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Feldis (Sesselbahn + Pendelbahn) |9.2.08| Anders als anders

Feldis/Veulden, 9.2.08

Zuerst etwas zum Skigebiet/zur Geschichte:

1958 baute man von La Val (Scharfe Linkskurve kurz vor Feldis) einen Skilift von Tebru nach Rumadetsch. Damals war es fast der einzige Skilift der Region, sodass es teilweise einen grossen Ansturm gab. Demzufolge waren die Wartezeiten: über 1h. Kein Wunder, war es doch ein recht kapazitätsschwacher Skilift. 1975 holte sich Feldis den Kombilift vom Pizol, der ersetzt werden musste, und stellte ihn auf veränderter Trassee wieder auf und riss den Tebrulift ab (Damals war die Region fast baumfrei, die Trassee ist heute nur ganz schwach an einer Planierung zu erkennen, der Rest ist zugewachsen) Die neue Talstation steht nun etwas weiter entfernt von Feldis, dafür hat es hier Platz für Parkplätze (hatte es beim vorherigen Standort nicht --> man musste im Dorf parkieren und hinüber laufen). Die "neue" Anlage führt nun auf die Motta, im Winter als Skilift, im Sommer als ESL. Der Skilift war im mittleren Drittel sehr steil und dieser Ort war gefürchtet, denn falls man ausfiel, musste man nach oben steigen, da nach unten nur die Skilifttrasse war, rechts und links Felsen. Diese Anlage musste 2004 (leider) einem Neubau von Garaventa weichen. Nun dreht hier ein Zweier-Sessellift seine Runden. Die Liftanlage fährt überraschend schnell (mindstens doppelt so schnell wie die in San Bernardino, sie sind ungefähr gleich lang und die Fahrtzeit dauerte nur halb so lang). Das Gebiet oben ist beliebt für Schneeschuhtouren und Wanderungen. Die Wanderwege sind präpariert. Von der Motta führt eine lange Schlittelbahn hinunter zur Talstation. Wegen den vielen Fussgängern musste die Sesselbahn beim Ein- und Ausstieg teilweise bremsen.
Nun zu den Pisten. Grob gesagt unterteilt man sie in drei Pisten: Die Piste "Südhang", welche aussenrum verläuft, die Piste "Tom Dooley", welche zuerst der Südpiste folgt, danach aber zum Steilhang der Sesselbahn führt. Dann gibt es noch die Piste "Nordhang", von wo man ins Dorf fahren kann. Damit man die Piste "Nordhang" fahren kann muss man ganz wenig aufsteigen. Dann gehts aber "hinten" runter, sodass man eines ausgezeichneten Blick ins Rheintal hat. Ganz unten muss man dann schieben (oder laufen, je nach dem welche Variante man genommen hat), um wieder zurück zur Sesselbahn zu kommen.

Mein Tagesablauf:
Am Morgen um 9:20 sind wir in Feldis angekommen. Eine Tageskarte gekauft, und rauf mit der Sesselbahn, die momentan noch grösstenteils im Schatten liegt. Morgens fuhren wir die Pisten "Südhang" und "Tom Dooley". Mittags assen wir in der Feldiser Skihütte. Die Skihütte liegt weiter entfernt des Skigebiets und ist nur offen, wenn die Fahne gehisst ist. Das eigentliche Restaurant des Skigebiets liegt weiter vorne, die Alp Raguta (wird aber privat betrieben). Von den Pisten war ich begeistert, einmal sind steil, dann eng und kurvig, dann plötzlich breit... Und dann erlebte ich das typische, für das ich Feldis liebe: Bei der Rennpiste (bei der Piste "Südhang"), war der untere Teil wegen mangelndem Schnee nicht präpariert. Reflexartig wichen wir in den Tiefschnee aus und fuhren querfeldein zur Talstation hinüber. Erst nachher merkten wir, dass der untere Teil wieder präpariert war. :lol: Aber wem macht das was aus? Man hat so ja Tiefschneefahren können. Das war schon beim letzten Besuch so, und das macht das Skigebiet auch aus, finde ich. Danach war der Nordhang dran, von dem ich seitenlang schwärmen könnte. Zuerst muss man dafür von der Bergstation den Hang ganz hinaufsteigen (Nicht viel), aber wohl aus diesem Grund war er fast unbefahren. Und dann... Der Nordhang ist abwechslungsreich, kurvig, breit und landschaftlich eine Wucht. So hat man z.B. einen wunderbaren Ausblick aufs Churer Rheintal. Weiter unten müsste man schieben; um das zu vermeiden gibts eine Abkürzung quer durch den Hang. Für das muss man aber Freude an unpräparierten, hügeligen Pisten haben, denn man muss sich schnell bücken können (Weil man teilweise Äste von Tannen ausweichen muss), hüpfen können (da es gegen Schluss eine kleine Matschpfütze hatte) und schnelle Reflexe haben (Plötzlich gehts kurz steil hinab, dann wirds hügelig, dann über eine apere Stelle...). Mir machte das riesigen Spass, also gleich nochmals. :wink: So fuhren wir bis um ca. 15:30 mit der Sesselbahn, danach gingen wir noch ins Dorf, ich, um die LRF zu fotografieren. Aber nun genug geschrieben.


