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Engelberg / Titlis 20. April 2008

Anfahrt: Ettlingen - Engelberg problemlos in 2:30 h; zurück 2:45 h.
Wetter: Sonnig dank Föhneinfluss; ab 15 Uhr Schleierbewölkung.
Schnee: Engelberg 0cm, Gerschnialp geschätzt 50cm, Trübsee 250cm, Stand 400cm, Titlis 500cm. Oberhalb Stand Pulver, unterhalb Stand morgens etwas hart, ab Vormittag weicher.
Anlagen geöffnet: Alle außer DSB Engstlensee, Älplerseil und SCHL unterhalb Trübsee
Pisten geöffnet: Alle außer Engstlensee und Talabfahrt
Wartezeiten: Morgens 5 min an der 6EUB, danach keine (außer wenn PB unterwegs)
Gefallen: Skigebiet Ende April quasi komplett in Betrieb
Nicht gefallen: Nix
Bewertung: 6 von 6 Punkten. Es gab wirklich keinen Grund für Abzüge.

Pistenplan Engelberg hier: http://www.skiwelt.de/skwpanoramen/original/engelberg.jpg
© Engelberg-Titlis Tourismus AG

Wie schon mein Ausflug nach Oberstdorf stellt die Fahrt nach Engelberg am 20. April 2008 einen Ersatz für einen ausgefallenen Ski-Kurztrip ins Wallis dar. Nach Durchzug eines Regengebiets war für den 20. April in der Zentralschweiz Föhn vorhergesagt, und der Wetterbericht sollte Recht behalten. In zweieinhalb Stunden ging die störungsfreie Fahrt von Ettlingen nach Engelberg (ohne die Tempolimits südlich von Freiburg und in der Schweiz wäre es wohl in zwei Stunden möglich). Im Schweizer Mittelland hatte ich noch mit dem Gedanken gespielt, lieber nach Andermatt zu fahren, wo das Skigebiet am Gemsstock noch vollständig in Betrieb war. Angesichts der auf dem Alpenhauptkamm hängenden Föhnbewölkung verwarf ich die Idee wieder - der Titlis steht erst in zweiter Reihe vor dem Hauptkamm. Das versprach mehr Wettersicherheit.

In Engelberg auf 1000m Seehöhe war bereits der Frühling ausgebrochen. Um 8:30 war der seilbahnnächste Großparkplatz der Titlisbahnen erwartungsgemäß schon gut besucht. Wartezeiten gab es dennoch nur je 5 Minuten an Kasse und 6EUB. Es sollten die einzigen bleiben, wenn man vom Warten auf gerade fahrende Pendelbahnen absieht. Das Skigebiet am Titlis war bis auf die bereits "entsesselte" DSB Engstlensee und die Talabfahrt erfreulicherweise noch vollständig in Betrieb. Meiner Erinnerung nach wurde das Jochpassgebiet in den letzten Jahren früher geschlossen als 2008, nämlich jeweils kurz nach Ostern. Mein Skierlebnis am Titlis verlief "konservativ", d.h. es gibt nicht viel Neues zu berichten: Die vielen Asiaten waren wie immer da, der Pulverschnee im Gletscherskigebiet war klasse, die Roteggabfahrt nach Stand gewalzt und sehr gut befahrbar, die Carvingpisten am Laubersgrat machten richtig Spaß. Das Föhnwetter hielt wie versprochen. Nur ein paarmal setzte der Titlis eine Mütze aus abgerissenen Föhnwolkenfetzen auf, und erst gegen 15 Uhr zog allmählich Schleierbewölkung auf.

Da die Talabfahrt geschlossen war, hatte ich mich bereits innerlich auf die Talfahrt per 6EUB ab Trübsee vorbereitet. Um so größer war mein Erstaunen, als sich gegen 16 Uhr ganze Heerscharen von Skifahrern hinter der Talstation der 4KSB Jochpass unter der Absperrung auf die Talabfahrt begaben. Es musste also doch gehen! Und tatsächlich war die Talabfahrt bis Untertrübsee in einwandfreiem Zustand. Auf dem anschließenden Ziehweg waren die Kunstschneereste noch fast vollständig vorhanden. Nur an einer Stelle musste man für 15m abschnallen, und erst rund 200m vor der Talstation war tatsächlich Schluss. Talabfahrt nach Engelberg am 20. April - wer hätte das gedacht! :-)

Fazit: Ich freue mich auf meinen Saisonabschlusstag am Titlis irgendwann im Mai.

