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Eiszeitliche Gletscher im Alpenraum

andyman1609

Vogelsberg (520m)
Hallo Leute,

wie ihr ja bestimmt wisst gab es seit Entstehung der Alpen mehrere große Eiszeiten, welche sehr große Gletschervorstöße aus dem Alpenraum bis ins Alpenvorland hervorgebracht haben und dort gewaltige Spuren hinterlassen haben. So ist zum Beispiel der Hügelzug des Hausrucks im oberösterreichischen Hausruckviertel die mehr als 400m hohe Endmoräne des Hallstättergletschers in seiner maximalen Ausdehnung. Des weiteren stammen auch alle größeren Seen am Alpenrand aus dieser Zeit. Die Hügelkette am Nordende des Traunsees soll ebenfalls die Endmoräne des damals existierenden Traungletschers sein. Was mich interessiert sind Bilder von Spuren und Dokumente aus dieser längst vergangen Zeit. Also wenn jemand Informationen darüber hat oder sich ebenfalls dafür interessiert, bitte hier eintragen.

Anbei findet ihr Links zu den Themen
Traungletscher
Ennstalgletscher

Weitere große Gletscher waren der Salzach- und der Inntalgletscher.

mfg Andi
 
Hihi, die Karte über den eiszeitlichen Gletscherstand hatte ich mal bei mir im Büro hängen. Das hat so herrlich vom Arbeiten abgelenkt :wink:.

Skitechnisch wär es ja nachteilig, aber es wär schon eindrucksvoll, wenn heute die Gletscher derartig mächtig wären. Super find ich grad die Gletscher am Alpenostrand bzw. Alpennordrand (z.B Phyrn-Priel etc.). Da hätten diese Regionen so ziemlich Westalpencharakter und wir würden nach Hinterstoder fahren und nicht nach Chamonix :wink: (o.k. der Höhenunterschied wär trotzdem geringer ...).
 
die beste informationsbeschaffung ist, mit offenen augen durch die gegend zu gehen. momentan leider nicht allzu aussagekräftig, das ist einer der sehr wenigen nachteile des winters :wink:
aber sonst wirklich interssant. was hat dieser felsblock hier verloren? woher kommt diese struktur? usw...
ein interessantes gebiet ist der flimser bergsturz, der durch den zurückgehenden gletscher ausgelöst wurde. danach wurde die deponie noch von mehreren kleineren gletschern überrollt...
 
andyman1609 schrieb:
GMD schrieb:
Ich wohne auf einer der Seitenmoränen des Linthgletschers.
Hast du Bilder von dieser Moräne? Würd mich interessieren...

Schauen allesamt herrlich unspektakulär aus ;)

Wenn du mal in Gmunden bist, schau dir doch mal die Moräne dort an. Am besten du fährst mit der Lokalbahn von Gmunden nach Vorchdorf. Gleich nach dem Seebahnhof geht es mal ordentlich rauf. Da bist du dann mitten drinnen in der Moräne ;)

MFG Dachstein
 
Dann oute ich mich auch mal, ich bin - daheim - auch Moränenbewohner, unser Haus liegt auf der Seitenmoräne eines eiszeitlichen Gletschers (wahrscheinlich Lechgletscher). Ist wirklich unspektakulär, eine langer Kieshöhenzug, ca 3 km breit und 150 m hoch.
 
Hihi, und ich wohne überhaupt in einem ehemaligen Gletscherbecken. 8) Aber es gibt nur ganz wenige Stellen, wo man das richtig merkt (bzw. an der Talform erkennt man´s an manchen Stellen).
 
Ich wohne an einem Ergebnis eines Gletschers, dem Chiemsee. Aber davon sieht man eigentlich gar nichts mehr. Hab früher mal auf einer Gletscherendmoräne gewhont und zwar in Haag in Obb. Da gabs sogar einen Gletschergarten.
 
lanschi schrieb:
Aber es gibt nur ganz wenige Stellen, wo man das richtig merkt (bzw. an der Talform erkennt man´s an manchen Stellen).

Würde fast sagen, in einem Großteil des Trauntales vor Ebensee ist die Formgebung durch den Gletscher ersichtlich. Lediglich am Talgrund kam es aufgrund von Sedimentationspozessen zur Ablagerung von Sediment (hautsächlich Kiese und Sande). Darum ist es bei euch flach ;)

MFG Dachstein
 
Uii, interessant. Dann muss ich mich auch als Bewohner eines ehem. Gletschergebietes melden, dem Illergletscher.

Seine Spuren hat er u.a. im Kemptener Wald hinterlassen, ich bin mal am Dengelstein gestanden. Schon Wahnsinn, das der bis dorthin transportiert wurde ...

1089794074356_Titelbild.jpg


1089794084138_Titelbild2.jpg

^^ Der Dengelstein ist mit einer Höhe von über 8 Metern, einem Volumen von 400 - 500 Kubikmetern und einem Gewicht von 1250 Tonnen der größte noch erhaltene Findling des Kemptner Waldes. Er wurde während der letzten Eiszeit durch den Illergletscher vermutlich vom Rottachberg bis hierher in das Alpenvorland transportiert.

1089794697594_Eisstandkarte.png

^^ Während des Quartärs, also in den letzten 2,6 Millionen Jahren, führten starke Klimaschwankungen in Mitteleuropa zu einem Wechsel von Warmzeiten und Eiszeiten. In den Warmzeiten herrschten Klimaverhältnisse wie heute, so dass die Gletscher weit in die Alpen zurückgeschmolzen. In den Eiszeiten dagegen sanken die Temperaturen stark ab und die Gletscher breiteten sich bis ins Alpenvorland aus. Die letzte dieser Eiszeiten bezeichnet man in Süddeutschland als Würmeiszeit. Damals lagen die durchschnittlichen Jahrestemperaturen im Alpenvorland bei etwa –3°C (heute sind es +7 bis +8°C) und es war wesentlich trockener als heute. Die Gletscher wuchsen stark an und erreichten vor ca. 20.000 Jahren ihre größte Ausdehnung. Aus den Allgäuer Alpen drang der Illergletscher bis ca. 2,5 km südöstlich von Grönenbach vor. Das Gebiet des Kemptner Waldes war zu dieser Zeit völlig von Eis bedeckt.

Quelle: www.geologie.lfu.bayern.de
 
Dachstein schrieb:
andyman1609 schrieb:
GMD schrieb:
Ich wohne auf einer der Seitenmoränen des Linthgletschers.
Hast du Bilder von dieser Moräne? Würd mich interessieren...

Schauen allesamt herrlich unspektakulär aus ;)
MFG Dachstein

Schon klar, dass es heutzutage unspektakulär aussieht. Dennoch ist die Entstehung spektakulär genug um sich dafür zu interessieren. Gmunden war ich schon aber trotzdem danke für den tipp.

mfg Andi
 
ich wohne ja in der nähe von biberach an der riss
nach der riss wurde sogar eine eiszeit benannt, die risseiszeit :)als wohn ich auch mehr oder weniger in einer moränenlandschaft, allerdings kann ich jetzt nichts genaueres drüber erzählen, (schände über mich)
 
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