Aus Die Kleine Zeitung:
Ein warmer Sessellift soll Pistenflitzern einheizen
In sechs Wochen starten die Schigebiete in die Wintersaison. 55 Millionen Euro investieren die Liftbetreiber in neue Lifte, bessere Pisten und auch in mehr Komfort.
MICHAEL SAMEC
Griffiger Schnee auf steilen Pisten - in sechs Wochen starten die steirischen Schiberge die Wintersaison. Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren, doch schon in den letzten Monaten waren die Liftbetreiber fleißig: 55 Millionen Euro haben sie investiert. Nicht nur, um Schifahrern bessere Lifte und Pisten zu bieten - Komfort wird ab nun groß geschrieben.
Auftakt.So wird auf der Reiteralm am 26. November eine neue 8er-Gondelbahn eröffnet, ausgestattet mit Design-Ledergarnituren. Und vom Parkplatz geht's per Rolltreppe zum Einstieg. Die neue 6er-Sesselbahn im Lachtal bietet sogar eine Sitzheizung. Zusatzangebote, die zum Verwöhnservice gehören, wie Georg Bliem, Chef von Steiermark Tourismus, meint. 1,1 Millionen Euro investiert die Tourismusgesellschaft in diesem Winter, um solche Neuigkeiten zu vermarkten - auf 13 Märkten, darunter Länder im Osten sowie Deutschland, die Niederlande und Belgien. Damit hoffen die Touristiker, einen neunten Rekordwinter hinlegen zu können. Oder zumindest das Ergebnis des Vorjahres zu halten. Kräftiger zulegen werde man im nächsten Jahr, versichert Bliem, wenn die großen Hotelneubauten zu Buche schlagen werden. Dafür muss aber das Basisangebot stimmen. Und so hat das Stuhleck sein Schigebiet erweitert: Die Steinbachalm wurde erschlossen, damit gibt es zwei neue, voll beschneite Pisten. Komplett mit Kunstschnee versorgt kann jetzt auch die Abfahrt von der Tauplitzalm ins Tal werden - eine der längsten Pisten, die bisher in der Vor- und Nachsaison nicht immer benützt werden konnte.
Gebaut.Auch rund um die Pisten wurde eifrig gebaut. Im Dezember öffnet am Fuße des Loser das Komfort-Hüttendorf: 15 Almhütten mit bis zu 95 Quadratmetern. Zugleich öffnet auf der Turrach das 4-Sterne-Mountain Resort mit 35 luxuriösen Appartements seine Pforten. Für jene, die nicht auf Schnee abfahren, lassen sich auch die steirischen Thermen die Weiterentwicklung viel kosten. 190 Millionen Euro fließen in die Quellen. Unter anderem in das Familienresort H2O in Sebersdorf, das nächste Woche in Betrieb geht.