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Fageralm / 29.12.2010

Fageralm am 29.12.2010

Die einzigen beiden Berichte über die Fageralm hier im Forum stammen aus dem Jahre 2005. Viel hat sich seitdem nicht verändert - die Talstation wurde neu gestrichen, das war’s dann auch im Wesentlichen – trotzdem schreibe ich noch einen Bericht über meinen Besuch vom drittletzten Tag des Jahres 2010 bei leider eher schlechtem Wetter.

So recht wissen wir an jenem Tag Ende Dezember in der Hauptsaison nicht, wohin es gehen soll. Die Gebiete werden allesamt von Tag zu Tag voller, das Wetter ist ziemlich schlecht, weshalb die höheren, attraktiveren Ziele wie Zauchensee oder Gastein rausfallen und im Gültigkeitsbereich von Ski Amadé muss es auch noch liegen. Da bleibt nicht mehr viel übrig… Moment mal, da gibt’s doch noch so einen kleinen Skiberg zwischen Radstadt und der Reiteralm, wo wir noch nie waren. So sind wir dann gegen mittag zur Fageralm gefahren.

Das Skigebiet besteht aus zwei Doppelsesselbahnen unten (Fageralm und Jägerlift) und 4 Schleppern oben, ist durchwegs als einfaches Gebiet einzuordnen und ideal für Familien geeignet. Bis auf die Abfahrt der unteren DSB-Sektion (kann aber sogar umfahren werden) ist alles blau, leicht geneigt, unten Waldschneisen oben offenere Almflächen. Das Klientel ist angenehm ruhig, Hektik kommt keine auf, perfekt also für einen lockeren, lässigen Tag zwischendurch oder eben für Familien. Hier kannst du deine Kinder auch mal ein paar Runden drehen lassen, ohne dass du dir Gedanken machen musst.

Die beiden Sesselbahnen erschließen jeweils eine Waldschneise, bei der sich nette Hänge mit kupierten Flachstücken abwechseln. Der Doppelschlepper Vorderfager erschließt zwei doch ziemlich flache Pisten, besitzt aber doch eine gute Länge, die Piste am Mitterfager ist etwas steiler aber doch arg kurz, am Hinterfager gibt’s die attraktivsten Abfahrten im oberen Bereich, hier ist auch eine Atomic-Teststrecke, wohl noch ein Relikt aus dem Rohrmoser-Zeitalter, der auch einmal an der Fageralm beteiligt war. Im oberen Almgelände finden sich noch viele gemütliche, urige und wirklich authentische Hütten.

Das Wetter ist bei unserem Besuch nicht gerade ideal, zum Grau in Grau der vorangegangenen Tage ist nun noch leichter Schneefall und Nebel oberhalb der Baumgrenze hinzugekommen, weshalb die Bilder auch nicht sonderlich gelungen sind. Aber in Anbetracht der seltenen Berichte von der Fageralm poste ich sie trotzdem.
Der Schnee war sehr gut, eigentlich der beste der ganzen Woche, durchwegs perfekt griffige, natürliche Pisten; durch die wenigen Leute (Wartezeiten nahezu Fehlanzeige) war es auch nicht ausgefahren, ganz oben gab es vereinzelt noch ein paar Steinchen, die man aber alle gut umfahren konnte.

So, nun zu den paar Bildern. Vom Parkplatz (die Talstation liegt von Radstadt kommend sogar etwas versteckt und man sieht sie erst, wenn man davor steht) führt eine DSB zunächst über ein paar Wiesen, dann durch den Wald hinauf zur Mittelstation.

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Nach links blickt man in ein Tal, links außerhalb des Bildes sind die Bergstationen auf der Gasselhöhe, dort oben ist heute sicherlich wesentlich mehr Betrieb, wurde es diese Woche doch von Tag zu Tag voller.

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An der Mittelstation heißt es dann umsteigen in die nächste DSB.

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Sie heißt Jägerlift, hat einen Schlepper auf gleicher Trasse ersetzt und führt immer durch den Wald. Oben hat das letzte fast ebene Flachstück was von einem Mittelgebirgsgebiet… Aber hier geht’s oben ja noch weiter.

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Im Anschluss folgt etwas versetzt der Doppelschlepper Vorderfager, hier öffnet sich auch die Landschaft und man fährt durch nette Almwiesen. Die Pisten sind übrigens hier oben noch recht natürlich mit Bodenwellen etc.

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Auf der anderen Seite des Buckels führt der Mitterfager-Lift wieder ein Stück hinab, bietet genauso wie die anderen Lifte hier oben auch einige Varianten abseits der Pisten, allerdings alles etwas arg flach.

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Zu guter Letzt gibt es noch den Hinterfagerlift, wieder etwas länger und steiler mit durchaus ansprechender Abfahrt.

