Soundy
Massada (5m)
Soeben in www.kurier.at gelesen:
Bregenz/Wolfurt - Bei einer Umsatzsteigerung von neun Prozent auf 464 Millionen Euro (2002/03: 417,9 Mio. Euro) konnte der Vorarlberger Seilbahnhersteller Doppelmayr das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) gegenüber der Vorjahresperiode auf 38,3 Millionen Euro verdoppelt werden (2002/03: 17,9 Mio. Euro). Der Jahresüberschuss betrug 26,3 Millionen Euro, weit mehr als doppelt so viel wie 2002/03 (10,4 Mio. Euro).
"Dieses ausgezeichnete Betriebsergebnis konnte trotz des ungebrochen starken Preiswettbewerbs erzielt werden", betonten die Doppelmayr-Vorstände Michael Doppelmayr und Hanno Ulmer bei der Präsentation des Geschäftsberichts. Mit im abgelaufenen Geschäftsjahr weltweit 160 realisierten Anlagen sei es gelungen, die Position als Weltmarktführer auszubauen. Speziell in Österreich habe der Umsatz stark gesteigert werden können, was Ulmer auf die Investitionszuwachsprämie und die mit 1. Mai europaweit in Kraft getretene CEN-Richtlinie zurückführte. "Viele wollten noch vorher bauen", sagte Ulmer.
Technisches Know How
Als "wesentlichen Grund" für die Marktführerschaft nannte Doppelmayr die technische Kompetenz des Unternehmens. "Die Unternehmensgruppe verfügt nicht nur über die Technologien für alle bekannten Seilbahnsysteme, sondern hat auch als einziger Hersteller sämtliche dieser Systeme produziert und installiert", so Doppelmayr. Ziel aller Entwicklungen sei es, die Bedürfnisse der Fahrgäste und Seilbahnbetreiber zu erfüllen und marktgerechte Lösungen zu bieten.
Fixpreise trotz teuren Stahls
Auf das heurige Geschäftsjahr (Beginn: 1. April) angesprochen, räumte Ulmer ein, "dass uns die hohen Stahlpreise beträchtlich treffen". Doppelmayr habe die Bahnen nach Fixpreisen verkauft und somit die gestiegenen Stahlpreise selbst "schlucken" müssen. Von seinen Lieferanten habe Doppelmayr für das erste Quartal 2005 aber ebenfalls Fixpreise garantiert bekommen. "Es ist davon auszugehen, dass Doppelmayr im Geschäftsjahr 2004/05 ein zwar rückläufiges, aber mit Sicherheit positives Geschäftsergebnis erzielen wird", sagte Ulmer.
Unfall-Bericht von Sölden
Zum Seilbahn-Vorfall in Sölden, bei dem 113 Fahrgäste aus stecken gebliebenen Gondeln einer von Doppelmayr hergestellen Anlage einzeln aus bis zu 50 Metern Höhe abgeseilt werden mussten, merkte Doppelmayr an, "dass wir auf den Bericht des Ministeriums warten".
Hinsichtlich der Zukunftsperspektiven gingen Doppelmayr und Ulmer davon aus, dass "der Seilbahnmarkt auf hohem Niveau stagniert" (Doppelmayr). In den Kernmärkten werde es keine großen Zuwächse geben, Wachstum werde aber beispielsweise in den Ländern des ehemaligen Ostblocks möglich sein. Auch die Sommeranlagen würden an Volumen deutlich zunehmen. "Es wird auch mehr mobile Seilbahnen geben", sagte Doppelmayr. Das Unternehmen hat 2003 bei der internationalen Gartenbauausstellung in Rostock eine mobile Bahn betrieben und wird dies auch nächstes Jahr in München tun. Doppelmayr trete aber grundsätzlich nur bei Sommerbahnen als Betreiber auf.
Die Doppelmayr-Gruppe beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr weltweit 2.102 Mitarbeiter, um 27 weniger als ein Jahr davor. Insgesamt betreibt Standorte und Niederlassungen in mehr als 30 Ländern der Erde.
