Energiekostenzuschlag Hotel

Ach das war war für den Sommer...
 
Im Grunde genommen angesichts steigender Energiekosten etc. vollkommen verständlich, wenn die Hotelpreise um 5% oder auch etwas mehr anziehen. Blöd nur, dass die Löhne in vielen Branchen da nicht hinterher kommen. Andererseits nach einem kurzen Blick in andere Länder alles Luxusprobleme.
 
Eine Preiserhöhung um 5% wäre ja zu verstehen. Aber warum braucht es einen neben dem Preis ausgewiesenen "Energiezuschlag", der noch dazu
- prozentual auf den Zimmerpreis berechnet wird, der normalerweise nach Ausstattung und nicht nach Energiebedarf differenziert wird
- sommers wie winters gleich hoch ist
 
Vielleicht kommt ja bald eine ganz neues dynamisches Preissystem in den Hotels:

Basispreis für die Übernachtung
+ Verpflegung
+ Wasserverbrauch
+ Stromverbrauch
+ Heizung (Abrechnung durch Ista) alternativ im Sommer Klimaanlage
+ Hauskeeping falls gewünscht
+ Wellness Benutzung
(Kann gerne erweitert werden)

Somit zahlt man nur für das was man braucht bzw. nutzt

Und was die Kunden davon halten, werden die Hotels an den Buchungszahlen schnell erkennen......

Aber in der Flug- und Kreuzfahrtindustrie gab es vor Jahren auch schon mal einen variablen Kraftstoffzuschlag als der Ölpreis so hoch war.

Am Beispiel der Kreuzfahrtindustrie kann die Hotelier noch viel lernen. Nehmen wir Mal Aida, hier wird seit Jahren der Kunde wo es nur geht mehr und mehr ausgequetscht, indem man frühere Inklusive Leistungen bepreist:

Zwei Beispiele

Auf den Schiffen der Aida Sphinx-Klasse war die normale Sauna bis vor Corona kostenlos nutzbar, tja jetzt bitte zahlemann und Söhne

Der Hochseilpark auf der Prima und Perla war bis zur Einführung der Nova kostenlos, tja jetzt nicht mehr. Man hat sogar Dynamik Pricing eingeführt! An Seetagen ist die Nutzung teuerer wie wenn man im Hafen liegt.....
 
Kein Housekeeping gibt es schon in manchen Ketten, bei Sheraton habe ich das schon erlebt. Dafür bekommt man dann ein Freigetränk in der Bar.
 
moderne Kreuzfahrtschiffe: 5000 Passagiere auf engem Raum einsperren und dann abkassieren.
Ich wurde einmal dazu „genötigt“. Den Fehler mach ich nicht noch mal.
Gefühlt ist man da auf der Idalp schon allein in der unberührten Natur. :wink:
 
Geschmacksache. Und eine Frage der Flexibilität!
Ich liebe Kreuzfahrten. Und genau so auch die Einsamkeit nach der Landung auf einem Gletscher oder auf einer Skitour.
Auf AIDA hatte ich noch nie das Gefühl abgezockt zu werden. Auf den amerikanischen Kreuzern hingegen schon. Dass Saunen extra kosten, finde ich sogar gut. Dann hat man mehr Platz.

Back to Topic: Treibstoffzuschläge sind andernorts auch anerkannt. Wieso nicht Stromzuschläge? Aber mir ist ein Hotel mit Fixpreisen auch lieber. Es gibt genügend Auswahl. Wer das nicht akzeptieren möchte, sucht halt ein anderes.
 
Allerdings muss man bedenken, dass ein "Energiekostenzuschlag" unterm Strich so behandelt werden muss wie die Nebenkosten bei der Miete. Sprich: Fallen sie niedriger aus als berechnet, muss eine Rückzahlung des zu viel gezahlten Betrages erfolgen.

So eine Berechnungsmethode wie "5% vom Gesamtpreis" hat wenig mit den tatsächlichen Kosten zu tun, sondern dient nur der Bereicherung.
 
Wo steht das? Man kann beliebige zusätzliche Kosten sich ausdenken und auf die Rechnung schreiben.
 
Das steht nirgends, aber im Sinne der Rechtsfortbildung im Falle einer Klage könnte es zu einer solchen analogen Anwendung kommen (im Zivilrecht sind Analogien erlaubt und vorgesehen).

Im Gegensatz zu quasi allen anderen Gebühren oder Zuschlägen, wo die interne Kalkulation des Betriebs weitgehend frei ist, ist ein "Energiekostenzuschlag" ja eben exakt auf Energiekosten gemünzt und damit Kosten, die durch ein externes Unternehmen in Rechnung gestellt werden und damit auch bezifferbar sind. Will der Betrieb diese weiterreichen, kann er nicht einfach das doppelte oder dreifache abrechnen.

Würde man das "Krisenaufschlag" oder so nennen, würde es gehen.
 
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