Team hatte sich dennoch nach der diesjährigen Tour für einen Verbleib im Profi-Radsport mindesten bis zum Jahr 2010 entschieden.
Allerdings behielt sich der Rennstall bei einem weiteren Dopingfall den sofortigen Ausstieg aus dem Teamsponsoring vor. Der Fall Bernucci ist offenbar nicht Anlass genug.
Reductil ist nur bei stark übergewichtigen Personen mit einem BMI über 30 bzw. ab einem BMI von 27 bei Vorliegen eines weiteren Risikofaktors wie Diabetes indiziert und findet in der Behandlung von Adipositas Verwendung.
Nebenwirkungen: Zu den Nebenwirkungen von Reductil gehören Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen. Weiterhin können Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck und Taubheitsgefühle vorkommen.
Sibutramin (bzw. Reductil) sollte nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden, da es zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen kann. Das Medikament darf nicht eingenommen werden bei Überfunktion der Schilddrüse, Angina pectoris, Bluthochdruck, Epilepsie, bei gleichzeitiger Einnahme von Antidepressiva und Neuroleptika sowie bei Vorhandensein von Herzrhythmusstörungen und Leber- und Nierenfunktionsstörungen. Sibutramin kann bei einigen Patienten zu einer Gewichtsabnahme führen. Kritisch zu sehen ist der Anstieg des Blutdrucks und der Herzfrequenz. Wird eine langfristige Gewichtsabnahme angestrebt, müssen zusätzlich Maßnahmen zur Veränderung des Ess- und Bewegungsverhaltens durchgeführt werden. Aufgrund der Nebenwirkungen und Kontraindikationen sollte Sibutramin nur unter enger ärztlicher Kontrolle eingenommen werden.
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