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Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Habe neulich noch gesehen, dass man fürs Engadin auch ein 10 Tages-Wahlabo kaufen kann. Preis ist 690 CHF bis 31.10., also 69 CHF pro Tag, was fürs Engadin ok ist. Weiss nicht, ob das neu ist oder ob es das schon seit längerem gibt. Aber das finde ich ein deutlich attraktiveres Angebot, als sich zu lange im Voraus auf bestimmte Tage festzunageln, an denen ich das Wetter nicht im Voraus kenne.
https://booking.engadin.ch/de/skitickets/10-tages-wahlabo
 
sheridan schrieb:
ski-chrigel schrieb:
Das hast Du etwas falsch verstanden. Dynamische Preise hat Laax schon seit einigen Jahren. Neu ist nur, dass ea diese nicht nur über die App gibt, sondern auch an der Kasse.
Ok, ich habe die App noch nie benutzt. Wenn jedes Skigebiet eine eigene App bringen würde, dann müsste ich ja 50+ Apps installieren.

Mich würde mal interessieren, wie viele Leute man an der Kasse schon vergrault hat. Zermatt ist es jedenfalls gelungen, mich zu vergraulen. Die hatten ja damals dynamische Preise mit ordentlichem Aufschlag nach oben, nach unten aber natürlich nicht. Seitdem fahre ich dort nicht mehr hin.

Ich habe letzens auch auf Zermatt.ch gebucht und musste dann merken, dass meine Buchung einen Aufpreis von 15% hatte. Nach meiner Suche fand ich das Apartment auf Werbelink entfernt ;) ohne Preisaufschlag. Das Smart-Pricing ist wirklich sehr schade und nervt!
 
Da hat wohl jemand noch zusätzlich 15% Provision eingestrichen .. wobei Hotelpreise ja auch generell schon eine gewisse Dynamik haben. Allerdings unterscheiden die meisten nur zwischen Hoch- und Nebensaison und ggf mit unterschiedlich bepreisten Kontingenten. Hier hat man aber auch die Chance, bei wenig Nachfrage kurzfristig einen guten Preis zu bekommen. Lenzerheide macht das auch mit Skipässen, was ich nicht verkehrt finde. Ich habe eigentlich nur mit solchen Preismodellen ein Problem, die Kurzfrist-Bucher systematisch benachteiligen (Engadin, Zermatt).
 
Wie funktioniert das Dynamic Pricing in Sölden/Ötztal eigentlich, wenn ich bspw. ein mehrtätigen Urlaub buchen will und der aktuell (ca. einen Monat vor Stichtag) noch auf dem niedrigsten Preis steht?
Und ich gerne wissen möchte, wie lange ich mir noch mit der Buchung Zeit lassen kann.
Ist dann der Preisanstieg ausschließlich abhängig von neuen Buchungen oder gibt es noch andere Faktoren wie spontane Preisanpassung durch das Skigebiet. Ich hab gelesen, dass z.b. je nach Wetterlage die Preise noch steigen oder fallen können. Aber normalerweise geschieht das stufenweise, oder kann es passieren dass der Preis von einem auf den anderen Tag extrem schwankt?
 
Und ich gerne wissen möchte, wie lange ich mir noch mit der Buchung Zeit lassen kann.
Das ist doch gerade der Sinn der Sache, dass der Kunde die Preisentwicklung nicht versteht und aus diesem Grund sofort zubeisst, weil er befürchtet, dass das Ticket eine Stunde später schon wieder viel teurer ist...
 
TPD schrieb:
Das ist doch gerade der Sinn der Sache, dass der Kunde die Preisentwicklung nicht versteht und aus diesem Grund sofort zubeisst, weil er befürchtet, dass das Ticket eine Stunde später schon wieder viel teurer ist...


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Kris schrieb:
TPD schrieb:
Das ist doch gerade der Sinn der Sache, dass der Kunde die Preisentwicklung nicht versteht und aus diesem Grund sofort zubeisst, weil er befürchtet, dass das Ticket eine Stunde später schon wieder viel teurer ist...


