snowflat
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Eberharter hilft deutschen Ski-Herren
Wenn Stephan Eberharter nicht radelt, golft oder sonst was tut, schaut er gerne in Hippach bei seinem Freund Sepp Hanser vorbei. Der 47-jährige Zillertaler, einst beim ÖSV Eberharters Trainer, startet in seine vierte Saison als Chefcoach der deutschen Ski-Technik-Herren.
Hanser überraschte kürzlich Eberharter mit einer Bitte: "Kannst meinen Jungs nicht a bisserl helfen?" Und die freundschaftliche Anfrage bezog sich in erster Linie auf die große deutsche Nachwuchshoffnung Felix Neureuther, der in diesem Winter über die Super-Kombinationen langsam an die Speeddisziplinen herangeführt werden soll.
Stichwort langsam. Ein Attribut mit dem Neureuther herzlich wenig anfangen kann. Hanser: "Bremsen kann der Felix nicht. Er kennt nur Vollgas. Und das kann in Abfahrt und Super G schnell ins Auge gehen." Und gerade deshalb soll ausgerechnet Speed-King Eberharter auf den 21-jährigen Neureuther einwirken.
"Ich kann ihm nur Tipps geben, wie er nicht um jeden Preis Kopf und Kragen riskieren muss." Nicht mehr und nicht weniger soll's sein. "Ein reiner Freundschaftsdienst zum Sepp."
Ob Eberharter bereits in Val d'Isere bei der ersten Super-Kombi vor Ort sein wird, weiß der Segler aus Leidenschaft selbst noch nicht: "Bis 10. Dezember mache ich den Skipper-Schein."
Aus diesem Grund wird er auch am Mittwoch bei der "Nacht des Sports" in Linz fehlen. Er, der 2002 als letzter Skifahrer den begehrten Titel "Österreichs Sportler des Jahres" einheimste.
Dass mit Benjamin Raich, Hermann Maier und Georg Totschnig gleich drei gute Bekannte als Favoriten gehandelt werden, bringt Eberharter in keinen Argumentationsnotstand: "Ich drück' dem Georg die Daumen. Erstens hat er etwas Historisches erreicht, und zweitens braucht der Radsport die Anerkennung wesentlich dringender als wir Skifahrer."
Quelle: http://portal.tirol.com/sport/schi/unterland/22997/index.do