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Falkenhütte || 6. 6. 2004

Erste richtige Bergtour dieses Jahr, wenn man den Blomberg nicht gelten lässt, und den 3,5 h-Spaziergang beim Blockseminar am Iseler auch nicht.

Wetter: zuerst scheußlich (Regen, sehr frisch), dann besser, zuletzt sonnig

Frequentation: in der Eng in der Früh gar nichts los, ebenso Anstieg zum Hohljoch, eine Seltenheit! Auch beim Weiterweg ins Johannestal nicht eben viele Leute getroffen.

Route: Eng (1203 m) - Hohljoch (1795 m) - Falkenhütte (1848 m) - Hinterriss (948 m) via Johannestal
=> also max. 650 Hm bergauf, 900 Hm bergab, bei einigen leichten Gegenanstiegen, aber kilometermäßig recht lange Tour.
Einige Richtzeiten: Eng-Falkenhütte: 2 H 30 min (die steilen Schneefelder musste man recht vorsichtig queren, sonst fliegt man gleich ab und kirchendachsteil ist das da schon)
Falkenhütte-Kleiner Ahornboden: ca. 1 H (zügiges Tempo)
Falkenhütte-Hinterriss: 3 H 30 min (mit Bachquerungsabenteuern und Umweg wegen schönerem Weg)

Gesamtdauer der Tour: 7 h 30 m (dabei sollte man ca. 1,5 h Pause abziehen), genau richtig für den Saisonstart!

Generell liegt noch sehr viel Schnee. In der Eng haben wir einen Skibergsteiger gesehen. Unterhalb der Lalidererwände ist alles voll von recht hartem Altschnee, einige Kameraden sind mit Steigeisen gegangen. Die Falkenhütte hatte erst seit drei Tagen auf, der Wirt kann noch nicht via Jeep hinauf, so dass das 50-Liter-Bierfass auf dem Rücken getragen werden musste.
Der Neuschnee (über 2300 m hatte es in der Nacht sicher geschneit!) ist immer wieder in Lawinen über die gewaltigen Nordwände abgerauscht, sehr eindrucksvoll, das Donnergeräusch!
Die hohen Karwendelgipfel (Birkkarspitze et al) sind momentan zu Fuß nicht erreichbar, da sollte man momentan besser auf Skitour hingehen.

Mal ein paar Bilder aus einer der schönsten Regionen der Alpen, die leider kein Nationalpark ist.

03-Laliderer%20Nordwand%20von%20der%20Falkenh%fctte.jpg


Die berühmten Laliderer Nordwände, hier die Lalidererwand-Nordwand, 2615 m, gesehen von der 1850 m hoch gelegenen Falkenhütte (DAV-Oberland)

04-Lalidererspitze%20von%20der%20Falkenh%fctte.jpg


Laliderspitze, 2588 m und ihre Nordwände. In der Mitte die messerscharfe Kante ist die Herzog-Kante, ein schlapper IVer.

06-Karwendelhauptkamm%20vom%20Kleinen%20Ahornboden.jpg


Der Karwendelhauptkamm (genauer Hinterautal-Vomper-Kette) gesehen vom Kleinen Ahornboden. Erst aus der Entfernung zeigen sich die gewaltigen Dimensionen dieser Kalkmauern.

07-Lalidererspitze%20vom%20Kleinen%20Ahornboden+.jpg


Die Lalidererspitze im Zoom. Mit Schnee schauen diese Berge noch schöner aus als im Sommer. Da sind sie doch recht grau.

09-Blau%20blau%20blau%20bl%fcht%20der%20Enzian.jpg


"Blau blau blau macht der Enzian" - Schnappschuß im Johannestal.

13-Johannestal%20und%20Moserkarspitze.jpg


Johannestal und Moserkarspitze. Wir sind auf der bergwärts gesehen linken Seite marschiert auf einem sehr verfallendem Steig. Über den sehr reissenden Bach sind wir recht abenteuerlich über einen recht morschen Baumstamm balanciert. Ist aber alles gut gegangen. Auf alle Fälle ist dieser Weg sehr viel schöner als die autobahnmäßige Forststraße auf der anderen Seite.
Kommentar eines Begleiters: "man könnte meinen, man ist in Kanada"

15-M%e4andrierender%20Rissbach%20und%20Vorderskopf.jpg


Unten rechts liegt die Mautstraße in die Eng im Rissbachtal. In der Bildmitte die herrlich naturbelassenen Mäander des Rissbachs. Das gibts noch, nur 75 min von München entfernt. Leider wird dieser Bach auf bayerischer Seite sofort ins Walchenseekraftwerk geleitet.
Im Hintergrund einer der größten Geheimtipps der Region, der geheimnisvolle "Fußball-Berg"... :D
[/img]
 
