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Entwicklung Schneemengen

Pharao

Großer Müggelberg (115m)
Da ich mich sehr für dieses Thema interessiere, habe ich mich mal etwas intensiver damit befasst.

Da ich mich in der Vergangenheit mehrfach mit dem jeweiligen Forums - Bereich vertan habe setze ich diesen Beitrag mal In Allgemein und hoffe hier ist er richtig aufgehoben.

Ich habe verschiedene Quellen abgeglichen.

1. Lawinenkommission Stuben
2. Messtelle Bauhof Rauz (Danke Frau Brändle, Post Stuben)
3. Tourismus Verein St. Anton

Da alle Zahlen zueinander passten habe ich nur die unter Punkt 2 genannten verwendet. Hier sind die Daten über den längsten Zeitraum festgehalten. Ich habe lediglich die Zahlen ein wenig umsortiert, da sie nur kalendarisch waren und sie den Saisonzeiten angepasst.

Was mir so spontan aufgefallen ist, dass man keine statistische Tendenz nach unten feststellen kann. Ausreisser gabs und gibts immer. Sowohl in die eine wie andere Richtung.


Für mich auffällig waren für mich die Jahre

81 oder 82 Extrem in Januar/Februar Grosslawine aus dem Mattun durchs Griabli. Die Lawine zerstörte die Skibrücke unterhalb Sennwirt komplett. 80 cm Doppel T Träger rechtwinklig abgeknickt. meine Bilder suche ich noch. Interessant ist: Genau da steht jetzt ein Restaurant ? !!)



87/88
Über 8 Meter im März, dabei mehr als 2 meter in einer Nacht. Grosslawine vom Zwölferkopf und aus dem hinteren Rendl gleichzeitig. 7 Tote, Schwere Zerstörung Bannwald und Dorf höhe Nassrein/Tankstelle. Der Zwölferkopf wurde danach komplett verbaut.


Feb 99 Ebenfalls fast 8 Meter in einem Monat ....Galtür Lawine.


vielleicht finden noch andere die Daten interessant. Anbei meine excel-Datei
 

Anhänge

Das ist hoch interessant, vielen Dank für Aufwand und Mühen.
Du schreibst "Daten abgeglichen": bezieht sich das auf die Quellen oder Messpunkte? Sind denn die Schneemengen nicht von einer einzigen Messstation? Wenn nein ist ja die Vergleichbarkeit durchaus in Frage zu stellen, oder?
Wenn die Messstelle hoch genug liegt, überrascht mich das Ergebnis nicht sonderlich. Für tiefere Lagen sieht es allerdings anders aus: weniger Schnee, kürzere Saison (ohne technische Beschneiung).
 
@Emilius Es gibt verschiedene Messtellen. Die Alpe Rauz liegt höhe Abzweig nach Zürs/Lech auf dem Arlbergpass ca auf 1550 Meter. Die andere Messtelle ist der Galzig auf 2185 m . Ich habe nur verglichen ob die Schneemengen monatlich tendenziell logisch passen und mich dann für Rauz entschieden. :)
 
@Pharao, sehr interessante Aufstellung. Danke für Deine Mühe.

In Tirol gibts übrigens mit Franz Fliri (emeritierter Geographieprofesser der Uni Innsbruck) einen ausgewiesenen "historischen" Schneeforscher. Der hat auch das Standardbuch zu den historischen Naturkatastrophen (Lawinen, Vermurungen etc.) in Tirol geschrieben. Daneben hat er auch einen "Schneeatlas Tirol" herausgegeben (hab ich leider bis dato nur in Auszügen gesehen, muss ich mir aber mal besorgen).

Gute Infos über die Schneehöhen (zumindest die jeweiligen Monatsmaxima) findet man auch auf der Website der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Wien (http://www.zamg.ac.at).

Den absoluten Schneehöhenrekord in Österreich hält übrigens der Sonnblick mit 11,9m gemessener Schneehöhe im Mai 1944 (Negativrekord: 2,45m im Februar 1968). Im Mittel werden so 4.5-5 m Maximalschneehöhe erreicht (normalerweise Mitte/Ende Mai).

Die trockenste Hochgebirgsregion Österreichs sind die Ötztaler Alpen (hier v.a. das Venter Tal). Auf den Rofenhöfen (mit 2020m Österreichs höchste ganzjährig bewohnte Hofsiedlung) sind 50-60 cm Schneehöhe schon recht ordentlich :?.
 
Adresse notiert -- Danke Gletscherfloh :wink:
 
Auch von mir der Dank für Deine Mühe. Die Aufstellung zeigt auch, dass der Januar bekanntlicherweise der schneereichste Monat ist (alle Monatsangaben der Jahre addiert):

Oktober ....... 14,1
November .... 41,81
Dezember .... 62,63
Januar ........ 67,75
Februar ........ 60,45
März ............ 54,46
April ............ 32,86
Mai .............. 3,93
 
Das war keine Mühe. Ich hoffte das Panikgefühl loszuwerden. Aber momentan schneits ja richtig. Die Zahlen sind auch nicht so, dass man sofort die Ski verbrennen müsste.
 
@Gletscherfloh .....übrigens ich bin immer noch auf der Suche nach einem Magazin aus den 70er/80er Jahren das Werbung für den Arlberg machte... da gabs eine Statistik die bis ca 1920 zurückreichte. Tendenzen waren da eher zu sehen die Ausreisser gingen damals bis 38 Meter/Saison ......die find ich auch noch 8)
 
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