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Elm und Braunwald (CH) | 27.12.2011

Elm | 27.12.2011 | Ansteh-Marathon

Wetter:
wolkenlos

Temperatur:
an der Sonne weit über Nullgradgrenze

Schneeverhältnisse:
50cm unten, 2m oben

Anlagenstatistik:
6EUB Elm - Empächli (2 mal gefahren)
6KSB Schabell (3 mal)
2SB Pleus (2 mal)
2SL Bischof (1 mal)
2SL Empächli (1 mal)
1SL Eggli (0 mal)

Wartezeiten:
Kasse: 40 Minuten
Lifte: an Hauptanlagen zwischen 10 und 20 Minuten

Gefallen:
- anständige Höhendifferenzen
- steile und meist ansprechend trassierte Pisten
- trotz viele Leute: genügend Platz auf den Pisten
- super Schneeverhältnisse

Nicht gefallen:
- bald sulzige Verhältnisse
- Talabfahrten ziehweg-lastig

Gar nicht gefallen:
viel zu viele Leute, lange Wartezeiten

Zugegeben, zwischen den Festtagen muss man mit längeren Wartezeiten rechnen, besonders in nahgelegenen Skigebieten - und im Nachhinein ist man sowieso klüger. Andererseits lockten Prachtswetter und hervorragende Schneeverhältnisse. Nun denn, bereits kurz nach 9 Uhr waren in Elm sämtliche Parkplätze an der Talstation belegt, und vor dem Kassengebäude war eine kolossale Warteschlange anzutreffen. Umkehren lohnte sich nicht mehr, also auch einstellen in eine der vier Kolonnen. 40 Minuten später war denn die Tageskarte doch noch buchstäblich ergattert, worauf es mit der 6er-Gondelbahn hinauf ins Skigebiet Empächli ging.

Pistenplan

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6KSB Schabell, macht fast 600 Höhenmeter

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Blick in Richtung Skilift Bischof

Das Skigebiet besteht oben hauptsächlich aus drei Anlagen, von rechts nach links die 6KSB Schabell, die 2SB Pleus und der Skilift Bischof, wobei erstgenannte an die Bergstation der Gondelbahn anschliesst. An allen Liften herrschte grosser Andrang mit entsprechenden Wartezeiten. Während den ersten Abfahrten an der Sesselbahn Pleus machten sich sogleich die ausgezeichneten Schneeverhältnisse bemerkbar - keine Steine weit und breit, was sonst im Dezember nicht immer so sein dürfte. Ebenfalls gefiel mir die Trassiereung der Pisten, denn allzuviel scheint man hier nicht planiert zu haben. Die beschränkte Kapazität und die anderthalb Kilometer Länge der Pleus-Bahn sagen, dass hier die 2SB nicht die "Idealbesetzung" ist.

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warten an der Talstation Pleus

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Prachtswetter

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2SB Pleus - hier würde ich mir eine KSB wünschen

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rote Piste Blistock

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Strecke des Schleppers Bischof

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Skilift Bischof mitsamt Pisten

Immerhin 900 Höhenmeter macht die schwarze Talabfahrt Steinibach, die von der Bergstation Bischof startet. Durchaus mit einigen knackigen Steilstücken, aber auch mit mehreren Ziehwegen, besonders unten zurück zur Talstation. Das störte mich diesmal aber nicht, da man so etwas länger auf den Pisten unterwegs war. Mittlerweile war es bereits Mittagszeit, weshalb die Wartezeiten an den Liften etwas nachliessen. Diesbezüglich muss festgehalten werden, dass an allen Liften sehr gesittet und besonnen angestanden wurde, was bei 20 Minuten Anstehen nicht selbstverständlich ist. Typisch schweizerische Disziplin?

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Blick hinüber zur Pleus-Kammer

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schwarze Talabfahrt

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ziemlich schattige Lage hier

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Bergstation der 6KSKB, die einen Doppel-Skilift ersetzt hat

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aufgeweichte Pisten an der 6KSB

Mit zwei Fahrten an der steilen 6KSB Schabell liessen sich doch noch etwas Höhenmeter machen. Im Tagesverlauf wurde es immer wärmer, so dass nun der Schnee ziemlich aufgeweicht war und frühlingshafter Sulzschnee anzutreffen war. Deshalb kam die eigentlich schöne Trassierung der verschiedenen Pisten nicht mehr richtig zur Geltung. Damit war der Kuchen irgendwie gegessen, gewartet war genug. Noch eine Fahrt mit dem kurzen Skilift Empächli, die blaue (Weg-)Talabfahrt, und dann mit dem Bus ins nächste Skigebiet.

