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Frei.Wild - Diskussion

jwahl schrieb:
Oli Schulz spricht zwar über BO, aber mehr bleibt eigentlich nicht zu sagen:

http://www.youtube.com/watch?v=i_KO1h3bRKs

jakob

Also Herr Schulz sie sind ja wirklich also ... ach verdammt sie sagen ja einfach nur, dass sie die Musik scheisse finden :) Und das sei jedem selbst überlassen ... ich finde zum Beispiel volkstümliche Musik großteils einfach nur grauenhaft ... trotzdem habe ich nicht vor in näherer Zukunft meiner Mutter den Stecker zu ziehen, wenn sie sowas im Fernsehen schaut ... Kopfhörer auf und ignorieren :)

Übrigens sehr gute Sendung im Allgemeinen ... ich mag die Musikkritik!
 
Übrigens noch kurz ein Denkanstoss:

Es gab ja auch das Projekt "Wilde Flamme" unter Federführung von Phillipp Burger, Föhre (Drums), Jonas Notdurfter (Gitarre), Gonzo Röhr (Ex-Onkelz Gitarre) und RookiesnKings für das Südtiroler Kinderdorf ... aber man sollte man anschauen wer da unter anderem so alles mitgemacht hat:

Axel Wesselsky (Eisbrecher)
Delroy Rennalls (Mr.President)
Norbert Rier (Spatzen)
Stefano Fiori (Graveworm)
Fiddlers Green

... irgendwie auch alle eher als unpolitisch bis links bekannt ... würden die mit angeblich ja bekannterweise Rechtsextremen arbeiten? Ich möchts bezweifeln ...

Da kommt mir auch noch ne Episode vom Konzert in München in den Sinn ... Schon vor dem Konzert war eine etwas nervige Situation weil der Einlass besch... geregelt war ... Plötzlich tauchen ca. 10 Rechtsradikale angetrunken und mit Hitlergruss an der Schlange auf ... Ihr glaubt garnicht wie schnell aber gleichzeitig freundlich die da wegkomplimentiert wurden ...
 
@ Chense: s.o. - Imagepflege

Und wie Martin oben schon ausgeführt hat, ist das politische Koordinatensystem in Südtirol nicht mit dem in Deutschland vergleichbar - dort gibt es durchaus Musiker, die nicht zusammen mit Frei.Wild auf einer Bühne stehen wollen.

Vor Konzert in Kufstein: Scharfe Kontrollen bei Frei.Wild (TT)
Auch BM Martin Krumschnabel, der persönlich keine Freude mit dem Konzert hat, fand keinen Grund, die Veranstaltung zu untersagen.
Für Thomas Rammers­torfer, Vorstandsmitglied der Welser Initiative gegen Faschismus, ist die Distanzierung der Rocker von Neonazismus zwar glaubwürdig, aber Frei.Wild habe „rechtskonservative, deutschnationale, mitunter gewaltverherrlichende Texte“, wie er betont.
 
chianti schrieb:
@ Chense: s.o. - Imagepflege

Und wie Martin oben schon ausgeführt hat, ist das politische Koordinatensystem in Südtirol nicht mit dem in Deutschland vergleichbar - dort gibt es durchaus Musiker, die nicht zusammen mit Frei.Wild auf einer Bühne stehen wollen.

Vor Konzert in Kufstein: Scharfe Kontrollen bei Frei.Wild (TT)
Auch BM Martin Krumschnabel, der persönlich keine Freude mit dem Konzert hat, fand keinen Grund, die Veranstaltung zu untersagen.
Für Thomas Rammers­torfer, Vorstandsmitglied der Welser Initiative gegen Faschismus, ist die Distanzierung der Rocker von Neonazismus zwar glaubwürdig, aber Frei.Wild habe „rechtskonservative, deutschnationale, mitunter gewaltverherrlichende Texte“, wie er betont.

Imagepflege ja - Nur was ich ja meinte - Warum treten dann Musiker die sich betont ANTI-rechts geben zusammen mit Frei.Wild auf?

