• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Garmisch Classic 27. März 2014

Garmisch Classic 27. März 2014

Anfahrt: Ettlingen - A8 - A96 - Pfronten - Ehrwald - Grainau - GAP in 3:05 h
Wetter: Schön, nachmittags Quellwolken, +5 bis +11°C
Schnee: Tal 0-10 cm Nassschnee, Berg 50-90 cm griffiger Schnee
Anlagen geöffnet: Alle
Wartezeit: Keine, Skigebiet gähnend leer
Gefallen: Viel Neuschnee, wenig Besucher, neues Gebiet kennengelernt, landschaftliche Impression
Nicht gefallen: Für ein vermeintliches Top-Skigebiet teils ungeeignete Infrastruktur, Topographie und Konzeption
Wertung: 5 von 6 Punkten dank tollem Wetter, Schnee und Landschaft
Internet: http://zugspitze.de/de/winter/skigebiet/garmisch-classic


Bis Ende März 2014 will mein letzter Alturlaubstag aus 2013 genommen sein, um nicht zu verfallen. Geplant ist, ihn am 21. März bei Frühsommerwetter am Feldberg verbringen. Da für exakt diesen Tag für den Hochschwarzwald stürmischer Wind und nahender Niederschlag angekündigt werden, wird der Urlaubstag verschoben. Am 22. und 23. März schneit es am Alpenrand bis in tiefe Lagen. In den Hochlagen kommen 70-100 cm Neuschnee zusammen, im Tal 30 cm, so viel wie den ganzen Winter noch nicht. Viele Kleinskigebiete im Allgäu begehen am Sonntag, dem 23. März ihren Saisonschlusstag, ironischerweise bei Schneefall und optimierten Schneebedingungen. Also wird der Urlaubstag spontan nach Oberbayern verlegt. In Garmisch-Partenkirchen bleiben alle Anlagen geöffnet, und weil ich - im Gegensatz zur Zugspitze - dort noch nie Ski gefahren bin, wird Garmisch Classic am späten Abend des 26. als Ziel für den 27. März ausgewählt.

Von Ehrwald kommend bleibt der Talboden bis ins Grainauer Moos schneebedeckt. Vom Parkplatz der Kreuzeck- und Alpspitzbahn aus erscheinen die sichtbaren Talabfahrten trotz offizieller Sperrung befahrbar. Ich mag Fahrten mit klassischen Pendelbahnen, also will ich mit der Alpspitzbahn hinauf. Leider verpasse ich ihre Abfahrt um eine Minute ... und da die Bahn nur im Halbstundentakt fährt, lohnt sich das Warten auf die nächste Kabine nicht. Also nehme ich stattdessen die Kreuzeck-EUB. Bei den sich anbahnenden Frühlingstemperaturen des Tages ist es beim Verlassen der EUB am Kreuzeck irritierend, sich inmitten bester Schneebedingungen wiederzufinden. Eine spontane Abfahrt auf der Hexenkesselpiste muss darum sein - schön, aber leider viel zu kurz ... und die DSB erweist sich mit einer Fahrgeschwindigkeit von 1,5 m/sec als Gästevergraulungsmaßnahme. Am Wochenende müssen die Wartezeiten hier unangenehm sein.

Nun aber weiter zum ersten Teilziel, dem Alpspitzgebiet. Wer vom Kreuzeck dorthin will, muss die DSB Längenfelder und die Hochalm-PB benutzen. Eine - für ein weltbekanntes Skigebiet eigentlich angemessene - Direktverbindung Kreuzeck-Osterfelderkopf gibt es nicht. So zieht sich der Transfer eine halbe Stunde lang hin. Die DSB Längenfelder mit ihrer Mittelstation erweist sich mit einer Fahrgeschwindigkeit von lächerlichen 1,5 m/sec ebenfalls als Zeitkiller. Das habe ich anders erwartet. Am Wochenende müssen die Wartezeiten hier unangenehm sein ... Die PB Hochalm ist an ihrem Standort ein echter Anachronismus. Für Liebhaber alter Liftanlagen wie mich ist das zwar toll und erinnert an Schweizer Verhältnisse. Für ein vermeintliches Weltklasse-Skigebiet jedoch ist die kleine Pendelbahn als Beschäftigungsanlage mitten im Gelände ein Witz am Seil. Und am Wochenende müssen die Wartezeiten hier wirklich unangenehm sein ... Ich hatte den Besuch in Garmisch Classic nicht vorbereitet und hatte hier eine EUB oder KSB erwartet.

Immerhin bringt einen die Hochalm-PB zum höchsten Punkt des Skigebiets Garmisch Classic, dem Osterfelderkopf. Hier befindet man sich vis-a-vis der Alpspitze, für ein Kalksteingebirge ein erstaunlich formschöner Berg, quasi das Weißhorn des Wettersteinmassivs. In den 1980ern war ich mit Herrn Papa oben. :) Neben dem schön gelegenen Bergrestaurant und der Bergwachthütte steht am Osterfelderkopf der ca. 600 m lange, gleichnamige Schlepplift. Fürs Hochgebirge ist er eigentlich zu kurz, aber dafür landschaftlich toll gelegen. Von seiner Piste passiert man ein Felsentor in die Geländekammer des Bernadeinlifts, der für mich das Highlight des Skigebiets Garmisch Classic darstellt. Seine nicht anspruchslose Abfahrt ist für deutsche Alpenverhältnisse einmalig schön unterhalb der Alpspitzwände gelegen (in Tirol, Italien oder den Niederlanden wäre die Abfahrt schwarz). Von der Abfahrt kann man das Schachenschloss Ludwigs des II. erkennen und oberhalb die exponiert im Dreitorspitzgatterl auf 2374 m gelegene Meilerhütte, auf der ich in den 1980ern übernachtet habe. Vom Bernadeinlift kommt man per kurzem Zubringerlift zurück auf den Ziehweg zur Hochalm. Da hätte man dem Bernadeinlift auch einfach eine Kurve spendieren können und hätte so einen Liftantrieb eingespart (und damit auch Strom- und Wartungskosten). An der Hochalm steht die Entscheidung zwischen Wiederholung des klassischen Skigenusses rund um den Osterfelderkopf oder der Rückkehr zum Kreuzeck an. Ich bleibe bis zum Mittag im Alpspitzgebiet und freue mich über das Preisniveau des guten Essens im Alpspitz-Restaurant (kein Gericht über 10 Euro).

