Hallo zusammen,
ich wollte zumindest einen kurzen Abriss der Woche (04.03.-10.03.) einstellen. Vorweg: es war super, auch wenn wir leider nicht alles geschafft haben, was geplant war. Wetterbedingt war an einigen Tagen die Ronda gesperrt, auch der Lagazuoi war leider gegen Ende der Woche zu. Daher sind wir da nicht mehr hoch gekommen.
Wir sind bereits am Freitag bis Innsbruck gefahren und haben dort günstig übernachtet. Dadurch waren wir am Samstag schon relativ früh in Colfosco. Allerdings hatte der Winter das Gebiet voll im Griff, es hat ziemlcih geschneit. Wir haben den Pass trotzdem schon gelöst, um den halben Tag im Edelweißtal zum Einfahren zu nutzen. Naja, was soll man erwarten...es war eher grauenhaft. Nix gesehen, nur Buckel vom zusammengefahrenen Neuschnee, nach 2 Stunden keinen Bock mehr gehabt. Dafür ging es die nächsten Tage deutlich besser. Wir sind bei schönstem Wetter und dank Neuschnee (hatte ja auch sein Gutes) in toller Landschaft 2 Tage lang kreuz und quer durchs Blaue Meer und zum Heiligkreuzkofel (top) gefahren. Besonders gefallen haben uns die Abfahrten nach St-Kassian und die rote Weltcup-Umgehung nach Stern, auch Maserei war eine Lieblingsstrecke, weil auch eher leer. Ich muss dazu sagen, dass meine Frau am Anfang immer 1-2 Tage braucht, um die Beine wieder zu sortieren und die Angst zu verlieren. Dann fährt sie im Endeffekt alles gut mit. Daher war das Blaue Meer vor der Tür genau richtig.
Am ersten Windtag (Sella Ronda geschlossen) haben wir dann die halbe grüne Runde gemacht. Rauf zum Grödner Joch, die schöne Dantercepies runter und drüben auf dem Ciampinoi nicht den Familientragödienhang, sondern die Umgehung über den Grad genommen. Da war es schon ziemlich windig. Danach ein bisschen vor dem Langkofel rumgefahren und auf der Comici Hütte noch 2 Plätze zum Mittag bekommen. Ja, es ist teuer, aber die Portionen waren durchaus groß und lecker war es auch. Weiter durchs steinerne Meer ging es noch einen Lift weiter, aber die höchsten Life auf der Rodella waren dann wegen Wind geschlossen, daher ging es hier nicht weiter. Wie gesagt, windig, aber blauer Himmel und Sonne.
Einen Tag später dann die orangene Ronda komplett gefahren. Jetzt weiß ich auch, warum da so viele Stunden angesetzt werden. Im Prinzip ist das ja eine Halbtages-Veranstaltung, selbst wenn man nicht wie ein Irrer durchrast. Aber die Wartezeiten an diversen Liften bremsen einen aus. Ganz besonders herausgestochen hat dabei der Lift am Campolongo, direkt am Anfang. Da haben wir fast 20 Minuten gestanden. Im Ernst: ich bin zum Ski fahren hier und nicht zum Ski stehen. So schön kann keine Piste sein. Im weiteren Verlauf ging es dann besser und am Pordoijoch hatte sich das Rudel dann eigentlich ganz gut aufgelöst. Gegessen haben wir dieses Mal auf der Friedrich-August Hütte, ebenfalls nur zu empfehlen. Das Fleisch von den Urviechern ist der Hammer.
Die Tage danach leider immer wieder mal Schnee und Wind (teilweise sogar die Bahn zum Boe gesperrt), die Aufstiegsanlagen waren mal gesperrt, mal nicht. Alles etwas unsicher. Wir waren meistens im Blauen Meer. Passo Falzarego und 5Torri haben wir nicht mehr geschafft wegen Wind. Da die Seilbahn zum Lagazuoi gesperrt war, haben wir es sein lassen.
Insgesamt eine tolle Woche mit so unfassbar vielen verschiedenen Pisten und Möglichkeiten. Übrigens: was alle am Edelweißtal finden kann ich nicht nachvollziehen. Wir mussten die Talabfahrt jeden Tag zum Schluss runter, weil es unser Weg zur Unterkunft war. Unfassbar voll mit blutigsten Anfängern, die sich durch die schrecklichsten aufgeschobenen Sulz-Hubbel im ganzen Skigebiet gequält haben. Jeden Tag aufs neue die schlimmste Abfahrt des Tages.
Gruß
Uwe