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Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Hallo,

Entschuldigung, ich benutze Google translate.

Ich wohne im Engadin und habe eine Saisonkarte (1 ganzes Jahr für 700 CHF!). Aber ein Freund besucht mich zum Skifahren. Der Skipass mit Schnee- und Bahntickets (von Samedan nach Celerina) ist günstiger als der normale Skipass (72 CHF vs. 87 CHF, und der Preis würde morgen wahrscheinlich steigen).

Könnten Sie mir bitte sagen, ob ich nur das Schneeticket kaufen kann und dann zum Skipassbüro gehe?

Danke für die Hilfe



Original in English:

Hello,

sorry I am using Google translate.

I live in Engadin and have a season pass (1 whole year for 700 CHF!) but a friend is coming to visit me for skiing. I see that for Saturday the skipass with snow &
rail ticket (from Samedan to Celerina) is cheaper than the normal skipass (72 CHF vs 87 CHF, and the price would probably increase tomorrow).

Could you please tell me if I can just buy the snow & rail ticket and then go to the skipass office without going to take an unnecessary train?

Thank you for help
 
Mindestens Andermatt-Sedrun zieht positive Bilanz aus dem Dynamic Pricing:

https://www.blick.ch/news/wirtschaft/durchschnittsertrag-um-ueber-40-prozent-gestiegen-flexible-preise-lohnen-sich-fuer-bergbahnen-id15161946.html

Natürlich müssen sie das, sonst würden sie es schliesslich nicht machen... aber auch ich glaube, dass es dem Skigebiet tatsächlich Vorteile bringt. Ob es dem Gast Vorteile bringt, hängt sehr vom Gast und der Situation ab, aber wer schlau plant, kann sicher etwas günstiger auf die Piste.
 
Allerdings hat Andermatt auch einen Maximalpreis von 78 Franken und keine Mondpreise wie St. Moritz mit Preisen im dreistelligen Bereich...
 
...und nun ist Andermatt auch nicht St. Moritz...
 
Ich hab gestern mal beim snow-deal geschaut, da kosteten 6 Tage im Engadin Ende März 240 SFR.
Attraktiver Preis. da kann man nicht meckern.
 
Andermatt kannst du auf jeden Fall als Beweis zählen lassen für:
Wenn das Ticket nur 10 Franken kostet kommen ALLE!

Wenn du ordentlich investierst und neue Bahnen und Pisten baust und sogar noch was verbindest und so eine richtige Reise durch die Bergwelt ermöglichst, dann kommen Leute. Das ist attraktiv.

Wenn die Preise offensichtlich gedeckelt sind, und höchstens mal günstiger sind, fühlt sich niemand auf den Schlips getreten wenn er den "Vollpreis" zahlt, und alle anderen fühlen sich richtig gut, weil sie was gespart haben.
Hey, letzten Mittwoch hab ich niemanden sich beschweren hören, obwohl die Wartezeiten echt extrem waren. Aber so Sparfüchse fahren vielleicht sonst nach AT und sind das Warten soweiso gewöhnt.
Ich fand es zwar ätzend, so viel zu warten, beschweren würde ich mich aber nicht, was will man erwarten, bei zehn Franken.
 
danimaniac schrieb:
Andermatt kannst du auf jeden Fall als Beweis zählen lassen für:
Wenn das Ticket nur 10 Franken kostet kommen ALLE!


Nur ist der 10-Franken-Tag etwas speziell - den könnte man auch machen, wenn man sonst fixe Preise hat. Bei Andermatt erscheint mir, dass z.B. das Wetter im Gegensatz zu den Verlautbarungen nicht angemessen berücksichtigt wird: Auch wenn Mitte Woche fürs Wochenende sehr, sehr schlechtes Wetter angesagt ist, bleiben die Preise hoch (d.h. bei ca. 65 CHF).

Sörenberg hat fixe Preise - war jedoch vor Weihnachten flexibler als Andermatt: Man hat deutliche Rabatte gegeben, weil noch nicht alles offen war.
 
benjamin schrieb:
danimaniac schrieb:
Andermatt kannst du auf jeden Fall als Beweis zählen lassen für:
Wenn das Ticket nur 10 Franken kostet kommen ALLE!