Nach dem Mittagessen geht es per Ziehweg zurück zum Kreuzeck, schließlich habe ich erst ein Drittel des Skigebiets befahren. Wozu man sich am Kreuzeck aufhalten soll, erschließt sich mir nicht so recht. Schließlich steht dort nur die kurze und abschreckend (extrem) langsame DSB Hexenkesselbahn mit mittelgebirgsähnlicher Abfahrt. Na gut, die Hexenkessel-Bar ist auch ein Argument. :) Ich fahre - mal wieder per Ziehweg - gleich weiter zum Kandaharexpress, einer gut platzierten, aber unfotogenen 4KSB mit Zwischeneinstieg, der nicht in Betrieb ist (warum hat man hier zur Bewältigung des Wochenend-Andrangs keine 6KSB gebaut?). Auf ihren leeren Pisten lässt sich anständig Ski fahren. Der Rennbetrieb auf der Kandaharabfahrt wird bei meiner Ankunft gerade beendet, also fahre ich sie auch gleich. Keine Ahnung, warum die schwarz ausgewiesen ist, und ihre Trassierung empfinde ich als suboptimal. Aber ich komme ja nicht in den Genuss der ganzen Abfahrt bis ins Tal, weil der untere Teil offiziell schneemangelbedingt gesperrt ist. Vielleicht hätte ich trotzdem ganz hinab fahren sollen, um mir den vollständigen Charakter der typischen Waldabfahrten von Garmisch Classic zu erschließen. So aber fahre ich lieber die halbe Olympiaabfahrt mit ihrer direkteren Streckenführung bis zur Talstation des Kandaharexpress. Von dessen Bergstation gibt es einen tollen Blick übers Reintal auf die Felswände überm Schachen bis zur Alpspitze.

Nach ein paar Abfahrten geht es - mal wieder per Ziehweg - hinüber ins Hausberggebiet. Man landet an der Bergstation der 6KSB Kreuzwankl. Mich interessiert zunächst die schöne rote Tröglabfahrt mit ihrem Schlepplift. Leider ist sie für ein Alpenskigebiet zu kurz, um interessant zu sein. Die Kreuzwanklabfahrt ist zwar länger, aber für Wiederholungsfahrten zu leicht. Das Hausberggebiet scheint mir normalerweise das Kinderskischulland von Garmisch Classic zu sein (an meinem Besuchstag waren mangels Schulferien keinerlei Skischulen unterwegs) ... fortgeschrittene Skifahrer langweilen sich hier schnell. Nach kurzer Untersuchung der beiden neuen Übungstellerlifte Rimmlermoos bemühe ich mich über ein qualvoll langes Schiebestück zum Adamswiesenlift. Dessen untere Abfahrtshälfte ist zwar nett zu fahren, und der Lift verfügt über eine schöne Baco-Kurve, aber das lange Schiebestück der oberen Hälfte ist ein Showstopper. Wer sollte sich das mehrfach antun wollen ??? Wahrscheinlich ist das Hausberggebiet interessanter, wenn die Kochelbergabfahrt und die Hornabfahrt ins Tal geöffnet sind. Da ich deren Schneelagesituation im unteren Teil jedoch nicht kenne, probiere ich die beiden gesperrten Talabfahrten nicht aus.

Ich entscheide mich für den Ausklang des Skitages am Osterfelderkopf und benutze für im Rahmen der Querung des Skigebiets erneut den Kandaharexpress. Von seiner Bergstation ist der Einsatz zweier Hubschrauber am Alpspitzgipfel zu beobachten. Welchen Sinn der Einsatz hat, ist nicht zu erkennen; die Helis drehen wieder ab. Am Morgen hatte ich eine Gruppe beim Aufstieg in Richtung Alpspitze fotografiert ... Weiter geht es über Ziehwege zur Längenfelder-DSB. Diesmal benutze ich sie nicht nur zum Transfer, sondern freue mich auf ihre Abfahrt. Doch auch hier bin ich ein wenig irritiert. Die entsetzlich langsame DSB (am Wochenende müssen die Wartezeiten hier unangenehm sein ...) erschließt nur einen halben skitauglichen Hang mit schöner Piste oberhalb der DSB-Mittelstation. Die untere Längenfelder-"Abfahrt" ist eine flache Serpentinen-Forststraße. Das Längenfelder-Plateau ist eigentlich zu klein für sinnvollen Skibetrieb auf Alpenniveau; die eine halbe Abfahrt allein bringt's nicht. Um das Längenfelder-Plateau besser nutzen zu können, sollte hier neben einem Ersatz der bestehenden DSB eine zusätzliche Beschäftigungsanlage in Richtung Hochalm aufgestellt werden, damit die bestehende Abfahrt dorthin für Wiederholungen genutzt werden kann.

Der Nachmittag erlaubt mir noch ein paar schöne Abfahrten an Osterfelderkopf, Bernadein und Hochalm, auch wenn es in dem Teilgebiet allmählich schattig wird. Es eignet sich sonneneinstrahlungsbedingt eher für den Vormittag. Ich bin gespannt, wie das Teilgebiet in ein paar Jahren aussehen wird, wenn die arg nostalgische Infrastruktur ersetzt worden ist. Für die einzige Talabfahrt des Tages geht es von der Hochalm wieder zurück zum Kreuzeck (eine Wiederholungsfahrt auf der Hexenkesselpiste in der schönen Nachmittagssonne ist noch drin) und zur Talstation des Kandaharexpress. Eigentlich will ich wegen der bereits inspizierten akzeptablen Schneelage die Kandaharabfahrt bis ins Tal nehmen, vertue mich aber und lande stattdessen auf der Olympia-Talabfahrt. Egal, auch hier ist die Schneelage bis auf ein kurzes Teilstück gut, und ich komme ohne Abschnallen bis 30 Höhenmeter oberhalb des Abfahrtsauslaufs durch. Erst für die letzten 200 m Strecke ist Tragen angesagt. :)

Fazit:

Garmisch Classic ist aus meiner Sicht ein merkwürdiges Skigebiet. Einerseits mag ich die nostalgischen, oberbayerischen Beförderungsanlagen à la Brauneck. Andererseits klaffen der Anspruch von Garmisch-Partenkirchen als Austragungsort von Ski-Weltmeisterschaften bzw. als Mitglied der zwölf "Best of the Alps" (zusammen mit z.B. St. Moritz, Davos oder Kitzbühel) und die Realität seines Skigebiets so himmelweit auseinander, dass hier dringend Maßnahmen geboten sind, damit es nicht zum "Flop of the Alps" wird. Gemessen am hohen Anspruch erreicht die teils extrem kapazitätsschwache Anlagen-Infrastruktur von Garmisch Classic kein akzeptables Niveau, und richtig gut Ski fahren kann man im Höhenskigebiet nur rund um den Osterfelderkopf und den Kandaharexpress. Alle anderen Pisten des Höhenskigebiets sind deutlich zu kurz oder zu leicht oder sind reine Ziehwege. Aber ich habe ja die Talabfahrten nicht angemessen benutzen können ... wahrscheinlich bieten die mehr und müssen samt Kreuzeck- und Hausbergbahn ebenfalls zu den Beschäftigungsbereichen gerechnet werden. Garmisch Classic hat aus meiner Sicht Glück, dass die landschaftliche Impression des Wettersteingebirges die verbesserungsbedürftige Gesamtsituation des Skigebiets in Teilen zu kompensieren vermag.


84 Fotos ... etwas arg viel, ich weiß, sorry:

Anfahrt von Grainau kommend. Schnee im Talboden ... und ergrünende Laubbäume.
14_03_27_garmisch_classic_01.jpg


Die Alpspitzbahn habe ich um eine Minute verpasst und möchte keine 30 Minuten auf die nächste Fahrt warten.
14_03_27_garmisch_classic_02.jpg


Also laufe ich hinüber zur genau so verwaisten Kreuzeckbahn.
14_03_27_garmisch_classic_04.jpg


Alles geöffnet bis auf die Talabfahrten.
14_03_27_garmisch_classic_03.jpg


Die sichtbaren Talabfahrtsteile sehen aber befahrbar aus. Das hier unter der Trasse der Kreuzeckbahn müsste der Auslauf der Kandaharabfahrt sein.
14_03_27_garmisch_classic_05.jpg


Bergfahrt in der Kreuzeckbahn. Bis zum Ortsrand von GAP reicht der Schnee im Talboden noch. Und der Südhang des Kramers gegenüber ist auch noch weiß. So will ich das haben.
14_03_27_garmisch_classic_06.jpg


Die mächtige Stütze der Kreuzeckbahn vor der Einfahrt in die Bergstation. Nun heißt es Abschied nehmen vom Vorfrühling.
14_03_27_garmisch_classic_07.jpg


Bergstation Kreuzeckbahn.
14_03_27_garmisch_classic_08.jpg


Hier oben ist wieder dickster Winter. Bevor es zum Osterfelderkopf weiter geht, muss eine Abfahrt über die Piste der Hexenkesselbahn drin sein. Schließlich bin ich ja nicht zum Spaß hier. :D
14_03_27_garmisch_classic_09.jpg


An der Talstation der DSB Hexenkesselbahn steht dieses eindrückliche Bauwerk ... hier wird klar, wieviel Neuschnee wenige Tage zuvor am Alpennordrand gefallen ist!
14_03_27_garmisch_classic_10.jpg


In der DSB Hexenkesselbahn. Fährt mit 1,5 m/sec so langsam, dass es wirklich eine Zumutung ist.
14_03_27_garmisch_classic_11.jpg


Ziehweg vom Kreuzeck zur Längenfelderbahn. Ziehwege dieser Art gibt's hier oben (zu) viele.
14_03_27_garmisch_classic_12.jpg


Talstation DSB Längenfelderbahn. Steht etwas merkwürdig in einem Loch. Es sind kaum Skigäste da.
14_03_27_garmisch_classic_13.jpg


DSB Längenfelderbahn. Fährt ebenfalls nur 1,5 m/sec, wirklich nervtötend. Hier (schon oberhalb der Mittelstation) hat sie eine schöne Piste. Hinten die Alpspitze, die mich den ganzen Tag lang begleiten wird.
14_03_27_garmisch_classic_14.jpg


DSB Längenfelder gegen Garmisch-Partenkirchen und Wank.
14_03_27_garmisch_classic_15.jpg


Von der Bergstation DSB Längenfelder zweigt die breite Piste zur Hochalm ab. Der Blick schweift übers Reintal und die Ausläufer des Wettersteingebirges.
14_03_27_garmisch_classic_16.jpg


Hochalm. Oben rechts noch die Alpspitze.
14_03_27_garmisch_classic_17.jpg


Ich habe mich auf den Besuch von Garmisch Classic nicht vorbereitet und bin schon etwas irritiert, mit der Hochalmbahn hier mitten im Gelände eine 1960er Jahre-Pendelbahn vorzufinden. :D
14_03_27_garmisch_classic_18.jpg


Fahrt mit der Hochalm-Pendelbahn. Hölzl-Bahn von 1972 mit 44-Personen-Kabinen. Bei aller Liebe zu nostalgischen Bahnen: In ein Skigebiet der "Top of the Alps" gehört so etwas vielleicht doch nicht.
14_03_27_garmisch_classic_33.jpg


An der Bergstation Osterfelderkopf. Blick ins Tal auf die Alpspitzbahn, die ich morgens um eine Minute verpasst habe.
14_03_27_garmisch_classic_19.jpg


Restaurant Alpspitze auf dem Osterfelderkopf.
14_03_27_garmisch_classic_25.jpg


SCHL Osterfelderkopf neben der Bergstation. Ja, das ist ein Bild aus einem deutschen Skigebiet, auch wenn es nicht den Anschein hat. Hinten die Dreitorspitze.
14_03_27_garmisch_classic_26.jpg


Bergstation und Skilift Osterfelderkopf.
14_03_27_garmisch_classic_27.jpg


Paraglider und Dreitorspitze. Der Paraglider-Startplatz befindet sich nach hinten versetzt am Start der Abfahrt vom Osterfelderkopf.
14_03_27_garmisch_classic_28.jpg


