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Funktionsweise eines Wasserfalls

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starli

Ski to the Max
Mal eine ungewöhnliche Bitte.. hat jemand einen Link für eine deutschsprachige Beschreibung, wie eine Quelle und ein Wasserfall funktioniert?

Hab da zwar schon was rumgegoogelt, aber nur eins gefunden, und da gings nur um Quellen ...Wasserfall wird nicht wirklich erwähnt..
http://www.wasser.de/haupt.pl?url=http://www.wasser.de/verbraucher/quellen/index.htm

Hintergrund: Meine Großeltern hatten doch letztens tatsächlich behauptet, das Wasser vom Wasserfall käm von unten, würd im Berg rauffließen und käm dann als Wasserfall wieder raus..

.. hab denen zwar zu erklären versucht, daß das Regenwasser ist, das im Berg versickert ("jaja, klar.. es regnet aber ja gar nicht!!") - und daß das zwischen Tage und Jahren dauert, bis so das Wasser durch den Berg durchfließt .. dann habens mich doch tatsächlich ausgelacht *grr*

Also, falls einer zufällig einen Link hat oder z.B. noch so ein altes WasIstWas-Buch rumfliegen hat, wo das erklärt wird und mir das freundlicherweise scannen könnte :)
 
Ich denke, Du solltest mal mit Deinen Großeltern zu einem Wasserfall fahren und den ansehen.
So einen Blödsinn habe ich schon Jahre nicht mehr gehört, das wäre ja das Perpetuum Mobile in Reinkultur. Woher soll denn Die Energie kommen, um das Wasser im Berg hochzufördern?
Wasserfälle werden von Bächen gespeist, die Ihr Wasser aus Gletschern und Quellen beziehen. Quellwasser ist grundsätzlich Sickerwasser, das an wasserdichten Schichten im Gestein quer fließt und dann an Hängen zu Tage tritt. Die Schichten haben eine Pufferwirkung, deshalb ist die Schüttung einer Quelle trotz aussetzender Niederschläge recht gleichmäßig. Trotzdem kann es vorkommen, daß Quellen versiegen, dann ist auch der Wasserfall aus.

Ich glaube, Deine Großeltern wollten Dich verarschen oder kennen Wasserfälle nur von Zimmerspringbrunnen.
 
Ein wunderbares Beispiel für einen "ein- und ausschaltbaren" Wasserfall: Höllental unterhalb der Zugspitze. Wenn keine Sonne scheint und es kühl ist schmilzt an den Schneefeldern und am Gletscher nichts oder zu wenig, man sieht den Wasserfall von der Hütte aus nicht. Am nächsten Tag bei strahlendem Sonnenschein hat er wieder gewaltig gespritzt. Aber gegen die Schwerkraft funktioniert auch dieses Ding nicht! :D
 
.. an der Vermutung mit dem Zimmerspringbrunnen könnt was dran sein .. die haben sowas daheim rumstehen, schaut auch aus wie ein Wasserfall..

Hab heut meinen Vater gefragt.. der hat schon fast das gleiche behauptet ("hm, vielleicht durch druck von unten .. aber soweit rauf ... keine ahnung .." *erklär* - "ja, aber wenn der Wasserfall ganz oben anfängt" - "naaa, es gibt aber keinen wasserfall der von der Bergspitze aus runterfällt" - "weißt jetzt das eigentlich oder vermutest das?" - "na, des weiß ich sicher, daß des vom Regenwasser kommt und nicht von unten rauf")

Vielleicht hätte ich eine Umfrage hier machen sollen.. wär sicher auch recht interessant geworden :)
 
Sag mal - Du wohnst doch in Innsbruck. Da sollte man voraussetzen, daß Deine Familie zumindest schon mal einen Wasserfall gesehen hat.
Durch Druck von unten - wir sind ja nicht auf Island. Da gibt's Wasserfälle ganz ohne Berge ;-)
Wie soll denn das Wasser im Berg wieder hoch fließen?
Dann müßte es ja nach dem Wasserfall verschwinden - sowas habe ich noch nie gesehen. Schließlich fließt es in einem Bach dann einfach weiter.
So ein Blödsinn.
 
Das ist sehr interessant, die Theorie mit dem bergauf fliessenden Wasser. PISA-Studie lässt grüssen :D :D
 
Claus schrieb:
Sag mal - Du wohnst doch in Innsbruck. Da sollte man voraussetzen, daß Deine Familie zumindest schon mal einen Wasserfall gesehen hat.

Was hat das jetzt damit zu tun, ob ich in Tirol lebe und meine Großeltern Fürther sind .. (Obwohl .. Großeltern Fürther, Vater Oberpfälzer .. muß man sich da noch wundern? :-)) )

Wie soll denn das Wasser im Berg wieder hoch fließen?
Dann müßte es ja nach dem Wasserfall verschwinden - sowas habe ich noch nie gesehen. Schließlich fließt es in einem Bach dann einfach weiter.

In besagtem Fall, als sie mir ihre Theorie aufgetischt hatten, ist der Wasserfall in einen Stausee gefallen ... aber das prinzipielle Problem hab ich noch nicht gelöst, irgendeinen fundierten Ausdruck, den ich meinen Großeltern vorlegen kann ...
 
starli schrieb:
Was hat das jetzt damit zu tun, ob ich in Tirol lebe und meine Großeltern Fürther sind ..

Allmächd - aus Fädd! Häddsers glei gsachd, dann häd iich mich nedd wundern missn, wäi mer blous suu an Bläidsinn daheerschmarrn konn. Edzerdla issmers scho gloor - Aus Fädd, iich glaabs nedd!