Nur ist der 10-Franken-Tag etwas speziell - den könnte man auch machen, wenn man sonst fixe Preise hat. Bei Andermatt erscheint mir, dass z.B. das Wetter im Gegensatz zu den Verlautbarungen nicht angemessen berücksichtigt wird: Auch wenn Mitte Woche fürs Wochenende sehr, sehr schlechtes Wetter angesagt ist, bleiben die Preise hoch (d.h. bei ca. 65 CHF).

Sörenberg hat fixe Preise - war jedoch vor Weihnachten flexibler als Andermatt: Man hat deutliche Rabatte gegeben, weil noch nicht alles offen war.

Hmmm... ich bin im November in Andermatt für 35 oder 39 Franken am Gemsstock gewesen. Ist zwar viel für die Gurschenpisten, aber auch nicht der Vollpreis.
Unflexibel find ich das nun auch nicht. Und ein deutlicher Rabatt ist es wohl auch...
 
danimaniac schrieb:
benjamin schrieb:
danimaniac schrieb:
Andermatt kannst du auf jeden Fall als Beweis zählen lassen für:
Wenn das Ticket nur 10 Franken kostet kommen ALLE!


Nur ist der 10-Franken-Tag etwas speziell - den könnte man auch machen, wenn man sonst fixe Preise hat. Bei Andermatt erscheint mir, dass z.B. das Wetter im Gegensatz zu den Verlautbarungen nicht angemessen berücksichtigt wird: Auch wenn Mitte Woche fürs Wochenende sehr, sehr schlechtes Wetter angesagt ist, bleiben die Preise hoch (d.h. bei ca. 65 CHF).

Sörenberg hat fixe Preise - war jedoch vor Weihnachten flexibler als Andermatt: Man hat deutliche Rabatte gegeben, weil noch nicht alles offen war.

Hmmm... ich bin im November in Andermatt für 35 oder 39 Franken am Gemsstock gewesen. Ist zwar viel für die Gurschenpisten, aber auch nicht der Vollpreis.
Unflexibel find ich das nun auch nicht. Und ein deutlicher Rabatt ist es wohl auch...


Deshalb habe ich vor Weihnachten geschrieben ... nur Oberalp-Flyer offen und Preise hoch. Was aber eben speziell ist: Auch bei schlechtestem Wetterbericht sind am Weekend in der Hochsaison die Preise bei 65-69 CHF.
 
ski-chrigel schrieb:
Guter Beitrag über dynamische Preise auf SRF (Schweiz aktuell): https://www.srf.ch/sendungen/schweiz-aktuell/sendungen (in Kürze online abrufbar)
In Zermatt scheinen Bahnen und Gäste damit zufrieden zu sein.

Naja, Zermatt ist auch kein echtes dynamisches Preissystem. Ich hab da bisher keine großen Rabatte gesehen und die Erhöhung war von 93 auf 98 Franken (in St. Moritz dagegen von 82 auf 105) und bei Onlinebuchung hat man wohl nie mehr gezahlt als letztes Jahr der Normalpreis war (sondern meist einfach gleich viel).

Sogar Andermatt ist eben nicht mehr wirklich dynamisch, weil es ne Obergrenze von 78 Franken gibt, was im Schweizvergleich zwar im oberen Bereich ist, aber doch vergleichbar mit anderen Gebieten ähnlicher Größe.

Da bleibt dann unterm Strich nur noch St. Moritz mit nem echten dynamischen Preissystem mit Wucherpreisen von 105 Franken. Und bei denen gibts nächstes Jahr sicher mehr Ärger als dieses Jahr, weil dann die Hotel-Skipass-Aktion nach vielen Jahren gestrichen wird (wo man als Hotelgast im Oberengadin nur 35?/40? Franken oder so pro Tag für den Skipass zahlte).
 