Den Satz von Herrn Rammerstorfer finde ich übrigens nicht schlecht nur DEUTSCHnational? Bei Südtirolern? Auch jemand der die Geschichte von Südtirol nicht kennt?
Rechtskonservativ durchaus - Aber das ist auch die CSU oder auch große Teile der ÖVP - Ist das jetzt verwerflich? Ruft das zu Menschenhass auf? Oder ist es einfach eine politische Strömung die einem nicht gefallen muss, aber die durchaus auf dem Grundstock der Demokratie und Verfassung steht?

Herrje wird immer mehr zum Diskutieren - Ich werde jetzt auf jeden Fall ins Bett gehen ... denn morgen werde ich in Graz auf dem Konzert sein und euch ein bisschen (versucht objektiv) berichten was da so los war ...
 
Chense schrieb:
nur DEUTSCHnational? Bei Südtirolern?
Vielleicht solltest Du dich mal damit befassen, was "deutschnational" und Deutschnationalismus bedeutet, gerade Österreich hat da eine reiche Geschichte bis hin zu Jörg Haiders Interview 1988 ...
Chense schrieb:
Ist das jetzt verwerflich? Ruft das zu Menschenhass auf?
Für die Kombination Nationalismus bzw. völkisches Denken (ist zwar ein Begriff aus der Nazizeit, trifft aber die verbreitete bzw. propagierte Haltung "Wir sind (Süd)tiroler und keine Italiener" ziemlich gut) plus Gewaltverherrlichung kann man das durchaus bejahen.
 
Bin hier nochmal auf etwas sehr lustiges zu dem Thema gestossen:

Mit Neonazis im Publikum hat Burger aber immer noch kein Problem (Video-Interview ab Minute 5:55):
In Südtirol gibt’s nun mal Skins, die auch das Recht haben, auf Konzerte zu gehen. Solange sich die Leute benehmen, bin ich sicher der Letzte, der sagt: ,Du darfst nicht reinkommen.‘ Warum? Mit welchem Recht? Nur, weil er anders denkt, weil er was anderes wählt? Wenn er die Leute nicht vollquatscht, denen nicht seine Meinung aufbindet und so weiter, dann kann ich ehrlich zu ihm sagen: ,Willkommen, aber benimm’ dich!

Erstens mal diese Aussage auf der Seite der Antifa-Meran: Liebe Antifa ich empfehle euch die hervorragende Seite du-sollst-skins-nicht-mit-nazis-verwechseln.de (gibts die noch? :D)

Noch zweifelhafter finde ich allerdings, dass man einerseits Antifa spielt und auf Frei.wild eindrischt, weil sich Leute ja nicht ändern können. Andererseits aber Fachartikel von Felix Benenckenstein veröffentlicht, der noch vor kurzem als rechter Agitator und NPD-Mitglied bekannt war.

Aber die Agitprop der Antifa soll ja hier nicht das Thema sein - Nur um mal etwas über die teils ja so seriöse Berichterstattung zu sagen.

Hier zum Artikel: http://antifameran.blogspot.co.at/p/freiwild.html Der ist zwar m.E. nicht besonders lesenswert aber einige interessante Kommentare gibt es
 
Chense schrieb:
Andererseits aber Fachartikel von Felix Benenckenstein veröffentlicht, der noch vor kurzem als rechter Agitator und NPD-Mitglied bekannt war.
Meinst du den hier? Wie ein Neonazi den Absprung schaffte: Raus aus der rechten Szene
Ex-Neonazi Felix Benneckenstein hat es dank einer privaten Organisation geschafft, aus der Szene auszusteigen. Ein Gefängnisaufenthalt zusammen mit Abschiebehäftlingen brachte ihn zum Nachdenken. Jetzt will er andere beim Aussteigen unterstützen.
Chense, ich glaube wir haben jetzt alle mitbekommen, dass du versuchst, dein Anhängertum einer Kapelle mit zumindest zweifelhaftem Hintergrund irgendwie zu rechtfertigen. Deinen letzten Postings entnehme ich, dass du genau der Zielgruppe entsprichst, wegen der Frei.Wild in der Naziszene respektiert wird: die politisch Ahnungslosen, die über Rockmusik und Rebellenattitüde mit nationalistischem Gedankengut in Kontakt gebracht werden können.

Lass es lieber gut sein, jeder weitere Verteidigungsversuch würde das Ausmaß der Peinlichkeit nur noch steigern.
 
