Im Zuge des Schreibens dieses Berichts hab ich mir noch mal meine Bericht aus 2010 durchgelesen:
https://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=47&t=42221
Interessanterweise passt alles, was ich damals schrieb, heute besser denn je. Ja, ich sehe Espace Killy aus der Brille des Pistenkifahrers. Wer gerne Abseits fährt, Glück mit Neuschnee hat oder gerne Buckelpisten fährt, wird sicherlich ein anderes Fazit als ich ziehen: Adieu! Kein Au Revoir? Leider nein, zu viele Dinge passen mir in Val d`Isere und Tignes nicht, dass ich da so schnell noch mal hinwill (vielleicht 1 Tag in 10 Jahren, wenn wir die Bourg St. Maurice Tour wiederholen).
Erstes Problem: die Hauptachsen sind extrem überlaufen, dafür nicht massentauglich. Solaise, Bellevarde, Toviere bieten alle nur mittel- bis schwere Abfahrten zurück ins Tal. Und die wenigen Alternativrouten werden schlecht angenommen, wenn es überhaupt welche gibt.
Zweites Problem: Überkapazität. Schon toll, wenn überall 6er Sessel sind, aber wo ist die dazugehörende Pistenfläche? Marmottes, Cascade, da hat es mal 1 Lift mit 3 Pisten, auch Fontaine Froide geht noch. Aber der Rest? In Tignes Tichot, Grattalu, Merle und auch Palafour sind Hochleistungs-6er mit jeweils 1 blauer Piste. In Val d`Isere hat Manchot 1 präparierte Abfahrt, Madelaine eine grüne Abfahrt – das ist für die Liftkapazitäten zu wenig (dabei wäre ja Platz vorhanden).
Dafür kommt an der Toviere eine 10KSB, 1 8KSB und 1 6KSB an, ergibt so circa 8000 P/h. An der Bellevarde eine 3S, eine Standseilbahn, 2 6er und 1 4er – da sind wir dann schon bei 10.000 P/h. Wo sollen die da alle hin?
Drittes Problem: kein (für mich) ideales Skigelände. Entweder zu flach (Borsat Bereich, Madelaine), oder zu steil (Face, Solaise). Und oft zu schmal (Stantons, L) und in letzter Zeit zu Lawinenanfällig (immer wenn ich geschaut hab, war die stantons und die L diesen Winter zu – die L war wohl kurzzeitig als wir da waren offen). Von der Solaise ins Tal muss man so ein komisches Förderband nehmen. Viele fahren von der Toviere gen Val Claret, dann auf der anderen Seite rauf um über die lac Piste nach Le Lac zu kommen, diese Abfahrt ist aber viel zu schmal. Vom Gletscher runter die rote double m ist gut, die blaue genepy ist langweilig.
Viertes Problem: wenig alternative Routen und es wird auch wenig gegen Probleme 1 bis 3 gemacht.
Schon vor 10 Jahren gab es Lawinenprobleme an der santons und L – da könnte man ja was verbauen. Die Daille Gondel ist nun (endlich) neu, hat aber immer noch die selbe Bergstation (warum nicht gleich rauf bis zur Bergstation Mont Blanc? Ach ja, das Folie Douce ist ja an der alten Bergstation). So fährt fast alles gleich zu Tommeuses und dann die creux – da macht die schon morgens keinen Spass mehr.
Pisten könnten mal verbreitert werden, einige schwarze etwas ummodelliert, so dass sie als rote durchgehen würden (unter der Tufs z.B. oder die schwarze an der Machot).
Aber es gab auch ein paar gute Seiten! An der Pyramides, an Cascade und Marmottes die Abfahrten sind toll. Auch nach La Daille runter geht es gut. Sehr positiv fand ich die beiden 8EUBS von Les Brevieres/Les Bosses, die binden die Ecke gut an. Schade nur, dass es dann mit der lahmen Aiguille Rouge oder der ewigen Marais weiter geht. Die Chaudannes Abfahrt ist eigentlich ganz gut, nur leider nun auch sehr voll.