Artikel vom 24.11.2004 |apa |ch
Quelle: http://www.kurier.at/wirtschaft/807746.php
Bregenz/Wolfurt - Bei einer Umsatzsteigerung von neun Prozent auf 464 Millionen Euro (2002/03: 417,9 Mio. Euro) konnte der Vorarlberger Seilbahnhersteller Doppelmayr das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) gegenüber der Vorjahresperiode auf 38,3 Millionen Euro verdoppelt werden (2002/03: 17,9 Mio. Euro). Der Jahresüberschuss betrug 26,3 Millionen Euro, weit mehr als doppelt so viel wie 2002/03 (10,4 Mio. Euro).
"Dieses ausgezeichnete Betriebsergebnis konnte trotz des ungebrochen starken Preiswettbewerbs erzielt werden", betonten die Doppelmayr-Vorstände Michael Doppelmayr und Hanno Ulmer bei der Präsentation des Geschäftsberichts. Mit im abgelaufenen Geschäftsjahr weltweit 160 realisierten Anlagen sei es gelungen, die Position als Weltmarktführer auszubauen. Speziell in Österreich habe der Umsatz stark gesteigert werden können, was Ulmer auf die Investitionszuwachsprämie und die mit 1. Mai europaweit in Kraft getretene CEN-Richtlinie zurückführte. "Viele wollten noch vorher bauen", sagte Ulmer.
Technisches Know How
Als "wesentlichen Grund" für die Marktführerschaft nannte Doppelmayr die technische Kompetenz des Unternehmens. "Die Unternehmensgruppe verfügt nicht nur über die Technologien für alle bekannten Seilbahnsysteme, sondern hat auch als einziger Hersteller sämtliche dieser Systeme produziert und installiert", so Doppelmayr. Ziel aller Entwicklungen sei es, die Bedürfnisse der Fahrgäste und Seilbahnbetreiber zu erfüllen und marktgerechte Lösungen zu bieten.
Fixpreise trotz teuren Stahls
Auf das heurige Geschäftsjahr (Beginn: 1. April) angesprochen, räumte Ulmer ein, "dass uns die hohen Stahlpreise beträchtlich treffen". Doppelmayr habe die Bahnen nach Fixpreisen verkauft und somit die gestiegenen Stahlpreise selbst "schlucken" müssen. Von seinen Lieferanten habe Doppelmayr für das erste Quartal 2005 aber ebenfalls Fixpreise garantiert bekommen. "Es ist davon auszugehen, dass Doppelmayr im Geschäftsjahr 2004/05 ein zwar rückläufiges, aber mit Sicherheit positives Geschäftsergebnis erzielen wird", sagte Ulmer.
Unfall-Bericht von Sölden
Zum Seilbahn-Vorfall in Sölden, bei dem 113 Fahrgäste aus stecken gebliebenen Gondeln einer von Doppelmayr hergestellen Anlage einzeln aus bis zu 50 Metern Höhe abgeseilt werden mussten, merkte Doppelmayr an, "dass wir auf den Bericht des Ministeriums warten".
Hinsichtlich der Zukunftsperspektiven gingen Doppelmayr und Ulmer davon aus, dass "der Seilbahnmarkt auf hohem Niveau stagniert" (Doppelmayr). In den Kernmärkten werde es keine großen Zuwächse geben, Wachstum werde aber beispielsweise in den Ländern des ehemaligen Ostblocks möglich sein. Auch die Sommeranlagen würden an Volumen deutlich zunehmen. "Es wird auch mehr mobile Seilbahnen geben", sagte Doppelmayr. Das Unternehmen hat 2003 bei der internationalen Gartenbauausstellung in Rostock eine mobile Bahn betrieben und wird dies auch nächstes Jahr in München tun. Doppelmayr trete aber grundsätzlich nur bei Sommerbahnen als Betreiber auf.
Die Doppelmayr-Gruppe beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr weltweit 2.102 Mitarbeiter, um 27 weniger als ein Jahr davor. Insgesamt betreibt Standorte und Niederlassungen in mehr als 30 Ländern der Erde.
Artikel vom 24.11.2004 |apa |ch
Quelle: http://www.kurier.at/wirtschaft/807746.php