• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Düsen für Schneilanzen (selberbau)

Mat1dan

Massada (5m)
Grüß euch,
über dieses Düsenthema gibt es zwar vereinzelte Beiträge, die sich jedoch über äußerst viele Themen erstrecken und so auch schwer zu finden sind :naja:
Aber um zur Sache zu kommen: Auf meiner Schneilanze wurde Anfangs eine selbstgebaute Düse (1,5mm Öffnung) verwendet, die aufgrund von erhofften besseren Sprühkegeln durch zwei Ölbrennerdüsen + Düsenstöcken ersetzt wurden. Leider ergibt sich auch hier, dass auch größere Wassertopfen herauskommen. Gibt es da auch Möglichkeiten zur Vermeidung des Problems?
Oder sollte man vollständig auf die Brennerdüsen verzichten und Flachstrahldüsen verwenden?
 
Brennerdüsen haben den Nachteil dass die eben auf die Viskosität von Öl ausgelegt sind. Wasser hat eine wesentlich höhere Oberflächenspannung als Öl so dass die Tröpchen größer bleiben.
Was aber definitiv gut funktioniert: Kennt ihr diese Ventillatoren die oft im heißen Sommer in Innenstädten aufgestellt werden und sehr fein vernebeltes Wasser in den Luftstrom sprühen um die Luft durch Verdunstung zu kühlen? In etwas modifiziertter Form hab ich so etwas schon als Kleinmengenschneeerzeuger auf einem Weihnachtsmarkt gesehen. Eventuell wär das was?
Ist es eigentlich nicht möglich als Privatmann bei einem Schneeerzeugerhersteller Düsen zu erwerben? Ich hab mich damit jetzt noch nicht wirklich befasst.
 
Es gibt doch Wasserdüsen zu kaufen.

In der Waschanlage gibt es meist welche die das Wasser in einem breiten Strahl aussprühen, aber auch welche wo ein feiner Wasser/Wax Nebel erzeugt wird.
Sind halt Industriedüsen.
 
Spezialwidde schrieb:
Brennerdüsen haben den Nachteil dass die eben auf die Viskosität von Öl ausgelegt sind. Wasser hat eine wesentlich höhere Oberflächenspannung als Öl so dass die Tröpchen größer bleiben.
Was aber definitiv gut funktioniert: Kennt ihr diese Ventillatoren die oft im heißen Sommer in Innenstädten aufgestellt werden und sehr fein vernebeltes Wasser in den Luftstrom sprühen um die Luft durch Verdunstung zu kühlen? In etwas modifiziertter Form hab ich so etwas schon als Kleinmengenschneeerzeuger auf einem Weihnachtsmarkt gesehen. Eventuell wär das was?
Ist es eigentlich nicht möglich als Privatmann bei einem Schneeerzeugerhersteller Düsen zu erwerben? Ich hab mich damit jetzt noch nicht wirklich befasst.
Guten Abend,
ja wir haben sie jedoch auch etwas aufgeweitet (1,2mm) pro Düse. Jedoch bin ich draufgekommen, dass sie äußerst wenig Wasserdurchsatz haben und somit der HDR immer ins Stocken gerät. Dieses Problem wäre dann aber eher auf die Düsenstöcke zurückzuführen die dafür auch nicht ausgelegt wurden :naja:
Mit welchen Druck werden die Geräte arbeiten reicht das aus?
Hier noch ein Bild von der etwas unzufriedenstellenden Situation
20170911_170638[1].jpg
 
Das Problem wird sein wenn man Brennerdüsen selber aufbohrt dass man dann ihre Zerstäubungseigenschaften komplett ändert und das meist nicht zum Guten. Soweit ich weiß ist die Düsenbohrung einer Brennerdüse auch speziell geartet, also nicht einfach nur hineingebohrt um einen pestimmten Sprühkegel und den gewünschten Tröpfchenabriss zu erreichen. Ein anderes Medium würde auch ein ganz anders Zerstäubungsbild ergeben. Ein Leichtölgebläsebrenner wird mit 16-20 bar betrieben. das geht weil das Heizöl vorgerärmt wird und Öl wenig Oberflächenspannung besitzt. Für Wasser reicht das nicht mal ansatzweise aus. Wenn man mit Wasser alleine arbeitet (was sowieso keinen guten Kunstschnee geben kann) benötigt man Drücke von 100 Bar und mehr, das würde solch eine Brennerdüse schnell auslutschen. Vom Durchsatz man ganz zu schweigen. Man kann mit weniger Druck arbeiten wenn man Druckluft zu Hilfe nimmt. Was man sowieso machen sollte weil man nur so gescheite Eiskristallbildung erreicht. Aber dann braucht man sowieso wieder Kombidüsen. Sich eine private Beschneiung zu basteln die gescheid funktioniert ist vor allem durch 3 Sachen gekennzeichnet:
Es ist laut
Es ist ein beträchtlicher technischer Aufwand von Nöten
Es braucht viel Strom und Wasser
Auch wenns natürlich Spaß macht :lach:
 
