Salzburg.orf.at berichtet:
Fahrtenschreiber für Pistenraupen
In Tirol sind sie schon flächendeckend im Einsatz, jetzt werden auch in Salzburg nach und nach die Pistenraupen mit Fahrtenschreibern ausgerüstet - zur Abrechnung der Arbeitsstunden und als Beweismittel bei Unfällen.
Aufzeichnungen Minute für Minute
Ein Beispiel ist das Skigebiet in Großarl (Pongau). Dort sind die Pistenraupen mit Tachoscheiben ausgerüstet, die jede Minute der nächtlichen Präparierungsfahrt aufzeichen. Diese Fahrtenschreiber in den Pistenraupen können vor Gericht auch als Beweismittel dienen.
Das sei auch ein Vorsorge gegen Unfälle mit Skifahrern nach dem Ende des Betriebes, sagt Großarls Bergbahnen-Chefin Gertraud Gerzer: "Es ist das Problem, dass sehr viele Skifahrer erst ab Mitternacht oder nach Pistenschluss herunterfahren und nicht den Anweisungen unserer Mitarbeiter Folge leisten. Da kann natürlich einmal passieren, dass ein Unglück passiert und dann die Seilwinde ausschlägt. Ich möchte nicht daran denken, was dann los ist."
Kontrolle für Fahrer
1.000 Euro kostet der Fahrtenschreiber. Damit lässt sich dann rekonstruieren, wo die Pistenraupe unterwegs war, sagt Siemens-Verkaufschef Thomas Hofer.
"Das erste Argument ist ganz einfach die Rechtssicherheit. Wenn irgendein Unfall passiert, dann kann der Fahrer auf jeden Fall nachweisen, dass er vorschriftsmäßig unterwegs war. Der zweite Aspekt ist ganz einfach die Personalzeiterfassung - man macht Stundenabrechnungen. Das wird sukzessive aufgerüstet."