Vom Skilift Osterfelderkopf geht es durch dieses sprengstoffgenerierte Felsentor hinüber ins Bernadeintal und auf die Abfahrt zur Hochalm.
14_03_27_garmisch_classic_29.jpg


Abfahrt vom Osterfelderkopf zur Hochalm bzw. dem Bernadeinlift. Auch wenn es nicht so aussieht: Das ist eine Skiabfahrt in Deutschland. :D
14_03_27_garmisch_classic_20.jpg


Bernadeinabfahrt. Die Piste quert den Schlepplift. Hinten die Dreitorspitze.
14_03_27_garmisch_classic_32.jpg


Zoom von der Bernadeinabfahrt übers Reintal aufs Schachenschloss Ludwigs des II. Der Bau ist unbedingt einen Sommerbesuch wert! Oben rechts in der Scharte, dem Dreitorspitzgatterl, steht auf 2374 m die Meilerhütte, eine von Deutschlands höchstgelegenen Alpenvereinshütten.
14_03_27_garmisch_classic_21.jpg


Bernadeinabfahrt.
14_03_27_garmisch_classic_30.jpg


Auslauf der Bernadeinabfahrt unter den Felswänden des Alpspitzmassivs.
14_03_27_garmisch_classic_31.jpg


Bernadeinlift, vom übrigen Skigebiet getrennt durch einen Felskamm. Oben links die Alpspitze.
14_03_27_garmisch_classic_22.jpg


Rückbringer-Tellerlift Bernadeinlift II zur Hochalmabfahrt. Hinten die Alpspitze.
14_03_27_garmisch_classic_23.jpg


Abfahrt Bernadeinlift - Hochalm nach Ende des Ziehwegstücks.
14_03_27_garmisch_classic_24.jpg


Mittagspause im "Alpspitz"-Bergrestaurant auf dem Osterfelderkopf. Kein Gericht kostet hier mehr als 10 Euro. Hier sollte man Schweizer Bergrestaurant-Leiter zum Lernen herschicken, wie man für ein gutes Preis-/Leistungs-Verhältnis kocht. Rechts von der Schlepplift-Bergstation geht es zum "Alpspix", dem metallenen Aussichtssteg für die Halbschuhtouristen. Ich war nicht dort.
14_03_27_garmisch_classic_35.jpg


Blick von der Terrasse des Bergrestaurants auf dem Osterfelderkopf zur Alpspitze. Aus jeder Perspektive aus dem Skigebiet ein Blickfang.
14_03_27_garmisch_classic_34.jpg


Ziehweg-Querung von der Hochalm zurück zum Kreuzeck.
14_03_27_garmisch_classic_36.jpg


Nach kurzem Aufstieg nimmt einem dieser Handschuhmörder-Seillift den Rest der Plackerei ab.
14_03_27_garmisch_classic_37.jpg


Abfahrt der Hexenkesselbahn. Schön, aber viel zu kurz. Erinnert eher ans Mittelgebirge.
14_03_27_garmisch_classic_38.jpg


Vom Kreuzeck geht es über einen Ziehweg auf die Waldabfahrten des Kandaharexpress, der die stylische DSB Kreuzjochbahn ersetzte.
14_03_27_garmisch_classic_39.jpg


Parallelabfahrt zur Kandaharabfahrt.
14_03_27_garmisch_classic_40.jpg


Talstation Kandaharexpress gegen Garmisch-Partenkirchen.
14_03_27_garmisch_classic_44.jpg


In der 4KSB Kandaharexpress. Die Sesselbahn macht dort einen guten Job, ist aber völlig unfotogen. Warum hat man dort nicht gleich eine 6KSB gebaut?
14_03_27_garmisch_classic_45.jpg


Von der Bergstation des Kandaharexpress schweift der Blick übers tief eingeschnittene Reintal auf den Bergstock der Alpspitze. Wer genau hinschaut, erkennt rechts und darunter die Stationsgebäude von Hochalm und Osterfelderkopf. Ganz schön weit weg vom Standort ... später folgt noch ein Zoomfoto.
14_03_27_garmisch_classic_41.jpg


Kandaharabfahrt. Mit Farbe haben die Rennleiter irgendwelche Markierungen für die Renntrainings gesetzt. Vor ein paar Jahren habe ich im Forum mal prophezeit, dass die Trendsetter unter den Skidestinationen irgendwann ihren Kunstschnee einfärben werden ... Mit den Fangnetzen sieht das Motiv fast genau so aus wie Skifahren in Aprica in Italien, wo ich drei Wochen vorher war.
14_03_27_garmisch_classic_42.jpg


Kandaharabfahrt mit Waxenstein. Die Fangnetze wurden im Lauf des Tages teilweise abgebaut und von Pistenraupen abtransportiert.
14_03_27_garmisch_classic_43.jpg


Blick von den ersten Metern der Kandaharabfahrt über Kreuzwankl-Sesselbahn und die Infrastruktur am Hausberg auf GAP, den Wank und das Estergebirge.
14_03_27_garmisch_classic_46.jpg


Bei der Querung vom Kreuzjoch/Kandaharexpress zum Hausberg kommt man nach der Bergstation der Kreuzwanklbahn am Tröglhang samt Skilift vorbei. Der ist schön zu fahren, aber für ein Alpenskigebiet zu kurz. Unten rechts geht's zu den für die Saison 2013/2014 neu errichteten ...
14_03_27_garmisch_classic_47.jpg


... Übungsliften Rimmlermoos, die Seilliftanlagen ersetzt haben. An meinem Besuchstag sind keine Schulferien, also sind keinerlei Skischulen unterwegs, und an den Übungsliften fährt außer mir kein Mensch.
14_03_27_garmisch_classic_48.jpg


6KSB Kreuzwanklbahn. Eine der wenigen kapazitätsstarken Bahnen im Skigebiet Garmisch Classic. Bedient einen schönen Übungshang für die Skischulklientel des Hausbergs.
14_03_27_garmisch_classic_50.jpg


Trögllift und Kreuzwanklbahn gegen GAP und Wank.
14_03_27_garmisch_classic_51.jpg