Spezialwidde schrieb:
Das Problem wird sein wenn man Brennerdüsen selber aufbohrt dass man dann ihre Zerstäubungseigenschaften komplett ändert und das meist nicht zum Guten. Soweit ich weiß ist die Düsenbohrung einer Brennerdüse auch speziell geartet, also nicht einfach nur hineingebohrt um einen pestimmten Sprühkegel und den gewünschten Tröpfchenabriss zu erreichen. Ein anderes Medium würde auch ein ganz anders Zerstäubungsbild ergeben. Ein Leichtölgebläsebrenner wird mit 16-20 bar betrieben. das geht weil das Heizöl vorgerärmt wird und Öl wenig Oberflächenspannung besitzt. Für Wasser reicht das nicht mal ansatzweise aus. Wenn man mit Wasser alleine arbeitet (was sowieso keinen guten Kunstschnee geben kann) benötigt man Drücke von 100 Bar und mehr, das würde solch eine Brennerdüse schnell auslutschen. Vom Durchsatz man ganz zu schweigen. Man kann mit weniger Druck arbeiten wenn man Druckluft zu Hilfe nimmt. Was man sowieso machen sollte weil man nur so gescheite Eiskristallbildung erreicht. Aber dann braucht man sowieso wieder Kombidüsen. Sich eine private Beschneiung zu basteln die gescheid funktioniert ist vor allem durch 3 Sachen gekennzeichnet:
Es ist laut
Es ist ein beträchtlicher technischer Aufwand von Nöten
Es braucht viel Strom und Wasser
Auch wenns natürlich Spaß macht :lach:
Ich Versuch jetzt alles an Technik in einer Schallgedämpften Holzkiste verschwinden sollte :D
 
Spezialwidde schrieb:
Das Problem wird sein wenn man Brennerdüsen selber aufbohrt dass man dann ihre Zerstäubungseigenschaften komplett ändert und das meist nicht zum Guten. Soweit ich weiß ist die Düsenbohrung einer Brennerdüse auch speziell geartet, also nicht einfach nur hineingebohrt um einen pestimmten Sprühkegel und den gewünschten Tröpfchenabriss zu erreichen. Ein anderes Medium würde auch ein ganz anders Zerstäubungsbild ergeben. Ein Leichtölgebläsebrenner wird mit 16-20 bar betrieben. das geht weil das Heizöl vorgerärmt wird und Öl wenig Oberflächenspannung besitzt. Für Wasser reicht das nicht mal ansatzweise aus. Wenn man mit Wasser alleine arbeitet (was sowieso keinen guten Kunstschnee geben kann) benötigt man Drücke von 100 Bar und mehr, das würde solch eine Brennerdüse schnell auslutschen. Vom Durchsatz man ganz zu schweigen. Man kann mit weniger Druck arbeiten wenn man Druckluft zu Hilfe nimmt. Was man sowieso machen sollte weil man nur so gescheite Eiskristallbildung erreicht. Aber dann braucht man sowieso wieder Kombidüsen. Sich eine private Beschneiung zu basteln die gescheid funktioniert ist vor allem durch 3 Sachen gekennzeichnet:
Es ist laut
Es ist ein beträchtlicher technischer Aufwand von Nöten
Es braucht viel Strom und Wasser
Auch wenns natürlich Spaß macht :lach:
Was das mit Zerstäubungsbild betrifft, hat sich nicht viel geändert. Nur hat der Düsenstock (mit Abstand das teuerste an der Lanze) einen zu hohen Widerstand :sniff:
 
Hallo,
Mit Eintreffen der neuen Düsen und der Fertigstellung der neuen massiveren Düsenstöcken wird es morgen zu Testläufen was Durchfluss betrifft kommen.
 

Anhänge

  • IMG_20171220_171736.jpg
    IMG_20171220_171736.jpg
    176,2 KB · Aufrufe: 19.714
  • IMG_20171219_185159.jpg
    IMG_20171219_185159.jpg
    331,8 KB · Aufrufe: 19.711
Nach längerer Abwesenheit wieder ein Post zum erfolgreichen Umbau der Schneilanze auf die neuen Düsen und auf die neuen Aufnahmen. Durch die neuen Aufnahmen der Düsen konnte der Wasserdurchsatz und die Zerstäubung wesentlich verbessert werden.
Hier der fertige Umbau
DSC_6967.JPG
Fertiger Umbau der Düenaufnahmen (entschuldigt die Drehung)

DSC_6976.JPG
Der Schnee am Rasen...
 
Auch wenn das Topic mehr oder weniger tot ist....
Die neuen Wasseedüsen arbeiten hervorragend, die Nuc Düse ist zwar immer noch etwas laut und ungleichmäßig, wird aber demnächst ausgetauscht.
Das war das Ergebis nach einem Testlauf bei ca - 4,5°C
IMG_20181214_210745.jpg
Das Ergebnis aus ca 20min Schneibetrieb

Die Lanzensteuerung ist leider noch nicht per Webinterface steuerbar, aber das kommt sicher noch..
 
Tolle Lanze

Was für Düsen verwendest du jetzt und wo hast du den Düsenstock her?

Wäre es nicht auch eine Möglichkeit gewesen den Druck durch Einbau einer dritten Düse zu reduzieren?

Welchen Durchmesser haben deine Rohre? 1/2 oder 3/4 Zoll?
 
Hallo,

als Düsen werden Areco Düsen Gal 15 (bei wodl.at BS0093) genommen. Da wir das Problem der alten Konstruktion mit den Düsenstöcken identifiziert haben, so konstruierten wir neue Düsenaufnahmen. Mit den neuen Düsen und der neue Aufnahme ergibt sich ein schönes Zerstäubungsbild, unabhängig vom Wasserdruck. Als nächstes wird die Nucelatordüse auf die neuen Düsen und deren Aufnahmen umgebaut.
Duesentock.png

Unmittelbar vor der Düsenaufnahme wurde ein 1/2" System verwendet, grundsätzlich jedoch 3/4".
 
Zurück
Oben