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** Skigebiet für nachhaltiges Reisen
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:biggrin: :biggrin: :biggrin:
bester Beitrag den ich seit langem hier gelesen habe... :biggrin:
Hattest Du gestern einen gemütlichen Rotwein Abend ?
Hoffentlich wird dieses nie so kommen.....

Aber es liegt ja an uns, dieses zu beeinflussen....

Ich werde in Zukunft alle Skigebiete meiden, bei welchen ich den Normalpreis nur über Vorkasse bekomme..
und weil ich dann vor Ort nur einen völlig überteuerten Betrag zahlen müsste ......
Sorry bye bye Sölden... so viel bist Du mir nicht wert...
es gibt zum Glück noch Alternativen..
 
Highlander schrieb:
Hattest Du gestern einen gemütlichen Rotwein Abend ?
Haha, ja so ungefähr, genau! ;-)
Eine Suche in Booking.com für eine Übernachtung in New York sorgte für bewusstseinserweiternde Momente, wirkte aber eher wie Portwein. :-)

Denn: Alle 19 wichtigen Informations-Sätze über Ihren bevorstehenden Skipasskauf entspringen der Booking.com Hotelsuche.

Klarerweise habe ich das eine oder andere ein wenig anpassen müssen. Gleich geblieben ist dabei auf jedem Fall der objektive Positivgehalt.

Beispielsweise heißt es bei Hotels, bei denen Doppelbetten nicht auseinandergeschoben werden können, vielfach: "Hotel besonders geeignet für Paare". Also: "Bügellift besonders geeignet für Paare". Das kann man weiter bringen, zB. "Sessellifte besonders geeignet für Groß- und Patchworkfamilien" u.dgl.

Auch dass bei Buchung keinesfalls sofort bezahlt werden müsse, und vor Ort sogar besonders lobenswerterweise keine Kreditkarte nötig sein würde, wird bei Booking.com Angeboten häufig erwähnt. Somit eignet sich diese Informationshülse auch bestsens für angenehme kostenlose Zusatzleistungen wie "Genießen Sie einen Traumtag im Skigebiet. Denn die Einfahrt in ihren Parkplatz ist für Sie kostenfrei. Bezahlen Sie diesen erst bei der Ausfahrt."
Usw. Booking com ist voll mit derartigem Wohlfühlnonsense.


:-)
 
Es wäre lustig wenns nicht eigentlich so traurig wäre wie das an der Nase herumführen des Kunden immer neue Höhen erreicht. :lol: :nein:
 
Kris schrieb:
Auch dass bei Buchung keinesfalls sofort bezahlt werden müsse, und vor Ort sogar besonders lobenswerterweise keine Kreditkarte nötig sein würde, wird bei Booking.com Angeboten häufig erwähnt.

Sehr schön adaptierter Post! :D Aber zu diesem Punkt eine Anmerkung: Wenn du wüsstest, wie viele Deutsche es gibt, die "Kreditkarte hab ich nicht, will ich nicht!" rufen und "ich nehm nur ein Hotel, wo ich keine Kreditkarte brauche!" sagen, dann macht diese scheinbare "Nicht-Information" wieder mehr Sinn. Perfekt an den deutschen Markt angepasstes Marketing quasi...
 
Da werden die "Deutschen" halt umdenken müssen oder einige Länder meiden, aber du hast recht, perfekt abgestimmt. Das einzige was mich an booking, und auch anderen Seiten, stört, ist diese versuchte "Beschleunigung" mit nur noch 3 Zimmer etc.
 
Kamikatze schrieb:
Aber zu diesem Punkt eine Anmerkung: Wenn du wüsstest, wie viele Deutsche es gibt, die "Kreditkarte hab ich nicht, will ich nicht!" rufen und "ich nehm nur ein Hotel, wo ich keine Kreditkarte brauche!" sagen, dann macht diese scheinbare "Nicht-Information" wieder mehr Sinn. Perfekt an den deutschen Markt angepasstes Marketing quasi...

