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Dynamische Preissystem werden sich durchsetzten

Chlosterdörfler

Nebelhorn (2224m)
Schweizer Skigebiete testen ein neues Preismodell. Jetzt liegt eine erste Auswertung vor.

In dem auf zwei Jahre ausgelegten Projekt werden in den Skigebieten Pizol im Sarganserland und Belalp im Oberwallis Tageskarten angeboten, deren Preis bei schlechtem Wetter reduziert wird. Die Fachhochschule St. Gallen (FHS) will herausfinden, ob damit bei schlechten Bedingungen mehr Gäste als sonst auf die Piste gelockt werden können. Je nach Wetterlage werde es bis zu 50 Prozent Rabatt auf die Tageskarte geben, hatte Jürg Vollmer, Leiter Kommunikation der Pizolbahnen, vor der Saison angekündigt.

Konkret funktionierte das Projekt folgendermassen: An einem Wochenende, an dem teilweise Schneefall angesagt war, wurden die Tageskarten beispielsweise um 38 Prozent reduziert angeboten. Wer davon profitieren wollte, konnte auf der Website der Pizolbahnen einen Gutschein ausdrucken und erhielt die Vergünstigung an der Kasse. Wetterprognosen und Preise waren jeweils für sieben Tage im voraus ersichtlich.

Eine erste Auswertung nach dem Ende der Wintersaison zeigt nun, dass mit den wetterabhängigen Preisen Neukunden angelockt werden konnten. Die Kundenakzeptanz sei hoch, die zusätzlichen Einnahmen überstiegen die Rabatte, teilte das FHS-Institut für Unternehmensführung am Dienstag mit. Obwohl das Projekt erst Mitte Januar startete, habe man über 2200 wetterabhängige Tageskarten verkaufen können.

60 Prozent der Buchungen seien «nur aufgrund des meteodynamischen Pricings» getätigt worden, heisst es in der Mitteilung. Die Zahl der Neukunden sei hoch: Sie betrage für die Belalp 20 Prozent und für den Pizol 36 Prozent. Das Forschungsprojekt dauert noch bis Ende der Wintersaison 2017/18. Danach erfolgt eine gesamthafte Auswertung
Quelle: http://www.20min.ch/finance/news/story/Schlechtwetter-Preise-kurbeln-Ski-Tourismus-an-24248311
 
Solange es durch solche Aktionen bzw Mehrverkäufe von Karten nicht zu Kapazitätsengpässen kommt, ist mir das als Kunde kein Dorn im Auge.
Allerdings, wenn es jeder macht, dann nehmen sich die Gebiete doch die Rabattkunden weg, oder?
 
Naturschneeliftler schrieb:
Allerdings, wenn es jeder macht, dann nehmen sich die Gebiete doch die Rabattkunden weg, oder?

Genau deswegen müsste es dann aber auch jedes Skigebiet machen, sofern ein gewisser Anteil der Skigebiete dieses Preissystem erstmal etabliert hat.
 
Nicht unbedingt: Es gibt auch die Kunden, die sich sagen "60 Franken, bei nicht optimalem Wetter ist mir zu viel, 40 Franken sind okay." Das sind dann "Neukunden" und nicht abgeworbene Kunden von anderen Skigebieten.
Natürlich gibt es beides, aber viele Leute ohne Saisonkarten und ganz angefressene stehen doch nicht bei Schneefall oder so auf der Piste.... darum denke ich, dass die absolute Anzahl Skifahrer an solchen Tagen wächst.
 
^ Korrekt. Ich zahl ja sowieso schon nur ungern über 40,- € für eine Tageskarte, aber bei Schlechtwetter kommen solche Preise dann gar nicht in Frage, dann lieber gar nicht oder nur eine günstige 2h-Karte oder ein günstigeres Skigebiet. Oder eben solche Schlechtwetter-Rabatte in Zukunft.
 
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