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Pisten im unteren Bereich

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nochmals die 6KSB, hinten links das Martinsloch in der Felswand

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Skilift Empächli - für einen Anfängerlift recht steil

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Bergstation der Gondelbahn

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Gondelbahn Elm-Empächli - Baujahr 1994

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Talstation, auch zur Mittagszeit noch dicht bevölkert

Völlig klar, dass an diesem Tag der Spassfaktor beschränkt war. Wenn die Wartezeit am Lift ein Vielfaches der Fahrzeit auf den Pisten beträgt, ist das nicht das Gelbe vom Ei. Ganze 6 Abfahrten kamen so in den dreieinhalb Stunden zusammen. Allerdings: auch an diesem Spitzentag gab es auf den Pisten genug Platz. Die Geländekammer Pleus, ansprechende Pisten, genügend Höhendifferenzen - alles Attribute, die mir eigentlich gefallen würden. So hat sich Elm eigentlich einen zweiten Besuch meinerseits durchaus verdient.

- Fortsetzung folgt... -
 
hier die Fortsetzung - falls es überhaupt jemanden interessiert

Braunwald | 27.12.2011 | Eine verzettelte Angelegenheit

Schneeverhältnisse:
geschätzt 30 bis 100 cm

Anlagenstatistik:
114SSB Linthal - Braunwald (je 1 Berg- und Talfahrt)
15 GUB Braunwald - Hüttenberg - Grotzenbühl (1 mal gefahren)
2SB Seblengrat (2 mal)
2SB Bächital (1 mal)
2SL Mattwald(1 mal)
4EUB/2KSB Gumen (2 mal)
2SL Gumen (nicht in Betrieb)

Wartezeiten:
Standseilbahn: 15 Minuten Bergfahrt / 25 Minuten Talfahrt
2SB Seblengrat 5 Minuten
sonst: keine Wartezeiten

Gefallen:
- interessante , abwechslungsreiche Trassierung der meisten Pisten
- viel weniger Leute unterwegs als zuvor in Elm
- gute Schneeverhältnisse: "z'Brunwald ischs bruun" war diesmal falsch
- malerische Landschaft

Nicht gefallen:
- suboptimales Liftkonzept; vieles bleibt Stückwerk
- für meinen Geschmack zu lange fixgeklemmte Sessellifte
- Zustand einiger Anlagen: klapperklapperklapper

Nach der Warterei in Elm am Morgen dieses Tages blieb gerade noch genug Zeit übrig für einen Besuch in Braunwald. Der Weg ins Skigebiet gestaltet sich hier etwas umständlich: Zubringer in den autofreien Ort auf etwa 1300 NN ist die Standseilbahn Linthal-Braunwald, welche erst fährt, wenn sie ordentlich gefüllt ist. 300 Meter neben der Bergstation startet dann die untere, 300 Meter lange Sektion der Gruppen-Umlaufbahn. An der Mittelstation Hüttenberg befindet sich die Kasse für die Skipässe, und nach der Fahrt mit der zweiten Sektion ist man dann an deren Bergstation Grotzenbühl endlich im auf den Pisten angelangt.

Pistenplan

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zweite Sektion der Gruppen-Umlaufbahn Grotzenbüel, Hersteller ist Streiff aus der Region

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auf dem langsamen Sessellift Seblengrat

Was sich während der Anreise zeigt, bestätigt sich auch weiterhin: die Liftanlagen liegen etwas verzettelt, die Erschliessung der Pisten ist realativ suboptimal. Die leistungsschwache, fixgeklemmte Sesselbahn Grotzenbühl-Seblengrat "erschliesst" eine handvoll interessanten Pisten. Diese sind hier meistens ziemlich schmal angelegt, immer wieder mit Steilhängen und kurvenreichen Flachstücken im Wald, aber ohne echte Schiebestücke. Mit dem Skilift Mattwald kommt man zurück nach Grotzenbühl. Leider hat dieser - als Anfängeranlage - ein steiles Startstück, so dass die Bergfahrt immer wieder von Pausen unterbrochen wird.

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Panorama-Piste

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landschaftlich einladende Piste

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Startstück Skilift Mattwald

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Blick in Richtung Braunwald

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Skilift Mattwald, mit 520 p/h dürftige Kapazität

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Landschaftseindruck

Auf der Rückseite des Seblengrates erschliesst die Sesselbahn Bächital die anspruchsvollsten Pisten im Gebiet. Wegen der schattigen, dunklen Lage herrschen hier gute Schneeverhältnisse, während im Kern rund um Grotzenbühl der Naturschnee geradeso ausreichend war. Im Bächital sorgte das diffuse Licht - es war bereits später Nachmittag - für eine trübe Stimmung. Zusammen mit der längeren Bergfahrt der 2SB eben auch nicht allzu attraktiv für Wiederholungsfahrten.

