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Eine kleine Geschichte

  • Ersteller Ersteller Anonymous
  • Erstellt am Erstellt am
^ Ja früher war das mal so. Jetz kann man keine Nachrichten mehr posten wenn man nicht eingeloggt ist.
Allerdings das mit dem Absenden als Gast, weil man ausgeloggt wurde, kann glaube ich immer noch passieren.
Und mich würde jetzt auch langsam interessieren wer die geschrieben hat.
Also bitte melden, ist langsam an der Zeit.
 
wow.. als Moderator/Administrator kann man ja sehen, wer dahinter steckt..

.. war ich ja ganz weit weg gelegen mit meiner Vermutung..

Hätt ich nicht gedacht!
 
Nur etwas Geduld, ich werde mich schon noch zu erkennen geben, versprochen. Mich interessiert eben eure unabhängige Meinung.

Wie man als Gast postet? Ganz einfach: Man bittet einen Administrator die Berechtigung vorübergehend zu ändern!

@Administratoren&Moderatoren: Falls ihr der Versuchung des IP-Buttons nicht widerstehen könnt, so behaltet es wenigstens für Euch, Danke!
 
starli schrieb:
"Ist diese Geschichte wahr oder haben wir Sie ans Licht geführt und wir haben uns das nur ausgedacht? Sie erfahren es wie gewohnt am Ende der Sendung 'X-Factor: Wahre Lügen' "

"X-Factor: Das Unfassbare".

"X-Factor: Wahre Lügen" ist die Sendung mit den minutenkurzen nicht-so-paranormalen Vignetten.

Gast schrieb:
Mich interessiert eben eure unabhängige Meinung.

Okay... dafür, dass du's in einer Nacht runtergeschrieben hast, ist es ganz unterhaltsam.

Du hast allerdings einige Schwächen in der narrativen Struktur drin:

- Das lange Setup mit dem mühsam in die alpine Gemeinschaft integrierten Flachländer führt zu keinerlei Payoff und deutet eher auf biografische Eigenheiten des Autors hin (wie übrigens auch die vollständige Abwesenheit von Dialekt in den Dialogen.)

- Ähnliches gilt für die späte Einführung der Freundin, die auch keinem ersichtlichen Zweck dient.

- Umgekehrt fehlt das Setup für den Payoff bezüglich Thomas' Mutter. Wusste Thomas nicht, dass sie aus der Gegend stammt? Seine Affinität zu den Bergen scheint hier ausschließlich durch die Urlaube mit seinem Vater entstanden zu sein.

- Am Anfang hast du einen bösen, verräterischen Perspektivwechsel drin: Obwohl du aus Thomas' eingeschränkter Perspektive erzählst, erwähnst du, dass " die meisten Gäste des Ortes (einen) schönen und auch anstrengenden Skitag" hatten - was Thomas aber nicht wissen kann.

- Der abschließende Twist ist als schockierende Enthüllung formuliert, dem Leser ist aber schon einige Zeilen zuvor alles klar. Dadurch plätschert die Geschichte sanft zu ihrem Ende hin.

Du hast es so gewollt... aber nicht entmutigen lassen - umschreiben! :wink:
 
@billyray: studierst du zufällig deutsch???? :roll:


also ich finde die geschichte ganz nett, zwar nicht der oberhammer, aber sicher auch nicht schlecht!
 
Lernt man sowas, wenn man Germanistik studiert? Wirklich?

Nee, ich bin nur schon oft selbst so kritisiert worden.
 
So, jetzt lassen wir die Katze aus dem Sack. Diese Geschichte stammt von mir. Und wenn wir schon beim Gestehen sind: Das mit der schlaflosen Nacht ist nicht die Wahrheit. Diese Story ist in Wirklichkeit ein alter Schulaufsatz von mir, den ich als Zwölfjähriger vor 19 Jahren geschrieben habe. Ich habe übrigens eine 5,5 dafür gekriegt. Bei der "Neuveröffentlichung" habe ich lediglich die Jahreszahlen aktualisiert sowie den Namen der Raupe (Leitbully) und deren Leistung - damals gab es noch keine 400PS Maschinen - neu eingefügt.

