snow_and_fun schrieb:
(die kinetische Energie ist abhängig vom Quadrat der Drehzahl!).
Stimmt. Kinetische Energie eines rotierenden Körpers ist gleich Wk=0,5*J*w^2
Damit nimmt die Drehzahl quadratischen Einfluß auf die gespeicherte kinetische Energie, während es die Masse nur linear tut.
Doch müssen für einen Bremsvorgang die Momente auf eine Drehzahl bezogen werden. Sinnvollerweise bezieht man auf die Drehzahl der Bremse. Beim herkömmlichen Antrieb also auf die Motordrehzahl, beim Direktantrieb auf die Scheibendrehzahl (gleich der Motordrehzahl).
Demnach müssen die Trägheitsmomente umgerechnet werden, wenn ein Getriebe dazwischen ist und ein resultierendes Moment gebildet werden.
OK - ich kann jetzt nur mutmaßen, aber mich interessiert die Geschichte jetzt selbst. Allerdings habe ich keine Zahlen im Kopf - ich werde mir mal ein paar Daten besorgen und die Sache mal nachrechnen. Meine Aussage beruhte auf einem "Bauchgefühl". Mal sehen, was rauskommt.
Schlimmstenfalls müsst Ihr mich nochmal dran erinnern, ich habe im Moment leider wenig Zeit und komme sicher nicht gleich dazu ein Beispiel zu rechnen.
snow_and_fun schrieb:
Deshalb kann ein Direktantrieb für eine steile und schwere Bahn momentan kein Thema sein, da du ansonsten der Bahn bei einem Netzausfall die Energie auf eine andere Art und Weise zuführen müßtest
Hmm, Dein Gedanke ist also, daß eine Bahn mit herkömmlichem Antrieb, die bergwärts voll besetzt ist (nehmen wir ruhig mal Worst Case an) durch die Trägheit des schnell laufenden Antriebs eine kleine Eigenverzögerung besitzt. Damit würden schwere Bahnen eine große Verzögerung besitzen, weil das "stützende" Rotationsträgheitsmoment des Antriebs nicht puffert.
OK - das ist qualitativ zweifellos richtig. Wie groß allerdings der Einfluß wirklich ist, interessiert mich nun auch genauer. Wie gesagt - ich werde mir mal eine Beispielanlage aussuchen, ein paar Werte annehmen und schauen, was rauskommt.
Gruß
Claus