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Es wird auch in Tirol Windräder geben

Mit einer ausreichend starken Kampagne kann man in der Tat auch aus der Minderheit heraus seinen Willen durchsetzen (sofern die Regierungsmehrheit ausreichend wankelmütig ist).

Aber ich will die CDU/CSU/FDP nicht verteidigen, ich war auch schon immer gegen die, weil sie zuverlässig ihre Positionen immer abgeräumt haben zugunsten linker/progressiver/grüner Vorhaben. Eine Partei, die einfach eine 180-Grad-Kehrtwende vollzieht, nur weil es politisch opportun erscheint, statt anhand ihrer Überzeugungen und Positionen vor der Wahl zu handeln, kann man schlicht nicht wählen.
 
o.K. wir atmen alle durch und enstpannen uns - zügeln unsere Tastenfinger.
 
die Stromtrassen aus dem Norden sollen an den AKW Standorten ankommen, da dort bereits die komplette Infrastruktur vorhanden ist, um große Strommengen zu verteilen.

@Dunkelflaute: ja, die kann es geben. Sind, wenn ich mich richtig erinnere, einige wenige Tage im Jahr (so eine Hand voll maximal). Denn während im Sommer Solar recht gut in unseren Breiten Strom erzeugt, weht im Sommer weniger Wind. Dafür weht der Wind im Winter viel stärker. Glaubst nicht? schau mal hier: https://www.energy-charts.info/downloads/Stromerzeugung_2021.pdf Wenn nun Solar- und Windenergie stärker ausgebaut werden (und auch mal dort, wo der Strom benötigt wird bzw. die Leitungen bis dahin gebaut werden), werden zwar weiterhin Backupkapazitäten bereitgehalten werden müssen (vor allem Gaskraftwerke), aber diese nur für kurze Zeiträume. Und wenn es mal genug regenative Energie gibt, kann man damit auch die, eher ineffiziente, Umwandlung in Wasserstoff nutzen, um diesen dann in den Gaskraftwerken als Backup einzusetzen.
 
Aber wir wollen ja auch für "kurze Zeiträume" (was durchaus ein paar Tage sein können) keine Stromausfälle.

Das mit den Atomkraftwerken als Endpunkten der Stromtrassen erwähnte ich deshalb, weil man daran sieht, dass die Stromtrassen nicht nötig wären, wenn man nicht den Atomausstieg gemacht hätte. Und daher ist eben nicht Bayern Schuld, sondern diejenigen, die den Atomausstieg vorangetrieben und beschlossen haben.
 
kaldini schrieb:
Denn während im Sommer Solar recht gut in unseren Breiten Strom erzeugt, weht im Sommer weniger Wind. Dafür weht der Wind im Winter viel stärker.

Wobei recht gut zumindest bislang nicht ausreichend war, oder? Ich meine, dass in D vor allem im Sommer immer 2-3 Monate mehr importiert als exportiert wird.
Welche Partei nun daran Schuld ist...da tragen glaube ich alle ihr Päckchen. Wir könnten auf jeden Fall schon viel weiter sein.
 
j-d-s schrieb:
Das mit den Atomkraftwerken als Endpunkten der Stromtrassen erwähnte ich deshalb, weil man daran sieht, dass die Stromtrassen nicht nötig wären, wenn man nicht den Atomausstieg gemacht hätte. Und daher ist eben nicht Bayern Schuld, sondern diejenigen, die den Atomausstieg vorangetrieben und beschlossen haben.
Eben, ein Atommüllendlager ist wesentlich einfacher zu bauen und ein paar 10.000 Jahre zu betreiben, als 500 km Stromtrasse zu bauen!

Jens schrieb:
Hätte man sich 2011 auf einen späteren Aussteig als 2022 geeinigt wäre der Markus vielleicht in der Versenkung verschwunden:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article13395920/Streit-um-Atomausstieg-Soeder-droht-mit-Ruecktritt.html
Das wäre ein Segen für die deutsche Politik gewesen!

Jens schrieb:
... soviel zu Bayern war unschuldig.
Bayern definitiv, lag eben an Söder. Söder != Bayern
 
Eine "Dunkelflaute" kann es prinzipiell jede Nacht geben.

Ersetzte das abstrakte Wort "Dunkelflaute" einfach gegen "Windstille Nacht" oder auch "bewölkter, windstiller Tag".

Und auf einmal wirkt es ganz normal.
 
DJDan schrieb:
j-d-s schrieb:
Das mit den Atomkraftwerken als Endpunkten der Stromtrassen erwähnte ich deshalb, weil man daran sieht, dass die Stromtrassen nicht nötig wären, wenn man nicht den Atomausstieg gemacht hätte. Und daher ist eben nicht Bayern Schuld, sondern diejenigen, die den Atomausstieg vorangetrieben und beschlossen haben.
Eben, ein Atommüllendlager ist wesentlich einfacher zu bauen und ein paar 10.000 Jahre zu betreiben, als 500 km Stromtrasse zu bauen!

