2. Anlauf: Pfingstsamstag, 14.5.
Wieder im Kühtai, diesmal am Schlußhang der 3-Seen-Bahn. War der einzige Hang, der schön breit war, und den man am Rand schon gut zu Fuß "im Grünen" raufgehen konnte. (Alpenrose war noch komplett geschlossene Schneedecke, und auf Straße-Gehen hatte ich keinen Bock, und die Rinnen in den Südhängen waren mir etwas zu steil und zu schmal

)
Aufstieg ca. 300 Höhenmeter, danach geschlossene Schneedecke, ca. 45 Minuten. Hab die Skier an den Rucksack hingehangen, ging ganz gut und vom Gewicht her noch tragbar.
Abfahrt: dito, ebenfalls ca. 45 Minuten.
Der Neuschnee der letzten Tage war stellenweise recht pappig, an den härteren Firnschneehängen konnte ich schon ganz gut fahren mit den Dingern.
In den Steilhängen dagegen merke ich, daß man die Kanten nicht so gut einsetzen kann. Grund ist denk ich folgender: Die Dinger sind sehr breit, und zwischen Schuh und Kante sind sicher 1-2cm Platz ...
3x hab ich mich hinsetzen müssen, aber bei dem weichen Schnee und dem langsamen Tempo ist das ja kein Problem. ("Also ich würd nicht mit Ihnen tauschen wollen" - so eine ca. 70-80 jährige Skitourengeherin, die auch "immer Mitte Mai noch den letzten Schnee auskostet" ...)
.. muß doch endlich mal einen halben Tag am Kaunertaler mit den Dingern auf normalen Pisten fahren, damit ich endlich mal mehr Gefühl krieg.
Nebenbei bin ich weiterhin der Meinung, daß man sich mit diesen Microski viel leichter tut, wenn man gut Schlittschuhlaufen kann, und es ziemlich wurscht ist, ob man skifahren kann oder nicht.
Zudem sind sie mir vom Gewicht doch zu schwer zum "pauschal mittschleppen und jedes 5m große Firnschneefeld ausnutzen". Also 50% Abfahrt sollte schon drin sein, daß ich das mach.. vielleicht sollt ich doch einfach nur eine kleine Plastikrodel mitnehmen
Andererseits.. krank wärs ja schon, so ein 10m Firnfeld mitten im August 20x hintereinander abzufahren und wieder raufzulaufen

Ganz mutig wärs, wenn man das am Piz Boè macht .. nicht wegen der Steilheit, sondern eher wegen der vielen Wanderer