Meine Fotos sind bei jedem Frühjahrsbesuch in Engelberg die selben ... :-) Kernfrühling im Tal in Engelberg. Hinter den Seilbahngebäuden die Reste der (beschneiten) Talabfahrt.
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Fahrt mit der 6EUB Trübsee. Hinten das Brunni-Gebiet. Ich habe es nicht geprüft, aber es dürfte geschlossen gewesen sein.
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Gerschnialp, 1200m. Skibetrieb trotz guter Schneelage eingestellt, Schlepplifte bereits abgebügelt.
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PB Trübsee-Stand. Die DSB Rindertitlis war als außer Betrieb gemeldet, lief aber dennoch.
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Rückblick zum Trübsee. Abgerissene Föhnwolken ziehen durch.
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PB Titlis Rotair.
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Blick von der Titlis-Aussichtsplattform auf die Berner 4000er, die sich z.T. in Föhnwolken verstecken.
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PB Titlis Rotair kurz vor der Bergstation. Den Kontrast zum Talgrün finde ich bei jedem Frühjahrsbesuch am Titlis klasse.
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Der Titlisgipfel in einer abgerissenen Föhnwolke.
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6KSB IceFlyer samt Piste. Prima Pulverschnee auf 2900m.
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SCHL Rotegg. Ebenfalls bester Pulverschnee ... vor dem Talgrün. :-)
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Roteggpiste nach Stand, bestens gewalzt und gut zu fahren. Sie ist nicht mehr (wie früher) als schwarz, sondern als Route ausgewiesen.
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4KSB Laubersgrat. Hier macht mir das Fahren jedes Mal so richtig Spaß.
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4KSB Laubersgrat vor dem Trübsee.
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Talstation 4KSB Jochstock.
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4KSB Jochpass samt Piste.
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4SB Trübseehopper.
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Der ehemalige SCHL Bitzi, der ohne Seil und Rollenbatterien isoliert am Trübsee sein Dasein fristet, bekam Besuch.
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Talabfahrt im Bereich Untertrübsee. Bis hier war die Schneelage völlig problemlos.
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Talabfahrt ca. 200 Höhenmeter über Engelberg. Reste des Beschneiungswerks schmelzen vor sich hin.
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Talabfahrt ca. 100 Höhenmeter über Engelberg. Hier wird's langsam eng ...
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Schneeende auf der Talabfahrt nur 200m vor dem Talstationskomplex ... und das Mitte April auf 1000m!
08_04_20_engelberg_22.jpg
 
Habe es abgeklärt - das Rotegg wurde nur für diesen Tag präpariert, da an diesem Tag die Fahrzeuge auf dem Gletscher gewechselt wurden. Man präpariert dann das Rotegg damit diese ohne grossen Aufwand den Berg hochkommen.

MFG TITLIS
 
TITLIS schrieb:
Habe es abgeklärt - das Rotegg wurde nur für diesen Tag präpariert, da an diesem Tag die Fahrzeuge auf dem Gletscher gewechselt wurden. Man präpariert dann das Rotegg damit diese ohne grossen Aufwand den Berg hochkommen.

Mist... dachte das sei im Frühling so die Regel... dann überleg ich mirs zweimal ob ich da noch hin will.
 
Harzwinter.de schrieb:
Die Rotegg-Abfahrt als Buckelpiste ist auch kein großes Problem. Schließlich ist sie weder besonders steil noch besonders lang. Da kommt eigentlich jeder runter. ;-) ;-) Bloß als reine Eisbuckelvariante dürfte sie eine Herausforderung werden ...

Ach das ist nicht das Problem. Da bin ich schon bei ziemlich viel Eis runter. Aber ich wollte den Hang schon ewig mal in präpariertem Zustand in einem höllen Tempo runter brettern ;D
 
Pilatus schrieb:
Harzwinter.de schrieb:
Die Rotegg-Abfahrt als Buckelpiste ist auch kein großes Problem. Schließlich ist sie weder besonders steil noch besonders lang. Da kommt eigentlich jeder runter. ;-) ;-) Bloß als reine Eisbuckelvariante dürfte sie eine Herausforderung werden ...