Wetter: Sonnig, perfekte Fernsicht

Temperaturen:Morgens und Spätnachmittags deutlich unter 0°, über Mittag um die 5° - 7°

Geöffnete Anlagen:
2-SB Feldis - Motta (Garaventa)
14-PB Rhäzüns - Feldis (Inauen-Schätti(Streiff))

Geschlossene Anlagen:
Keine

Offene/geschlossene Pisten:
Alle offen:
Piste 1 "Südpiste" oder "Südhang"
Piste 2 "Tom Dooley"
Piste 3 "Nordhang
Piste 3a "Ins Dorf"

Gefallen
+++ Piste "Nordhang
++ Abwechslungsreiche Pisten (Trotz wenigen wurde es mir nie langweilig)
++Skihütte Feldis (www.skihuette-feldis.com)
+Pistenpräparation (Zwar nicht herausragend, zum fahren aber toll)
+Landschaftlich eine Wucht auf der Motta oben
+Schnelle Fahrt der Sesselbahn
+Aussicht

Nicht gefallen
Viele würden hinschreiben, es sei klein, schnell erkundet, teilweise fehlende Pistenpräparation - Ich finde nichts dergleichen!

Fazit:
6 von 6
Bisher der wohl hammermässigste Skitag der Saison! :D


Nun die Bilder. Alle Bilder sind unter folgendem Link erreichbar: http://www.mircotscharner.ch/galerie/thumbnails.php?album=43

feldis004.jpg

^^Sesselbahn Motta von Garaventa.

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^^Bergstation

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^^Pistenverhältnise waren traumhaft.

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^^Auf dem Weg zur Skihütte.

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^^Bergstation der Sesselbahn mit Traumkulisse.

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^^Eindrücke der Piste "Nordhang".

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^^Sesselbahn.

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^^Natureisfeld auf der Alp Raguta vor Traumkulisse. Hier wird Curling gespelt. :wink:

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^^Bergstation LRF.

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^^Gelungene Kabinen!

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^^Feldis.


Alle 55 Bilder von Feldis, seiner Sesselbahn und der LRF sind unter folgendem Link aufrufbar: http://www.mircotscharner.ch/galerie/thumbnails.php?album=43
 
xcarver schrieb:
Für die dortigen Verhältnisse war in der Tat viel los, besonders am Mittag. Ich gönns der Sesselbahn AG, wenn sie nach einer abverheiten Saison wieder ein gutes Ergebnis erzielen können.
 
Danke für den tollen bericht. Ich hab mich schon öfters auf dem Weg nach Flims gefragt, wie es da oben wohl ausschaut...

Jakob
 
Danke für den sehr interessanten Bericht und die tollen Fotos. Ich hatte mir schon immer mal überlegt dort einen kombinierten Ausflug zu unternehmen: Von Chur mit dem Zug nach Rhäzuns, Skifahren in Feldis, mit Tourenschi rüber auf den Dreibündenstein, Skifahren in Brambrüesch und per Seilbahn wieder runter uns Tal zurück zum Ausgangspunkt in Chur. Oder andersrum. Das Gelände zwischen Feldis und dem Dreibündenstein sollte ja nicht wirklich problematisch sein.
 
Das Gelände zwischen den beiden Bergstationen Feldis - Dreibündenstein sieht so aus:
feldis016.jpg


In den 60- oder 70er Jahren war man drauf und dran, ein wenig weiter unter der Bergstation der Sesselbahn Feldis-Motta eine Liftanlage zum Dreibündenstein zu bauen, sowie vom gleichen Standort zwei Richtung Pradaschier. Das wäre für die drei Gebiete sicherlich von Vorteil gewesen, andererseits ist es gut so, dass dieses Stück Landschaft unberührt bleibt.
 
Ich kenne die Ecke nur vom Sommer und Herbst, finde sie aber landschaftlich sehr reizvoll!

Übrigens, auf dem Eisfeld wird, so wies aussieht, nicht Curling, sondern Eisstockschiessen gespielt. Aber das nur am Rande...
 
GMD schrieb:
Übrigens, auf dem Eisfeld wird, so wies aussieht, nicht Curling, sondern Eisstockschiessen gespielt. Aber das nur am Rande...
Ja genau, mir ist der Name nicht mehr eingefallen. War lustig, ihnen zuzuschauen. :wink:
Eine ganz tolle Sommerwanderung, welche ich nur empfehlen kann: In Rhäzüns kann man eine Karte kaufen, mit welcher man mit der LRF nach Feldis fahren kann, danach wandert man nach Pradaschier und rodelt hinunter. Man könnte mit der Sesselbahn fahren, aber wandert man von Feldis aus Richtung Feldiser Alp, wird man mit tollen Aussichten ins Rheintal belohnt.
 
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