Chense, ich glaube wir haben jetzt alle mitbekommen, dass du versuchst, dein Anhängertum einer Kapelle mit zumindest zweifelhaftem Hintergrund irgendwie zu rechtfertigen. Deinen letzten Postings entnehme ich, dass du genau der Zielgruppe entsprichst, wegen der Frei.Wild in der Naziszene respektiert wird: die politisch Ahnungslosen, die über Rockmusik und Rebellenattitüde mit nationalistischem Gedankengut in Kontakt gebracht werden können.

Lass es lieber gut sein, jeder weitere Verteidigungsversuch würde das Ausmaß der Peinlichkeit nur noch steigern.

Nun dann fangen wir mal an: Zweifelhafter Hintergrund - Den Hintergrund bestreite ich garnicht der ist ja definitiv vorhanden (Kaiserjäger) - Nur möchte ich herausfinden, warum gerade in Deutschland jeder Versuch zu zeigen, dass man sich geändert hat penetrant in den Dreck gezogen wird während andere die viel tiefer in der Szene drin waren und sind (Benenckenstedt) hochgehalten werden. Ja mag sein, dass Frei.Wild das dämlich angegangen ist, aber wie würdest du es denn angehen? Sich völlig neu erfinden? Mit neuen Liedern neuem Bandnamen? Würde vllt. funktionieren ... bis die ersten sensationsgeilen kommen und es als unglaubwürdig hinstellen, dass man sich "plötzlich komplett ändert" und die Spirale wieder los gehen würde. Alles in allem möchte ich hier jetzt mal versuchen zwar mit einigen subjektiven Einflechtungen, aber doch alles in allem eher objektiv einige Punkte insbesondere die Distanzierungsversuche ansprechen, die Frei.Wild vorgeworfen werden. Dazu aber am Ende des Textes nochmal einige Anmerkungen denn als allererstes möchte ich hier was anderes persönliches dir chianti gegenüber ansprechen:

Was ich nämlich für eine völlig infame Unterstellung halte ist mich in die Ecke der politisch Ahnungslosen zu drücken, obwohl du weder mich noch meine politische Einstellung kennst und mir scheinbar über Ecken auch noch mitteilen willst, dass ich nationalistisches Gedankengut unterstütze oder mich dahingehend beeinflussen lassen würde.

Weder noch ist der Fall - Ich versuche mich im Gegensatz zu den meisten Menschen bei jeder Gelegenheit über politische Strömungen und ihre Hintergründe nicht nur in meinem eigenen Land sondern auch in anderen Ländern zu informieren und dazu nicht ausschliesslich die von mir teils nicht besonders hoch angesehenen Printmedien aller Richtungen (FAZ, NZZ, Spiegel, SZ, Standard, Profil um mal nur einen kleinen Ausriss der von mir regelmässig gelesenen Magazine zu nennen) zu nutzen, sondern auch andere Quellen die ich versuche als Anregungen zu nutzen zu lesen, ohne dabei ausser acht zu lassen, dass zwar schon Printmedien oft unseriös sind ... im Gegensatz zum Internet aber wenigstens einer gewissen Kontrolle unterliegen. Genausowenig habe ich irgendetwas mit nationalistischem Gedankengut zu tun ... Rein vom "Links-Rechts-Schema" ausgegangen bewege ich mich ziemlich genau in der Mitte, wobei ich Anleihen von gemässigten Strömungen beider Seiten nehme, was dazu führt, dass ich politisch nirgends so genau zuzuordnen bin. So bin ich liberal eingestellt, habe aber auch durchaus einiges Verständnis für soziale Themen, genauso wie ich gemäßigt patriotisch bin (und ja ich war durchaus mal nationalistischer eingestellt als jetzt ... dies aber LANGE bevor ich von Bands wie Freiwild oder den Onkelz überhaupt was gehört hatte und bin bis heute nichtmehr zu dieser m.E. verwerflichen Einstellung zurückgekehrt).

Grundsätzlich will ich hier auch nichts verteidigen, sondern eine Diskussion führen - Rechtfertigen muss ich mich dafür, dass ich Frei.Wild höre auch vor niemandem höchstens vor mir selbst, denn das ist Privatsache und solange ich da nicht irgendwo in einer gesetzlichen Grauzone lande sehe ich auch keinerlei Probleme das mit meinem Gewissen zu vereinbaren.