Abfahrt Kreuzwanklbahn mit Restaurants und Seilbahnbergstation auf dem Hausberg.
14_03_27_garmisch_classic_52.jpg


Adamswiese mit Skilift. Leider nur über ein völlig unbefriedigendes Schiebestück erreichbar.
14_03_27_garmisch_classic_53.jpg


Skihang Adamswiese samt Schlepplift. Hinter mir ginge es die (gesperrte) Kochelberg-Talabfahrt hinunter. Leider kenne ich deren Schneesituation im Tal nicht, also probiere ich nicht aus, hinunterzukommen.
14_03_27_garmisch_classic_49.jpg


Klassische Baco-Kurve des Adamswiesenlifts. Danach geht es so schrecklich flach weiter, dass alle Kids nach der Kurve aussteigen. Links neben der Lifttrasse hinter dem Wall versteckt sich der Schneiteich.
14_03_27_garmisch_classic_54.jpg


Zoom vom Hausberg über die Bergstation Kreuzeck zur Zugspitze.
14_03_27_garmisch_classic_55.jpg


Bergstation Hausbergbahn.
14_03_27_garmisch_classic_56.jpg


Rückfahrt vom Hausberg zum Kandaharexpress mit der Kreuzwanklbahn. Die blaue Kreuzwankl-Piste ist nett zu fahren, aber für gute Skifahrer für Wiederholungen uninteressant. In den Ferien und an Wochenenden dürfte hier die Hölle los sein.
14_03_27_garmisch_classic_57.jpg


Erneut geht es mit dem Kandaharexpress hinauf, um zum Kreuzeck zurück queren zu können.
14_03_27_garmisch_classic_58.jpg


Hier ein Zoomfoto der Alpspitze von der Bergstation des Kandaharexpress aufgenommen. Unterhalb befindet sich die Seilbahnstation Hochalm, rechts die am Osterfelderkopf. Am rechten Bildrand befindet sich das Längenfelder-Plateau. Es fehlt eine Beschäftigunganlage von der Hochalm zum Längenfelder.
14_03_27_garmisch_classic_59.jpg


Plötzlich kommen gleich zwei Hubschrauber angeflogen, kreisen um den Alpspitzgipfel, inspizieren die nicht einsehbare Rückseite ... und drehen nach fünf Minuten wieder ab. Ich habe nicht herausgefunden, was die dort gemacht haben. Morgens hatte ich von der Bernardeinabfahrt aus eine Gruppe fotografiert, die den Aufstieg über die Ost- oder Südseite vorzubereiten schien.
14_03_27_garmisch_classic_60.jpg


Querung vom Kreuzjoch / Kandaherexpress zurück zur Hexenkesselbahn am Kreuzeck. Hinten links die Zugspitze.
14_03_27_garmisch_classic_61.jpg


DSB Hexenkesselbahn. Wenn es so leer und sonnig ist wie bei meinem Besuch, ist das ja ganz nett, aber mit ihrer Fahrgeschwindigkeit von 1,5 m/sec ist die Bahn wirklich eine Zumutung und gehört ersetzt.
14_03_27_garmisch_classic_62.jpg


Endlich wieder auf einem Ziehweg ... nun zum zweiten Mal zur Längenfelderbahn. Rechts unterhalb der Alpspitze ist das kleine Längenfelder-Plateau zu erkennen.
14_03_27_garmisch_classic_63.jpg


Längenfelder. Die lahme DSB hat sooo eine schöne Piste ... aber eben nur oberhalb der DSB-Mittelstation, was die Länge auf max. 500 m begrenzt.
14_03_27_garmisch_classic_64.jpg


Längenfelder-Abfahrt gegen den Wank.
14_03_27_garmisch_classic_65.jpg


Die Längenfelder-Abfahrt unterhalb der Mittelstation ist dieser Serpentinen-Hangziehweg, der reinen Verbindungscharakter hat. Unten im Tal liegt Grainau.
14_03_27_garmisch_classic_66.jpg


Wer an der Bergstation der DSB Längenfelder ganze fünf Höhenmeter aufsteigt, wird mit diesem einfrücklichen Alpspitzblick belohnt ...
14_03_27_garmisch_classic_67.jpg


... und mit diesem Blick durchs Höllental auf Zugspitze und Waxensteine.
14_03_27_garmisch_classic_68.jpg


Bergstation DSB Längenfelder gegen GAP und Wank.
14_03_27_garmisch_classic_69.jpg


Längenfelder-DSB und -Abfahrt. Nach rechts fahre ich weiter zur ...
14_03_27_garmisch_classic_70.jpg


... Hochalmbahn. Hinten die Dreitorspitze.
14_03_27_garmisch_classic_71.jpg


Ein letztes Mal hinauf mit der Hochalm-Pendelbahn. Ganze fünf Personen fahren mit.
14_03_27_garmisch_classic_72.jpg


Der Osterfelder-Schlepplift bekommt nachmittags allmählich den Schatten, ...
14_03_27_garmisch_classic_73.jpg


... in den die Bernadeinabfahrt samt Lift bereits abgetaucht ist. Hier friert sogar der aufgefirnte Schnee schon wieder an.
14_03_27_garmisch_classic_74.jpg


Letzte Abfahrt des Tages zur Hochalm gegen 16:30 Uhr.
14_03_27_garmisch_classic_75.jpg


Die Hexenkessel-DSB am Kreuzeck liegt schön in der Nachmitagssonne und fährt bis 17 Uhr.
14_03_27_garmisch_classic_76.jpg


Nun soll es zu Tal gehen. Leider interpretiere ich den Pistenplan falsch. Statt auf die Kandaharabfahrt fahre ich über die Olympia-Abfahrt in Richtung ...
14_03_27_garmisch_classic_77.jpg


... Station Kandahar-Express. Rechts hinter der Station beginnt die gesperrte Olympia-Talabfahrt.
14_03_27_garmisch_classic_78.jpg


Die ist zwar unpräpariert, aber problemlos zu befahren.
14_03_27_garmisch_classic_79.jpg


