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Förderleistung von Seilbahnen

Xtream schrieb:
du kannst ja soviel rechnen wie du willst! die daten auf lift-world stimmen in meinen augen sowieso nicht mehr.... irgendwo hatte ich hier im forum gelesen das die bahn diesen sommer weitere kabinen bekommen hat! die förderleistung liegt glaub ich jetzt bei +/- 2500p/h :!:
war geplant wurde aber scheinbar nicht umgestzt:
DAB schrieb:
@ Kreuzeckbahn: Hier hat es keine Kapazitätserhöhung gegeben. Die Anzhal der Gondeln wurde nicht verändert.

im interaktiven Pistenplan steht ebensfall 1000 P/h ... naja da stimmt eh einiges nicht. ( Krezwanklabfahrten sind blau nicht rot, Kandahar war als geschlossen angezeigt obwohl offen, Osterfeldkopf Schlepper fehlt ... )
 
Flo16 schrieb:
Weiß jemand wies mit der vor der Ski-WM geplanten Sesselbahn auf dem Platt ausschaut?
Ist in letzter Zeit ja recht ruhig geworden.

und noch was anderes....
wenn man die Kapazität der Kreueckbahn nach den Daten von http://www.seilbahntechnik.net/de/lifts/1140/datas.htm ausrechnet dann komme ich nie und nimma auf 1000
bei 5m/s komm ich auf 1461 P/h
bei 6m/s auf 1757 P/h

ich hoffe das stimmt was ich gerechnet hab: 15(passen in 1Kabine)*25 ( Anzahl der Kabinen) * 60/(2*7,7Min. bzw. 6,4Min.) :wink:

Das wäre korrekt, wenn die Fahrzeit die halbe Umlaufzeit ist - das ist Sie aber ofensichtlich nicht.
In diesem Beispiel ist die Fahrzeit nur die reine "Strecken-Fahrzeit" und berücksichtigt nicht Ein/Austieg und Umlauf
Wie komme ich darauf?
Einfache Rechnung:
Streckenlänge: 2320m
Bei 5m/s macht das 2320/5/60 = 7,73Min.

Sprich: Die 7,73 sind alleine die Zeit, die die Gondel "auf dem Seil" ist - ohne Kuppel-Vorgang, Verzögerung und Stations-Umlauf...

Aber viel einfacher:
Es ist ja die Kabinen-Folgezeit angegeben.
Kabinenfolgezeit 54 s

Somit hast Du pro Stunde 60*60/54 = 66,6666 Kabinen pro Stunden
* 15 ergibt sich genau 1000 Pers/h

Q.E.D.

Gruß, Jens
 
@jens.f
hast natürlich recht, hab gemeint das in der Fahrzeit der Ein und Ausstiegsbereich dabei währe :oops:

@ Dachstein
ne das lass ich lieber kommt eh nix bei raus :idea:
habs auch nur gerechnet da ich mir einfach nicht vorstellen kann bzw. konnte das die Bahn nur 1000 P/h transportiert. Aber da sie glaub ich eh meist mit 6m/s läuft dürften es auch 1400 sein.

@ Admins/Mods:
könnt ihr vielleicht die Beiträge dazu löschen da sie doch nicht ganz zum Thema hier passen ( inkl. dem hier)

Werde sie eher heute am Abend verschieben, die Diskussion ist ja durchaus eine Interessante.

MFG Mod. Dachstein
 
Um auf die Ausgangsfrage von sir_ben zurückzukommen: die theoretisch und praktisch möglichen Kapazitäten der Lifte werden tatsächlich länderspezifisch unterschiedlich stark ausgereizt. In Frankreich gibt es einige 6-KSB die deutlich über 3000 p/h transportieren, zum einen Dank des Doppeleinstiegssystems in den Trois Vallées - Bsp. 6-KSB Cascades und Plein Sud in Val Thorens mit jeweils 4000 p/h und Moutière mit 3600 p/h - und zum anderen Dank des asymmetrischen Umlaufs, der mehr Zeit zum Einsteigen bei engen Sesselabständen ermöglicht - Bsp. 6-KSB Bergers in Alpe d´Huez und 6-KSB Bellecombe in Les Deux Alpes, 6-KSB Tichot und Palafour in Tignes mit jeweils 3600 p/h.
Auch wird in Frankreich öfters als in Österreich an die Kapazitätsgrenzen von 8-KSB gegangen: die 8-KSB Tommeuses in Tignes st auf 4500 p/h ausgelegt und fährt momentan immernoch mit 4100 p/h, die 8-KSB Arpette in La Plagne ist auf 4400 p/h ausgelegt und transportiert 3800 p/h.