Lustig. Jetzt wurde Zermatt doch schon fast shitstormmässig für sein dynamisches Preismodell kritisiert und jetzt, wo offenbar (angeblich) beide Seiten zufrieden sind, ist es dann doch wieder kein richtiges dynamisches Modell... :rolleyes:
 
Das lag aber daran, dass es angekündigt wurde und daher auch angenommen wurde, es sei so. Aber in der Praxis gabs doch bei Zermatt afaik nichtmal 10 Franken Schwankung. Hat da jemand Daten?
 
ski-chrigel schrieb:
Lustig. Jetzt wurde Zermatt doch schon fast shitstormmässig für sein dynamisches Preismodell kritisiert und jetzt, wo offenbar (angeblich) beide Seiten zufrieden sind, ist es dann doch wieder kein richtiges dynamisches Modell... :rolleyes:
Ich habe ja schon letztes Jahr festgestellt, dass Zermatt eher Saisonpreise mit Vorverkaufsrabatt als dynamische Preise eingeführt hat. In einem aktuellen Interview (ab ca. 25:10) führt Franz Julen an, dass es in Zermatt auch künftig weder Wucherpreise noch Schnäppchen geben soll. Man nimmt den Konsumenten halt ernst und verschenkt keine Tickets :wink:
 
Nachdem es das Oberengadin bereits länger übertrieben haben, zieht nun auch die Skiarena Andermatt-Sedrun nach. Die Tageskartenpreise für dieses Wochenende lagen bei CHF 84.-, noch viel heftiger sind aber die 6-Tageskarten für CHF 404.-.
Das ist in meinen Augen klar zu viel. Selbst das Oberengadin (CHF 407.70) und Zermatt International (CHF 439.00) sind da nicht mehr wirklich teurer. Und die undynamischen Destinationen wie Arosa-Lenzerheide (CHF 342.00), Davos-Klosters (CHF 351.00), 4 Vallées (CHF 373.00) oder Laax (CHF 385.00) haben bei grösserem Angebot sowieso tiefere Preise.
 
Dynamic Pricing wird auf jeden Fall durchgeführt.

Airlines machen das ja schon länger und das geht dank der modernen Technik sogar noch viel leichter und effektiver.

Einmal mit Cookies und einmal anonym die Preise vergleichen sollte schon die Augen öffnen.
 
Schleitheim hat im Oberengadiner News-Topic darauf aufmerksam gemacht, dass es laut mountains.ch den Hotel-Skipass, trotz anders lautender Aussage in der Vergangenheit, nun doch wieder geben wird. Dies allerdings für 45CHF statt wie bisher 38CHF pro Tag. Neu ist er aber auch schon ab einer Hotelnacht buchbar, aber die Zahl der Skitage muss wohl immer noch der Zahl der Übernachtungen entsprechen.

Ich hab mir mal angeschaut, was das jetzt für meinen geplanten Aufenthaltszeitpunkt nächsten Winter bedeutet:

21.-28.12.2019:
Snowdeal 8 Tage (Stand heute): 407,40 CHF
Hotel-Skipass: 9x45=405 CHF
(Da ich den ungenutzten Anreise- oder Abreisetag mit kaufen muss. Den grundsätzlich guten Forum-Tipp die letzte Hotelnacht in eine separate Buchung zu setzen will ich meinem Hotel als bürokratischen Aufwand nicht wirklich antun.)

Vergleich zum letzten Jahr:
Snowdeal (Stand 1.9.) für 22.-29.12.2018 (also auch 8 Tage und fast gleicher Zeitraum):
375.60 CHF
https://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=37&t=59090&start=175#p5167795
Hotel-Skipass: 9x38=342 CHF

Fazit:
- In meinem Fall sind die beiden Modelle ziemlich identisch.
- Allgemein sollte jeder beide Modelle vergleichen. In der Nebensaison könte der Snowdeal z.B. deutlich günstiger als der Hotelskipass sein. Bei Kurz-Aufenthalten oder kurzfristiger Hotelbuchung dürfte aber der Hotelskipass von klarem Vorteil sein.
- So oder so wird es mich also gut 60 CHF teuer als dieses Jahr.
- Auch der Snowdeal wurde teuer als dieses Jahr. Bin mal gespannt, ob dann Tageskarten am Tag selbst auch *noch* teurer werden als dieses Jahr und Richtung 120 Chf erreichen werden ;)
- Ich finde es aber grundsätzlich gut, dass auch uninformierte Gäste die Möglichkeit haben werden, unkompliziert im Hotel weiterhin „einfach so“ ein noch irgendwie bezahlbares Ticket zu erwerben, statt an der Kasse mit über 100 Chf überfallen zu werden. Das hätte eine Katastrophe werden können.
 
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