Olympia-Talabfahrt mit genügend Schnee ...
14_03_27_garmisch_classic_80.jpg


... bis auf dieses kurze Stück, das sich am linken Rand ohne Abschnallen umfahren lässt.
14_03_27_garmisch_classic_81.jpg


Danach geht es wieder mit genug Schnee weiter, ...
14_03_27_garmisch_classic_82.jpg


... bis 30 Höhenmeter über dem Auslauf endgültig Schluss ist.
14_03_27_garmisch_classic_83.jpg


Mein interessanter Skitag im Gebiet Garmisch Classic geht an der Talstation der Kreuzeckbahn zu Ende. Der Südhang des Kramer ist deutlich grüner als noch am Morgen.
14_03_27_garmisch_classic_84.jpg
 
Ganz toller Bericht!
Ich war (gemeinsam mit Z) rund einen Monat vor dir, ebelfalls zu ersten mal zu Skifahren dort, bei allerdings schlechteren Schneeverhältnissen (ja das geht).
Der Bericht ist bereits zu großen Teilen geschrieben, daher fasse ich mich etwas kürzer als es eigentlich angebracht wäre.

Dein Fazit teile ich quasi komplett! Mir ist vor allem die große Anzahl von Ziehwegen, gefühlt machen sie die Hälfte des Skigebietes aus, in Erinnerung geblieben - das geht garnicht. Mit den teils alten Anlagen hatten wir gerechnet, ja sind in gewisserweise auch deshalb dort gewesen. Trotzdem - da ich primär und auch sekundär zum skilaufen komme war ich schwer enttäuscht. Bis auf die Bernadeinabfahrt und den oberne Teil der Kandahar findet sich mit Ausnahme der Talabfahrten (die bei unseren Besuch teils gesperrt, vor allem aber in einem kläglichen Zustand waren) eigentlich kein Hang der es meiner Meinung nach rechtfertigen würde mehrfach gefahren zu werden.
 
Sehr interessanter Bericht aus der Sicht eines "Garmisch-Neulings". Ohne Die Talabfahrten ist GAP wirklich fast nichts wert. Deshalb bin ich froh, dass ich diesen Winter die TSC hatte und keine Saisonkarte.
 
noisi schrieb:
Bis auf die Bernadeinabfahrt und den oberne Teil der Kandahar findet sich mit Ausnahme der Talabfahrten (die bei unseren Besuch teils gesperrt, vor allem aber in einem kläglichen Zustand waren) eigentlich kein Hang der es meiner Meinung nach rechtfertigen würde mehrfach gefahren zu werden.

Leider teile ich diese Meinung ...

AndyGAP schrieb:
Sehr interessanter Bericht aus der Sicht eines "Garmisch-Neulings". Ohne Die Talabfahrten ist GAP wirklich fast nichts wert.

Dann muss ich wohl noch einmal bei guter Schneelage bis ins Tal hin. :D
 
Sehr schöner Bericht - war selber am 28./29.03. dort unterwegs. Obwohl es Wochenende war, war es trotzdem sehr leer.
Trotz der hohen Außentemperaturen war ich aber über die sehr guten Pistenverhältnisse und Präparierung überrascht. Ansonsten muss ich Dir bzgl. Anspruch und Ausstattung recht geben - für geübte Fahrer nicht so das wahre. Da ich mit meinem 5-jähriger Sohn unterwegs war, sind die Pisten für ihn als Anfänger natürlich super und wir hatten nur 1,5h Anfahrt ;)
 
Auch von mir ein :top: für den Bericht dessen Quintessenz ich in weiten Teilen unterschreiben würde.
Sicherlich käme heute niemand mehr auf die Idee, in derartiger, eher ungünstiger Topographie ein Skigebiet errichten zu wollen.
Aber gerade diese Topographie verbunden mit dem Gelände/Landschaft in welche das Gebiet eingebettet ist macht es auch ein bisschen "anders" als viele andere.
Wie schon angesprochen, sind die Talabfahrten wirklich essentiell um dort vernünftig Skifahren zu können und der Rest ist eigentlich nur nettes Beiwerk. Großes Manko ist zusätzlich die geringe Höhenlage welche dazu führt, dass es in gerade diese wichtigen Talabfahrten auch im Winter gerne mal bis weit hoch reinregnet und diese sich mit wieder einsetzendem Frost speziell in den unteren Dritteln in Eisbahnen verwandeln.
 
Wow.... toller Bericht. Ich bin jedes Mal von der Bernadain-/Hochalm-Ecke angetan, da das landschaftlich in Deutschland einzigartig ist!

Danke Dir!
 
Ich war witzigerweise einen guten Monat vor deinem Besuch im GAP-Classic. Da waren wenigstens noch 2 der 5 Talabfahrten offen, hab dann noch die Hornabfahrt genommen (ging noch). Allerdings die Olympia und die Tonihütten (kann man ned gscheid aus der Bahn reinschauen) ausgelassen. Olympia sah mir unten zu aper aus, auch auf den letzten 50hm und ich war leider etwas faul, sonst wär die mitgekommen. Bei mir sind die beiden DSBs aber etwas flotter gefahren (viel mehr als gut 2m/s warens trotzdem nicht) Mit Steinen hatte ich jedoch ziemlich zu kämpfen, obwohl angeblich 85cm oben am Osterfelder. Bei mir war die Anfahrt zwar gut 2 Stunden, aber den größten Teil der Anfahrt eben staufrei (nicht Stressfrei, wg. Fahrplänen), da Bahn-Anreise. Mit dem Auto brauch ich aus dem Münchner Norden gut 1,5 Stunden zum Eibsee. Zum Hausberg etwa 10 Minuten weniger. Allerdings gibts ab München den Garmischer Schiexpress und den nutz ich für einen GAP-Classic-Tag immer. Der kostet mich samt Innenraum-Ticket 50€ (Das Kombiticket (Zugfahrt+Schipass) gilt erst ab München HBF und das für günstige 44€+ 6€ für die MVV-Tageskarte Innenraum (Einstieg Karlsfeld BF, und der ist von mir 22km respektive 20-25 Autominuten weg) Komplett mit der Bahn geht von Indersdorf aus nicht, die fährt am WE einfach zu spät zum ersten Mal. (Samstags kurz nach 6, Sonntags halb 8 morgens und um 7:13 Uhr geht der Schizug in München weg (Aktueller Fahrplan)
Der Zug hält direkt bei der Hausbergbahn (200m übern Parkplatz laufen) und nach dem Umziehen im Schischulgebäude ist man kurz nach Betriebsbeginn in der Gondel (ca. 8:45 Uhr. Die 8EUB auf den Hausberg fährt ab 8:30 Uhr (Februar)