Insofern lag lanschi mit seinem Altersverdacht gar nicht daneben. Gerne nehme ich nun noch zu billyrays Kritikpunkten Stellung.

billyray schrieb:
- Das lange Setup mit dem mühsam in die alpine Gemeinschaft integrierten Flachländer führt zu keinerlei Payoff und deutet eher auf biografische Eigenheiten des Autors hin (wie übrigens auch die vollständige Abwesenheit von Dialekt in den Dialogen.)
Das es etwas langatmig ist, stimmt. Aber das kommt davon, dass der Lehrer eine gewisse Mindestanzahl an Seiten verlangte. Also musste ich den Text etwas strecken. :wink: Biografisches steckt da eigentlich nicht drin, jedenfalls nicht bewusst. Dialekt habe ich bewusst vermieden, damit die Geschichte geografisch nicht eingegrenzt werden kann.

billyray schrieb:
- Ähnliches gilt für die späte Einführung der Freundin, die auch keinem ersichtlichen Zweck dient.
Rein nüchtern betrachtet stimmt der Einwand. Aber hast Du schon mal einen der Klassiker von Schiller gelesen? Auch er hatte einen ausschweifenden Stil, indem viele Nebenfiguren auftauchen, die für die Kerngeschichte nicht nötig gewesen wären.

billyray schrieb:
- Umgekehrt fehlt das Setup für den Payoff bezüglich Thomas' Mutter. Wusste Thomas nicht, dass sie aus der Gegend stammt? Seine Affinität zu den Bergen scheint hier ausschließlich durch die Urlaube mit seinem Vater entstanden zu sein.
Da hast Du recht, das hätte ich besser umschreiben sollen.

billyray schrieb:
- Am Anfang hast du einen bösen, verräterischen Perspektivwechsel drin: Obwohl du aus Thomas' eingeschränkter Perspektive erzählst, erwähnst du, dass " die meisten Gäste des Ortes (einen) schönen und auch anstrengenden Skitag" hatten - was Thomas aber nicht wissen kann.
Wissen kann er es nicht, aber nach einem strahlend schönen Tag sehr wohl als ziemlich sicher annehmen.

billyray schrieb:
- Der abschließende Twist ist als schockierende Enthüllung formuliert, dem Leser ist aber schon einige Zeilen zuvor alles klar. Dadurch plätschert die Geschichte sanft zu ihrem Ende hin.
Findest Du? Ab wann war es denn für dich klar?

billyray schrieb:
Du hast es so gewollt... aber nicht entmutigen lassen - umschreiben! :wink:
Wenn ich mal die Zeit finde.

Eine abschliessende Frage billyray: Was hat Dir an der Geschichte gefallen? Und einen kleinen Kritikpunkt (nicht böse gemeint) an deinem Stil habe ich übrigens auch: Du verwendest für meinen Geschmack etwas zuviele Angelizismen.
 
Was ist denn eine 5,5?

... ansonsten tu ich jetzt mal so, als würden wir weiterhin Lektorat betreiben und nicht 12-Jährige beurteilen. :wink: Das soll ja alles konstruktiv für jetzt-und-hier sein...

Aber hast Du schon mal einen der Klassiker von Schiller gelesen? Auch er hatte einen ausschweifenden Stil, indem viele Nebenfiguren auftauchen, die für die Kerngeschichte nicht nötig gewesen wären.

Ja, aber du hast auch eine Kurzgeschichte geschrieben und kein Bühnenstück...

(Perspektivwechsel) Wissen kann er es nicht, aber nach einem strahlend schönen Tag sehr wohl als ziemlich sicher annehmen.

Man kann es zwar rechtfertigen, aber es und reißt den Leser (mich, jedenfalls) aus dem narrativen Fluss heraus. Ich würde es streichen oder umschreiben...

Findest Du? Ab wann war es denn für dich klar?
Nachdem der Tote in seiner Pistenraupe bei einer Lawine umgekommen ist und möglicherweise Thomas' Vater ist, ist die Situation doch einigermaßen klar. Meiner Ansicht nach leidet der letzte Schock-Moment auch noch unter der Formulierung, weil die Reizworte "Alp Dareim" eben nicht am Ende des Textes stehen, sondern noch Beschreibung folgt.

Eine abschliessende Frage billyray: Was hat Dir an der Geschichte gefallen?
Das ist immer eine schwere Frage. Abgesehen von all dem ist sie solide geschrieben, die Handlung schreitet gut voran, die Hauptfigur ist gut charakterisiert, die Dialoge sind (weitgehend) glaubhaft. Es sticht aber, ehrlich gesagt, nichts heraus, von dem ich sagen würde: "Wow, das war jetzt aber mal cool." (Wobei die Grundidee vor zwanzig Jahren sicher noch weitaus origineller war als heute.)

Du könntest heute sicher weitaus mehr aus der Geschichte machen, indem du deiner Hauptfigur eine Motivation spendierst (beispielweise Identitätssuche) und sie aus den Ereignissen lernen lässt. Das kann man von einem 12-Jährigen aber sicher nicht verlangen.

Du verwendest für meinen Geschmack etwas zuviele Angelizismen.
Okay - das passiert zwangsläufig, weil ich eher im Filmischen denke und das dann ins Literarische "übersetzen" muss. Aber wenn dir brauchbare deutsche Begriffe für Setup und Payoff einfallen, her damit!
 