Zur Diskussion an sich:

Dass einige gewaltverherrlichende Texte dabei sind zweifele ich genauso wenig an und da sind wir wohl auch alle einer Meinung.
Inwieweit das jetzt in einer zunehmend verrohenden Gesellschaft in der wir allerorten mit Blut, Gewalt und Hetze konfrontiert werden problematisch oder ausserhalb der Norm ist wage ich nicht objektiv zu beurteilen. In diesem Kontext sind auch einige der Texte die zur privaten Rebellion aufrufen fragwürdig ... Es wird nie eindeutig klargemacht, dass diese bitteschön mit friedlichen Mitteln erfolgen soll. Auch hier wage ich das nicht zu beurteilen und möchte meine subjektive Meinung soweit wie möglich aussen vor lassen.

Das Spiel mit der Ironie ist eine andere Sache und ja sicherlich stellen sie sich im Sinne der Distanzierung von rechtem Gedankengut da dämlich an ... vllt. machen sie es sogar mit Absicht, was ich aber bezweifeln möchte.
Wer die Ironie in Texten wie Schlauer als der Rest, Land der Vollidioten und auch Schwarz und Weiss verstehen kann der wird niemals auf die Idee kommen da rechtes Gedankengut reinzuinterpretieren.
Die tumben Massen die nicht so weit denken können womöglich schon, seien es nun rechtsradikale denen es super in den Kram passt, seien es Antifas, die ein Feindbild suchen oder sei es die Journaille die eine weitere Story wittert.

Genauso die angeblich völkisch-nationalen Texte ... Ja ein deutscher wird die wohl so interpretieren - Unter den Leuten die den sozio-kulturellen Hintergrund Südtirols kennen ist die Meinung da schon gespaltener, ob hier völkisch-nationalistisches Gedankengut vorliegt oder die harmlosere Spielart davon in Form eines zugegebenermassen in oftmals übersteigerter Form vorgetragenen Patriotismus, der im Grunde keinen Hass auf andersdenkende ausdrücken soll, sondern einfach nur ein Gefühl von "Wir sind Südtiroler und wollen nicht, dass sich andere zusehr in unsere Angelegenheiten einmischen, ohne andere Länder und Kulturen zu diskreditieren" wozu ich nunmal eher tendiere, da ich in der Gesamtschau zwar starken Patriotismus, aber auch das eindeutige Bekenntnis zur FDGO, zu Europa und zum friedlichen Zusammenleben unter den Völkern zu erkennen glaube. Vgl. Wahre Werte und Europa.

Zu guter letzt mal angenommen, dass meine Aussagen hier irgendwo den Kern treffen und die Distanzierungen von Frei.Wild durchaus ernst gemeint sind einige Punkte zusammengefasst, die sowohl gelungene als auch nicht gelungene Abgrenzungen von dieser Szene aufzeigen sollen (alle unter der Prämisse, dass es sich hier nicht um reine Imagepflege handelt):

- Der Versuch sämtliche politischen Symbole von den Konzerten fernzuhalten - Lobenswert und durchaus erfolgreich genauso wie die regelmässigen Aufrufe an das Publikum zu zeigen, dass man keine Nazis (oder andere Extreme) auf den Konzerten zu dulden hat.

- Problematischer natürlich die Distanzierungen über Musik: Schlauer als der Rest spielt zuviel mit Ironie ... und in Land der Vollidioten wurde leider die völlig dämliche Anspielung auf die Entfernung von Kreuzen aus Schulen aus Respekt vor andersgläubigen angebracht, die sicherlich eine Diskussionswürdige Sache ist und vor dem Hintergrund des erzkatholischen Brixen, das Frei.wild als Heimat betrachtet einen interessanten politischen Diskurs nach sich ziehen kann ... nur warum gerade in einem Lied in dem man zeigen will, dass man mit Anwandlungen von rechts nichts zu tun hat. Oder will man damit nur betonen, dass man einen katholischen Hintergrund hat (was ja auch wieder gegen die rechts-these spräche). Ich weiss es nicht und wills nicht bewerten finde nur, dass es die Aussage des Liedes entscheidend schwächt.