Für Sonntag hatte ich Ende Februar auch nur recht wenig Wartezeiten (längstens 5-7 Minuten, an einzelnen Anlagen: Das geht noch für ein Tagesausflüglergebiet wie GAP-Classic) Hab allerdings die Pendelbahnen weitgehend gemieden, bzw. die Hochalmbahn nur zur Hauptmittagszeit benutzt: Dort kanns schon mal länger dauern am WE (15-20min kann man da durchaus Einplanen, entspricht 4-5 Gondeln) An der Alpspitzbahn ist mir spätvormittags die Gondel vor der Nase weggefahren, aber die fuhr bei mir durchgehend, also ca. alle 10 Minuten, schätze mal wg. der späten Jahreszeit und daher geringem Andrang wurde bei dir nach Fahrplan gefahren (Halbstündlich).

mFg Widdi
 
@Harzwinter: Das Skigebiet hat in der Tat zwei Gesichter: Zum einen die familienfreundlichen und flachen Abfahrten im oberen Bereich (Ausnahme Osterfeldergebiet) sowie die anspruchsvollen und sehr sehr vielseitigen sechs Talabfahrten - die allein schon eine Reise wert sind. Für einen sportlichen Erstbesuch (so wie du ihn dir vorgenommen hast) sollten mindestens vier Talabfahrten offen sein (beide Kandahar-Strecken + Olympia + Dreh). Außerdem solltest du unbedingt über die Hausbergbahn einsteigen.
Das Osterfeldergebiet ist anlagentechnisch bewusst im 70er Jahre Style gehalten. Außerdem sind die Abfahrten dort nicht massentauglich. Zum TOP OF THE ALPS zählt das Gebiet vor allem wegen seiner Vielseitigkeit: 5 1/2 Top-Talabfahrten, "Oben" typische" deutsche Kleinskigebiet Hänge für Familien und hochalpine Abfahrten am Osterfelder!
 
Also ich kann die Eindrücke von Harzwinter sehr gut nachvollziehen. Die Eindrücke die ich bei meinem Besuch im Rahmen einer Woche Tiroler Zugspitzgebiet in 2006 sind ähnlich. An den Oldschoolanlage habe ich mich dort garnicht großartig gestört bzw fand ich die auch ganz nett, aber der entscheidende Punkt sind wirklich diese extrem langsamen Verbindungslifte und die teilweise sehr unvorteilhafte Topographie. Die Talabfahrten waren bei meinem Besuch befahrbar. Ok, umgehauen haben sie mich aber auch nicht. Diese TOP OF THE ALPS Geschichte ist schließlich ja nur ein Marketing Gag. Der zahlungskräftige Kunde, der mal eben Skifahren geht, weil es hipp ist, der wird von sowas natürlich angelockt, aber Leute wie wir wissen natürlich selber besser, wo man vernünftig skifahren kann und wo nicht. Garmisch gehört für mich zu den Skigebieten, wo man durchaus mal alle paar Jahre einen Tag verbringen kann. Mehr aber auch nicht.
 
@ VR1985: Es ist immer die Frage, was man unter "vernünftig Skifahren" versteht: Wenn man einheitlich kuppierte Hänge sucht, wird man in GAp nicht glücklich werden. Das Besondere an Dreh, Horn und Olympia sind ihre wechselnden Passagen: mal flach, mal steil, mal breit mal schmal. Hier wird das komplette Können eines Skifahrers abverlangt. Zu den Ziehwegen: Also tatsächlich gibt es zwei "Pflichtziehwege", wobei ich hier eher von Gleitwegen sprechen würden: Hochalm-Kreuzeck und Kreuzeck-Hausberg. Der Rest hat für mich nix mit Ziehwegen zu tun, bzw. kann umfahren werden!
 
Nein nein, versteh mich nicht falsch. Es macht durchaus mal Spaß sich durch diese Topographie und die abwechslungsreichen Aufstiegsanlagen durchzuarbeiten. Von diesem Aspekt her ist Gap vielen Skigebieten in Österreich weit überlegen. Ob einem Gap allerdings das gesamte Können abverlangt, wage ich jetzt wieder zu bezweifeln. Die Messlatte liegt hier doch ziemlich hoch.

Achtung Wortspiel:

Die "Gap" zwischen Gap und den wirklichen Top-Destinationen ist definitiv vorhanden, aber das ist auch ok so, denn die Vorraussetzungen sind eben auch schlechter.
 
Danke für alle Rückmeldungen! :D

DAB schrieb:
Das Osterfeldergebiet ist anlagentechnisch bewusst im 70er Jahre Style gehalten. Außerdem sind die Abfahrten dort nicht massentauglich. Zum TOP OF THE ALPS zählt das Gebiet vor allem wegen seiner Vielseitigkeit: 5 1/2 Top-Talabfahrten, "Oben" typische" deutsche Kleinskigebiet Hänge für Familien und hochalpine Abfahrten am Osterfelder!
Wenn GAP den Osterfelderkopf tatsächlich freiwillig und ernsthaft im 1970er Jahre-Stil hält, wäre es damit wohl das erste Alpenskigebiet, das sich das traut (außer Frabosa und La Grave vielleicht). Bei GAP kann ich mir nicht ganz vorstellen, dass das Absicht ist ...

Was macht eigentlich der typische Münchner Skiprofi bei einem (imaginären) Tagesbesuch in Garmisch Classic? Den ganzen Tag die Talabfahrten fahren, weil das die besten Pisten sind?