Wir hatten natürlich auch (für uns) mit dem Wetter Pech. Am Vortag gabs 40cm Neuschnee, da waren nur wenige Pisten gemacht. Dafür war ich überrascht, wie schnell dort das Gelände zerfahren wird. Dafür war das Wettertagsüber meist ganz gut.
Aber nach 2 Tagen hatten wir genug.
Los gings jeden Tag in Les Brevieres, am 1.Tag hatten wir noch Pech beim Skipasskauf (beide Automaten kaputt, nur 2 Kassen offen, vor uns einer, der irgendwas außergewöhnliches wollte und alles aufhielt). Wir sind dann über Toviere und Bellevarde (hach, die Face mag ich ja doch…) zur Solaise, dort mal alles gefahren und dann weiter zum Pissaillies Gletscher. Dass die alte 6EUB noch steht, verwundert mich doppelt (einerseits dass sie noch nicht erneuert wurde und andererseits dass sie noch nicht verrostet ist). Danach wieder zurück, schafften wir mit ein paar Fahrten zwischendurch es locker zur Chaudannes um 16:25.
Am 2.Tag war dann mehr Tignes im Fokus. An Chaudannes vorbei gings zur Toviere, dann gen Val Claret und mal rauf zum Gletscher (Grand Motte PB zu). Leider 25 Minuten in der Lanches verbracht, irgendein gebrechen. Dafür war die double m dann leer und toll. Mal mit dem gelben Wurm rauf, oben eine Wiederholung an der Vanoise, dann die doch langweilige cairn und genepy runter. Nun gings gen Ticot und Grattalu. Das Stade sieht ja immer verlockend aus, immerhin war mal ein Bukcelpistenevent. Den Rest könnte man ja aufmachen, fährt eh keiner. Aber nein! Das gehört sich nicht. An der Merle wie schon gesagt, die Abfahrt ist ganz schön eng. Uns zog es gen Aiguille Percee, die sache liessen wir aus (unpräpariert…) und fuhren wieder gen Le Lac. Nun wieder nach Val Claret und mit Bolin/Fresse (seit ein paar Jahren nun getrennt) noch rauf zum Col de la Fresse. Die Borsat nahmen wir noch mit, dann wurde es Zeit gen Chaudannes und wieder nach Les Brevieres.
https://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=47&t=42221
Interessanterweise passt alles, was ich damals schrieb, heute besser denn je. Ja, ich sehe Espace Killy aus der Brille des Pistenkifahrers. Wer gerne Abseits fährt, Glück mit Neuschnee hat oder gerne Buckelpisten fährt, wird sicherlich ein anderes Fazit als ich ziehen: Adieu! Kein Au Revoir? Leider nein, zu viele Dinge passen mir in Val d`Isere und Tignes nicht, dass ich da so schnell noch mal hinwill (vielleicht 1 Tag in 10 Jahren, wenn wir die Bourg St. Maurice Tour wiederholen).
Erstes Problem: die Hauptachsen sind extrem überlaufen, dafür nicht massentauglich. Solaise, Bellevarde, Toviere bieten alle nur mittel- bis schwere Abfahrten zurück ins Tal. Und die wenigen Alternativrouten werden schlecht angenommen, wenn es überhaupt welche gibt.
Zweites Problem: Überkapazität. Schon toll, wenn überall 6er Sessel sind, aber wo ist die dazugehörende Pistenfläche? Marmottes, Cascade, da hat es mal 1 Lift mit 3 Pisten, auch Fontaine Froide geht noch. Aber der Rest? In Tignes Tichot, Grattalu, Merle und auch Palafour sind Hochleistungs-6er mit jeweils 1 blauer Piste. In Val d`Isere hat Manchot 1 präparierte Abfahrt, Madelaine eine grüne Abfahrt – das ist für die Liftkapazitäten zu wenig (dabei wäre ja Platz vorhanden).
Dafür kommt an der Toviere eine 10KSB, 1 8KSB und 1 6KSB an, ergibt so circa 8000 P/h. An der Bellevarde eine 3S, eine Standseilbahn, 2 6er und 1 4er – da sind wir dann schon bei 10.000 P/h. Wo sollen die da alle hin?
