@F.Eser
Wen ich den Irren richtig verstehe, wirst du am 20.10. deine Hochzeit zelebrieren. Herzlichen Glückwunsch vorweg dazu!
Eine Frage muss ich dir aber stellen, so euch die Dokumentation wie die klassischen Hochzeitsfotos wichtig sind:
Ist das setzen auf einen Hobbyisten nicht Sparen am falschen Ende?
Diese Momente werdet ihr (hoffentlich) nur einmal erleben, es läuft alles live ab und keiner kann die Zeit, den Moment anhalten oder gar wiederholen.
Da solltet ihr schon einen Fotographen am Start haben, der eine gewisse Erfahrung, das entsprechende Gespür und das richtige Equipment besitzt.
Ich glaube ganz ehrlich, dass es euch schwer fallen wird, für "ein kleines Entgelt" einen wirklich kompetenten Menschen inkl. Ausrüstung engagieren zu können.
Bei der Preisfindung solltest du folgendes beachten:
- Es gibt Fotographen, die überlassen dir komplett die RAWs
- es gibt welche, die einige wenige entwickeln und überreichen
- es gibt wieder andere, die dir sehr viele Bilder fertig abliefern.
Zur Preisfindung (abstrakt):
Ich habe einige Fotographen und/oder Kameramänner in meinem Bekanntenkreis.
Bei denen wird in das Basishonorar erstmal alles einkalkuliert, was zu einer selbständigen, freiberuflichen Tätigkeit dazu gehört. Dies wären z.B. ein Auto, der Entwicklungs-Arbeitsplatz, das Equipment und die Zeit der faktischen Produktion.
Danach wird zusätzlich berechnet, in Abhängigkeit des Bearbeitungsaufwandes. Und dieser kann von Null bis sehr extrem reichen.
Ich denke, gerade ersteres solltest du in deiner Zahlungsbereitschaft berücksichtigen, so du einen wirklich guten Menschen inkl. gutem Equipment vor Ort haben möchtest.
Zweiteres obliegt deiner Eigeninitiative: Gerade das Entwickeln der Bilder und gegebenenfalls die Vorbereitung des Shootings kann extrem zeitaufwändig sein. Hier wäre es vermessen, dass jemand nach dem Event noch einen Aufwand von 50+ Stunden "für ein kleines Entgelt" in die Bilder steckt.
Es ist ein verdammt blöder Satz, aber unter (halbwegs) professionellen gilt immer noch: "You get, what you pay for."
Um dich aber ein bisschen zu beruhigen:
Such mal ein bisschen weiter - es gibt auch faire Angebote.
Ein guter Freund hat vor zwei Jahren in Nord-Italien geheiratet, der Fotograph kam aus München (auf eigene Kosten), wurde zwei Nächte auf Kosten des Brautpaares einquartiert inkl. Essen, knippste von 10.00 bis 24.00 Uhr, lieferte später ca. 120 entwickelte Bilder inkl. digitaler Negative ab, übergab sämtliche x-tausend RAWs und forderte lediglich um die 2.000,-€ Brutto.
IMHO ein faires Angebot für das Engagieren eines Selbstständigen inkl. seines Equipments für geschätzte 4 bis 5 Tage.