VR1985 schrieb:
Diese TOP OF THE ALPS Geschichte ist schließlich ja nur ein Marketing Gag. Der zahlungskräftige Kunde, der mal eben Skifahren geht, weil es hipp ist, der wird von sowas natürlich angelockt, [...]
Ich fürchte, GAP identifiziert sich imagemäßig wirklich teilweise mit "Best of the Alps" ... das ist dann der vieldiskutierte Unterschied zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung. Natürlich geht es bei "Best of the Alps" nicht ausschließlich um Alpinski, sondern eher um die Gesamtinfrastruktur, und dabei kann GAP teilweise schon punkten. Aber das Mindestlevel für Alpinski wird m.E. - im Vergleich mit den anderen Destinationen - in GAP verpasst ... und in Seefeld wahrscheinlich auch.
 
@ Harzwinter: Ich weiß gar nicht, was dich an den Talabfahrten so stört.... Fahr mal alle fünf bzw. sechs. Auch an ganz miesen Wettertagen hast du hier wirklich brauchbare SIchtverhältnisse. Ein ganz großes Plus. Selbst zu Weihnachten wirst du ann den Gondeln nie länger als 10 Minuten warten. Außer du fährst zwischen 09:00 und 11:00Uhr morgens die Hausbergbahn. Die Infrastruktur ist so ausgelegt, dass bei den "wichtigen" Abfahrten die stärksten Zubringer sind. Kreuzeckbahn 2000Per./Std., Hausbergbahn 2400Per./Std. Die Abfahrten rund um den Osterfelder sind nicht massentauglich sondern lediglich landschaftlich reizvoll, deswegen sind dort die Anlagen im 70er Jahre Stil und werdenvorerst auch so bleiben. Ingesamt passt das Ganze schon zusammen.
 
Das einzige, was mich an den Talabfahrten von Garmisch Classic stört, ist, dass ich sie am 27. März nicht nutzen konnte. :D
Darum kann ich nichts weiter dazu sagen und freue mich auf einen Folgebesuch. Es gibt auch andere Skigebiete, die von ihren Talabfahrten leben, wie z.B. Saalbach-Hinterglemm (jeweils mit den schwarzen Nordabfahrten).
Ab wann ungefähr sind die Talabfahrten von Garmisch Classic sonnenstandsbedingt nicht mehr ausschließlich schattig? Anfang/Mitte Februar?
 
Ja ungefähr...! Ab Feb. hast du überwiegend Sonne drin. Zu Weihnachten liegt auch der komplette Osterfelder außer Längenfelder im Schatten. Letztes Jahr konnte ich Ende März noch alle Talabahrten nutzen. Als Einstieg empfehle ich dir dann in jedem Fall die Hausbergbahn. Falls du interessiert bist, sende ich dir gerne eine Abfahrtsempfehlung, sodass du die meisten Schiebestücke umfahren kannst und nur auf Hochalm-Kreuzeck angewiesen bist. Man muss allerdings auch dazu sagen: Sobald zwei - drei Talabfahrten offen sind, sind auch gleich deutlich mehr Leute im Gebiet!
 
Jetzt habe ich den Bericht doch wieder viel viel viel zu spät entdeckt und doch muss ich noch einen Kommentar abgeben ... erstens toller Bericht mit schönen Fotos und wie immer auch netten Texten dazu ...

Nun zum eigentlichen Grund meiner Antwort - Dein Fazit:

Denn du hast völlig recht ... irgendwie ... und irgendwie auch wieder doch nicht aus 2 Gründen.

Ja Garmisch hat eine wahnsinnig komische Infrastruktur, ja Garmisch hat wahnsinnig viele Ziehwege, ja das Höhenskigebiet ist komisch, ABER Garmisch ist auch sich selbst genug. Ich glaube es gibt kein Skigebiet in den Alpen, das so konsequent auf "Fehlplanungen" im Höhenskigebiet setzt wie Garmisch-Classic.
Die Erschliessung des Osterfeldergebietes ist ja noch irgendwie normal ... aber eben auch wieder garnicht ... die Hochalmbahn - der Bernadeinlift das ist so wunderbar unzeitgemäß, dass es den ganzen Reiz dieses Gebietes ausmacht.

Die Längenfelderbahn - Ein touristisches Desaster ... und doch genau das was einen dazu bringt den Bereich mit dieser irrsinnig dämlichen Forstwegabfahrt wieder zu fahren.

Die Hexenkesselbahn ... "Ja wir leisten es uns, dass der Skigast den einzigen Hang im Kreuzeckgebiet (Kandahar zähle ich wg. der Verbindung eig schon fast zum Hausberg) mit einer urlangsamen DSB erfahren muss"

Und so zieht es sich ja durchs ganze Skigebiet ... dieses gewisse Mia san Mia und wenn ihrs nicht so wollt habt ihr Pech gehabt.

Und der zweite Punkt ist einfach - Dir fehlte etwas wesentliches ... Denn ich glaube es gibt kein größeres Skigebiet in den Alpen, welches so sehr von seinen Talabfahrten abhängig ist wie Garmisch-Classic.

Die Kandahar (vorallem die Kandahar alt) ist eine wunderbar rassige schwarze Piste die einen immer wieder dazu einlädt die Grenzen dessen auszuloten was gerade noch geht ohne, dass es einen zum Beispiel am Seilbahnstadel furchtbar zusammenstaucht.

Die Olympiaabfahrt ist für mich mit ihrer Länge und ihren Genusshängen eine der schönsten Cruiserabfahrten der Alpen die einfach zum gemütlichen Schwingen und Carven einlädt.

Die Toni-Hütte - Ja auch das ist wieder sowas woran sich die Geister scheiden ... Genussabfahrt oder Waldziehweg? Habe beides schon gehört.

Die Horn - Irgendwie sowas wie die Kandahar für Anfänger ... auch durchaus rassig aber halt schon um Ecken leichter (deswegen wurden und werden dort auch immer die Qualiwettbewerbe und niederklassige Rennen gefahren)

Und die Kochelbergabfahrt ist schlussendlich eine schöne rote Piste, die einen ziemlich knackigen Steilhang mit einer angenehmen Umfahrung fürs weniger versierte Skivolk hat ... Nichts besonderes, aber halt doch auch keine Ware von der Stange.

Alles in allem will ich Garmisch hier nicht in den Himmel loben - Aber ich will ein bisschen verständlicher machen, warum das Gebiet so ist wie es ist - Warum ich es immer wieder besuche und was den Reiz daran ausmacht.
 
Zurück
Oben