Da ich gestern einen Termin in Freiburg hatte und die Wetterprognosen für die letzten Tage einiges an Neuschnee am Feldberg angekündigt hatten, habe ich kurz entschlossen meine Latten in den Kofferraum geworfen und einen kleinen Umweg vorgenommen. Um kurz vor halb Acht ging es los und mit halbwegs flüssigem Berufsverkehr war ich gegen 20 vor 9 in Freiburg, wo ich dann allerdings doch im Stadtstau stecken geblieben bin. In Freiburg hatte es bereits frühlingshafte 8 Grad, aber mit jedem Kilometer Richtung Hölltal sank die Temperaturanzeige meines Autos. Oben am Höllsteig alles weiß, der Winter hatte Einzug gehalten, die Straßen schneebedeckt, so kam ich gegen 9 Uhr 45 am Seebuck an, wo ich mir eine Karte bis 13.00 Uhr löste. Temperatur ca. – 2 Grad, oben noch etwas kälter. Kaum Betrieb - vielleicht 20 Autos, später am Grafenmatt ein paar mehr. Wartezeiten demnach 0. Geöffnet waren 2 SB, Resi, Zeiger und Grafenmatt 1. Das Wetter hatte von Sonne bis Nebel und Schnee alles zu bieten. Da es am Grafenmatt ziemlich neblig aussah verbrachte ich die ersten Fahrten an der 2 SB. Die Pisten hier waren ein Traum. Nur oben gab es da und dort, wo der Wind den Schnee verblasen hatte, einige unbedeutende Eisplatten. Ansonsten hatte sich der pulvrige Neuschnee beim Walzen nicht festgesetzt, so dass man wie durch Butter fuhr. Am besten war der Wettkampfhang. Am Waldrand hatte man dankenswerterweise ein Streifen unbehandelt gelassen, so dass es ca. 10 Zentimeter Pulver auf fester Unterlage zu zerpflügen gab. Auch neben dem Resilift und beim Zeiger gab es einige unbehandelte Ecken. Nach etwa 10 Fahrten hab ich dann an den Grafenmatt gewechselt, wo nur der Grafenmatt 1 und die dazugehörige Piste offen waren. Die Skibrücke war zu, so dass man abschnallen und die Straße queren muss. Drüben musste ich feststellen, dass mir der Typ an der Liftkasse eine falsche Karte gegeben hatte, die am Grafenmatt und am Zeiger nicht funktionierte. Das war etwas blöd, aber die Liftwärter haben mir das Tor so aufgemacht. Vor allem der Wärter am Zeiger war sehr freundlich. Die kupierte Piste ganz links am Grafenmatt Richtung Fahler Loch war hier das Highlight. Danach noch ein paar Fahrten am Zeiger, Resi und mit der Sesselbahn und schon war 13 Uhr. Der Umweg hat sich voll gelohnt. Ich hab einen Toptag erlebt. Motzen mag ich nix (auch nicht über das Missgeschick mit dem Liftpass), denn wenn ein Mittelgebirgsskigebiet im November (noch vor DEM Höchsten) öffnet und durchgehenden Skibetrieb bietet, während renommierte Alpengebiete, wie z. B. Warth nur Wochenendbetrieb haben, dann muss man einfach nur mal Danke sagen.
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