In Österreich wird vermutlich das "double embarquement"-Prinzip technisch nicht zugelassen sein - ansonsten, bin ich mir recht sicher, hätte irgendein Betreiber das schon versucht zu implementieren, da es tatsächlich mit den zwei parallelen Schlangen das Warten und Einsteigen an neuralgischen Hochleistungsanlagen sehr deutlich entspannt - vom Kapazitätsgewinn einmal abgesehen.
Ein weiterer Grund für die höhere Dimension in Frankreich ist die Kapazität der jeweilien Vorgängeranlagen, die man ja bei Neubauten nicht unterbieten möchte. Während in Serfaus in den meisten Fällen einfache Schlepplifte ersetzt wurden, und man durch die heutige KSB die Kapazität meistens verdoppelt hat, hatte man in Tignes am Tommeuses-Lift früher 3 parallele Schlepplifte (!) und danach zwei parallele 3-SB, die zusammen bereits 3400 p/h geschafft haben (gleicher Fall Palafour). Ähnlich Tichot, dort wurde eine 4-SB und zwei Schlepplifte durch die neue 6-KSB ersetzt. An der Arpette in La Plagne eine bis zum Anschlag ausgereizte 4-KSB mit 2880 p/h. Solche Fälle sind in Österreich bisher kaum vorgekommen.
Zudem muss man immer die Tragfähigkeit der Skipisten beachten. Wir alle wissen, wie voll die Hänge am Söldener Giggijoch jetzt bereits schon sind: wenn die 8-KSB dort anstatt 3700 sagen wir 5000 p/h transportieren würde, was technisch sicherlich möglich wäre - viel Spaß auf der Piste hätte man dann dort wohl nicht mehr, denke ich.

JensF kann ich nur Recht geben, was er über die Amortisation geschrieben hat. Die Erbauer der bald viel zu kleinen Kapruner Gletscherbahn auf das Kitzsteinhorn mit ihren Rekordwartezeiten von 4 Stunden (sic!) Ostern zu Beginn der 1970er Jahre haben geschrieben: "Keine Seilbahn amortisiert sich schneller als eine zu kleine...".
 
Ganz nebenbei, noch eine Sache die man bedenken sollte:

Ist es für den Betreiber wirklich ein höherer Gewinn, eine höhere Kapazität bereitzustellen?
Abgesehen von den Investitionskosten:

Eine höhere Kapazität bedeutet zunächst mehr Stromverbrauch und höhere Wartungskosten.
Und, auch die Pisten werden stärker belastet - was den Schnee eher verschwinden lässt und somit mehr (teueren) Kunstschnee erfordert, wenn Frau Holle nicht spendabel genug war.

In sofern lohnt sich eine höhere Kapazität nur, wenn hierdurch höhere Einnahmen erzieht werden - sprich: Entweder mehr Leute kommen oder Leute vom Abwandern gehindert werden.

Also muss er abwägen:
Sind die Warteschlangen so stark, dass sich hierdurch Leute gegen sein Skigebiet entscheiden?
Wenn nein, ist es wirtschaftlich wesentlich günstiger, die Bahn NICHT aufzurüsten.

Man muss immer bedenken: Der Betreiber muss im 1. Sinne wirtschaftlich denken - was auch heißen kann, NICHT alle Kunden vollständig zufriedenzustellen, solange es eben nicht so starke Auswirkungen hat, das die Kunden abwandern.

Und hier gehört auch die Betrachtung der Pisten-Situation dazu:
Was macht meinen Kunden unglücklicher? 5 min Warten am Lift oder auf einer völlig überfüllten Piste fahren?

Gruß, Jens
 
Da ist es dann auch noch eine Frage wer der Betreiber ist. Da können Interessen sehr unterschiedlich sein.
Wenn vor allem Bewohner eines Ferienortes (z. B. Zermatt) Aktionäre einer Bahngesellschaft sind, dann haben die schon die Zufriedenheit der Bergbahnkunden im Auge, die gleichzeitig ihre Kunden u. Gäste in ihren Geschäften, Hotels u. Fewos sind.
Völlig anders stells sichs dar wenn, wie es in Andermatt bei der Gemsstockbahn (Versicherungsgesellschaft) der Fall war, ein Ortsfremder Besitzer der Bahn ist. Für den ist es ein Invest sonst nix.
 
Kann mir jemand sagen ob sich die Förderleistung auf eine oder beide Richtungen bezieht? Übrigens heuer in Sölden wird mit der Giggijochbahn die Förderleistungsstärkste EUB mit 4500 p/h gebaut.
 
Wolfsberger schrieb:
Kann mir jemand sagen ob sich die Förderleistung auf eine oder beide Richtungen bezieht? Übrigens heuer in Sölden wird mit der Giggijochbahn die Förderleistungsstärkste EUB mit 4500 p/h gebaut.
eine Richtung
 
Wolfsberger schrieb:
In Sölden wird mit der Giggijochbahn die förderleistungsstärkste EUB mit 4500 p/h gebaut.
Die ist aber auch dringend nötig denn die alte GGB war in den Stoßzeiten so hoffnungslos überlastet das sie mir fast schon leid tat - und das heißt bei mir als Nichtdoppelmayrfreak schon so einiges... :lach:
 
Nicht immer, bei den 3-S hab ich auch schon Angaben gelesen bei denen beide Richtungen zusammengerechnet wurden. Das machen die Hersteller vor allem im Zusammenhang mit der Nutzung als ÖV.
 
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