- Mehrere Interviews die zwar grundsätzlich eine klare Distanzierung von jeglichem nationalistischen Gedankengut zeigen, aber halt auch in der breiten Masse falsch aufgefasst werden können, weil Phillipp z.B. sagt, dass er kein Problem mit Skins hat, die ja von der Mehrheit der Menschen nur als Nazis wahrgenommen werden und einige rechtsradikale Hohlköpfe die den Unterschied nicht kennen werden das wiederum als Einladung zu ihren Konzerten sehen.

- Die Sache mit den Freiheitlichen: Heute eine ganz normale liberale Partei aber mit dem Faden Beigeschmack der rechtspopulistischen Anfänge. Hr. Burger ist ja 2008 aus dieser Partei ausgetreten - Inwiefern da schon die Wandlung zu einer liberalen Partei vollzogen war müssen andere klären, denn dazu habe ich keine klaren Fakten, sondern kann nur sagen, was mir das heutige Parteiprogramm so aussagt. Auf jeden Fall war es ein Fehler von Hr. Burger, dass er gesagt hatte er steht weiter hinter den Zielen der Partei und tritt nur aus, weil es für eine Band die erstmal unpolitisch sein will anstössig wirken würde, wenn der Leadsänger Mitglied in irgendeiner wie auch immer gearteten politischen Gruppierung ist. Erschwerend kommt hinzu, dass gerade in Deutschland und Österreich, was ein großer Markt für Frei.Wild ist und wo auch die Kritiken in dieser Richtung herkommen die Freiheitlichen eben heute noch rechtspopulistisch sind und man sich auch dort wohl nie die Mühe gemacht hat nachzuprüfen inwiefern die FPS damals schon ihren Wandel durchgemacht hatte.

Alles in allem ist die Distanzierung m.E. also durchaus erfolgt, aber halt mit der falschen Wirkung auf die Öffentlichkeit und auch fehlerbehaftet. Wie also dann? Ich denke Frei.Wild wäre sicherlich bereit sich Vorschläge die eine EINDEUTIGE und ENDGÜLTIGE Distanzierung vom rechten Milieu glaubwürdig erscheinen liessen anzuhören und diese auch umzusetzen.

Soviel dazu, denn jetzt muss ich mich fertig machen bevor ich nach Graz aufbreche ... einige Eindrücke dazu dann in den nächsten Tagen
 
So, ich war dort und war schon etwas überrascht, wie gleichartig die Fans von Frei.Wild gekleidet waren. Fast alle waren in Kapuzenpullis unterwegs, viele schwer tättowiert und so manche hatten wenig Haare am Kopf. Hier mein Meinung darüber, nachdem ich auf der Facebook Seite nach einem deutlichen Statement eher negative Rückmeldungen bekam.

Frei.Wild Konzert in Kufstein - Meinung
 
Gaaaaanz früher wurde sowas politisch Unkorrektes als entartete Kunst "bezeichnet".

Bald sind wir wieder soweit.

Wo bleibt die Freiheit der Kunst ?
 
Rüganer schrieb:
Wo bleibt die Freiheit der Kunst?
Mach die Augen auf, dann siehst du sie.

Wurde je ein Auftritt von Frei.Wild verboten, ist eine Veröffentlichung von ihnen indiziert?

Nein.

Mehr Freiheit als für Frei.Wild geht nicht und etwas anderes zu behaupten, ist entweder sehr dumm oder sehr manipulativ.

Kleine Geschichte-Nachhilfe: das Schlimme an "Entarteter Kunst" war nicht, sie so zu bezeichnen. Das darf jeder tun, auch heute noch, dazu gibt's die Meinungsfreiheit. Das Schlimme war, den Künstlern Ausstellung und Verkauf ihrer Werke zu verbieten, ihnen also ein Berufsverbot aufzuerlegen.

Ich nehme zu deinen Gunsten an, dass du das einfach nicht wusstest, ansonsten gilt die obige Einschätzung für deinen Vergleich.
 
Chense schrieb:
mich in die Ecke der politisch Ahnungslosen zu drücken
Das, was du bisher zu politischen Themen in diesem Thread geschrieben hast, lässt mMn keinen anderen Schluss zu, siehe hier: http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?p=4914616#p4914616 . Man kann auch eine politische Meinung haben ohne Ahnung der Zusammenhänge, warum soll ausgerechnet in der Politik Meinung = Ahnung bedeuten?