Drittes Problem: kein (für mich) ideales Skigelände. Entweder zu flach (Borsat Bereich, Madelaine), oder zu steil (Face, Solaise). Und oft zu schmal (Stantons, L) und in letzter Zeit zu Lawinenanfällig (immer wenn ich geschaut hab, war die stantons und die L diesen Winter zu – die L war wohl kurzzeitig als wir da waren offen). Von der Solaise ins Tal muss man so ein komisches Förderband nehmen. Viele fahren von der Toviere gen Val Claret, dann auf der anderen Seite rauf um über die lac Piste nach Le Lac zu kommen, diese Abfahrt ist aber viel zu schmal. Vom Gletscher runter die rote double m ist gut, die blaue genepy ist langweilig.
Viertes Problem: wenig alternative Routen und es wird auch wenig gegen Probleme 1 bis 3 gemacht.
Schon vor 10 Jahren gab es Lawinenprobleme an der santons und L – da könnte man ja was verbauen. Die Daille Gondel ist nun (endlich) neu, hat aber immer noch die selbe Bergstation (warum nicht gleich rauf bis zur Bergstation Mont Blanc? Ach ja, das Folie Douce ist ja an der alten Bergstation). So fährt fast alles gleich zu Tommeuses und dann die creux – da macht die schon morgens keinen Spass mehr.
Pisten könnten mal verbreitert werden, einige schwarze etwas ummodelliert, so dass sie als rote durchgehen würden (unter der Tufs z.B. oder die schwarze an der Machot).
Aber es gab auch ein paar gute Seiten! An der Pyramides, an Cascade und Marmottes die Abfahrten sind toll. Auch nach La Daille runter geht es gut. Sehr positiv fand ich die beiden 8EUBS von Les Brevieres/Les Bosses, die binden die Ecke gut an. Schade nur, dass es dann mit der lahmen Aiguille Rouge oder der ewigen Marais weiter geht. Die Chaudannes Abfahrt ist eigentlich ganz gut, nur leider nun auch sehr voll.
Wir hatten natürlich auch (für uns) mit dem Wetter Pech. Am Vortag gabs 40cm Neuschnee, da waren nur wenige Pisten gemacht. Dafür war ich überrascht, wie schnell dort das Gelände zerfahren wird. Dafür war das Wettertagsüber meist ganz gut.
Aber nach 2 Tagen hatten wir genug.
Los gings jeden Tag in Les Brevieres, am 1.Tag hatten wir noch Pech beim Skipasskauf (beide Automaten kaputt, nur 2 Kassen offen, vor uns einer, der irgendwas außergewöhnliches wollte und alles aufhielt). Wir sind dann über Toviere und Bellevarde (hach, die Face mag ich ja doch…) zur Solaise, dort mal alles gefahren und dann weiter zum Pissaillies Gletscher. Dass die alte 6EUB noch steht, verwundert mich doppelt (einerseits dass sie noch nicht erneuert wurde und andererseits dass sie noch nicht verrostet ist). Danach wieder zurück, schafften wir mit ein paar Fahrten zwischendurch es locker zur Chaudannes um 16:25.
Am 2.Tag war dann mehr Tignes im Fokus. An Chaudannes vorbei gings zur Toviere, dann gen Val Claret und mal rauf zum Gletscher (Grand Motte PB zu). Leider 25 Minuten in der Lanches verbracht, irgendein gebrechen. Dafür war die double m dann leer und toll. Mal mit dem gelben Wurm rauf, oben eine Wiederholung an der Vanoise, dann die doch langweilige cairn und genepy runter. Nun gings gen Ticot und Grattalu. Das Stade sieht ja immer verlockend aus, immerhin war mal ein Bukcelpistenevent. Den Rest könnte man ja aufmachen, fährt eh keiner. Aber nein! Das gehört sich nicht. An der Merle wie schon gesagt, die Abfahrt ist ganz schön eng. Uns zog es gen Aiguille Percee, die sache liessen wir aus (unpräpariert…) und fuhren wieder gen Le Lac. Nun wieder nach Val Claret und mit Bolin/Fresse (seit ein paar Jahren nun getrennt) noch rauf zum Col de la Fresse. Die Borsat nahmen wir noch mit, dann wurde es Zeit gen Chaudannes und wieder nach Les Brevieres.