Jein, denn um überhaupt etwas auf Booking.com buchen zu können, benötigt es eine Kreditkarte. Die wird oft wahlweise(?) nicht belastet, wenn direkt vor Ort bezahlt wird.
Booking spart sich damit internationale Überweisungsgebühren zum Hotel. Möglicherweise ergeben sich dadurch auch steuerliche Vorteile für Booking. Denn jede auf Booking.com geleistete Zahlung fliest erst mal zu Booking selbst, wo immer die ihre steuerbegünstigten Zelte aufgeschlagen haben.
In einem solchen Fall würde Booking die Maklergebühren gegenrechnen mit jenen, die doch über den Umweg Booking zahlen.

Am besten ist es meiner Erfahrung nach, bei inhabergeführten Hotels, direkt anzurufen - bringt idr die 10-15% Maklergebühr als Rabatt. In Südeuropa und in fernen Länder meist noch wesentlich mehr, da Internet-Preise oft maßlos überzogen sind im Wissen, dass aus Kunden aus "Devisenländern" viel rauszuholen ist. Dafür lasse ich lieber Trinkgeld für das Zimmerpersonal zurück.
 
ThomasZ schrieb:
Da werden die "Deutschen" halt umdenken müssen oder einige Länder meiden, aber du hast recht, perfekt abgestimmt. Das einzige was mich an booking, und auch anderen Seiten, stört, ist diese versuchte "Beschleunigung" mit nur noch 3 Zimmer etc.

Deutsche umstimmen? Das wird sehr schwer.

Ich kenne reihenweise Leute, die sogar stolz sind keine Kreditkarte zu besitzen, die lieber per Vorkasse-Überweisung bezahlen, obwohl das sehr riskant ist (das Geld ist weg, denn Überweisungen kann man nicht zurückbuchen).

Die einzige Alternative dazu ist für viele übrigens ein Stapel Bargeld mitzunehmen...
 
j-d-s schrieb:
Deutsche umstimmen? Das wird sehr schwer.

Ich kenne reihenweise Leute, die sogar stolz sind keine Kreditkarte zu besitzen, die lieber per Vorkasse-Überweisung bezahlen, obwohl das sehr riskant ist (das Geld ist weg, denn Überweisungen kann man nicht zurückbuchen).

<offtopic>
Genau deshalb werden von Visa und Mastercard die Debit Versionen dieser Karten forciert. Die buchen direkt vom Konto ab, funktionieren im Internet aber mit der existierenden KK-Infrastruktur. In Österreich ersetzen die gerade nach und nach die Maestro-Karten, und auch in Deutschland gibt es immer mehr davon, zumindest bei Direktbanken wie der DKB.
</offtopic>
 
j-d-s schrieb:
ThomasZ schrieb:
Da werden die "Deutschen" halt umdenken müssen oder einige Länder meiden, aber du hast recht, perfekt abgestimmt. Das einzige was mich an booking, und auch anderen Seiten, stört, ist diese versuchte "Beschleunigung" mit nur noch 3 Zimmer etc.

Deutsche umstimmen? Das wird sehr schwer.

Ich kenne reihenweise Leute, die sogar stolz sind keine Kreditkarte zu besitzen, die lieber per Vorkasse-Überweisung bezahlen, obwohl das sehr riskant ist (das Geld ist weg, denn Überweisungen kann man nicht zurückbuchen).

Die einzige Alternative dazu ist für viele übrigens ein Stapel Bargeld mitzunehmen...

So lange man nur in D bleibt wird das noch ne Weile gehen, aber z.B. in Schweden im Urlaub wird der Verzicht auf die Kreditkarte schwer. An vielen Stellen wird kein Bargeld akzeptiert und sein Auto mit einer Vorkasse-Überweisung tanken?
 
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