Nein, es lässt doch einen anderen Schluss zu: du verdrängst einfach die antisoziale, gewaltverherrlichende, intolerante, rassistische und nationalistische Tendenz von Frei.Wild und versuchst das durch Verdrehung und Verfälschung von Tatsachen dir schönzureden.
 
Foto-Irrer schrieb:
ich würde gern ne Umfrage machen, wer alles tatsächlich den letzten Post von Chense KOMPLETT gelesen hat :roll:

Ich kann dir zumindestens sagen wer es nicht getan hat oder um mich mal auf das Niveau einer gewissen Person zu begeben zmd. nicht fähig zu sein scheint ihn zu begreifen - Was es sein mag möchte ich nicht definitiv sagen, aber eines von beiden scheint nach seinem letzten Post ja zuzutreffen ...

Abgesehen davon habe ich zu politischen Themen hier noch garnichts gesagt.

Naja zmd. mit dir chianti werde ich hier nicht weiter diskutieren, denn den einen Intoleranz und Gewaltverherrlichung vorwerfen, aber selbst anderen mit Intoleranz und einer an Arroganz grenzenden Attitüde zu begegnen disqualifiziert dich für jede sachliche Auseinandersetzung mit diesem oder anderen Themen, denn du gehst ja nicht nur hier so vor.
 
dass die Aussagen von chianti... erst denken, dann posten...
Sorry Chense, aus reinem Eigennutz werde ich nichts weiter dazu schreiben :D

Dein Post war mir zu lang, bei anderen Personen könnte glatt ein völlig entnervtes Raunen aus mir rausgekommen sein :D
 
Muss es denn eigentlich immer gleich ausarten und persönlich werden???
Leute kommt doch mal wieder runter... :roll:

Zum Topic: ich höre auch Frei.Wild. Ich habe 3 Alben und war auch bereits auf einem Konzert. Sowohl in Texten als auch auf dem Konzert konnte ich bisher keine rechtsradikalen Tendenzen feststellen. Ich bin übrigens auch nicht rechts. Ganz sicher nicht - ich habe genügend Ausländer im familiären Umfeld und Freundeskreis. Mir gefallen aber einige Songs von Frei.Wild und ich mag Deutschrock. Ist das nun etwa auch schon verboten?

Dass Burger eine rechte Vergangenheit hat ist doch unbestritten. Das gibt er ja auch zu. Aber er hat sich geändert und mittlerweile mehrfach davon distanziert. Wäre es daher nicht fair, ihm eine 2. Chance zu geben?
Jeder hat glaub schon mal in seinem Leben Fehler gemacht - oder? Vor allem in jungen Jahren.

Und an die Adresse derer, welche so gegen Frei.Wild hetzen: habt Ihr Euch die Songs überhaupt schon mal angehört und habt Ihr Euch schon mal ein Bild auf einem Konzert gemacht? Falls nein - einfach mal machen und nicht nur irgendwelchen Presseartikeln etwas hinterher blubbern... :wink:

Apropos Presse: meines Erachtens haben sich über die Presse zwei vor dem Echo völlig bedeutungslose und unbekannte Bands einer ganz billigen und miesen Masche bedient, um selbst in die Schlagzeilen zu kommen und dadurch die Hetze gestartet. Und wenn wir schon der Presse etwas hinterher blubbern, dann vielleicht auch mal die andere Seite - siehe Statements anderer Künstler (u.a. Norbert Rier) über Frei.Wild-> http://www.bild.de/unterhaltung/musik/echo/so-kommentieren-promis-den-echo-eklat-29430802.bild.html
 
Sehe ich ja eben erst....
chianti schrieb:
... du verdrängst einfach die antisoziale, gewaltverherrlichende, intolerante, rassistische und nationalistische Tendenz von Frei.Wild und versuchst das durch Verdrehung und Verfälschung von Tatsachen dir schönzureden.


Das ist ja schon ganz schön heftiger Tobak, was Du da so vom Stapel lässt...

Anhand welcher Texte / Aussagen von Frei.Wild (und nicht von anderen über Frei.Wild) machst Du das denn bitte ganz konkret fest?

Da hätte ich nun schon sehr gerne eine ausführliche und vor allem konkrete Antwort darauf. Wir wollen ja schließlich von Tatsachen reden - oder?
 
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