Das ist doch ne Pseudodiskussion. Ein Atommüllendlager braucht es sowieso, egal ob wir weiter auf Atomkraft setzen oder nicht.

Allerdings muss man nicht notwendigerweise ein Atommüllendlager in D bauen. Es gibt weltweit dutzende Staaten die auf Atomkraft setzen, einige haben sogar Atomwaffen (welche deutlich stärker radioaktive Abfälle erzeugen als Atomkraftwerke), zudem gibt es Atomwaffentestgebiete die sowieso unbewohnbar sind.

Wieso manche Menschen es für vernünftig halten, wenn jedes dieser dutzenden Länder ein extra Endlager baut anstatt dass sich ein paar davon zusammentun um gemeinsam eins zu bauen, verstehe ich nicht.
 
j-d-s schrieb:
Aber wir wollen ja auch für "kurze Zeiträume" (was durchaus ein paar Tage sein können) keine Stromausfälle.

Das mit den Atomkraftwerken als Endpunkten der Stromtrassen erwähnte ich deshalb, weil man daran sieht, dass die Stromtrassen nicht nötig wären, wenn man nicht den Atomausstieg gemacht hätte. Und daher ist eben nicht Bayern Schuld, sondern diejenigen, die den Atomausstieg vorangetrieben und beschlossen haben.

Lachst du eigentlich dabei, wenn du solche Dinge schreibst?

Die Südostlink-Trasse war vorher anders geplant, von Lauchstädt nach Meitingen. Welche AKW stehen dort? Oder vielleicht doch eher ein Braunkohlekraftwerk?
"Als Folge der anhaltenden Proteste wurde der Startpunkt weiter nördlich nach Wolmirstedt und der Endpunkt nach Gundremmingen verlegt, um dort den Strom in die bestehende Infrastruktur des 2021 vom Netz gehenden Kernkraftwerks Gundremmingen einzuspeisen"
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Südostlink
 
j-d-s schrieb:
Das ist doch ne Pseudodiskussion. Ein Atommüllendlager braucht es sowieso, egal ob wir weiter auf Atomkraft setzen oder nicht.

Allerdings muss man nicht notwendigerweise ein Atommüllendlager in D bauen. Es gibt weltweit dutzende Staaten die auf Atomkraft setzen, einige haben sogar Atomwaffen (welche deutlich stärker radioaktive Abfälle erzeugen als Atomkraftwerke), zudem gibt es Atomwaffentestgebiete die sowieso unbewohnbar sind.

Wieso manche Menschen es für vernünftig halten, wenn jedes dieser dutzenden Länder ein extra Endlager baut anstatt dass sich ein paar davon zusammentun um gemeinsam eins zu bauen, verstehe ich nicht.

Endlich hab Dich entlarvt, j-d-s: Dein richtiger Vorname ist Markus und Du möchtest nächstes Jahr gerne wieder Ministerpräsident in Bayern werden, stimmt's :wink:
 
In gewisser Hinsicht sind sich Atom befürworter oder auch gegner sehr ähnlich.

Es gibt kein Endlager, also keinen Atomstrom!

vs

Wir haben keine Speichermöglichkeiten für regenerative Energien - also kein "Ökostrom"!

:lol:
 
Ich schlage vor dass wir den hochradioaktiven Müll den hier einer von sich gibt im entsprechende und bereits dafür vorhandenen Endlager entsorgen.
https://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=10&t=39495&hilit=atomausstieg&start=275
Hier können wir dann auch alle weiteren Diskussionen um Neutronen und Co weiter führen.

Zurück zum Thema:
Mir war bisher gar nicht bewusst dass es in Tirol noch kein einziges Windrad gibt. Die Akzeptanz wird schon nicht so gross sein und daran ist die Politik aber auch zu einem grossen Teil mitverantwortlich. Diskussionen um Liftanlagen stillzulegen sind dafür natürlich reines Gift. Wenn man im gebirge Windräder erstellen will sind Premiumbezugsrechte für die Standortregionen natürlich zwingend erforderlich und müssen dann im Ernstfall auch eingehalten werden und nicht so wie bei uns in CH bei der Wasserkraft ( zumindest dort wo slche Vereinbarungen früher mal abgeschlossen wurden ) nicht bei erstbester Gelegenheit von der Politik verboten werden.
Dass man über 100 Meter hohe Anlagen auch von weiter her sehen kann ist klar. Dass darf aber kein Kriterium sein, im Gegensatz zum Aussehen welches dann schon ein Kriterium sein muss, da werden dann allerdings viele subjektive Meinungen aufeinander prallen.
Wo ich derzeit noch skeptisch bin ob der Alpenraum geeignet für Windräder ist ist bei der Produktionsleistung. Diese ist bei den beiden ca. 30 km voneinander auf ca. gleicher Höhe liegenden Anlagen in Andermatt und am Nufenen an einem Ort sehr schwach und am anderen Ort gar unteririsch schwach.
Wenn man schon solche Anlagen baut dann muss auch was dabei rausschauen, Alibianlagen braucht es dann keine.
 