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Nun ja, ganz so wenig war dann doch nicht los, aber der Betrieb hielt sich schon schwer in Grenzen, das Publikum war ziemlich relaxed; ein Gefühl, dass man nebenan auf Reiteralm und Co. eher selten bekommt und hier eine angenehme Abwechslung darstellt.

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Diese Goliath-Schaukel (irgendeine überdimensionierte „normale“ Schaukel) ist nur ein Teil dessen, was man hier in die Landschaft gestellt hat. Es gibt einige weitere „Themenparks“ entlang der Vorderfager-Lifte, bei denen sich meist ein Zieher durch die Almlandschaft schlängelt und durch Indianer- oder Waldtierfiguren eingerahmt wird. Hält sich aber in Grenzen, für Kinder ganz nett gemacht und nicht so spacig abgehoben wir nebenan ;-).

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Groß ist das Gebiet freilich nicht, bietet aber insbesondere für Familien oder einen gemütlichen Tag zwischendurch genug für einige nette Stunden. Der größte Kritikpunkt in meinen Augen – der nicht unerwähnt bleiben darf – ist aber der Kartenpreis. Ohne Mehrtages- oder Saisonpass macht es nur bedingt Sinn hierher zu fahren, der Tageskartenpreis von 39,50 Euro steht in keinem Verhältnis zum Angebot und ist auch nicht so ganz familientauglich, insbes. im Vergleich zu den Nachbarn, wo es 1,50 Euro mehr (Zauchensee etc.) oder gar 1,50 Euro weniger (Obertauern) kostet.

Ein paar Google-Earth Bilder hab ich zum Abschluss natürlich auch noch für euch:

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Endlich auch mal ein Bericht von dort! Schaut ziemlich gemütlich aus, schön, dass es noch so was gibt und entsprechend frequentiert wird.

MFG Dachstein
 
Danke für Deinen Bericht - jetzt weiß ich endlich, wie es da oben aussieht. Ich kenne das Gebiet nur vom Vorbeifahren auf der Straße unten - ist aber schon 18, 19 Jahre her.
Gibt es noch den Schlepper auf der linken Straßenseite, wenn man an der DSB-Talstation weiter in Richtung Radstadt fährt? 1991 oder 1992 stand er noch...
 
Meinst du den Sauschneidhörndllift in Radtstadt? Der steht seit ein paar Jahren nicht mehr.
Oder gab es auch mal auf der "Passhöhe" zwischen Fageralm-Talstation und Radstadt einen weiteren Lift? Jetzt steht dort jedenfalls nix mehr rum.

Edit: Du meinst wohl den Lift bei der Seitenalm, der auf der folgenden Panoramakarte von Gerrit mit drauf ist?!
http://alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=32&t=2446&p=4669384
Da steht aber nichts mehr.
 
ach, das schaut ja wirklich nett aus! Fast bisschen wie ein österreichisches Gaver.
Nur der Kartenpreis ist inakzeptabel. Wäre Nachsaison besser oder ist das aufgrund der geringen Höhenlage nicht mehr zu empfehlen?
 
Nachsaison beginnt am 19.März, dank der Exposition (zumeist Nordhänge) und der Beschneiungsanlage an der Talabfahrt dürften schon noch brauchbare Verhältnisse herrschen. Unten musst du aber mit weißen Bändern in grünen Wiesen rechnen, so habe ich es jedenfalls Anfang April immer in den anderen (noch etwas tiefer gelegenen) Ennstal-Gebieten erlebt. Allerdings kostet die Tageskarte dann immer noch 37 Euro, was auch kein Verhältnis zum Angebot ist...
 
Bis auf die Talabfahrt dürfte es sich auch noch um unbeschneite Hänge handeln oder?

Bin da früher (so vor 15-20 Jahren) öfters gefahren. Der Schlepper (jetzt DSB) hatte in schneearmen Wintern Matten zum hochfahren.
Das war noch ansttrengendes Schleppliftfahren. :biggrin:
War immer unser Gebiet wenn es nicht so viel Schnee in Altenmarkt bzw. Kleinarl gab.
 
Haha, musste mir mal die Homepage der Fageralm anschauen und feststellen, dass die Goliath-Schaukel das MegaDing schlechthin dort sein muss...

Die "Goliath - Schaukel" mit Gratis Fernrohr - der Hit für die richtigen Schaukler!

Am höchsten und schönsten Aussichtspunkt der Fageralm steht diese Schaukel für Euch bereit. Das Panorama ist einfach herrlich und zur noch besseren Übersicht haben wir dort auch ein Fernrohr aufgestellt - natürlich gratis für Euch.

Also nix wie hin, zur Goliath-Schaukel beim Hinterfager-Lift (Bergstation)!

:twisted:
 
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