Geplant schon, ja... LOL

- die selbe Tour Anfang Juli mit den Studenten im Rahmen einer Exkursion (also wieder "dienstlich")
- Anfang August ein Wochenende auf der Vernagt-Hütte im Ötztal mit der Geographischen Gesellschaft München => würde gerne länger dort bleiben, leider am Montag Marketing-Klausur :twisted:
- Anfang August, nach der Klausur: mehrere Tage in den Ammergauer Alpen mit den Freunden

Tagestouren nach Zeit und Wetter

Übrigens danke, dass wenigstens eine Antwort gekommen ist! :D
 
bei den Tagestouren würde ich mich dir ab 1. Juli (da zieh ich nach München um) gerne des öfteren anschließen, wobei ich auch sehr viel rad fahrn will, diesen sommer. die ersten 5490 Höhenmeter habe ich übrigens scho :) hrhr
 
ab 1. Juli (da zieh ich nach München um)

Schick einfach rechtzeitig mal deine Adresse/Tel-Nummer unter der du erreichbar bist/Handynummer vorbei. Im Juli selbst weiß ich noch nicht wie es aussieht (Uni-Endspurt, Klausuren), aber danach hab ich mich noch nicht voll geplant.

die ersten 5490 Höhenmeter habe ich übrigens scho hrhr

Oje, da wirst du mir ja total davon laufen! :D Aber wir könnten evt. zusammen mal eine "Kombi"-Tour machen, z.B. via Radl von Scharnitz aufs Karwendelhaus (18 km, ca. 800 Hm), dann noch ca. 1000 Hm auf die Birkkarspitze. Danach weiß man, was man getan hat. :D
 
ne, davonLAUFEN werd ich eher nicht, hatte bis letzten samstag ne fast 3 wöchige "verletzungspause" mit ner heftigen bronchitis. am samstag am golm bin ich schon fast gestorben, als wir gelaufen sind ... da muss ich noch bissle trainieren :)
 
Alpin-Forum|LSAP schrieb:
samstag am golm bin ich schon fast gestorben, als wir gelaufen sind ... da muss ich noch bissle trainieren :)

Mal abgesehen davon, dass es am Sonntag war: Nicht nur du bist fast gestorben. Ich konnte Mo/Di kaum laufen. Naja, jetzt weiss ich wenigstens wo ich dran bin ;-)

@Marius: Schöner Bericht, klasse Fotos wie immer. Leider kann ich aus Unkenntnis der Gegend nicht viel mehr dazu sagen.
 
Falkenhütte Revisited, 3.-4. Juli 2004

Dieses Mal war ich mit einer Exkursionsgruppe unseres Instituts unterwegs, weshalb wir die selbe Strecke in zwei Tagen gegangen sind. Trotzdem waren wir relativ flott unterwegs. Am Samstag war das Wetter noch nicht so gut...
 

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Am Sonntag Morgen sind wir dann um 5.30 Uhr vom Professor geweckt worden (er ist voraus gegangen, allein), um 6.00 Uhr abmarschiert. Es war noch bewölkt, aber eine einzigartig schöne Morgenstimmung. Die steigende Sonne hat dann den Wolken schnell den Garaus gemacht während wir auf dem 2094 m hohen Mahnkopf gestanden sind und der Prof eine Stunde etwas über Geologie und Alpenentstehung erzählt hat. Urteilt selbst, für dieses Thema gibts für mich keinen besseren Hörsaal als den Mahnkopf... Danach sind wir zurück zur Falkenhütte (es gab endlich Frühstück) und sind wieder übers Johannestal abgestiegen. Die Bachüberquerung via Baumstamm haben wir diesmal natürlich nicht gemacht sondern sind auf dem sehr schönen Fußweg der Westseite geblieben. Einige Teilnehmer haben dann später noch im eiskalten Rissbach gebadet... brrr
 

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Bilder vom Abstieg über Johannestal und Kleinen Ahornboden.
 

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Was für Bilder 8O :respekt:

Ach, so sieht es also in der Früh im Hochgebirge aus ... ich habe da kaum eigene Erfahrungen, da mich auch keiner um 5:30 aus dem Bett wirft *zufrühaufstehnistungesund*
 
Eben! Und heißts immer faule Studenten... In Tanzania sind wir bisweilen um 5.00 Uhr aufgestanden worden. Da wirds dann von mir im Lauf des Sommers noch einen Bildbericht geben...
 
Super Bilder. Morgenstund hat Gold im Mund - für mich aber meist nur beim Skifahren (die Sucht!) oder bei extremer Sommerhitze.
 
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