In besagtem Fall, als sie mir ihre Theorie aufgetischt hatten, ist der Wasserfall in einen Stausee gefallen ..

Vielleicht sollte ich jetzt wieder auf eine verständlichere Sprache umschalten...
Naja, der Wasserfall war aber bestimmt schon vor dem Stausee da - ich weiß, das glauben Dir Deine Großeltern auch wieder nicht, aber wie soll man das sonst begründen.

...aber das prinzipielle Problem hab ich noch nicht gelöst, irgendeinen fundierten Ausdruck, den ich meinen Großeltern vorlegen kann.

Ich verstehe Dich schon. Muß aber ehrlich gestehen, daß wohl keiner da spontan einen parat hat. Wie ein Wasserfall funktioniert, daß weiß - bis aff die Fädder - ja wohl jeder.
Das Wasser kommt in einem Bach daher und nähert sich dem Steilhang - dann springt es hinunter und fließt unten in einem weiteren Gewässer davon - ob Stausee oder Bach oder Fluß oder sonstwas.
Vielleicht sollte ich mal das Bild von der Winnebachseehütte posten - da ist ein Wasserfall zu sehen, der einfach verschwindet...
[/quote]
 
Also mit Bach brauchst nicht daher kommen, wenn der Wasserfall auf einem 2.500m hohen Berg auf 2.300m raushüpft :-)

Werd ich halt doch die von mir zitierte Quelle hernehmen müssen ...
 
Ich weiß schon, was Du meinst. Vielleicht finde ich auch noch etwas - muß mal meine alten "Was Ist Was" durchforsten.
Aber grundsätzlich sollte man mit einem "Fädder" nicht streiten - kommt nix dabei raus.

Wie hat's Dich eigentlich nach Österreich verschlagen?
 
Ich habe im April 2001 im Misox einen Wasserfall mit Betriebsstörung gesehen. Im Tal blies ein sehr starker Föhn, aber der obere Teil des Wasserfalles lag offenbar im Windschatten, so dass das Wasser normal fiel. Im unteren Teil geriet es dann aber in den Wind, der stark genug war, um es zu zerstäuben. Aus der Distanz sah es aus, als wäre der Wasserfall in der Mitte abgeschnitten worden. Ich hatte leider keine Kamera dabei, das Bild hätte mir keiner geglaubt!

Der Föhn war an diesem Tag dann auch für den krassesten Wetterwechsel den ich je gesehen habe verantwortlich. Im Tessin war es Frühling, wir liefen bei 20° in Kurzarmhemden herum. Auch am Südportal des San-Bernardinotunnels zeigte das Thermometer noch 18° an. Am anderen Ende des 9km langen Tunnels schneite es in dicken Flocken bei -1°!
 
quyd: cool

snoboardfreak: und was willst du uns jetzt damit sagen? :)

Claus schrieb:
Wie hat's Dich eigentlich nach Österreich verschlagen?

Das fragst jetzt nicht im ernst, oder? Denk mal drüber nach, worüber wir hier die ganzen Zeit reden :-)
 
starli schrieb:
Das fragst jetzt nicht im ernst, oder? Denk mal drüber nach, worüber wir hier die ganzen Zeit reden :-)

Jaja, aber ich ziehe deshalb ja auch nicht gleich nach Österreich. Ich dachte, Du hättest da vielleicht beruflich auch zu tun, oder es gäbe noch andere Gründe? Man wird doch wohl noch fragen dürfen...
 
es gibt noch hoffnung in meiner family: meine mutter hats auf anhieb gewußt :) (Ahja, auch in "Fädd" geboren ;) )
 
starli schrieb:
es gibt noch hoffnung in meiner family: meine mutter hats auf anhieb gewußt :) (Ahja, auch in "Fädd" geboren ;) )

Ausnahmen bestätigen die Regel. Dann kann ich ja nur gratulieren - zu Deiner Erleichterung.
 
Emilius3557 schrieb:
Ein wunderbares Beispiel für einen "ein- und ausschaltbaren" Wasserfall: Höllental unterhalb der Zugspitze.
Sowas gibt es wirklich! Beispielsweise in Norwegen. Die berühmte Flåmsbahn fährt direkt an einem Wasserfall namens Kjossfossen vorbei. Einer lokalen Legende nach hauste dort eine Wassernymphen, in Norwegend Huldra genannt. Eine prima Touristenattraktion! Nur blöd, dass sich besagte Dame seit einiger Zeit nicht mehr blicken liess. Darum musste sie durch menschliche Darstellerinnen ersetzt werden. Pünktlich nach Fahrplan tritt nun eine der diensthabenden Ersatznymphen vor den stäubenden Wasserfall um für die Touristen zu singen und tanzen. Was hat das nun mit ein- und ausschaltbaren Wasserfall zu tun, werdet ihr euch fragen. Ganz einfach: Der Bach, der den Fall speist, wurde für ein Kraftwerk aufgestaut, normalerweise ist das nur ein kleines Rinnsal! Ebenfalls gemäss Zugfahrplan wird nun für einige Minuten der Schieber geöffnet und damit der Wasserfall eingeschaltet. Das funktioniert ganz gut, solange der Zug pünktlich ist. Ist er jedoch zu spät, kann es sein, dass die Showeinlage ohne Wasserfall stattfindet, weil in der Kraftwerkzentrale der Schieber bereits wieder geschlossen wurde. Noch peinlicher ist es, wenn der Zug nur wenig verspätet ist und der Wasserfall genau während der Show aufhört zu fliessen!
 
Sorry, bin per Zufall darüber gestolpert und fand es eigentlich noch ganz lustig. Aber von mir aus können wir es auch schliessen.
 
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