Nach den Landtagswahlen wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit eine ÖVP/SPÖ Landesregierung geben, was in Österreich in dieser Konstellation bedeutet: man teilt sich die Vorstands- und Aufsichtsratsposten im Land auf die Bürgermeistersöhne und -Töchter auf, lehnt sich dann zurück und macht bis zum nächsten Wahlkampf absolut gar nichts mehr (und bei den nächsten Wahlen ist man dann verwundert warum die FPÖ Stimmen dazugewinnt).

Von daher glaube ich nicht, dass sich an der gegenwärtigen Windrad-Situation in Tirol viel ändern wird.
Ich könnte mir max. vorstellen, dass man in finanziell abhängigen Regionen, zB Osttirol, irgendein Seitental dazu "freiwillig verpflichtet" Windräder aufzustellen und im Gegenzug die jeweiligen Bürgermeister der Region hochdotierte Jobs bei landesnahen Gesellschaften bekommen.
 
Werna76 schrieb:
Nach den Landtagswahlen wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit eine ÖVP/SPÖ Landesregierung geben, was in Österreich in dieser Konstellation bedeutet: man teilt sich die Vorstands- und Aufsichtsratsposten im Land auf die Bürgermeistersöhne und -Töchter auf, lehnt sich dann zurück und macht bis zum nächsten Wahlkampf absolut gar nichts mehr (und bei den nächsten Wahlen ist man dann verwundert warum die FPÖ Stimmen dazugewinnt).

Von daher glaube ich nicht, dass sich an der gegenwärtigen Windrad-Situation in Tirol viel ändern wird.
Ich könnte mir max. vorstellen, dass man in finanziell abhängigen Regionen, zB Osttirol, irgendein Seitental dazu "freiwillig verpflichtet" Windräder aufzustellen und im Gegenzug die jeweiligen Bürgermeister der Region hochdotierte Jobs bei landesnahen Gesellschaften bekommen.
Ich würd dir so gerne widersprechen....
Aber das läßt mein Verstand nicht zu :D
 
Ich glaube eher nicht das es Windräder in unmittelbarer nähe von Skigebieten geben wird.

Aus einem sehr simplen Grund: Windräder erhöhen die Bodentemperaturen in der Windschleppe, da die die verschiedenen Schichten durchwirbelt werden. Wäre nicht gut wenn da den Pisten der Schnee ausgeht....

Und wenn jemand glaubt das wäre schwubbelei:

https://www.mdr.de/wissen/energiewe...agen-unser-wetter-duerre-trockenheit-100.html

Daraus:

Feststellbar sind sie aber. "Es gibt eine Reihe Studien von großen Windparks in Texas. Man hat hier Satellitenaufnahmen des Gebiets vor der Errichtung der Windparks und nach dem Bau genommen und daraus die Bodentemperatur abgeleitet. Dort hat man gesehen, dass es hinter den Windparks vor allem nachts am Boden wärmer wurde", erklärt Stefan Emeis.

Das lässt sich folgendermaßen erklären:

"Nachts ist bei kleineren Windgeschwindigkeiten die Atmosphäre üblicherweise etwas wärmer und der Boden kühlt durch Wärmeabstrahlung schneller aus, da keine Sonneneinstrahlung wirkt. Durch Verwirbelung der Luft im Nachlauf der Windenergieanlagen können durch die Vermischung der Luftschichten höhere Temperaturen in Bodennähe erhalten bleiben. Da sprechen wir aber von 0,3 bis 0,7 Grad Celsius bei wirklich riesengroßen Windparks", erklärt Dr. Bodo Wichura vom Deutschen Wetterdienst (DWD).
 
baeckerbursch schrieb:
Es gibt kein Endlager, also keinen Atomstrom!
vs
Wir haben keine Speichermöglichkeiten für regenerative Energien - also kein "Ökostrom"!

Der Unterschied ist, ein AKW läuft auch ohne Endlager. Strom aus EE gibts dagegen nur dann 24/7, wenn es genügend Speicher gibt. Atomabfall kann man auch mal für ein paar Jahrzehnte provisorisch lagern. Ein provisorisches Leben bis zu dem Tag, an dem wir EE in benötigtem Umfang speichern können, kann dagegen sehr unkonfortabel werden.
 
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