Corona-Tour #16 führte uns (mein Lebenspartner ski-andy und mich) ins Engadin. Zwar wollte ich die Tour auf die Diavolezza schon lange machen, aber wir sparten uns dies auf die Zeit, wenn die tieferen Skigebiete keinen Schnee mehr haben, auf. Heute war es soweit.
Bei leichtem Schneefall beginnen wir um 10 Uhr den Aufstieg. Selbst bei Bahnbetrieb hat es hier viele Tourengeher, darum erstaunt es mich nicht, dass auch heute einiges los ist. Beeindruckt hat uns vor allem der appenzeller Vater mit seinen 7- und 9-jährigen Söhnen.
Auch eine Aufstiegshilfe:
Der erste Hang ist schon mal nahrhaft. Auf der Höhe endeten meine Touren meistens, hier beginnt sie erst. Die Luft ist dünner. Ob wir das bis ganz oben schaffen? Wenn ich so an meinen Kampf
am Crap Sogn Gion denke, zweifle ich etwas. Es sind zwar nur 890hm (auf Crap Sogn Gion waren es 1120hm), aber eben, die Höhe...
Blick zum Lago Biancho:
Nach einem kurzen Flachstück kommt ein weiterer Steilhang:
Der wäre nun auch geschafft. Verbleibt nur noch der Schlusshang am Gipfel.
Nun geht es flacher auf den (Rest-)Gletscher.
Wieso decken die hier noch nicht ab? In Tux sind sie ja schon weit.
Der letzte Hang ist wie erwartet nahrhaft. Vor allem mein Freund, der auf die Höhe immer recht schnell reagiert, kämpft:
Geschafft. Und wie sich das lohnt!
Auf der sonnigen Fläche da unten auf dem Pers-Gletscher, bin ich am
1.5.19 gelandet:
Kurz später zeigt sich auch noch der Gipfel des Piz Palü, den wir
am Mittwoch von Arosa aus schon gesehen hatten.
Einfach wunderbar. Die 2972 m.ü.M haben wir in ziemlich genau zwei Stunden erreicht.
Morteratsch-Gletscher:
Perfekt, dass die Tische hier fix sind. So gibt es ein gemütliches Picknick mit perfektem Panorama. Leider zieht der Himmel wieder zu.
Langsam wird es kühl ohne Sonne, drum begeben wir uns auf die Abfahrt. Diese ist trotz fehlender Sonne gut sichtig und vor allem ist sie mittlerweile zu unserem Erstaunen aufgeweicht. Herrlich. Und „ewig“ lang. Mit Stopps und vollem Genuss brauchen wir fast 20min!
Der letzte Hang. Nochmal richtig aufsaugen!
Kaum sind wir unten, scheint die Sonne nochmal auf der ganzen Strecke kurzzeitig. Blöd. 5 oder 10 Minuten später abfahren wäre sinnvoller gewesen...
Auf der Heimfahrt machen wir noch Stopps bei Morteratsch (zwei Lokführer, null Passagiere)...
bei Silvaplana (in Surlej könnte man vom Corvatsch kommend auch noch bis ins Tal fahren)...
und bei der Solisbrücke:
Ein gelungener Tag! Zwar ein grosser Aufwand, aber lohnend.