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2SB Bächital im Rücken des Kerngebiets

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anspruchsvolle Pisten im Bächital

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immerhin 430 Höhenmeter macht diese 2SB

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Pisten am Seblengrat..

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.. und rund um Grotzenbüel

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Mittelstation der Gruppenumlaufbahn

Schliesslich bleibt noch die linke Seite des Gebietes übrig: Im Nirgendwo steht die Talstation der Gumenbahn. 2007 wurde hier die alte VonRoll-Bahn mit Seitswärtssesseln durch eine Kombibahn, bestehend aus 4er-Gondeln und neuen Seitwärtssesseln ersetzt. Wie ich finde eine originelle und passende Idee, ausserdem als kuppelbare Anlage mit fast 600 Höhenmetern eine willkommene Abwechslung. Auf der Piste fühlt man sich Jahre zurückversetzt, denn die mitunter enge Trassierung lässt kein grosses Skifahrer-Aufkommen zu. Da es bereits vier Uhr war, befand sich bereits der ganze Hang im Schatten. Bei der anschliessenden Talfahrt mit der Standseilbahn hiess es dann nochmals 25 Minuten anstehen, da alle Tagesgäste zwangsläufig damit hinunter mussten.

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Talstation der Kombibahn Gumen

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Bergstation auf 1900 m.ü.M.

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Gumenbahn über dem Talschluss des Linthtals

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Gumen-Piste

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Wegstück zurück ins Kerngebiet

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noch ein Bild der Kombibahn

Charakteristisch für das Skigebiet sind sicher die schmalen, teilweise verschlungenen Wald-Pisten, die viele Überraschungsmomente bieten. Leider kann da die Erschliessung nicht mithalten. Die Gumenbahn für sich gesehen ist da eine Ausnahme, aber auch sie hat Schwierigkeiten, sich ins Gesamte einzubinden. Mit seinen Schlittel- und Wanderwegen ist Braunwald eigentlich ein klassisches Familiengebiet, doch dafür fehlen dann (bis auf zwei Seillifte) auch wieder richtige Anfängeranlagen. Als Ganzes vergleichbar mit Saas Almagell und eher nicht mit Cari, La Fouly oder die Ibergeregg, wo mit wenigen Liften in sich stimmige Kleingebiete erschlossen werden. Trotz der idyllischen Lage von Braunwald bleiben darum ein paar Fragezeichen übrig.
 
Danke für den schöne Bericht.
Endlich mal wieder ein (oder zwei) Bericht(e) aus einem Gebiet das hier selten erwähnt wird.
Ist immer schön so was zu lesen im Gegensatz zum gefühlt hundertsten Bericht in einer Saison aus Gebieten in denen jeder Stein dokumentiert ist,
 
Schöne Bilder, Danke! Hast Du noch ein paar mehr Bilder von der GUB in Braunwald, die wirkt sehr interessant. So viele Streiff-Anlagen gibt`s ja nicht (mehr).
 
Danke Piano! War ja schon zum Klettern dort und bekam schon im Sommer meine Zweifel wie denn wohl das Schigebiet so sein könnte. Deine Beschriebung trifft meine Vermutung aus dem Sommer.
Landschaftlich find ichs aber trotzdem toll dort, was mich ausserdem reizt wäre der Hang vom vorderen Eggstock Richtung Gummen zurück, dieser Hang machhte im Sommer einen perfekten Freeride-Eindruck :D
 
Toller Bericht!! Diese DM Sessel in dieser Farbkombination sehen eig. ganz stylisch aus. Bei der Gumenbahn muss man bei den Sesseln auch die Ski abschnallen oder???
 
vs_ski_vt schrieb:
Hast Du noch ein paar mehr Bilder von der GUB in Braunwald, die wirkt sehr interessant. So viele Streiff-Anlagen gibt`s ja nicht (mehr).
Sorry, hab nix Gescheites dazu. Die Bahn ist ziemlich versteckt, und zum Fotographieren nahm ich mir keine Zeit, da ich sonst schon kaum zum Fahren kam.
 
Elm steht auch schon länger auf meiner To-Do-Liste, danke für die Eindrücke aus dem Skigebiet. In Braunwald haben sie zwar eine interessante Kombibahn für viel Geld gebaut, hätten aber lieber aus meiner Sicht eine Standardbahn gebaut und das "gesparte" Geld in eine Optimierung der anderen Liftanlagen gesteckt!
 
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