Und genau genommen könnte man jede moderne Geschichte, die übersinnliche Elemente enthält in die Schublade Akte X & Co. stecken. So ganz nebenbei bemerkt, Akte X war auch nicht das erste Serie, die zu diesem Genre gehört. Schon mindestens zehn Jahre vorher startete in den USA "the twilight zone" welche sehr erfolgreich war. Leider hat es diese Serie noch nicht ins deutschsprachige Fernsehen geschafft (warum eigentlich?).

Ich liebe Gruselgeschichten, vor allem die, bei denen der Horror auf leisen Sohlen daher kommt. Ich mag keine möglichst blutigen Szenen, eine Schreibweise bei denen das Grauen nur vage angetönt wird aber sich in die Fantasie des Lesers einschleicht ist viel gruseliger. Es mag wie ein Klischee tönen, aber britische Autoren sind diesbezüglich in meinen Augen immer noch unerreicht. Ein Musterbeispiel hierfür ist "Christmas Eve on a Haunted Hulk" von Frank Cowper. Ich kriege jedesmal eine Gänsehaut, wenn ich diese Geschichte lese. Sie ist im Knaur Verlag auch auf Deutsch erschienen, im Netz habe ich allerdings nur das Original gefunden.

Nun denn, es war mein erster literaturischer Versuch. Wer weiss, vielleicht starte ich irgendwann noch einen Versuch.
 
Mc: na wegen dem Satz, daß der Gast anonym bleiben will, um nicht in Vornherein schon irgendwie "bewertet" zu werden ... und da es bei dir ja einige gibt, die dich nicht so wirklich gut leiden können, hätte es gut zu dir gepaßt...
 
^^
Ok, stimmt wäre einleuchtend.
Ist ja irgendwie witzig, dass ich so nen Ruf habe :lol: .
 
GMD schrieb:
Schon mindestens zehn Jahre vorher startete in den USA "the twilight zone" welche sehr erfolgreich war. Leider hat es diese Serie noch nicht ins deutschsprachige Fernsehen geschafft (warum eigentlich?).

Da haste wohl ein bissl was verpennt, die lief nicht nur in RTLplus, sondern auch mal auf Pro7, wenn mich nicht alles täuscht...

Twilight Zone - Unbekannte Dimensionen [The Twilight Zone]
Mystery-Serie, USA 1985-89, ca. 110 Folgen
nicht im Programm (zuletzt in RTL 2 vom 14.10. - 8.12.2001; in RTL 2 vom 4.4. - 23.5.2001; in RTL 2 vom 29.11.2000 - 10.1.2001; )
Episodenführer von Torsten Kracke
Episodenliste von Ekmar Brand
Infos von einschaltquoten.tv

Twilight Zone - Unwahrscheinliche Geschichten [The Twilight Zone]
Fantasy-Serie, USA 1959-65
nicht im Programm (zuletzt in Premiere Nostalgie vom 17.9.2003 - 19.3.2004; in Premiere Serie/Austria bis 20.12.2002; in TV.Berlin bis 11.9.1998)
Infos, Links von TV-World
Episodenliste von Ekmar Brand
Infos von TV Tome mit Episodenliste und -führer (engl.)

aus:


Also mir waren die "damals" teilweise schon etwas zu gruselig .. aber gefallen haben die mir schon, muß ich sagen ...

Deutsche Erstausstrahlung: 31.7.1987 (RTLplus [RTL])
Deutsche Erstausstrahlung: 25.10.1961 (ARD)
ahja, da gibts noch eine 2002er Serie auch noch:
Noch nicht im deutschen Fernsehen gelaufen.
aus:

http://www.wunschliste.de/index.pl?vote&r=00&abc=T
 
Mist, und ich habe das verpasst. Na ja, RTL II ist ein Sender den ich in der Regel überhaupt nicht beachte und Premiere gibt es in der Schweiz nicht.

Mit dem anonym bleiben wollte ich Gefälligkeitslobe vermeiden. Aber vielleicht habe ich damit aber auch genau das erreicht, da ihr euch vielleicht wegen der unbekannten Identität des Schreibers nicht zu weit auf die Äste hinaus wagen wolltet.
 
GMD schrieb:
Mit dem anonym bleiben wollte ich Gefälligkeitslobe vermeiden. Aber vielleicht habe ich damit aber auch genau das erreicht, da ihr euch vielleicht wegen der unbekannten Identität des Schreibers nicht zu weit auf die Äste hinaus wagen wolltet.

Das kann jetzt aber nicht mich meinen...! :D

GMD schrieb:
Mist, und ich habe das verpasst. Na ja, RTL II ist ein Sender den ich in der Regel überhaupt nicht beachte und Premiere gibt es in der Schweiz nicht.

Es gibt inzwischen übrigens noch eine weitere "Twilight Zone"-Serie, die aber schon nach 22 Episoden wieder eingestellt wurde.
 
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