Wir (2EW und 2k (8,10) waren auf Tour von der Reiteralm nach Haus.
Lt. Skiline waren wir um 14:15 oben am Burgstallalmlift angekommen.
Dort wehte eine stramme Brise und die Mitterhausbahn wurde als gesperrt angezeigt.
Nach Rücksprache mit dem Personal wurde mit versichert, das die Auffahrt nach Haus möglich ist.
Oben an der Mitterhausbahn stand dann zwar ein
"Gesperrt" Schild, aber dies führten wird darauf zurück, das der Lift nicht mehr lief.
Die anderen Lift liefen augenscheinlich ja noch (sind ja gut einsehbar). So sind wir ins Gföll wie viele andere abgefahren.
Dort angekommen begrüßte uns schon eine Menschentraube... und es wurden immer mehr.
Wir waren dort ca gegen 14:25. Gerade angekommen wurden Sonneckbahn und Senderbahn auch auf rot gestellt.
Die anderen Lifte (Alm 6er und Burgstallalmlift) folgten später. Am Ende waren alle Lift die auch nur die Möglichkeit ins Gföll geboten hätten auch ausgestellt.
Für die Leute hier im Tal sehr unverständlich, da hier nur ein laues Lüftchen wehte.
Verantwortliche die einen Informierten waren leider nicht zu sehen. Koordinierte Aktionen gab es auch nicht.
Ein emsig telefonierender Angestellter sprach dann auf meine Nachfrage von Bussen die auf dem Weg seien...
15:00 kam der erste "BUS" an!!!! Ein Großraumtaxi!!! Diese wurde natürlich sofort gestürmt....
Uns schwante böses.... 1000 Leute, da braucht man 100 Taxifahrten bis alle weg sind.
Die ersten machten sich auf den Fußweg ins Tal. (12km bis nach unten).
Andere stimmten Partylieder an, Alkohol wurde aus den Rucksäcken geholt.
Wir haben uns dann beim Liftpersonal nach Alternativen erkundigt. (500hm bergauf oder ins Tal zu laufen kam für uns nicht in Frage)
Als einzig gangbare Alternative stellte sich ein Fußmarsch über die Mittelstation der TauernSeilbahn zur Abfahrt Nr. 4 heraus. "Das ist in 1Stunde zu schaffen selbst mit Skischuhen...." Im nachhinein muß ich darüber lachen.
Ich habe dann 2 paar Skier genommen, meine Frau die Kinderski und sind dann losmarschiert.
Ich wollte hier oben nicht bei Kälte und aufkommender Dunkel sitzen.
Beim Runterlaufen kamen uns 3-4 weiteres Taxis entgegen, die von anderen runterlaufenden Gästen gekapert wurden. Das nächste kommenden Taxi haben wir nach ca. 25 minuten Fußmarsch mit dem Hinweis auf die Kinder mit 6 weiteren Leuten gekapert. Taxis erreichten also durch diese Aktionen erst gar nicht die Talstation im Gföll
Vermutlich aus diesem Grunde wurde auch ein umgestürzter Baum als Grund angegeben, das keine Busse kamen. Wind gab es unterhalb der Baumgrenze ja so gut wie garnicht.
(achja große Busse dürfen diesen Feldweg gar nicht befahren da diese im Gegenverkehr nicht aneinander vorbeigekommen wären, zudem ist der Weg ein Privatweg und darf nur von der Liftgesellschaft befahren werden - aber das haben wir erst später erfahren).
Unser Fahrer war sehr nett und hilfsbereit und hat uns so schnell es ging zur Piste gefahren. (dieser Weg war zu Fuß bestimmt nicht in 1 Stunden machbar.... die Kinder hätten spätestens beim beginnenden Anstieg nach der hälfte der Strecke schlapp gemacht)
lt. seiner Aussage gäbe es 15 solcher Taxis die aus dem gesamten Skigebiet zusammengerufen würden um die Leute abzutransportieren.
gegen 15:55 waren wir dann auf der Piste und konnten um 16:10 den normales Bus in Haus bekommen.
Ich bin froh das wir uns entschieden haben zu Laufen, den Kindern hätte ich die "tumultartigen" Szenen in der Menschenmenge nicht zumuten wollen.
btw: ich weiß nicht wie die Polizei bis 15:30 dort aufgetaucht sein soll.
Bis 15:40 wo wir den Bus erklommen haben ist uns keine entgegen gekommen und eine weitere Zufahrt ist nicht vorhanden.
Ich habe leider nur ein Handy Photo von den Menschenmaßen.
Wieder eine Story die man nie vergisst