Ach das ist nicht das Problem. Da bin ich schon bei ziemlich viel Eis runter. Aber ich wollte den Hang schon ewig mal in präpariertem Zustand in einem höllen Tempo runter brettern ;D

@Pilatus, dass ist jetzt im späteren Frühling sowieso machbar da der Firnschnee sich nicht mehr festigen kann wie richtige Buckel :wink: Aber falls du nochmals gehen willst - nächste Woche wird das Rotegg nocheinmal, wegen eines Pistenfahrzeugwechsels präpariert werden! :wink: Aber das Rotegg ist im Frühling auch ohne präparation herrlich zu fahren! Da ,,bloche" ich auch manchmal gerade runter, aber der Wind stoppt einem dann richtig :mrgreen:
 
hm, mir stellen sich da zwei Fragen:

Zum einen sehe ich da doch unterhalb der Rotair ein paar Offpiste-Spuren auf dem Gletscher. Ist das relativ einfach da zu fahren oder sind da doch massiv Spalten?

Zum anderen sieht es doch Auf dem Bild von Gerschnialp irgendwie so aus, als könnte man offpiste vom Laubergrat direkt durchs Gelände nach Gerschnialp runter oder täuschen da Bild und Panoramaplan?

hm, gibt es denn generell einige offpiste-Touren bzw. Touren mit ein bischen Geländelauferei am Titlis?

mfg der Irre
 
Arlberg-Irrer schrieb:
Zum einen sehe ich da doch unterhalb der Rotair ein paar Offpiste-Spuren auf dem Gletscher. Ist das relativ einfach da zu fahren oder sind da doch massiv Spalten?

Zum anderen sieht es doch Auf dem Bild von Gerschnialp irgendwie so aus, als könnte man offpiste vom Laubergrat direkt durchs Gelände nach Gerschnialp runter oder täuschen da Bild und Panoramaplan?

Trifft alles zu, aber gleich beide Routen gehören zu dem Kaliber, die oft unterschätzt werden. Dementsprechend viele Todesfälle gibt es auch.
 
Pilatus schrieb:
Arlberg-Irrer schrieb:
Zum einen sehe ich da doch unterhalb der Rotair ein paar Offpiste-Spuren auf dem Gletscher. Ist das relativ einfach da zu fahren oder sind da doch massiv Spalten?

Zum anderen sieht es doch Auf dem Bild von Gerschnialp irgendwie so aus, als könnte man offpiste vom Laubergrat direkt durchs Gelände nach Gerschnialp runter oder täuschen da Bild und Panoramaplan?

Trifft alles zu, aber gleich beide Routen gehören zu dem Kaliber, die oft unterschätzt werden. Dementsprechend viele Todesfälle gibt es auch.


So ist es...letzten März ist wieder ein Italiener welcher den Gletscher (vermutet man) unterschätzt habe, in einer Gletscherspalte ums Leben gekommen :( . Der Gletscher wird insofern noch sehr unterschätzt da man meint der Gletscher sei sehr klein und somit nicht Spaltenreich. Aber er ist klein und SEHR Spaltenreich. Ich würde jedem, der das Gebiet gar nicht kennt, wenn er schon darunter rattern möchte, einen Bergführer als Begleitperson empfehlen, somit steigt wenigstens die Chance das man wieder als Unerfahrener Titlis Off-piste Fahrer heil nach unten kommt. Wiederum gab es auch schon das Einheimische am Berge (Gletscher etc.) zu tode verunfallt sind, da diese den Berg auch unterschäzt haben. Also ich würde dir anraten beide Gebiete, das Laub sowie auch den Gletscher NUR mit einem Bergführer zu fahren. :wink:

MFG TITLIS
 
Mein Stand zum Thema Off-Piste am Titlis:
1. Von der Bergstation Titlis über den Gletscher: Nur mit erfahrener Begleitung wie oben beschrieben.
2. Vom Laubersgrat über Laub nach Gerschnialp: War m.W. früher eine offizielle Abfahrt. Steil, aber oft befahren. Hauptproblem wohl Lawinengefährdung.
3. Von der Bergstation Jochstock-Xpress durchs Titlis-seitige Tal zum Trübsee: Oft befahren; lawinengefährdet.
 
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