Nach meinem Wissensstand werden bei DM-3S und DM-Funitel quasi keine elektromechanischen Kupplungen eingebaut. Die Segmente im Bogen sind in verschiedene Förderer unterteilt, der Förderer auf der Hubdrehweiche ist einer davon, ebenso wie die Abstandsregelung (egal ob Grob- oder Feinregelung).
Ich bezweifle, dass der GB1 eine Garagierung im Beschleuniger oder in der Bremsstrecke hat, kenne die Anlage aber nicht im Detail. An den Aufhängungen der Reifenförderer habe ich keine typischen Federn/Hydraulikzylinder gesehen, wie sie bei EUBs verbaut werden (habe aber nur diese beiden Videos
https://www.youtube.com/watch?v=VuofEacrH9I und
https://www.youtube.com/watch?v=5WI8TWhPqSI gecheckt). Elektromechanische Kupplungen im Beschleuniger/Verzögerer habe ich bei DM noch nicht gesehen, da hat man bei Stationsgaragierung ein anderes System verwendet. Link zu einem Youtube-Konzeptvideo mit einem Kettenförderer (und nur einem Mitnehmer) ist mir leider verloren gegangen.
Bei moderneren Funitels gibt es (genauso wie bei der 3S) in der Ausfahrt eine Schräge, sodass hier definitiv keine abhebbaren Reifenförderer zum Einsatz kommen können (wäre dann ja auch eher "unpraktisch"

).
Der Ablauf des Garagierens bei einer älteren Funitel gestaltet sich mWn so (Bezug insbesondere auf Silvrettabahn, aber ähnlich bei GB2-3):
1. Kabinen auf Mittelgleis oder in den Bahnhof schieben. Teilweise gibt es auf dem Mittelgleis auch automatische Förderer (z.B. Silvrettabahn oder Galzigbahn). Anschließend umstellen auf Stationsgaragierung
2. Kabinen fahren durch den Bogen und werden in der Ausfahrt von einem Bediensteten dicht aneinander geparkt (durch gezielte Steuerung des Ausfahrtsförderers per Taster).
3. Bahn bleibt stehen, wenn beide bzw. alle Stationen (Silvrettabahn) fertig sind. Kommunikation erfolgt zumindest in Ischgl per Signal-Taster.
4. In einer der beiden Stationen werden die Kabinen durch händisches Bedienen aller Förderer in der Station "zurückgezogen". Dh., alle Kabinen fahren gemütlich zurück, sodass die Ausfahrt nun leer ist und dafür die Einfahrt vollgeparkt ist. Nehmen wir an, dies erfolgt in der Talstation. Dann ist die Ausfahrt im Tal und die Einfahrt am Berg frei.
5. Bergstation wird unbesetzt gestellt, Betriebsart auf Personalfahrt
6. Bahn fährt an (jetzt rückwärts). Personalkabine startet automatisch, Einfahrtsförderer Berg beschleunigt rückwärts.
7. Personal bleibt laut Vorschrift per Funk in Kontakt
8. Kabine fährt in der Talstation ein und wird im Ausfahrtsförderer rückwärts abgebremst. Ggf. ist manuelles Entriegeln der Türen erforderlich.
Beschicken ist sehr ähnlich:
1. Personalfahrt erfolgt vorwärts, aber sonst gleich wie beim Garagieren
2. Kabinen werden in der anderen Station "zurückgezogen". Im Beispiel wäre das die Bergstation.
3. Beschicken beginnt, indem der Bedienstete die Kabinen in einem regelmäßigen Abstand aus dem Verzögerer in den Bogen schickt - wiederum per Taster.
4. Umstellen auf Mittelgleis, die restlichen Kabinen vom Mittelgleis fahren jetzt wieder herein. (Zwangsläufig ergibt sich hieraus eine umgekehrte Kabinenreihenfolge, weswegen bei Funitels generell die Kabinennummern ungeordnet sind)
5. Beginn Normalbetrieb
Beim GB1 vermute ich, dass die Kabinen einfach in beiden Stationen über die Hubdrehweiche in den Bahnhof bzw. auf das Mittelgleis gebracht werden. Der umständliche Vorgang der Silvrettabahn würde damit entfallen, die Personalfahrt könnte dann einfach vorwärts durchgeführt werden (mit jenen Kabinen, die im Bogen stehen bleiben). Das genaue Verfahren hängt aber mehr von den Platzverhältnissen ab als von einem generellen Funitel-Vorgang.